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Effzit

Wie fasst man das alles zusammen? Womit soll man anfangen? Wie bringe ich meine Gedanken und (ja, tatsächlich) Gefühle gegenüber dem Erlebten in einen einigermaßen stringenten Text? Ich bin zerrissen zwischen großem Spaß und großem Hass. Ich versuche mein bestes…

First of all: Belgrad war ein toller Gastgeber. Stadt, Menschen, Kneipen, Restaurants, alles super. Die Leute, mit denen wir abseits des Stadions zu tun hatten, waren ausnahmslos tiefenentspannt, nett, hilfsbereit, höflich und teilweise lustig. Das fing schon mit unserem Taxifahrer vom Flughafen zum Hotel an, der uns unbedingt eine Kneipe empfehlen wollte, sich aber nicht mehr an den Namen erinnern konnte und dann, nach ein bisschen Gefluche über sein schlechtes Gedächtnis, einen Kumpel anrief um den Namen rauszukriegen. War schon mal nett. Leider hat er uns nicht gezeigt, wo das Ding ist, so dass wir dennoch recht hilflos waren aber bei unserem ersten Spaziergang durch die City haben wir einfach zwei Polizisten angequatscht, die sich dann wortreich berieten, wie sie uns am besten den Weg erklären sollten. Nach ca. 5 Minuten ist dann Freund Christoph auf die grandiose Idee gekommen ihnen einfach mal unsere Touristen-Karte zu zeigen. Die Blicke danach waren pures Gold. Wir waren halt auch aufgeregt…

Nee, ernsthaft, wir hatten nirgendwo Probleme. Überall wurden wir mit offenen Armen empfangen, es kam uns auch nicht so vor, als würden für uns andere Preise gelten, als für die Einheimischen, die Menschen gaben sich Mühe mit Englisch und Deutsch auszuhelfen und auch die Tatsache, dass viele, viele FC-Fans die Warnungen nicht unbedingt vollverkleidet in die Stadt einzureisen, ignorierten, hat anscheinend nicht für sonderliche Probleme gesorgt. Wir haben jedenfalls nichts mitbekommen. Die einzige Ausnahme in dieser Eloge an Belgrad bildete, der Taxifahrer, der uns in der Nacht vom Stadion zurück ins Hotel fuhr und dabei (mit Taxamaeter an!) den 10fachen Preis berechnete, weil es ja der Nachttarif sei. Dies wurde dann am nächsten Tag aufgeklärt, als uns ein weiterer Taxifahrer erklärte: “This is no normal. Nightfare is about 7 Euro, not 30. This was a thief”. Ja. hamma uns auch schon gedacht aber es war uns in den Moment egal. Hauptsache weg. Aber dazu später mehr.

Ich will jetzt auch keinen wirklichen Reisebericht schreiben, das können andere besser, es soll nur gesagt werden: Nette Stadt, schlimme Strassen, keine Metro, Verkehr völlig wahnsinnig aber falls ihr mal in der Gegend seid, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Belgrad, du warst gut zu uns, vielleicht sehen wir uns ja mal in einem anderen Kontext wieder. Хвала! Довиђења!

Und damit dann zum Fußball. Dem einzigen Störenfried der Tour.

Was haben wir im Vorlauf nicht alles gehört. Keine Farben, keine Gesänge, sonst gibts aufs Maul. Polizei ist scharf. Aufpassen. Okay. Haben wir gemacht. Mit dem Taxi zum Stadion, Taxi kommt nicht ans Stadion, Taxi lässt uns mitten im serbischen Mob raus. Wir waren zum Glück neutral gekleidet, so dass niemand unmittelbar auf uns aufmerksam wurde, sind dann stumm den Weg zum Stadion gelaufen und konnten erst wieder einigermaßen entspannt werden, als wir hinter der Absperrung der Polizei waren. Ich will gar nicht sagen, dass unbedingt etwas passiert wäre aber ein mulmiges Gefühl war es schon, das sag ich euch.

