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Eine Kapitulation

Bevor ich mir ein Magengeschwür züchte, muss ich doch was schreiben. Ich hatte mir eigentlich geschworen das Spiel gegen Leipzig zu ignorieren, mich auf die Seite der Vernunft zu schlagen und einfach mit Ignoranz auf dieses Fußball-Desaster, auf diese Obszönität der Regeldehnung zu reagieren. Allein, es klappt nicht. Während des Spiels war ich tapfer und habe nicht einen Tweet abgesetzt. Es waren die vielleicht schwersten 90 Minuten, die ich, seit ich Twitter nutze, durchgemacht habe. Natürlich wollte ich auf Kessler schimpfen und auf alles andere aber ich hab es mir verkniffen. Genauso wie ich auch jetzt nicht mehr viel zum Spiel sagen will. Rein sportlich geht die Niederlage völlig in Ordnung, wie brutal schnell und heftig Leipzig gegen den Ball spielt, wie blitzsauber umgeschaltet wird und mit welcher enormen Laufleistung alle Räume unglaublich flexibel zugestellt werden, das ist höchst beachtlich. Das ist gutes europäisches Niveau und als jemand, der das schöne Spiel mag, nötigt mir der reine Fußball, losgelöst von allem schon einigermaßen Respekt ab.

Und doch ist alles falsch an Leipzig.

Nehmen wir exemplarisch die Szene von Timo Werner. Falls (und das ist in meinen Augen ein sehr großes “falls”), es ein Foul war, er also von Maroh berührt wurde, dann, okay, Freistoß und gelb. Was macht aber Emil Forsberg? Er läuft wie ein kleines Kind auf den Schiedsrichter zu, meckert, dass es kein Rot gibt, schlägt sich die Hände vor das Gesicht, schreit Zeter und Mordio ob der grauenhaften Ungerechtigkeit, die seinem Team dort gerade auf dem Platz widerfährt. Entrüstet rotten sich weitere Leipziger Spieler zusammen. Wie kann man denn hier nicht auf Notbremse und Rot entscheiden? Der Timo, der war doch durch. Die Welt, sie ist aus den Fugen.

Und das, meine lieben Freunde ist der Nukleus von Rasenballsport Leipzig. Es ist ihre DNA, ihr Wesen. Wir gegen die Welt. Alles was man über uns erzählt sind Lügen und Märchen. Wir haben die besseren Fans, wir haben das bessere Konzept, wir haben nie Regeln gebrochen und überhaupt riecht unsere Scheiße nach Rosen. Und wer etwas anderes erzählt ist ein “Hater”. Wer auch nur ansatzweise die Narrations-Richtlinie verlässt, ist ein ewiggestriger Serientäter. Wahrscheinlich schmeißt er regelmäßig Steine. Auf Frauen und Kinder!

Es ist die vorgegeben Richtung, die sich bei Rasenballsport Leipzig durch alles zieht. Wir sind die Guten und nichts kann uns etwas anhaben. Vom offiziellen Account, der eine Arroganz ausstrahlt, die nicht mal Hertha BSC hinbekommt (und das ist schon echt ‘ne Kunst) über die Fans, die dieses Mantra der Unfehlbarkeit völlig für sich eingenommen haben. Die mit einer Gläubigkeit, mit einer Naivität ihre Rolle spielen, dass man ihnen fast schon helfen möchte. Mensch, wacht doch mal. Ihr seid einfach nicht allein auf der Welt.

Dieser unerschütterliche Glauben auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen ist ja an sich nichts Verwerfliches, nein. Das ist Überzeugungssache und soll auch nicht falsch verstanden werden. Kann jeder machen wie er lustig ist. Problematisch wird es, wenn wir uns in Richtung Abschottung bewegen. Diese mag sogar als Wagenburg-Mentalität, als Schutz des Inneren vor den bösen, bösen Menschen da draußen gemeint sein, ist aber nichts anderes als eine Verklärung der Umstände. Man baut sich seinen Happy Place aus Arroganz und Ignoranz und badet im sicheren Gefühl, dass alles richtig ist, was man selber denkt, denn die Blase bestätigt das ja ständig und der Verein, das Konstrukt um im richtigen Term zu bleiben, füttert diese Opfer-Mentalität mit allem was geht. Ob nun Timo Werner auf den Fuß getreten wird und der dadurch umfällt als wäre er Statist in einem Bud Spencer-Film (guckt Euch die Szene gegen Schalke nochmal an. Und dann überlegt mal, was ihr macht, wenn euch Jemand auf den Fuß tritt. Ihr springt hoch, haltet euch den Fuß und wackelt auf einem Bein durch die Gegend. Noch nie in der Geschichte der Menschheit ist jemand hingefallen, weil man ihm AUF den Fuß getreten hat. Ich muss mal bei Harald Lesch anfragen, ob das überhaupt möglich ist…) oder ob Ultras anderer Vereine ihren Unmut über Leipzig ausdrücken, es gibt immer nur eine Reaktionskette:
1. Wir sind die Opfer
2. Sowas würden wir nie machen
3. Wir sind besser als ihr
Das kann man an allen beliebigen Themen wunderbar nachvollziehen. Das Internet vergisst ja nicht. Guckt Euch einfach mal fünf Minuten die chronologischen Nachrichten nach dem Dortmund-Spiel an. Empörung ob der Randale (völlig zurecht) und der Plakate (naja) -> sowas würde es in Leipzig nie geben -> Wir sind die neue Fankultur. Das ist Schema F.

Und wenn Euch das bekannt vorkommt, dann guckt einfach mal rüber, Richtung USA. Ist genau das gleiche Phänomen. Gruppe eigentlich bedeutungsloser Clowns kommt irrsinnigerweise in eine Machtposition, haben ihre Art und Weise die Geschichte zu verändern schon klar umrissen, erzählen auch nur ihre Seite der Story, bekommen von überall Gegenwind ob ihrer Untergangspolitik, werden dadurch in ihrem inneren Kreis nur noch verbissener und lassen schließlich keine Gegenrede, keine Kritik mehr zu. Üben ihre “Power” mit einer Verve aus, die verstört und erschreckt und scheren sich nicht mal im Ansatz darum, ob ihre Version überhaupt stimmig ist. Habe ich jetzt über die Trump-Administration oder über Leipzig gesprochen? Die Gleichschaltung der Medien ist da nur der nächste Schritt und auch wenn Rasenballsport Leipzig zumindest in naher Zukunft keine Nuklearmacht wird und damit für den Weltfrieden eher unbedeutend ist, sehen wir das hier doch im Kleinen. Guckt doch mal nach, wie bei SKY, bei der ARD, im ZDF über Leipzig berichtet wird. Kritiklos ist da fast ein zu harmloses Wort. Wenn Rangnick verlangen würde dass Poschmann das Sportstudio nur noch mit Gagball im Maul und hinten offener Lederhose moderieren darf, damit er zum Interview kommt, dann ist das eben so. Poor Poschi.

Dass wir, als Fans von Fußballvereinen die irgendwann mal gegründet wurden damit sportlicher Erfolg zum Ruhm des Vereins, der Stadt erzielt werden sollte, auf der falschen Seite stehen, das dürfte wohl mittlerweile jedem klar sein. Dass der 1.FC Köln, so wie er aktuell strukturiert ist nie wieder Deutscher Meister werden kann, das ist eben so. Das ist der Lauf der Zeit, da können wir heulen und wehklagen wie wir wollen. Müssen wir uns dran gewöhnen. Dann aber den Hohn und Spott des neureichen Nachbarskind abzubekommen, das ist es eben, was es so schwer macht. Diese fast inquisitorisch marodierende Art alles und jeden in seine Schranken weisen zu wollen ist einfach unerträglich.

