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Kreta 2019

Strand, Hotel, Essen, Trinken, dies, das:

Unser Hotel bekommt 4,5 von 5 Sternen. Alles super, sauber, aufmerksames und sehr freundliches Personal. Die Leute, die sich über kleinste Verputzungsfehlerchen oder darüber dass es nur 8 deutsche TV-Kanäle gibt, aufregen, haben den Schuss nicht gehört. Es ist alles tiptop. Essen auch wirklich komplett in Ordnung, immer alles frisch und lecker, die Getränke (für All-In sehr viele “echte” und gute Marken) sind keinen Deut schlechter. Den halben Punkt Abzug gibt es für die musikalische Dauerbeschallung von 10 Uhr morgens bis 0 Uhr nachts und für die Masse an Instagram-Uschis. Strand ebenfalls top aber es ist eben Kretas Nordküste, heißt: Kein Sandstrand, sondern felsiger Untergrund. Strandbar nicht zu schlagen, sehr moderate Preise, wieder sehr nettes Personal. Tag am Strand kostet 3 Euro, dafür bekommt man Liege, Sonnenschirm, Wasser und Melone. Was willste da meckern?

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Schlucht Nr. 1 “Myli”:

Die Schlucht der Mühlen. Sehr entspannte Wanderung mit z.T. sogar echten Wegen durch eine verlassene Gegend. Paar alte Mühlen und Kirchen am Weg, wenige Touristen. Ich glaube wir haben vielleicht 20 Leute gesehen an dem Tag. Danach noch sehr nette Münchner kennen gelernt und am Ausgang der Schlucht in der Taverne für unfassbar kleines Geld Bierchen getrunken. Toller Tag.

Knossos, Sisi, Psiloritis-Massiv:

Was gibt es über Knossos zu sagen als: Antik-Disney. Horden von Touristen werden in dem gut geschmierten Business routiniert durchgeschleust, eine Begehung ohne Tour ist fast nicht möglich, weil wirklich ohne Unterbrechung verschiedenste Touren den Weg komplett versperren, tausend Sprachen, alles schreit rum, naja. Die Stätte an sich ist jetzt auch nicht das Epizentrum des kulturwissenschaftlich-interessierten Besuchers. Vieles ist auf gut Glück einfach “rekonstruiert” worden, die paar originalen Steine sind in einer guten halben Stunde abgefrühstückt. Muss man nicht hin.

Sisi ist ein kleiner Strand in der Nähe von Malia. Nett. Aber es war heiß. Mindestens zwei Sterne Abzug dafür…

Und, ja, also mein Highlight des Tages war die Fahrt in die Berge ins Psiloritis-Massiv. Da ist dann auch kein Tourist mehr unterwegs, da ist das Ende der Welt. Fantastische Blicke über die Insel und ins Hinterland, verschlafene Dörfer, unglaublich schlechte und gefährliche Strassen, die irgendwann einfach aufhören, weil ein Berg im Weg ist. Aber alles in allem fantastisch. Das Dorf Anogia hat in Kreta eine traurige Berühmtheit, da es Ort eines Massakers der deutschen Wehrmacht im zweiten Weltkrieg war. Ein großer Gedenkstein erinnert an diese Tragödie. Aber auch hier gilt: Die Menschen sind so unfassbar freundlich, man fühlt sich – auch als Deutscher – nicht argwöhnisch beobachtet, sondern eher belustigt bestaunt: Was machen die denn hier? Kaffee wollen sie? Na gut. War toll. Tipps: Nie auf google maps hören, falls ihr nicht auf einem Esel reitet. Die teilweise vorgeschlagenen Routen sind nicht für ein Auto geeignet. Bleibt auf der Hauptstrasse. Und, ganz wichtig: Einheimische immer vorbei lassen. Die kennen sich da aus, die fahren wie die Wilden und wenn sie sich halt umbringen wollen, dann sollen sie das machen aber den Rest der Welt leben lassen. Einmal hing mir ein Lieferwagen ca. 30 Zentimeter hinter der Stoßstange, es ging engste Serpentinen runter und ich hatte tatsächlich noch nie solche Angst um mein Leben. Das war nicht schön. Dennoch lohnt sich der Weg auf alle Fälle.

Rethymnon:

Von unserem Hotel mit dem Bus für 1,30 Euro zu erreichen. Tolle, kleine Stadt mit einer venezianische Befestigungsanlage, Fortezza genannt. Viele enge Gassen, viele Kirchen und Moscheen, ein sehr guter Burger-Laden (Mojo) und verschlafenen Ecken in der Altstadt. Der Rundumblick von der Forteza ist atemberaubend.

Schlucht Nr. 2 “Imbros”:

Puh. Im Reiseführer stand die Schlucht als “leicht” gekennzeichnet und ich bin nicht sicher, ob das so richtig ist. Es handelt sich um eine ca. 10km lange Strecke aus den Bergen Richtung Libysches Meer, also zur Südküste hin. Die eigentliche Schlucht ist ca. 8 km lang und führt permanent bergab an einem Flußbett entlang, ohne jede Befestigung und nur durch bzw. über Geröll. Jeder Schritt ist achtsam zu setzten, da die meisten Steine auch sehr glatt und rutschig sind. Natürlich ist es da wunderschön, aber der Weg war dann doch eine Spur zu hart für mich und meine Oberschenkel sind heute noch nicht wieder komplett versöhnt. Wie das mit Kindern (wie im Reiseführer als “angemessen” bezeichnet) gehen soll, ist mir nicht ganz klar. Zudem ist es nach der Samaria-Schlucht die zweit-beliebteste bei Wanderern in Kreta, dementsprechend voll war es auch. Am Ende ist es natürlich schon geil, dass wir das gemacht haben aber zwischendurch habe ich dann schon mal geflucht.

Chania:

Größer als Rethymnon, sehr viel touristischer, es lagen direkt drei Kreuzfahrtschiffe vor Anker, entsprechend voll war es in der Stadt. Von Rethymnon aus gut mit dem Bus zu erreichen (ca. eine Stunde, 6,80 Euro) und auch nicht hässlich aber rein vom Ambiente hat mit Rethymnon besser gefallen. Aber: Es gibt einen Goodys in Chania, das ist einen Besuch dann dort wert…

2 comments to Kreta 2019

Haut rein, schreibt mir was!