Die Einlasskontrollen waren dann wie angekündigt super scharf, es durfte nichts, absolut nichts mit ins Stadion genommen werden. Ich hab mal spekuliert und hatte eine Powerbank dabei, eigentlich war mir auch klar, dass ich die wahrscheinlich abschreiben kann aber ich wollte ein geladenes Telefon haben. Natürlich ist das als Wurfgeschoss eingestuft worden und wurde konfisziert. Kann ich sogar verstehen, es wurde ja vorher klar kommuniziert, dass das so sein würde. Naja. Ansonsten halt das, was man als Besucher einer Fußballspiels mittlerweile als fast normal empfinden muss. Teilweise unwürdige Abtast-Methoden, Schuhe ausziehen, Mütze abnehmen, alle Gegenstände raus. Vor uns musste ein Mann seine Kamera abgeben. Seine Kamera! Gelbörsen mussten geöffnet werden um Kleingeld abzugeben, Feuerzeuge, sogar Streichhölzer und Kaugummis (KAUGUMMIS!!!) wurden abgenommen. Das alles unter Aufsicht des grimmig dreinschauenden serbischen Staatsbeamten. Ja, man musste damit rechnen, es ist dennoch komisch.

Nachdem der Einlass gewährt wurde, die nächste Überraschung: Unser ursprünglich über Roter Stern gebuchter Block war komplett gesperrt, alle, wirklich alle Kölner sollten in den Gästeblock, der schon anderthalb Stunden vor dem Spiel aus allen Nähten platzte. Wir versuchten nach unten zu kommen, wurden aber von wieder nach oben kommenden Leuten zurück gedrängt, alles sei voll, man wüsste nicht mehr weiter. Nach links ging auch gar nichts, weil man sich keinen Zentimeter bewegen konnte. Wir standen dann zu zweit auf einem Platz. Einer auf em Sitz, einer auf dem Boden. Das konnte auf Dauer nicht gut gehen. Hunderte Fans standen noch draußen und von oben wurde immer weiter nachgeschoben. Es hat vielleicht zehn Minuten gedauert, da hatten wir den ersten Nervenzusammenbruch direkt neben uns, als eine Frau in Tränen zusammenbrach und von den umstehenden aufgefangen werden musste. Diese Zustände waren unhaltbar. Irgendwann kam der Schell und versuchte die Leute zum durchgehen zu animieren, weil unten und links noch Platz sei aber es ging einfach gar nichts.

Nach endlosen Minuten wurde dann doch noch der zweite Block geöffnet, so dass wenigstens die neu von draußen kommenden Fans dort hinein gehen konnten. Unser Block (jedenfalls der Teil, den ich beurteilen kann) hätte auch genau Niemanden mehr vertragen. Das war viel zu spät und – man muss es so klar sagen – eine völlig unnötige Maßnahme, die mit ein wenig Pech auch anders als glimpflich ausgehen kann. Das sage ich in dem vollem Bewusstsein, dass mich das eher nicht trifft, weil ich groß und dick stark bin aber ich stehe da ja nicht alleine rum.

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Der serbischen Polizei möchte ich gar nicht ans Bein pinkeln. Natürlich sahen sie einigermaßen martialisch aus und es gab auch keinen Grund an ihrer Entschlossenheit im Fall eines Falls zu zweifeln aber insgesamt war die Polizei noch einigermaßen lässig. Man möge sich bitte vorstellen, wie der deutsche Freund und Helfer durch den Block gewalzt wäre, wenn die Eskalation so in einem deutschen Stadion stattgefunden hätte. Wir säßen wahrscheinlich jetzt noch allesamt im Knast. So gab es (zumindest ist das mein Kenntnissstand) drei Festnahmen, von Typen die unmaskiert rausgerissene Sitzschalen auf die Polizei warfen. [Update: Falsch. So nicht passiert.] So bescheuert musste halt auch erst mal sein. Auch bei den später folgenden Strassensperren waren die eigentlich recht locker aber sie haben ihr Konzept halt eisern durchgezogen. Ist okay, wussten wir vorher, aber es gab keine unnötige Gewalt.
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Die Stimmung bei uns in der Ecke war durch die Überfüllung schon vorher nicht gut und als dann das Spiel losging und die erste Rakete Richtung Spielfeld, Mannschaft und Einlaufkind flog, war alles vorbei und das sicher nicht nur bei uns, sondern wie man feststellen musste, im gesamten Block exklusive der ersten zehn Reihen. Als später eine weitere Leuchtspur in den voll besetzten Nachbarblock geschossen wurde, eskalierte die Anti-Stimmung gegenüber den Ultras zum ersten Mal und als dies wiederholt wurde, war alles vorbei. “Scheiß Wilde Horde” und “Wir sind Kölner und ihr nicht!” schallte es den Ultras entgegen. Der Kölner Block sorgte für eine klare Stellungnahme gegenüber diesem Wahnsinn.