Ich bin sicher kein Fan vom FC Bayern, kann mich aber mit allen Bayernfans, die ich kenne ganz wunderbar unterhalten. Da wird gefrotzelt und natürlich auch mal der ein oder andere derbere Spruch gebracht aber zum einen wissen die Leute, von wo der kommt und wie er gemeint ist und zum anderen geht es umgekehrt ja auch so. Ich verachte den HSV mittlerweile in ähnlichem Ausmaß wie ich Sellerie verachte, das ist schon nahe Endgegner aber dennoch kann ich doch weiter mit den Menschen, die nunmal diesem Verein zugetan sind auf normalen Wegen kommunizieren, ich kann mit denen Bier trinken gehen und wir können lachen und am Ende des Abends gibts ne Umarmung und alles ist gut. Fußball ist nur sehr selten das echte Leben. Und das ist auch gut so. Diese Art und Weise sich auszutauschen ist mit Leipzigern schlichtweg unmöglich. Zugegeben, im echten Leben kenne ich nur eine Person, die Leipzig-Fan ist und da gibt es keine Berührungspunkte aber auf Twitter kommt man sich ja schon mal in die Quere und das einzige, was man liest ist die oben beschriebene Wagenburg-Mentalität. Völlige Abschottung und Verachtung der anderen Fans. Ja, ich rede hier ausdrücklich von den Leipziger-Accounts. “Ihre” Verachtung “uns” gegenüber ist genauso groß und wird wahrscheinlich sogar noch verbitterter ausgetragen als umgekehrt. Falls das zufällig ein Leipziger liest und sich denk “was ein Blödsinn”: Doch, ist so. So kommt es rüber. So kommuniziert “ihr”.

Mag sein, dass das nur meine subjektive Sichtweise ist, ich lebe ja genauso in einer Blase, die in etwa so tickt wie ich, vielleicht liegt es daran. Kein Ahnung. Es macht mir nur den Umgang und das Tolerieren unfassbar schwieriger, weil ich ja selbst auch nichts anderes als Ablehnung von der Gegenseite erfahre. Gewollte Ablehnung wohlgemerkt. Und dann frage ich mal ganz naiv in die Runde ob das der richtige Weg ist, eine Entspannung in den Szenen herbeizuführen. Wenn man von dem offiziellen Account nach einer Niederlage noch verarscht wird, wenn im Leipziger Twitter-Kosmos es sich nur darum dreht wie scheisse die anderen Kinder schon wieder waren aber wie geil man selber ist. Ja? Stellt man sich so wie der Neue in der Klasse vor? In Papas Mercedes vorfahren lassen, den vergoldeten Montblanc-Füller stolz vor sich hertragend und dann dem Klassendepp, der aber eigentlich ganz nett ist und beliebt, erstmal beim Lehrer anschwärzen, weil er bei einem anderen Kind abgeschrieben hat? Macht man das? Ist das erstrebenswert? Müsst ihr selbst wissen, liebe Rasenballisten.

Wahrscheinlich werdet ihr Erfolg haben. Deutscher Meister werden und in der Champions League angreifen. Ihr werdet in eurem Elfenbeinturm sitzen und von oben auf die Welt pissen und den Bettlern in den Hut spucken. Und lachen werdet ihr dabei, weil die Welt ja so dumm ist und nur ihr die Cleveren.

Und dann? Was kommt dann? Ihr werdet immer noch niemanden haben, der zum Geburtstag kommt. So ist das nun mal.

[Update] Nach einer Nacht kommt es, wie es kommen musste und auch niemanden überraschen darf. Zustimmung aus der eigenen Blase, Ablehnung aus Leipzig. Völlig normal und auch verständlich, gar keine Frage. Nur ist die Art und Weise der Reaktionen (leider?) genau das, was ich oben beschrieb: Das ist ein dummer, kruder und selbstgefälliger Text eines neidischen Wessis, der halt einfach um seiner selbst Willen die Opferrolle annimmt. Leute, Leute. Wisst Ihr was ich als eine erfrischende Reaktion empfunden hätte? Wenn irgendeiner sich den Text mal anständig durchliest, mehr als zehn Sekunden drüber nachdenkt und dann eine anständige Replik formuliert. Das ist bisher ein Mal geschehen (Danke, @jimmy), ansonsten kommt halt nur das Gewäsch, dass ich halt ein Idiot bin. Wie gesagt, no hard feelings, das ist völlig okay, ich will da auch auf keinen Fall irgendeine “ich-bin-hier-das-Opfer”-Situation draus kreiert wissen, denn ich sehe mich in dieser Rolle überhaupt nicht. Allein, es kommt halt nichts an Gegenargumenten außer “Ist das Schwachsinn”. Und das macht es dann schwer, nicht wahr? Um wieder die Brücke zum Schema Trump zu schlagen: “Nein, stimmt nicht, nächste Frage”. Ist halt substanzlos, ne? Wer die richtigen Perlen sucht, schaue in meinem Twitter-Stream nach, ich hoffe ihr habt genug Popcorn zu Hause. Irgendjemand auf Twitter liest hier sogar einen Ebenen-Vergleich zwischen RBL und Trump. Da musste auch erst mal drauf kommen.

Gestern Abend hatte ich noch ein, zwei halbwegs angenehme Gedankenaustäusche mit RB-Fans auf Twitter, die den Text einfach nicht nachvollziehen konnten, weil sie es eben subjektiv überhaupt nicht so wahrnehmen. Wir einigten uns dann auf verschiedene Sichtweisen und ich denke, dass das der Hauptpunkt ist: Lieber Leipziger, die ihr das jetzt hier lest: Das ist meine Sichtweise auf RBL. Und nach allem was ich aus meinem Umfeld höre, ist die Deckungsgleichheit enorm hoch. Da könnt ihr auch nix dran ändern, es geht darum, wie man “euch” wahrnimmt. Und das habe ich versucht zu beschreiben. Es geht dabei ausschließlich um subjektive Eindrücke. Diese Außenwahrnehmung wird von euch nicht geteilt, was ich durchaus nachvollziehen kann. Was für mich arrogant und ignorant rüberkommt, ist für euch vielleicht spitzfindig und clever. Mag sein. Was für euch eine Gegenrede sein soll, lese ich als reinen Abwehrmechanismus. Und so weiter und so fort. Vielleicht ist es an der Zeit einzugestehen, dass ein Dialog nur scheitern kann, weil die Sicht- und Denkweisen einfach viel zu weit auseinander liegen. Ihr versteht nicht, warum man euch so wahrnimmt, ich verstehe nicht, dass ihr das nicht versteht. Und dann stehen wir blöd da, müssen mit den Schultern zucken und Rücken an Rücken getrennte Wege gehen, weil es einfach keinen Sinn hat. Keine Ahnung.

Ich bin mir sicher, dass es unter den RBL-Fans tolle Leute gibt, die mit Leidenschaft und Stolz an dem Projekt hängen, die einfach nur glücklich sind, ob der Situation, die rein sportlich, gerade in Leipzig stattfindet. Klar. Genauso wird es Arschlöcher geben und alles graue dazwischen. Was in der ganzen Diskussion nicht vergessen werden sollte: Natürlich verallgemeinere ich, weil ich einen Text über mein Empfinden gegenüber der Gesamt-Situation beschrieben habe. Es geht doch nie um den einzelnen Menschen in der Kurve, es geht um das allgemeine Gesamtbild. Und das ist eben so, wie ich es oben beschrieben habe und der Eindruck, dass ich damit gar nicht so weit weg bin, bleibt.

Also, sammelt mal eure Argumente, nehmt den Text auseinander, erklärt mir, was ich falsch verstehe und dann gucken wir mal. Nur, was bisher kam, sind halt reine Reflexhandlungen. Und die sind eben meistens nicht kopfgesteuert.

41 comments to Eine Kapitulation

  • Axel, ignorieren. Ist besser, denn ich glaube nicht dass dein Magengeschwür kleiner geworden ist durch diesen Beitrag

  • Jakob

    Genau das ist der Punkt Axel. Würde Leipzig einfach offen Ziele und Mitteleinsatz zugeben wäre das alles halb so schlimm. Natürlich wäre es weiterhin ärgerlich, dass hier anderen Vereinen an Platz in der Bundesliga und in Europa weggenommen, aber es wäre immerhin ein Spiel mit offenen Karten. Ja wir haben mehr Geld als 3/4 der Bundesliga. Ja wir wollen so schnell wie möglich in die CL. Ja wir nutzen jede Lücke, die DFB und UEFA uns bieten aus. Ja wir wollen Red Bull vermarkten. Man könnte es vielleicht akzeptieren und eben als die nächste unschöne Erscheinung hinnehmen, die der moderne Fussball so mit sich bringt.

