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Més que un club

Barca schafft historisches. 6:1 schlägt das Team aus Qatar Katalonien den -nach dem 4:0 Hinspiel-Sieg- favorisierten PSG aus den Vereinigten Arabischen Emiraten Frankreich. Ein Fußballfest, nicht wahr? Die UEFA wird es als das “Comeback des Jahrhunderts” verkaufen, drunter wird es nicht gehen. In Asien werden die Schulkinder gleich aufwachen und in ihre 150 Euro Trikots schlüpfen, sich vielleicht vorher noch den Kopf Neymar-like rasieren lassen und, wer weiß, vielleicht fällt die erste Stunde in der John-Woo-Grundschule für schöne Künste zu Langfang auch aus, wenn der Lehrer selbst das Spiel noch mal nachschauen möchte. Die ganze Welt müsste auf den Tischen tanzen und jubeln, sich jedes Haar einzeln vom Kopf reißen ob  des Wahnsinns, ob der infernalischen Kraft, die ein 6:1 auslöst. Zwei der besten Mannschaften der Welt, im wahrscheinlich besten Wettbewerb der Welt (die Copa ist in der Spitze zwar nicht weit weg aber insgesamt ist die UCL wohl doch noch stärker) und dann fällt da in der 95. Minute der Treffer für die Hausherren, für die schon mausetoten  rot-blauen vor ihrem 99.000 Köpfe zählenden Heimpublikum. Europa müsste beben unter dem Jubel.

Gut, bis auf die Île-de-France, vielleicht.

Jaha, das Spiel wird uns verfolgen. In dreihundert Rückblicken, auf BlueRay und wahrscheinlich auf Oculus Rift. Wir werden zu hören bekommen wie magisch der Fußball sein kann. Wie unübertrieben schön nur dieses eine Spiel, diese eine Nacht war. Bilder mit nach dem 3:1 weinenden Kindern, die nach dem Schlusspfiff ihrem greisen Großvater in die Arme fallen, der das Spiel nur noch mit einem halben Auge aber mit vollem Herzen begleiten kann, werden um die Welt gehen. Die Promotionmaschine des Weltfußballs wird anlaufen, so sicher wie das Amen in der Kirche.

Dass die UEFA, die gestrigen Proteste der Bayernfans in London mit einer Untersuchung würdigt (offiziell weil eine Klorolle auf das Feld geworfen wurde – ein Klorolle, das muss man sich mal vorstellen!) und anscheinend nicht sonderlich amüsiert über die deutliche Kritik an den Eintrittspreisen war (ich nehme an der 7jährige Muhbashir, der für Adidas die Championsleague-Bälle in Pakistan für siebzig Cent am Tag zusammennäht, wird ebenso empört, ja fast aufgebracht sein, ob der Ungerechtigkeit die der UEFA da widerfahren ist), diese Steilvorlage aus dem Camp Nou aufnimmt, mit schwitzigen Händen und großen Augen, sie ausschlachten wird und die Geschichte mit einer -ich spekuliere nur- “Never give up” Bravo-Foto-Love-Story in die sozialen Medien und in die Welt bringt… Nein, meine Freunde, daran gibt es keine Zweifel.

Der Fußball als Traumwelt, als paradiesische Erfüllung unserer Hoffnungen und Träume. Alles ist möglich, man muss nur daran glauben. Und es wird sich verkaufen, keine Frage. Es ist und bleibt eben das wunderschöne Spiel…

1 comment to Més que un club

  • Hendrik

    Du willst also der Uefa und Aytekin eine Bevorzugung Barcas vorwerfen, weil sich Barca besser vemarkten lässt als PSG? Oder habe ich das falsch interpretiert?
    In der Zeitlupe oder in Standbildern erkennt man die klare Fehlentscheidung, in der Realgeschwindigkeit ist es dann doch wie immer schwiereiger. Falls dein Kommentar eher als Vorwurf gegen die Suarez zu verstehen ist, kann ich dir jedoch zustimmen.

    Schöne Grüße
    Hendrik

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