Um es ganz klar zu sagen: Wer Leuchtspuren in eine Menschenmenge schießt, ist entweder geisteskrank oder bewusst bösartig. Bei aller Sympathie für stimmungsunterstützende Pyros, hier wurde eine Grenze überschritten, die ich nicht bereit bin zu tolerieren. Das wird jetzt dem Typen, der da geschossen hat, recht egal sein, aber ich will es dennoch für mich klar stellen. Wer bewusst die Gesundheit anderer Menschen gefährdet, der macht das nicht aus einem Fantum heraus, sondern aus einer Haltung, die mir komplett fremd ist. Das ist auch nicht mit irgendeine Hooligan-Folklore zu erklären, denn wer sich sowas damals erlaubt hätte, der wäre sofort wieder nach Hause gefahren worden. Und nicht im eigenen Auto.

Ihr gottverdammten Arschlöcher, wir sind mit 5.000+ Leuten in Belgrad, wir zeigen trotz desaströser Saison unglaubliche Präsenz, 1.500 km von zu Hause entfernt, wir freuen uns wie bescheuert auf diesen Abend, wir werden so ein Erlebnis vielleicht nie wieder haben und ihr kleinen Pimmel macht mit dieser Aktion alles, wirklich alles kaputt. Gerade jetzt ist es wichtig wie nie, dass wir uns alle als der 1.FC Köln präsentieren. Wir haben eine unendliche schwere Zeit vor uns, wir werden absteigen, wir haben ein wildgewordenes Präsidium abzusetzen und wir müssen uns darüber im klaren sein, dass der 1.FC Köln immer mehr sein wird als ein Trainer und ein Spieler, so schwer uns dies auch im Moment fällt. Und was macht ihr? Ihr sorgt mit dieser “wir scheißen auf alles”-Attitüde für einen Graben zwischen den Fans, der so tief ist, wie noch keiner vor ihm. Ich gehe sogar so weit, dass ich sage, dass es schlimmer ist als 2012. Ihr bringt nicht nur Medien, Neutrale und Sitzplatz-Fans gegen Euch auf, ihr schafft es sogar mittlerweile Fans, die einigermaßen tolerant gegenüber Ultras (oder sogar noch näher) waren zu verärgern. Ihr schafft es, dass ich nur noch Hass auf Euch empfinde.

Ich will nicht, dass diese Leute, die da Leuchtspuren geschossen haben, den effzeh repräsentieren. Ich will sie nicht in der Kurve haben. Ich bin wahrlich kein Freund von Stadionverboten, von Polizei-Repression und von der Tatsache, dass Fußball-Fans anders behandelt werden als der Rest der Menschheit aber in Eurem Fall will ich eine Ausnahme machen: Ich hoffe, dass die Verantwortlichen zur Verantwortung gezogen werden können! Ich hoffe es gibt nicht nur Stadionverbot, sondern auch strafrechtliche Konsequenzen. Von mir aus sollen sie aus der Szene selbst an die Polizei verraten werden, es ist nicht mehr hinnehmbar. Wir erleben hier gerade eine Zäsur, die nur mit der absoluten und vollständigen Selbstreinigung der Kurve enden kann, wenn es eine Hoffnung auf einen Neubeginn geben soll. Dies ist als eindeutiger Appell zu sehen: Mir ist scheißegal, was davor war, mir ist scheißegal, ob da eine Fahne gezogen werden sollte, ob es Provokationen gab oder ob jemand nicht rechtzeitig die Windel gewechselt bekam. Leuchtspur im Kopp, ey.

[Update]
Dass diese Selbstreinigung in dieser Form aus mehreren Gründen illusorisch ist, ist mir klar. Das werden Leute sein, die nicht für Argumente zugänglich sind. Ich will es dennoch so stehen lassen, um meine Enttäuschung über diese Vorgänge auszudrücken. Vielleicht sollten wir uns aber auch darüber im klaren sein, dass “Scheiß Wilde Horde” zu einfach und der Sache im Zweifel auch nicht dienlich ist, denn nur weil die Wilde Horde die bekannteste Gruppe in Köln ist, heißt dies nicht, dass alle Vorgänge von einem dunklen WH-Mastermind gesteuert sind. Wer von uns, der nicht dort stand, kann sagen, dass es wirklich ein WH-Mitglied war? Natürlich ist es in einer Art Andrackschem Reflex leicht die Wilde Horde zu verdammen aber letztlich ist sie auch das einzige mögliche Regulativ, das wir haben. Eine Spaltung der Kurve ist etwas, das wir uns nie leisten sollten, deswegen hoffe ich sehr, dass am Sonntag ein erster Schritt wieder aufeinander zu gegangen werden kann.