    Stattdessen hat man Herrn Rangnick da stehen (der das selbst na­tür­lich alles genau weis) und erzählt uns Geschichten, dass “die ja auch nicht anders sind”, Bayern “ja auch eine AG ist”, man aber doch “eine Gehaltobergrenze habe” und man selber natürlich selbstverständlich “voll auf die Jugend setzt”. Und Rangnick bringt das auch alles in einer Art und Weise rüber, die maximal auf Provokation ausgelegt ist. ‘Wir zeigen euch jetzt mal wie das geht’. Ja Herr Rangnick, wir haben schon vor 15 Jahren auf die Jugend gesetzt, aber wir können uns eben kein fettes Internat hinstellen und Trainer und Talente aus der ganzen Republik verpflichten. Das ist es eben was mich persönlich so wütend macht, diese kalkulierte Unehrlichkeit. Die Parallele in die USA hast du ja schön gezogen. Seid doch einfach verdammt nochmal ehrlich und sagt was Sache ist.

    Ich war vor zwei Jahren in Leipzig, letzter Spieltag. Es ging um den Abstieg und für einen Verein wie meinen damit auch auch die Existenz. Für Leipzig war damals neu in der 2. Bundesliga und sicher auf Platz 5 oder 6 (es ging es um nichts mehr). Und was soll ich sagen, ich hatte nicht das Gefühl, dass sich Publikum oder Verantwortliche nur eine Sekunde um unser Schicksal Gedanken gemacht haben. Kein ‘Viel Glück’ oder so am Anfang. Kein Glückwunsch zum Klassenerhalt nach dem Spiel, nichts. Wäre das in Bochum auch so gewesen? Ich glaube nicht.

  • Tester

    Schon mal drüber nachgedacht, ob die Leipziger nicht einfach nur guten Fußball mit familie und Freunden sehen wollen und dieses ständige gekabelter im klassenkampf einfach keinen mehr interessiert? Die antihaltung hat nur noch Selbstzweck. Wenn sich die Kritiker einfach mal mit waren Problemen beschäftigen würde und Fußball einfach mal Fußball sein lassen kann.

  • @Tester: Jaha, das ist einfach zu sagen, nachdem man die DFL / den DFB am Nasenring durch die Arena gezogen hat, den Wettbwerb komplett gegen die Wand gefahren hat und dem Fussball den vorletzten Nagel in den Sarg geschlagen hat: Wir wollen doch nur schönen Fußball sehen, scheissegal warum der bei uns gespielt wird, Hauptsache das. Passt, oder?

  • ausLE

    Vorab, ich bin DK-Besitzer in Leipzig.

    Das die Medien mit Rasenballsport Leipzig versuchen ihre Aufmerksamkeit zu steigern ist nicht von der Hand zu weisen. Sie wären ja auch dumm, wenn sie dies nicht machen würden. Über deren Inhalt lässt sich auch streiten. Von den Bauchstreicheleinheiten bis zum Todesstern ist alles dabei.
    Und wir Fans?!
    Wir machen damit. Hüben wie drüben. Da hilft nur ein Filter, um zu unterscheiden.
    Klar, wenn wir erst seit 7 Jahren dabei sind, ist ein Leipziger zu kennen vielleicht normal.
    Aber ein Tip.
    Komm beim nächsten Gastspiel vom Effzeh nach LE und da wirst Du eines besseren belehrt werden. Hier gibt es reichlich Menschen, mit denen Du auch ein Bier trinken und über Pro und Contra über RBL reden kannst.
    Ich habe es selber heute bzw. gestern nach Spiel wieder erlebt.
    Dann kommt auch nicht so ein Blog raus, wo auch Du wieder beschreibst wie wir aus Opfern zu Tätern werden.

    Gruß ausLE

  • Torben

    Das Modell ist RB ist durchaus ein Problem für die Bundesliga, da es im weltweiten Fußball (soweit mein Tellerrand geht, mag außerhalb Europas oder in kleineren Ligen ähnliche Modelle geben) einmalig ist, dass ein Fußballverein erfolgreich ist, um möglichst gut für ein Produkt zu werben, und nicht andersherum, wie es selbst bei Scheich-Klubs aus Paris oder Manchester der Fall ist. Rangnick mag leugnen, dass der wesentliche Zweck dieses Klubs in der Vermarktung liegt – die Fakten, dass die beiden Bullen im Logo des Vereins vorhanden sind, dass das Stadion in Leipzig “Red Bull Arena” heißt und dass der Klubname RB trotz aller Bemühungen doch unweigerlich an einen Getränkedosenhersteller aus Fuschl am See erinnert, lassen seine These stark anzweifeln. Insofern ist Rangnicks Behauptung, Aktiengesellschaften wie in Dortmund oder München seien ansatzweise ähnlich kommerzialisiert, völlig hanebüchen.

  • Torben

    Das Problem, welches sich ergibt, ist für Sky, ARD oder ZDF vielleicht schwierig erkennbar, da die JournalistInnen dieser Sender v.a. ModeratorInnen, KommentatorInnen etc. meist die ganze Bundesliga im Blick haben. 80% der Fußballfans, die ich kenne, sind keine Allesgucker, sondern bequemen sich samstags oder sonntags dazu, das Spiel ihres eigenen Klubs zu gucken. Die Attraktivität der Bundesliga für Fans ist meines Erachtens sehr stark an die etablierten Vereine gebunden – jene Vereine, die gesellschaftlich “verankert” sind und bei denen das Fansein schon über Generationen weitergetragen wurde. Ich neige oft zu Schwarzmalerei, aber wenn Hamburg, Schalke oder Werder in der Bundesliga durch Sandhausen, Heidenheim und Würzburg ersetzt würden, würde die Bundesliga unabhängig vom dargebotenen Fußball mit Sicherheit nicht attraktiver. Daher glaube ich auch nicht, dass RB die Bundesliga attraktiver macht.

    Ganz unabhängig vom Modell ist diese Underdog-Mentalität, um dann alle zu überraschen, die eigentlich nicht überrascht zu sein haben, auch für mich nur sehr schwer zu ertragen. Es ist im Grunde wie ein einzelner vormals schlechter Schüler, der in Klausuren als einziger sein Handy benutzen darf und dann schließlich von allen Lehrern für seinen rapiden Leistungsanstieg gefeiert wird. Schlicht verlogen. Und nur mal beiläufig auf diesen Missstand hinzuweisen, bringt halt nichts.

  • AxLE

    @aXel. Wem gehört der letzte Nagel?

  • Rudolf Putin

    Hmm, hat hier jemand ne Null vorgewählt oder warum ist der Beitrag n Stück Scheiße? Was will der Author, jahrelange Ausbeutung des Westens über den Osten anprangern oder auf einmal rumheulen, weil es dem Wessi in den Puderzuckerarsch trifft? Radikaler Meinungsstifter, verblendete Ideen und dumme Menschen welche folgen, wir wissen was daraus wird.

  • Hans Dampf

    Ich bin aus dem Artikel ausgestiegen, als du dich über die Beschwerde von Forsberg aufgeregt hast. Diese Szene zeigt wohl anschaulich, wohin der Artikel driften wird…Subjektivität statt Objektivität. Die Forsberg-Szene ist doch absolut normal im Spielverlauf. In der Hitze des Gefechts und vor allem “unten auf dem Platz” ist der Blinkwinkel auf eine Spielszene manchmal getrübt und entsprechend emotional wird auf angebliche Ungerechtigkeiten reagiert! Da fallen mir spontan hundert andere Szenen aus anderen Spielen ein. Ganz ehrlich…der Rest des Artikels wird wahrscheinlich nicht besser, daher bin ich raus.

