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FC – Paderborn: Offen Holland

Machen wir es kurz und schmerzlos, ich hab nämlich nen Schädel bis Frankfurt und zurück und meine Laune ist eher im Minusbereich. Grandiose Leistung des SC Paderborn, der wunderbar aufgezeigt hat, wie anfällig unsere Hintermannschaft und die gesamte FC-Spielanlage ist: Kommst du mit Tempo, gucken wir doof. Mittlerweile tendiere ich dazu die Niederlage als verdient einzustufen, auch wenn sich der Schiedsrichter schon recht prominent in der Vordergrund gepfiffen hat. Aber (und dieses “aber” bitte ich langgezogen mit hoch-aggressiver Stimmlage zu lesen), wenn Du in der 89. Minuten beim Stand von 3:3 zu Hause gegen Paderborn (no offense) Simon Terodde für Lasse Sobiech auswechselst, dann hast du gar nichts verdient. Dann kannst du auch aufhören. Was ist das denn? Da sitzen 50.000 Leute im Stadion, es ist gerade das 3:3 gefallen, der Anspruch des FC muss es sein zu Hause in der zweiten Liga Spiele zu gewinnen. Und dann, Herrgott, wechselt Anfang einen staksigen Innenverteidiger für den besten Stürmer der Liga ein? Weil er den Punkt sichern will? Liebe Leute…

Natürlich darfst du das Spiel nie verlieren. Es fängt mit unfassbarem Chancenwucher an, geht über zwei ziemlich klare nicht-gegebene eigene Elfer und einem zumindest sehr, sehr großzügigem Gegner-Elfer weiter und gipfelt in einer Defensive, die nur mit viel Wohlwollen als solche zu bezeichnen ist. Das war ja teilweise Slapstick. Acht Tore in den beiden Spielen gegen Sankt Pauli und Paderborn zu kassieren, ist kein Hallo-wach mehr, das ist ein Tritt in die Weichteile. Aber mit Anlauf. Darf beim besten Willen nicht passieren.

Jaja, wir können wirklich alles auf den Schiedsrichter schieben aber damit machen wir es uns zu einfach (und ganz nebenbei wäre das auch unfair den Paderbornern gegenüber, vor denen ich wirklich meinen Hut ziehe). Anfang muss sich dringend hinterfragen, das meine ich komplett ernst. Wieder starten wir ohne Mittelfeld und haben eine Idee: Flanken in den Strafraum und hinten gucken das möglichst wenig schief geht. Mehr ist da nicht. Ich bleibe dabei, dass das im Zweifel sogar reichen wird, aber manchmal, wir haben es heute gesehen, kommt dann ein bisschen Pech und ein bisschen zu viel Unvermögen dazu und schwupps, isset passiert.

Es ist wie es ist, ich hab ‘ne Krawatte. Sobiech für Terodde. Alles klar.

Wir steigen dennoch auf.

3 comments to FC – Paderborn: Offen Holland

  • Jensen

    Sobiech kam für Terodde weil direkt vorher Hector vom Platz musste und Höger dadurch aus der Abwehr wieder ins Mittelfeld rückte. Da fehlte einer hinten und ich schätze, dass Sobiech abgesehen davon auch den McKenna geben sollte. Allerdings bin ich ganz bei dir. Geht alles gar nicht heute. 5 Dinger in Müngersdorf gegen Paderborn…

  • Lasse ich nicht gelten. Es ist die 90. Minute, da kannst du auch mit Dreierkette hinten stehen, wenn du das Spiel noch gewinnen willst. Da muss er halt Risiko gehen, alles andere kann nicht unser Anspruch sein. Wenn er unbedingt Sobiech als Absicherung und als McKenna-Klon bringen will, soll er von mir aus Drexler rausnehmen, aber doch nicht Terodde.

  • Anonymous

    Wir haben uns mit klassischen Zweitligaspielern “verstärkt”. Und so spielen dann Czichos und Sobiech eben auch. Grundsolide und 3-5 Böcke pro Spiel. Und mit Bader haben wir einem Drittligaspieler zum Debüt verholfen. Möglicherweise ein Talent, aber eben völlig unerfahren. Fehlpass vor der roten Karte, schlechtes Defensivverhalten bei mehreren Gegentoren. Hoffentlich lernt er schnell…

Haut rein, schreibt mir was!