Dies soll in keiner Weise relativierend wirken, es ist nur eine andere Sichtweise, die man auch bedenken sollte.
[/Update]

Entschuldigt bitte, ich musste mir Luft machen. Welch geisteskranker Wahnsinn.

Ihr wollt noch was zum Spiel lesen? Vergesst es. Unwürdig ist noch geschmeichelt. Der Impuls, der von der Entlassung Peter Stögers ausgehen sollte, verpuffte ohne Laut. Natürlich ist das auch der Personalsituation geschuldet aber die Leute die da gespielt haben, spielten als sei ihnen alles scheißegal. Kein Einsatz, kein Kampf, von Spielkultur oder zwei Pässen zum eigenen Mann können wir ja mittlerweile nur träumen. Lasst alle Hoffnung fahren, es ist vorbei.

Abschließend noch ein Kompliment an das Publikum von Roter Stern, die mächtig Alarm machten. Ich kann mich an kein lauteres krasseres Publikum in der gesamten Schüssel erinnern. Alles sprang, schrie und sang. Das war beeindruckend.

Und so verabschiedet sich der 1.FC Köln auf nicht absehbarer Zeit aus Europa. Nicht, wie wir gehofft hatten, mit Anstand und Applaus, sondern mit gesenktem Kopf und Schamesröte in den Gesichtern. Es ist erbärmlich.

5 comments to Effzit

  • Wir sind mit dem Taxi zum Stadion ca. 500m vom Stadion entfernt raus gelassen worden und gemeinsam mit Belgrder Fans über die rechte Spur des Autobahnzubringers bis zum Stadion. Nach mehrmaligem Nachfragen, wie wir denn zu unserem Eingang 24 kämen, wurde uns ein Zugang zum direkten Stadiongelände gezeigt. Dort wurden wir dann von einem Belgrader Fan, der aus dem Lachen nicht mehr rauskam, gefragt, wo ausgerechnet wir hin wollten, weil wir direkt vor der gefürchteten Belgrader Nordkurve gelandet waren. Es hat uns dann ein Selfie mit ihm gekostet, bevor er uns den Weg Richtung Süden gezeigt hat. Wir waren dann erstmal ruhig um nicht aufzufallen. Erleichtert wurde es uns, weil wir neutral gekleidet waren. Fazit: Bis zum Spielbeginn kein Stress. Ich musste mein Portemonaie nicht ausräumen. Ordner und Polizisten zwar bestimmt und durchsetzungsstark, aber freundlich. Es hätte ein Fußballfest werden können. So war es erbärmlich.

  • Faltermann

    Dem gibts es nichts hinzuzufügen. Treffend beschrieben und auch gefühlsmäßig richtig gut getroffen. Ich hatte mit meinen beiden Söhnen Diskussionen in der Nacht im Hotel. Verkürzte dementsprechend die Stunden des Schlafes. Ging dann den ganzen Tag über Bukarest, Hamburg und Heimatort Rotenburg ( Nähe Bremen) weiter. Streit den ich zwischen meinen Söhnen schlichten musste ein flaues Gefühl. Wir ordne ich diese Reise ein Vor allem wenn man London auch erleben durfte. Es wird wohl ein paar Tage dauern das erlebte einzuordnen. Wird dennoch ein Erlebnis bleiben. Stolz darauf das meine Jungs (35/37)mit ihrem Dad (61) nach Belgrad fahren. Viele neue Leute getroffen (Serben und Kölner)ein toller Vorabend im Black Turtle Pub, wunderschöner Tag in Belgrad, stressiger Abend. Belgrad, Belgrad