  • Max

    Ich finde es einfach schade was aus dem Fußball wird bzw geworden ist. Es ist ein riesiger Kommerz. Vereine werden von Investoren gekauft weil man mit Fußball viel Geld verdienen kann. Wenn ein Verein wie der Effzeh plötzlich für seinen Top-Stürmer 50 Millionen angeboten bekommt. Das ist so bizarr, dass ich langsam die Lust verliere am Fußball. Warum spielen wir die Meisterschaft überhaupt noch aus? DFB und UEFA setzen dem nichts entgegen sondern treiben die Spaltung in arm und reich noch voran. Wer hat, dem wird gegeben.
    Und dann kommentiert dieser Putin und bestätigt 1:1 was drüber im Artikel steht. Kritik üben darf man nicht, denn wer an “Unschuldigen” Kritik übt ist verbohrt, ein Nazi, ein arroganter Wessi.
    Dankeschön für die “ehrliche” Meinung, Herr Putin.
    Ach Axel, lass uns mal ein Kölsch trinken gehen. Sonst ist das ja nicht mehr zu ertragen.

  • Axel, ich gehöre zu denen, die wahrscheinlich mit für den “Erfolg” (in der Wahrnehmung) von Leipzig mit verantwortlich sind. Ich wohne in Potsdam, die Hertha langweilt mich bodenlos und ich war erfreut in näherer Umgebung mal hochklassigen Fußball sehen zu können. Wir waren vor ein paar Wochen beim Plastico gegen Hoffenheim, es hat mich amüsiert, das Stadion war cool, die Stimmung besser als bei einem CL Spiel, was ich mal in München gesehen habe. Vor Ort selbst fand ich nicht einmal den titelgebenden Sponsor aufdringlich. (Da ist die Telekom oder Audi in München penetranter) Ich bin also genau so ein Fußball-Event-Konsument, “der einfach mal guten Fußball sehen will”.

    Ich kann dein Magengeschwür trotzdem verstehen. Meiner Meinung nach liegt das aber nicht an dem einen Nagel, den Leipzig in den Fußballsarg haut, sondern an dem ganzen Umfeld, was dieses Konstrukt ermöglicht. Das Stichwort für mich ist da “Chancengleichheit”.

    Kleiner Bezug zu Herrn Putin um 4:25 Uhr, obwohl dieses Ossi/Wessi-Geweine eigentlich zutiefst lächerlich ist. (Meine Güte, wir haben 2017!) In dem System Bundesliga ist es quasi unmöglich auf natürlichem Weg nachhaltig nach oben zu kommen, gerade für die Ost-Traditionsklubs (Lage, Altlasten aus den 90ern). Vielleicht schafft es Union dieses Jahr, aber schau nach Magdeburg, Jena, Dresden, Rostock. Die haben die Fußballkultur und trotzdem keine Chance. Das erklärt vielleicht ein wenig die Wagenburgmentalität einiger Leipziger, wenn jetzt “endlich mal was im Osten passiert”.

    Ich verfolge Eure Verzweiflung auch bei Drei90 und kann sie auf der einen Seite total verstehen, frage mich aber auf der anderen Seite, ob Ihr den Feind nicht an der falschen Stelle sucht. Meiner Meinung nach sind nicht die Eventies wie ich das Problem, nicht Leipziger mit verblendeten Professoren, fallsüchtigen Jungstars und einigen sehr guten Spielern.

    Das Problem ist, dass die DFL/DFB seit Jahren in ihrem gierigen “Mehrmehrmehr” das System Fußball Bundesliga komplett dem Markt überlassen haben und sich einen Scheißdreck um Chancengleichheit kümmern. Dadurch musst Du quasi so ein Modell wie Leipzig wählen, wenn Du überhaupt mitmachen willst. Eigentlich müssen sich die Haltung, die Du und Basti vertreten (Fankultur, Mitbestimmung, etc.) nämlich überhaupt nicht mit meiner als “Konsumenten” widersprechen, wenn nicht solche Pappnasen wie Bierhoff, Seifert, Rummenigge, et al die Seiten permanent gegeneinander ausspielen würden.

    Ich bin kein Vereinsfan – hat sich nicht ergeben – und trotzdem langweilt mich die Bundesliga auch immer mehr, weil es keinen echten Wettbewerb mehr gibt. (Premium Produkt, haha!) Und immer weniger “Geschichten”. Da ist Leipzig fast noch attraktiv, weil es eine zutiefst widersprüchliche Story ist.

    Hach, natürlich ist das amerikanische Modell nicht auf Europa übertragbar, aber ich frage mich, was daran so schwer ist, im Fußball mal auf die aktuelle Zeit und das viele Geld im Markt zu reagieren und dafür zu sorgen, dass Chancengleichheit herrscht. Dass alle Klubs der ersten drei Ligen gleich viel Geld aus dem Fernsehvertrag bekommen, dass dieses beknackte Transfersystem mal aufgeräumt wird, es vernünftige Sponsoring-Regularien gibt. Dann gibt es vielleicht neben der Frage, wer absteigt und dieses Jahr, die eine Mannschaft ist, die überraschend in den Europapokal kommt, vielleicht wieder einen echten sportlichen Wettbewerb und für Dich sind vielleicht Konstrukte wie Leipzig leichter aushaltbar, weil sie keine kulturelle Frage stellen.

    (In meinem Traum gibt es in der Bundesliga dann halt Teams, die “Eignern” gehören wie RB oder mittlerweile Bayern und Dortmund oder meinetwegen bekloppten Milliardären und solche wie die Packers, die dem e.V. gehören, kann ja beides funktionieren. Dann wäre Leipzig genauso wie Hamburg nur ein Team mit einem komischen Eigner. Und Ihr müsstet Euch nicht mehr über Event-Fans wie mich ärgern.)

    Aber dagegen haben dann wahrscheinlich eher die Platzhirsche wie Bayern und Dortmund etwas. Ich höre schon Rummenige und Watzke was von internationaler Chancengleichheit faseln … Und das ist der eigentlich Sargnagel für die Bundesliga.

  • Max

    Klasse Kommentar. Danke Jimmi!

  • Tuxi

    Du schilderst ja hier nur Deine Wahrnehmung. Das ist ok und auch richtig so, weil Du das ja auch sagst.
    Aber: Du kennst exakt einen RB-Fan und hast keine Anknüpfungspunkte mit Ihm. Ist zwar sehr schade für Dich, aber kann man halt nicht ändern. Liegt aber sicher nicht nur an den RB-Fans. Soll ich Dir mal meine Blockliste bei Twitter zeigen? Alles diese angeblichen Fußballtraditionalisten. Bei den meisten kam ich vor dem Block nicht über eine Antwort hinaus. Wenn die Eröffnung des Gesprächs funktioniert, dann ist alles gut. Ich kann mich mit 30-40 Fans anderer Vereine ganz gut austauschen – und die bekommen nicht mal im Ansatz Magengeschwüre.
    Wagenburgmentalität. Klar. Ist oft so. Aber nur durch diese Ultra-Idioten mit Traditionsfokus und Bestandssicherungsphantasien aufgrund historischer Ereignisse ihrer Vorfahren. Ohne Scheiß: Wenn nicht jedes Spiel zu einem Derby zwischen gut und böse heraufstilisiert werden würde, käme man vermutlich auch ins Gespräch. Man sollte halt auch wollen.
    Gestern im Stadion – und wir sind 500km angereist – trafen wir auf Köln-Fans (war ja zu erwarten) und einen Schalke-Fan im Stadion. Saßen direkt vor uns. Und ganz verrückt: Wir haben miteinander Geredet. Sehr lang und auch extrem kontrovers. Ja das geht. Und keiner war angepisst.
    Ich hab nix gegen Deine gesundheitlichen Beschwerden, kann aber gut rumfrotzeln und bin sicher nicht gleich angepisst. Du kannst mich ja anschreiben.

