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Ich habe mich dem effzeh eigentlich immer offiziell verweigert. Ich war in jungen Jahren mal kurzfristig Mitglied im Fanprojekt, hatte auch mal ein paar Jahre eine Dauerkarte, die dann aber aufgrund der Montags- und Freitagsabends-Termin sinnlos wurde, war nie in irgendwelchen anerkannten Fanclubs aktiv und ich habe auch bis letztes Jahr (als man es mir schenkte) nie ein Trikot besessen.

Okay, ich hab einen ca. 25 Jahre alten Fanschal (You`ll never walk alone – Natürlich) und ich habe einen Wimpel vom Pokalfinale 1983. Den Schal kaufte ich mir, weil alle meine Freunde einen hatten, den Wimpel hat mir mein Opa damals beim Spiel gekauft. Dieses Stück Geschichte ist natürlich einigermaßen heilig, genauso wie der “World Cup Willie-Wimpel von 1966, den meine -in London lebende Tante- wohl zu meiner Geburt mitbrachte, was im Nachhinein gesehen ein reichlich bizarres Geschenk für einen Neugeborenen ist aber wohl schon sehr früh die Weichen für die Krankheit Fussballfan legte, der ich mich bis heute nicht entledigen konnte.

Aber ich schweife schon wieder ab.

Diese Woche bin ich 40 geworden. VIERZIG! Unglaublich. Und es wurde Zeit mich endlich zu bekennen. Ich mache noch die gleichen Sachen mit den gleichen Freunden, wie vor 20-25 Jahren, der effzeh ist also nicht die einzige Konstante in meinem Leben aber er war immer dabei. Er hat uns zum tanzen gebracht, er hat uns zum weinen gebracht und er hat für einige der unvergesslichsten Momente in meinem Leben gesorgt. ich werde nie vergessen wie wir 1996 beim mir im Zimmer saßen, Premiere guckten und Holger Gaißmeyer am Rostocker Zaun hing, der effzeh der Hölle Abstieg noch ein vorletztes Mal von der Schippe sprang und wir wie wild durch die Gegend sprangen. Oder wie ich mit Freund Stefan zu einem Hallenturnier nach Leipzig gefahren bin und wir so betrunken waren, dass uns Roy Präger die Hoteltür aufschließen musste, weil wir es nicht mehr auf die Reihe bekommen haben. Auswärtsfahrten nach Hamburg (Geld geklaut, Randale im Hotel), Schalke (Polizist leiht im Stadion mir sein Kampfmesser, damit ich Kabelbinder abschneiden kann), ach, der Geschichten gibt es etliche. Der effzeh ist ein Teil meines Lebens und ich gestehe mir jetzt ein, dass ich es auch offiziell machen kann.

Lieber 1.FC Köln, ich bin jetzt auch ein Teil von Dir. Seit gestern bin ich Mitglied.

Warum der Schritt jetzt kam ist mir nicht ganz klar, vielleicht fängt die MidLife-Crisis ja wirklich schon an aber es ist eben passiert. Ich denke aber dass eigentlich die latente Angst kein Ticket für das Auswärtsspiel in Baku zu bekommen der unterbewusste Grund war. Lass uns träumen, erster Fußballclub Köln.

Wie immer, nur lauter:
Come on effzeh!

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2 comments to Mitglied

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