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FC – Hoffenheim: Die Rückrunde in der Nußschale

Ich hab das Spiel nicht aufmerksam verfolgen können. Ich stand die letzten 10 Minuten nur noch, habe nach dem Schlusspfiff an einer Kölner Gastronomie-Wand gelehnt, hatte ein Bier in der Hand und muss gestehen, dass der Ausgleich mit so sehr getroffen hat wie wenig in den letzten Jahren, wenn es um den 1.FC Köln geht. Erst hält der Schiedsrichter den Ball im Spiel, dann tritt Osako über den Ball, ein Fehler nur, der uns verzweifeln lässt. Wie kann es nur sein? Warum, effzeh? Warum machst Du das mit mir? Mit uns? In Ingolstadt war es Horn, in Augsburg war es Sörensen, diesmal also Osako, der vorne wie hinten einen maximal unglücklichen Tag hatte. Das kann passieren, Fehler werden gemacht, es ist alles kein Problem. Aber in der Sekunde, im Augenblick, krampft sich das Herz zusammen und es stirbt wieder ein kleiner Teil in mir. Irgendwo in der Ferne lacht der Teufel zufrieden auf seinem Thron aus verlorenen Seelen und Dietmar Hopp reicht die Schnittchen. Nein, ich war gestern Abend nicht mehr gut drauf und spüre es heute immer noch.

Diese 93. Minute ist eine Blaupause der Rückrunde. Wir haben eine gute Ausgangsposition, stellen uns aber doof an, machen individuelle Fehler, verpassen selbst eine Entscheidung und müssen dann eben damit leben, dass wir den Sprung auf das nächste Level dieses Jahr nicht mehr schaffen werden. Es ist wie es ist. Jaja, ich höre es ja schon wieder: “Wenn Dir vor der Saison jemand gesagt hätte, dass…”, “Vor dem Spiel hättest Du den Punkt aber doch mitgenommen…”. Alles richtig. Und deshalb darf es nicht weh tun? Deshalb muss ich einen Haken machen und still sein? Nein, verdammt. Mir bricht es das Herz.

Mensch, Osako. Hau den Ball weg.

Die 93. Minute in Müngersdorf. Wir werden sie so schnell nicht vergessen.

Haut rein, schreibt mir was!