  • [update]
    Axel, du wolltest es ignorieren.

  • fcpoppeblog

    Axel kommentiert, das ist immer subjektiv – von daher müssen auch die Leipziger Fußballfreunde da durch. Und ihm gelingt es deshalb auch auf den Punkt zu bringen ,weil er zwischen dem, was auf dem Platz geschieht, und was abseits davon ist, stark differenziert. Von daher laufen jegliche Kritikpunkte in der Hinsicht ins Leere.

    Ich bringe hier gerne noch einen anderen Diskussionspunkt mit ein, falls erlaubt – mein Kommentar zu Timo Werner unter:

    https://soundcloud.com/user-533347832/mein-bundesliga-kommentar

  • Hansi Hirsch

    Schade das sowas hier nicht auch mal in den Medien thematisiert wird.
    https://zwangsbeglueckt.wordpress.com/2014/08/26/schlussstrich-statt-verantwortung/

  • Ich finde es schwer, deine Eindrücke zu verdammen. Denn das scheint bei dir ja tatsächlich so anzukommen wie du das hier schilderst. Mit den tatsächlichen Zuständen vor Ort hat es aber meiner Meinung nichts zu tun. Es zeigt aber die Probleme unserer Kommunikation im Internet und der skandalisierenden Medien, die natürlich jede kontroverse Sache bis zur totalen Erschöpfung durch das Dorf treiben. Kombiniert mit Häme, Sarkasmus, Beleidigungen in Kommentaren und Tweets folgt der Rückzug auf die jeweils eigene als richtig empfundene Position, was man so schön als Wagenburgmentalität zusammenfasst. Da gibt es dann nur noch richtig und falsch – wir und die.

    Das ist aber meines Erachtens vor allem Kommunikationsmitteln wie Twitter geschuldet. Diese 140-Zeichen-Hölle ist für vieles gut. Aber doch bitte nicht zur Meinungsbildung über Leute, die man nicht kennt. Das kann nur schiefgehen. Erst recht bei einem so kontroversen Thema. Um da weiterzukommen, kommt man an direkten Gesprächen nicht vorbei. Und an deren Ende wird es maximal den Konsens geben können, dass man die Beweggründe des anderen nachvollziehen kann aber Punkte trotzdem weiter unterschiedlich bewertet. Das finde ich nicht mal schlimm. Im Gegensatz dazu jedoch schon, sich ständig Abscheu und Missachtung über alle möglichen Kanäle um die Ohren zu hauen. Leider passt dieser Text nach meinem Eindruck “gut” rein und bringt die gesamte Debatte keinen Millimeter vorwärts. Ich dachte nach deinem Podcast mit dem Rotebrauseblogger in der Hinrunde wärst du schon den einen oder anderen Schritt in der Auseinandersetzung weiter. Kein Vorwurf, nur eine Feststellung. Das untermauert aber nochmal den Punkt, wie schwierig die Kommunikation zum Thema ist.

    Solche und auch andere kontroverse Themen bräuchten eigentlich eine Art “Stammtisch” zum direkten Austausch. Rein über das geschriebene Wort, auch in Aufsatzlänge, ist es eben wirklich schwierig.

    Unabhängig von allen Meinungsverschiedenheiten danke für die Einblicke und Grüße nach Köln.

  • Hansi Hirsch

    Gerade der Podcast mit diesem Rotebrauseblogger hat doch gezeigt wie weit man voneinander entfernt ist.

  • Phil

    Axel …
    Wir kennen uns nicht aber ich habe das Doppelfass, den Bockcast und drei90 schon unterstützt weil ich mag wir Du/Ihr mit dem Thema “Fuppes” umgeht! Aber manchmal fehlt Dir hier halt das David Korrektiv 😉 Atme mal locker durch die Hose …
    Ruhig brauner ganz ruhig.
    Ich sage nicht das Du unrecht hast aber ändern wirst Du damit auch nichts daher glaub dem Onkel Nedfuller einfach “ignorieren!!!!” 😉

    Cheers
    Phil

  • @Hansi Hirsch
    Dann könnte man es aber auch mal beim “agree to disagree” belassen statt dem Gegenüber “bei euch ist alles falsch” an den Kopf zu werfen. Das hat eine andere Wertigkeit als es ist anders, komisch oder “für mich als Außenstehender nicht nachvollziehbar” und provoziert die danach angeprangerte Abwehrhaltung.

  • Die Verfahrenheit der Situation beschreibt eigentlich ganz gut, dass beide Seiten sich als Opfer sehen 🙂

    Höchstwahrscheinlich sogar zu Recht. Natürlich fordert der Leipziger Weg Opfer. Ob direkt, dadurch, dass sich ein anderer Verein weniger für Europa qualifiziert oder indirekt dadurch, dass immer mehr Klubs auf diesen Weg einschwenken, sich zu einer AG umwandeln oder in sich investieren lassen oder irgendein anderer Konzern ein ähnliches Modell in einer anderen Stadt aufzieht. An der Stelle nehme ich dir das auch nicht ganz ab, Axel, dass Du dich nicht als Opfer siehst. (Die Hoffenheimer hatten bisher wenigstens den Anstand sich nie für den Europacup zu qualifizieren.) Klubs wie Köln, Frankfurt, Gladbach, Bremen sind doch Opfer dieser Entwicklung? Wie anders sind die verzweifelten Versuche a.k.a. Team Marktwert zu bewerten? Wie anders ist Deine “Kapitulation” zu erklären?

    Und andererseits können sich die Leipziger auch in voller Überzeugung als Opfer sehen. Was können die denn dafür, dass sie im Moment als Brennglas durch die Bundesliga rennen und deutlich wird, was vorher auch schon alles kaputt und scheiße war? (vgl. Davids Rant in Drei90 #27) Aus Leipziger Perspektive ist diese Art der “Regeldehnung” auch nix anderes als die Nummern die andere Vereine abziehen.

    Da wird es keine Verständigung geben (können).

  • Steinitoon

    Ein Interessenter Blogeintrag, nicht vom Thema her, aber von der Aufforderung zur Diskussion. Das ist extrem selten und daher verwundert mich manche reflexartig Antwort nicht, aber diese Ossi-Wessi-Sch… , gut gegen böse ärgern mich.
    Dein Vergleich zu Trump und RBL ist absoluter Blödsinn, kann ich dir und der ultrabewegung genauso entgegen werfen.
    Aber warum eigentlich? Weil man leider anders denkenden nicht zuhört und nicht mit ihnen redet.

    Es mag sein, das RBL ein Nagel im Sarg ist, aber eben nur EIN Nagel, fast alle Vereine/Konstrukte in den deutschen Profiligen sind die anderen Nägel. Denn die Entwicklung ist nicht von RB initiiert. Ich stelle mal provokant die Frage, ist es überhaupt ein Sarg, der da gebaut wird?

    Leider habe ich bis hierher keine Argumente pro oder contra geliefert, gab ja in meinen Augen auch keine im Blogeintrag.

    Dazu mal eine Wahrnehmung aus der Region beginnend mit dem Ende des DDR-FUSSBALL. Da gab und gibt es traditionelle Vereine oder sozialistische Konstrukte. Es wurden Regeln zur Überführung in das westdeutsche System aufgestellt, ohne dabei auf Nachhaltigkeit oder Traditionsbewahrung zu achten. Auch damals wurden Plätze den etablierten Vereinen weggenommen. Jedoch erledigte sich das über kurz oder lang durch die Sargnägel der Kommerzialisierung. Tradition aus dem Osten ohne regionale Finanzkraft hatte keine Überlebenschancen. Gute bis sehr gute Spieler wurden und werden aus den Clubs weggekauft. Muss man sich darüber aufregen, dass da ein Arbeitnehmer zu einem anderen Arbeitgeber wechselt? Eigentlich nicht, denn beim Profifußball handelt es sich um Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Das mussten wir lernen. Ein paar Leuchttürme vegetieren mit Auf und Abs und mit viel, sehr viel Engagement regionaler Unterstützer dahin.
    Natürlich habe ich sehr viel Respekt für die Leistung, nur kann man damit keinen Blumentopf gewinnen.

