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kleine Medienkritik -60 Jahre 1.FC Köln DVD-


Puh!
60 Jahre sind ne lange Zeit. Daß sich der Verein meines Herzens jetzt auf Feierlichkeiten einstellt, die glorreiche Vergangenheit heraufbeschwört, das häßliche Worte mit der falschen Zahl vorne, gar nicht erst in den Mund nimmt, wer kann es ihm verdenken?

Jetzt hat also Christopher Limperopoulos (oder so) eine DVD zusammengestellt, seine alten Medienkontakte spielen lassen, alte Freunde zusammengetrommelt und sogar Franz Beckenbauer darf sagen wie töfte der FC ist! Toll!

Mir war die Freude schon nach den ersten Szenen gründlich vermießt.
Denn wer darf die ganze Sache kommentieren? Tom Bartels! Skisprung-Thommy! Der menschgewordenen Alptraum eines Fernsehzuschauers! Mein Hass-Kommentator Nummer Eins! Ach Kacke! Zuweilen (bei den ganzen alten Schnipseln) spricht ein weitere grenzwertiger Vertreter seiner Zunft. Ernst Huberty! Ich dachte der wär lang tot! Ohne Witz. Freut mich für ihn, dass dem nicht so ist, aber muß er denn immer noch Geld dazu verdienen? Oder war das noch ein Gefallen, der offen war? Es ist auf jeden Fall nur schwer zu ertragen.

Die “Storyline” ist schnell erklärt. Nix mit chronologisch, nix mit “schönste Tore”, “schönste Beinbrüche” usw, nein. Stur nach Gutdünken werden einzelne Kapitel nach Spielern, Wettbewerben, Funktionären heruntergerasselt. Ich fand die DVD äußerst lieblos zusammengewürfelt, von etwagien Emotionen war wenig zu spüren. Einzig als Hans Schäfer mit feuchten Augen auf ein Stufe des Franz-Kremer-Stadions gesetzt wurde, kam ein wenig Rühung auf. Sonst: Pustekuchen!

Lobend zu erwähnen ist höchstens, dass die Spielszenen zu großen Teilen mit Orginalkommentar unterlegt sind und dass die Grafik bei 
Namenseinblendung wirklich schön ist.
Da hat es sich doch mal gelohnt Geld in die Hand zu nehmen.

Insgesamt eine riesengroße Enttäuschung. Wenns nicht der FC wär gäbs weniger, so sind es:
35 von 100

Haut rein, schreibt mir was!