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Gladbach – FC: Der Schaefer-Effekt

Wieder einmal beweist die Führungsriege des 1.FC Köln, dass sie nicht alleine unfallfrei aufs Klo kommt. Vier Spieltage vor Schluß wird Solbakken gefeuert und durch Schaefer ersetzt, der “in vielen Einzelgesprächen” die Mannschaft auf das Spiel im Borussia-Park einstimmte. Er “fängt bei 0 an”, begnadigt Peszko und Nova, streicht Ishak aus der Mannschaft, wechselt Clemens nach links und fängt sich – so viel Zeit muß sein – nur drei Tore gegen den übermächtigen Gegner vom Niederrhein. Kudos!

Was willste denn da groß analysieren? Die Tore entstanden wie immer durch Dummheit und fehlende Zuordnung, ein Spiel nach Vorne war nicht zu erkennen und der Einsatz hielt sich auch in arg überschaubaren Grenzen. Natürlich ist die Niederlage hochverdient und viel zu knapp ausgefallen. Der effzeh hätte abgeschlachtet gehört aber Rensing wollte sich wohl doch noch für die nächste Saison präsentieren. Man hört ja so einiges über die EPL und deren Torhüter, nicht wahr?

Im Spiel konnte man erkennen, wie kopflos die Mannschaft wirklich ist. Ich konnte noch nicht mal im Ansatz das 4-4-2 erkennen, die Anspiele nach Außen waren grotesk schlecht getimed, Podolski verweigerte vollständig und wäre – als Pferd – spätestens in der 60. Minute eingeschläfert worden. In der Abwehr stümperten Sereno und Geromel um die Wette (da bin ich mal gespannt, wo die nächstes Jahr spielen, ich tippe mal auf Champions League) und kurz davor irrlichte Lanig mit Riether durch die Prärie das es eine Wonne war. Hat da vielleicht Stefan Engels das Abschlußtraining geleitet? Es sah auf jeden Fall sehr nach einem…nun ja… “herausfordernden” System aus. Wenn es denn ein System sein sollte. Vielleicht hoffte man ja die Gladbacher auf das eigenen Nicht-Niveau runterziehen zu können. Well: Hat nicht geklappt.

Das wirklich Traurige an der jetzigen Situation ist, dass wir die Chance gehabt hätten, mit Solbakken in die zweite Liga zu gehen, die ganzen unnützen Spieler abzugeben und dem Mann die Möglichkeit hätten geben können die Mannschaft von Grund auf neu aufzubauenn. Gemeinhin ist bekannt, dass man ein Haus schneller und besser neu baut, als das alte Gemäuer zu renovieren. Aber, nein, jetzt kommt ja der heilige Frank zur Rettung. Pah. Pustekuchen. Als wenn man da noch irgendwas retten könnte. Die traurige Wahrheit ist, dass wir absteigen werden und dann ohne Trainer dastehen und Frank Schaefer mit Dirk Lottner und Stefan Engels das Team-Management bildet. Na herzlichen Glückwunsch! Jeder wird wissen, was dabei herauskommt: Eine Brauereiführung mit anschließendem Katechismus-Seminar vielleicht. Mehr aber auch nicht.

4 comments to Gladbach – FC: Der Schaefer-Effekt

  • Max

    Und nächste Woche geht es gegen Stuttgart, die seit 7 Spieltagen nur gewinnen, und Hertha spielt gegen K’lautern…
    Und das schlimmste daran ist: ich hab ne Karte und muss mir den Abstieg live im Stadion ansehen!

  • Max

    Achso lieber Axel, eines möchte ich noch erwähnen, bzgl. dieses Satzes von Dir: “Eine Brauereiführung mit anschließendem Katechismus-Seminar vielleicht”
    Ich kann Deinen Ärger über die Vereinsführung und die Mannschaft verstehen. Aber Frank Schäfer kann nun wirklich nichts dafür.

  • hilm

    Frank Schäfer hätte doch ablehnen können. Und wenn Solbakken “beurlaubt” ist, endet dann nicht demnächst der Urlaub und er kann die Liga2-Nummer angehen?

  • […] Ein weiterer interessanter Spielbericht: Der vierte Offizielle rechnet schonungslos ab: HIER! […]

Haut rein, schreibt mir was!