    Die schmerzliche Erfahrung daraus, der traditionelle Fußball ist schon einige Jahre Tod. Das System Fußball gibt es nicht erst seid 7 Jahren, es existieren sehr viel mehr Nägel als der von RBL.

    Kommen wir zur Gründung des Konstrukts, ja es ging in ungewohnter Weise von einem Sponsor aus. Dazu sollte man verstehen, der Herr Mateschitz ist ein Werbeprofi und alles was er plant und durchsetzt fusst auf den Regeln der Werbeintustrie. Andere Sponsoren kommen zu einem Club und möchten sich in dessen Glanz und Erfolg sonnen und dadurch ihre Attraktivität steigern, sprich Werbung machen. Ja, es gibt auch den fanatischen Fan der gleichzeitig Unternehmer ist und aus fantechnischen Gesichtspunkten einen Club unterstützt.
    Zurück zum werbetechnisch geplanten Einstieg von Red Bull. Seine Werbestrategie beruht auf Corporate Design und dem Image des erschaffen und erzwingen von Erfolg. Dafür ist ein Einstieg in einen Club der nicht ganz oben steht notwendig und es wurden einige bestehende Vereine angefragt. Ich kenne jetzt nicht alle Absagen, doch zumeist scheiterte es an der “Gleichschaltung ” im äußeren Erscheinungsbild ( Vereinsfarben) .
    Was bleibt einem Werbestrategen als es neu zu machen?
    Ja, damit unterscheidet sich das Sponsoring von den anderen, es ist professioneller und fällt dadurch viel mehr auf. Es ist in der Ausführung des Sponsorings aber nicht anders, als die weniger auffälligen bestehenden Varianten. Der hohe Einfluss der Sponsoren ist es, der der Tradition entgegen steht. Nur ist das nicht neu, wird durch RBL aber unversteckt und offen gezeigt. Ich kann verstehen, dass dieser Spiegel schmerzhaft anzusehen ist, aber so funktioniert momentan das System.

    Wer auch immer Schuld daran ist, bringt uns nicht weiter. Will man es ändern, dann müssen es die Verbände DFB/DFL ändern. Will man international oder gesellschaftlich Erfolgreich sein, so muss man sich anpassen. Welcher Weg einem besser gefällt, muss jeder selber wissen. Das man auf dem einen Weg sein Fanleben von dem der Eltern und Großeltern ändern muss, ist unbestritten. Aber mal ehrlich, leben wir noch so wie unsere Großeltern und fahren mit der Kutsche oder haben wir uns in vielen Dingen (weiter)entwickelt?

    Nicht der Kampf untereinander, schon gar nicht mit Gewalt, bringt uns voran. Sondern eine gemeinsame Gestaltung der Zukunft.

    Nun glüht meine Tastatur und das Essen ist fertig, daher erlöse ich euch von weiterem Mist aus meinem Hirn.
    LG

  • Hilmar

    hab ich eigentlich in den letzten zehn minuten richtig gehört, dass da mit inbrunst minutenlang “neuer – arschloch” und “arjen – arschloch” gebrüllt wurde? war das so? oh man wie behindert, das tüpfelchen auf dem i

  • Während ich das hier lese, wird mir im Amazon Affiliate Widget eine 1.FC Köln Fahrradglocke angeboten. Keine Pointe.

  • Ich glaube sehr viel von dem, was Leipziger Fans nicht verstehen lässt sich auf einen Satz zusammen zu fassen. Sie glauben Red Bull hätte sportliche Motive.

    Wenn keiner von denen nach Salzburg rüber schauen will, können wir sie halt auch nicht dazu zwingen. Aber dann sollen sie auch das Maul halten, wenn Red Bull endgültig nach Leeds oder Sheffield weiter zieht.

  • Katjeskind

    Es ist schon schlimm was die 40 Jahre veranstaltet haben da drüben. Die sollten sich was schämen, uns Ratschläge erteilen zu wollen im Westen. Die mit ihrer Stasi. Aus dem Osten lassen wir uns garnichts sagen.

  • Vergnügungsstätte

    Die guten Zeiten sind halt vorbei.
    Subjektiv betrachtet fand ich die Regional- bzw. später 3. Liga als Auffangbecken für ehemalige DDR-Oberliga Clubs am geeignetsten, gelegentlich flog einer über das Kuckucksnest (Union, Cottbus) und versprühte etwas Ost-Charme (Vita-Cola, Feldschlößchen).

  • @Richard Turkowitsch
    Was weiss man, was in ein paar Jahren ist? Ich hätte mir vor 20 Jahren nicht vorstellen können, dass der VfB Leipzig ein paar Jahre später verschwunden sein wird. Passiert ist es trotzdem und ich hab es überlebt. Aber selbst wenn sich Red Bull in ein paar Jahren neu ausrichtet und wegzieht, ist die Leipziger Fußballwelt über die unselige Spaltung in grün und blau hinweggekommen, die alles blockiert hat. Ich denke mal, dass sich das bei diesem Szenario durchaus in einen Zweitligastandort der Kragenweite Nürnberg, Kaiserslautern, Düsseldorf transferieren ließe. Ist alles nur Spekulation aber die Voraussetzungen sind Dank der geschaffenen Infrastruktur nicht schlechter geworden und eine Generation neuer junger Fans kennt nichts anderes als RB. Das ist nämlich auch noch so eine Sache die gerne vernachlässigt wird. Wie lange verweilt denn ein Jugendlicher bzw. junger Erwachsener in der aktiven Fanszene eines Sportvereins? Nach meinen Beobachtungen an verschiedenen Standorten in Fußball und Eishockey irgendwas zwischen fünf und zehn Jahren, dann haben andere Sachen im Leben höhere Priorität. Man macht Jüngeren in der Ecke der Sänger und Fahnenschwenker Platz, Gruppen bekommen neue Mitglieder, lösen sich auf oder wandern reifer geworden aus der Kurve auf die Haupttribüne.

    Am Ende hat man sowieso nur die Wahl, das Angebot in dieser Form wahrzunehmen und hinzugehen oder eben nicht. Mir hätte das auch zwei Nummern kleiner gereicht aber das stand nicht zur Wahl. Aber ich fühle mich da im Stadion wohl, wir haben unsere “kleine Familie” zum fachsimpeln im Block die sich da gefunden hat. Ich für meinen Teil finde es normaler als Einheimischer zu einem künstlich angestoßenen Club zu gehen und das Ganze mit Leben zu füllen, als in hunderte Kilometer Entfernung einen Fanclub von Bayern, Dortmund, Köln usw. zu betreiben. Denn wie oben im Beitrag ganz richtig von Fußballclubs gesprochen wird “die irgendwann mal gegründet wurden damit sportlicher Erfolg zum Ruhm des Vereins, der Stadt erzielt werden sollte”, dann wäre das beispielsweise Kölner Ruhm, der dem Effzeh im Fall der Fälle gegönnt sei. Dazu als Fremder eine Fanbeziehung aufzubauen fühlt sich für mich verrückt an. Trotzdem gibt es das. Jeder, wie er mag.

    @Hilmar
    Du bewegst dich da sicher auf den Spuren eines Verhörers der Kategorie “Der weiße Neger Wumbaba”. Es wurde vom Fansektor mit verschiedenen Ecken des Stadions “Rasen” – “Ballsport” gerufen.

  • Vorweg: Bin jahrzehntelanger Anhänger eines ostdeutschen Drittligavereins, der in der kurzen Zeit gemeinsamer Ligazugehörigkeit zweimal von RBL geschlagen wurde. In anderen Angelegenheiten wurde uns allen von Herfried Münkler „,mürrische Indifferenz“ nahe gelegt. In etwa umschreibt diese Sentenz mein Verhältnis zum Parvenü aus Leipzig. Ich kann natürlich verstehen, dass man in dieser Sache eine komplett andere Haltung einnimmt, eine bei der die Emo-Amplitude gewaltige Auslenkungen aufweist. Mir geht es hier nicht darum, die schon seit langem ausgetauschten und mithin hinlänglich bekannten Pro- und Kontra-Argumente zu werten. Über weite Strecken variiert der Text diese auch nur und poppt sie eloquent zu einem die eigene Hood erstklassig bedienenden Nachspiel-Rant auf. Im Westen nichts Neues.