  • Toebchen

    Ich war gemeinsam mit den Faltermanns (Grüße nach Bremen) im Taxi zum Stadion. Der Fahrer outete sich schnell als Roter Stern Fan und meinte, dass vieles von den negativen Geschichten über deren Anhängerschaft nicht stimmen würde. “It will be loud and you will never forget it.” Recht soll er behalten. Den Weg dann vom Taxi zum Stadion an der Belgrader Kurve vorbei fand ich dann tatsächlich auch sehr entspannt. Am Eingang wurde ich schon auch scharf kontrolliert. Umso mehr frage ich mich, wie diese Kriminellen (wer Leuchtraketen auf Menschen schießt, muss mMn als solcher bezeichnet werden) das ganze brennbare Material ins Stadion hinein bekamen. Stecken die sich die Dinger in den Arsch?!
    Die Reaktion der über 90% Vernünftigen im FC-Block fand ich großartig. Trotzdem wäre es naiv, auf die “Selbstheilungskräfte in der Kurve” zu hoffen. Hier müssen nun endlich eindeutige Sanktionen seitens des Vereins getroffen werden, denn spätestens seit Donnerstag sollte es dem Letzten klar geworden sein, dass es der Horde, den Boyz etc. nur um sich selbst und NICHT um den Verein geht.

    Nichtsdestotrotz: Belgrad war ein Erlebnis, ich habe tolle neue Bekanntschaften knüpfen dürfen und werde Peter, Manni und der gesamten 2016/17 Mannschaft auf ewig dankbar sein, das möglich gemacht zu haben.

  • Ich war auf der Haupttribüne und habe nichts von dem hören oder erkennen können was im Fanblock abging.
    Die Reaktion der “Vernünftigen” finde ich grossartig. Sie werden morgen schon wieder gefragt sein, wenn wir auf die Verliererstrasse geraten. Mich beschleicht ein ungutes Gefühl und mir kommen wieder Bilder in den Sinn, die ich eigentlich schon
    aus meiner Erinnerung gelöscht hatte.

    Als uns Roter Stern zugelost wurde, war mir klar, das ich dahin wollte. Das war eins der Stadien, die ich schon immer besuchen wollte. Schon den Tag über wurde uns sehr deutlich gemacht, wie sehr die Stadt dem Spiel entgegenfiebert, wie wichtig
    dieses Spiel für Ihren stolzen Verein ist. ZVEDA, das könnt Ihr auch. Ihr seid der Wahnsinn. Ich dachte, sowas gibt es nur in Argentinien. DANKE, für dieses Spektakel.

    Die Polizei war top und immer sichtbar, von der Ankunft bis zum Abflug.
    Sie war alles andere als bedrohlich, sondern wirkte eher beschützend.

    London & Belgrad waren 2 absolute Highlights in meinem 45jährigen FanDasein.
    Dagegen war der Besuch beim Endspiel 1990 in Rom ein Scheissdreck.

    Schon schön die beiden Reisen waren,
    die Rechnung ist extrem teuer

  • Hans Peter

    “Abschließend noch ein Kompliment an das Publikum von Roter Stern, die mächtig Alarm machten. Ich kann mich an kein lauteres krasseres Publikum in der gesamten Schüssel erinnern. Alles sprang, schrie und sang. Das war beeindruckend.”

    Und leuchtspuren und kugelbomben haben sie auch geschossen…Was aber wohl wenn es von Belgrader Seite kommt ok erscheint?
    Weil es da einfach so ist und zum Unterhaltungsprogramm gehört?
    Soll die Aktion nicht schön reden.
    Aber die für alle faszinierende Stimmung und Emotionen der Belgrade zeugt von Einen ganz andern Publikum als in Köln und einer ganz andern Einstellung zum Fussball. Und dort wird die Anzahl der Gewaltbereiten(leuchtspur schießenden)Personen um einiges höher sein.
    Aber da ist ok? Weil das Land,die Stadt, der Verein eben so ist?!
    Verstehe Kritik und Ablehnung an der Schießerei…doch sollte dies nicht vollständig auf die Ultras bezogen werden.Nur weil sie lebendiger,emotionaler Vllt auch gewaltbereiter auftretten..Genau diese Leute werden zu Verantwortung gezogen wenn mal nicht gesungen wird etc…für Choreographien sind sie auch noch gerade gut genug. Fehltritte gibt es überall und müssen stark überdacht werden. Aber plumpe hetze gegen die Ultras ist nicht zielführend und in meinen Augen mit der Aussage das Belgrad so krass toll ist voller Doppelmoral.

Haut rein, schreibt mir was!