    Irgendwie scheint Dir das zu wenig gewesen zu sein, anders ist die argumentative Weiterung ins Apokalyptische nicht plausibel zu deuten:

    „Gruppe eigentlich bedeutungsloser Clowns kommt irrsinnigerweise in eine Machtposition, haben ihre Art und Weise die Geschichte zu verändern schon klar umrissen, erzählen auch nur ihre Seite der Story, bekommen von überall Gegenwind ob ihrer Untergangspolitik, werden dadurch in ihrem inneren Kreis nur noch verbissener und lassen schließlich keine Gegenrede, keine Kritik mehr zu. Üben ihre ‚Power‘ mit einer Verve aus, die verstört und erschreckt und scheren sich nicht mal im Ansatz darum, ob ihre Version überhaupt stimmig ist. Habe ich jetzt über die Trump-Administration oder über Leipzig gesprochen?“

    Oder hast Du über Adolf Nazi und die Seinen kurz nach der Machtübernahme 1933 gesprochen? Ab hier geht dann alles. Der Text verliert sein Rant-Maß, wird entgrenzt, absurd, hysterisch. Hassverein gleich Hasspolitik. Trump & Rangnick, Fleisch vom gleichen Fleische. Mordor kolonisiert an Potomac & Pleiße. It’s the end of the world as we know it. Mindestens. – Gutes Priming. Irgendwas wird schon hängen bleiben. Da kommt einem die abschließende Rede von der „Entspannung in den Szenen“ auch gleich ungeheuer glaubwürdig vor.

    Gestatte mir noch eine Ergänzung: Das alles ist keine gänzlich neue Entwicklung, wie man diesem Blogtext von mir (aus dem Jahr 2011) entnehmen kann (http://stellungsfehler.de/?p=766). Die darin prophezeite Radikalisierung ist inzwischen weit fortgeschritten und Dein Text leistet dazu einen signifikanten Beitrag.

    Aber wenigstens weiß ich nun was ein Gagball ist. Immerhin.

  • @kometa: Ich verurteile keinen einzigen Fan, der hingeht um Fußball zu sehen. Ich verurteile die Leute, die hinter jedem nur einen neidigen Wessi sehen, der mit aller Gewalt den Osten unten halten will.
    Und Red Bull wird nicht “aussteigen”, wenn Red Bull weg ist, gibt es den Verein einfach nicht mehr. Aber Red Bull wird auch nicht weg gehen, tun sie ja auch in Salzburg nicht. Der Verein wird aber dann halt zu einem Farmteam degradiert und somit letztlich eine ganze Liga wertlos. Schau dir die österreichische Bundesliga an.

  • MAT

    Da erinnere ich in dem Zusammenhang gern nochmal an die einladenden Worte zum Hinspiel in Köln:
    (@lostinnippes: und du forderst ernsthaft Demut aus Leipzig ein?)

    “….Am Sonntag kommt ein Konstrukt nach Müngersdorf, das den Fußball verachtet, das unsere Art das Spiel zu lieben mit Füßen tritt, das uns anspuckt und auslacht. Sie wollen uns vernichten, sie wollen die Welt und geben sich, wie eine alles fressende Monsterzecke, mit nichts weniger zufrieden als dem totalen Blutverlust aller anderen Wettbewerbsteilnehmer. Sollen sie kommen, ich hoffe dieser 1.FC Köln wird sie abfrühstücken, wird sie schlagen und demütigen und zurück schicken in die Klärgrube aus der sie gekrochen kamen.

    Aber das wird schwer, denn dieser Frankenstein-Verschnitt von Bundesligist spielt halt schon ganz gut. Haben ja auch nicht wenig Geld in ihre Bluthorden investiert, die ehrlos ihren Söldnerdienst im Schatten der zwei Türme verrichten. Wir werden sehen.

    Doch bis dahin sind es ja noch ein paar Tage. Wir haben Zeit genug den aktuellen Zustand zu genießen. Heute können wir gelassen sein und unnahbar, denn unser Verein steht da, wo er eigentlich zu Hause sein sollte: Oben.

    Come on effzeh!
    …”

    Ja ja, war nur harmloser Filmvergleich.
    Ich weiß.

    Auszug aus:
    http://www.dervierteoffizielle.de/wp/schalke-fc-dem-kreuze-entgegen-kriechend/

  • Ein RBL-Fan

    Was hast du erwartet? Im Internet schreien doch immer die am lautesten, die am einfachsten gestrickt sind.

    Bist du nicht bereit offen zu sein, denn wird deine subjektive Meinung nie objektiv aufgefrischt.

    Wenn man nicht gerade mit Horden testosterongeschwängerter und männlichkeitsritengeprägter Menschen unterwegs ist, kann man sich herrlich mit Fans der gegnerischen Mannschaft unterhalten und lernt vielleicht auch noch den ein oder anderen Kneipengeheimtipp kennen.

    Falls du den Mut verspürst Menschen kennenzulernen, die das Abenteuer RB Leipzig leben, die die einmalige Chance wahrnehmen eine Fanszene und -kultur von Anfang an zu entwickeln und begleiten, die teils den traditionellen Vereinen den Rücken kehrten, da Misstände auf vielen Ebenen nicht zu beseitigen waren, dann bist du herzlich eingeladen, beim nächsten Besuch des jungen Vereins 1. FC Köln in der Messestadt Leipzig bei einem oder mehr Bier hinter die Kulissen zu schauen.

  • Jan

    Der Text zeigt, wie man die Welt aus dem Internet, über Twitter, soziale Medien, Medien allg. wahrnimmt. Blasen halt. Vielleicht solltest du ganz unvoreingenommen und nicht so vorwurfsvoll dich von Angesicht zu Angesicht im richtigen Leben einmal mit Anhängern von RB Leipzig treffen und unterhalten. Du würdest feststellen, dass das auch ganz normale Menschen sind und nicht böse Außerirdische aus dem bösen Osten. Aber das würdest du ja nicht tun. Es gibt tausend Gründe, es nicht zu tun. Und so bleibst du bei deiner Meinung, die du auch gar nicht ändern willst. Kein Weltuntergang. Nur ein bisschen schade.

  • Marion

    Deine öffentliche “Kapitulation” ist ein sehr schönes Beispiel dafür, was falsch läuft am Umgang eines Teils der traditionalistischen Fanszene mit RB Leipzig. Umgang nicht etwas mitt dem “Konstrukt” an sich, sondern leider meist viel persönlicher. Ihr hetzt gegen Menschen. Man hetzt gegen den Spieler Timo Werner, auf den man sich genüsslich einschießt ohne Rücksicht darauf, wie es ihm wohl bei der Masse an öffentlichen wüsten Beleidigungen bis hin zu Morddrohungen gehen mag. Und Ihr schießt gegen uns Fans, ohne persönliche Erfahrungen gemacht zu haben. Mal als Hinweis: auch wir sind Menschen, auch wenn Ihr Euch redlich bemüht, uns zu entmenschlichen.

    Zu Werner:
    In Deinen Augen mag das von Dir beschriebene Foul ein großes “Falls” sein, in Wahrheit war es das aber nicht – bestätigt von unzähligen Fachleuten nach unzählig wiederholten Videoaufnahmen. Ebenso wie die angebliche Schwalbe mit einem auf den Füßen stehenden und gleichzeitig schubsenden Traditionsspieler. Das hindert Dich aber natürlich nicht daran, das Ganze öffentlich in Frage zu stellen. Passt nicht in Dein Feindbild. Die Fachwelt und die Presse sind ja ohnehin von RB gekauft und die Videos vermutlich manipuliert. Und da wundert es Leute wie Dich, wenn Timo öffentlich auf Eure Meinung pfeift? Ich hoffe für ihn, dass er innerlich auch nur halb so stark ist, wie er sich (gezwungenermaßen) nach außen geben muss.

    Zu uns als Fans:
    Wir gegen die Welt. Aha. Nicht wir gegen die Welt, sondern (zum Glück nur eine kleiner, ein dafür umso lautererer) Teil der Welt gegen uns. Wir sind also arrogant und halten und für etwas Besseres. Soso. Die Wahrnehmung eines Fans, der zugibt, über vernachlässigbare persönliche Erfahrungen zu verfügen sondern sein “Wissen” nur aus den sozialen Medien zu beziehen. Ich behaupte jetzt einfach, ohne es natürlich zu wissen, dass Du mit Deiner vorgefertigten Meinung auch nicht das geringste Interesse hast, Dir mal eine Meinung auf der Grundlage “echter” Kontakte mit echten Menschen zu bilden. Ist Dir mal der Gedanke gekommen, dass es Gründe hat, dass die als sehr offen und tolerant bekannten Leipziger nach vielen Jahren wüster Beleidigungen nicht mehr so viel Wert auf Diplomatie legen und auch keine Lust mehr haben, sich ständig gegen immer dieselben “Anschuldigungen” zu verteidigen?

    Mir ist es, gelinde gesagt, ziemlich schnupps, ob Du wegen RB Leipzig Magengeschwüre bekommst oder ob Du Leute wie mich akzeptieren kannst oder eben nicht. Sei froh, dass Du nicht Magengeschwüre bekommst, weil Dir ein durchgeknallter Leipzig-Fan in eben jenen getreten hat. Das wird nämlich nicht passieren, auch wenn Du noch Jahre gegen uns rumstänkerst. Und ja, so gesehen sind wir tatsächlich besser. Nicht, weil wir die besseren Menschen sind, sondern weil Leute wir Du sich eine Etage tiefer begeben mit der ewig gleichen Hetze. Und Dein Wagenburg-Bild passt eigentlich sehr gut! Wer baute dereinst im wilden Westen Wagenburgen? Richtig. Die Neuen, die von allen Seiten von den schon immer Dagewesenen angegriffen wurden und mit diesen Wagenburgen hofften, unbeschädigt durch die Nacht zu kommen.

    Lebe also in Deiner Blase, schimpfe auf die neuen Schüler in Papas Mercedes und pflege Deine Geschwüre. Vielleicht schaffst Du es aber dereinst sogar mal, über Deinen Schatten zu springen und Dein vorgefertigtes Feindbild in echten Gesprächen mit echten Menschen zu hinterfragen. Würde ich Dir sogar wünschen, dann erledigt sich das mit den Geschwüren von ganz alleine.
    Wir arroganten und selbstgefälligen Leipziger Kunden haben keine Magengeschwüre, weil wir uns eben nicht über die Meinung eines Teils der Fußballwelt definieren. Wir sind nicht nur besser, uns geht es auch besser 😉

    Mit sportlichen Grüßen aus Leipzig
    Marion

  • Thomas Kranzler (Claylob)

    Mann Axel,
    sieh es endlich ein:
    Natürlich bist Du ein Idiot.
    Voller Hass und Missgunst in Deiner Effzehblase!

    SO!!!

    Bussi und bis Donnerstag 😉
    Claylob

  • Friede Freude Meierkuchen

    @Marion: Sehr schön wie du Axels Text komplett bestätigst.

    Zu Werner: Er ist nicht der erste Spieler der da durch muss, sagt dir der Name Andreas Möller was? Nein? Dachte ich mir, dass passiert ständig. Das Trostpflaster bekommt er dann auf sein Konto. Fußballspieler stehen in der Öffentlichkeit und werden dort, oft auch sehr ungerecht und übertrieben, angegriffen. Fußball ist Emotion und wer damit nicht umgehen kann, naja der sollte evlt. Eiskunstlauf schauen (nichts gegen Eiskunstlauf).

    Zu den Fans: “Nicht wir gegen die Welt, sondern (zum Glück nur eine kleiner, ein dafür umso lautererer) Teil der Welt gegen uns.” – Hast du das aus den “unabhängigen” Umfragen, die Leipzig als 7 beliebtesten Verein deklarieren? Oder aus den Einschaltquoten bei den Einzelspielen? Brainwash Leipzig funktioniert bei dir ganz gut. Ihr seid auch nicht die einzigen Fans die drangsaliert werden und auch wenn ich es hasse deine kleine Blase zum platzen zu bringen, ihr habt jetzt schon Ordner von Chemie in euren Reihen, die Auswärtsfans, sagen wir mal, etwas ruppiger anpacken. Es gibt MEHR als genug äußerst gewalttätige Individuen, die sich NOCH in Vereinen rund um RB tummeln, aber das sind in meinen Augen keine Fans, die wollen nur eine Bühne und rate mal wo sie die größte bekommen? Bei so viel Naivität erwarte ich eigentlich bald die nächste Bild-Schlagzeile “Marion(21) – Mir war es zu eng und stinkig im Auswärtsblock.”

    Ihr verbindet mit dem Besuch im Stadion halt soviel Emotionen, wie mit einem Besuch im Zoo. Ist ja auch ok, macht das doch, aber akzeptiert doch auch die bösen “Traditionsfans”. Die mit den Bösen Schimpfwörter im Sprechchor und den bösen Plakaten. Denn das Lustige ist ja, was dem Axel hier so lautstark vorgeworfen wird: “Lern uns doch kennen”. Das wird doch umgekehrt genauso abgelehnt. Aber das geht nicht, denn mind. 90% von uns sind so asozial das wir sofort Prügeln und Steine werfen usw. ja ja. Nehmt doch nicht Alles so ernst, ihr versteht einfach das ganze Prinzip nicht, ALLES wird auf die Goldwaage gelegt, ist vllt. auch etwas viel verlangt von Leuten, die sich vorher nur am Rand mit der Nationalmannschaft beschäftigt haben und wo noch die Vuvuzela im Schrank steht. Wo waren die Leute dich sich jetzt aufregen eigentlich in Liga 2,3,..? Konnten Ihr euch nicht etwas an die Umgangsformen im Fußball gewöhnen? Mich überrascht das jetzt auf einmal soviel völlig mit der Situation überforderte Fans auftauchen.

    Und bevor jetzt das “Steine”-Totschlag Argument kommt, natürlich geht das nicht, natürlich ist das Scheisse und hat keinen Platz im Fußball. Aber wenn eure Argumentation darauf beruht immer wieder solche Vorfälle aufzuführen, um dann mit dem Finger auf Alle zu zeigen und die Moralaposteln zu spielen dann lebt damit, dass man euch nie für so toll und sympatisch halten wird wie in den Ergebnissen eurer “Umfragen”.

  • Marion aus Köln

    @Friede Freude Meierkuchen

    Danke, das du mir zuvor gekommen bist! 🙂 besser hätte ich es nicht dagen können.

  • Marion aus Köln

    sagen können 😉 natürlich!

  • […] Derweil bin ich niemand der das Konstrukt RB Leipzig gut heißt oder mit seiner Kritik zurückhaltend ist. RB Leipzig sollte aus diversen Gründen keine Bundesligalizenz erhalten haben. Bei der Durchsetzung der Lizenzauflagen ist die DFL lasch gewesen und hat das Konstrukt durch gewunken. Der Hauptzweck von RB Leipzig ist die Werbung für einen Energiedrink und nicht der Fußballbetrieb. Darin unterscheidet sich RB auch von den Werksclubs in der Liga. Ja, es geht hier um teilweise kleine Unterschiede, aber wo ist die Grenze? Auch ich vertrete die Meinung, dass das Konstrukt RB bewusst über diese Grenze getreten ist. Sie wurden gelassen. Und ja, auch ich erkenne eine gewisse Wagenburgmentalität. […]

Haut rein, schreibt mir was!