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FC Sankt Pauli Hamburg – FC: Flu(ch)t nach vorne

Sorry, Leute, ich habe gerade sehr, sehr wenig Zeit. Heute geht es schon wieder weiter nach Frankfurt, da bleibt nicht viel Gelegenheit zu schreiben, daher mache ich es kurz und schmerzlos. Der FC zeigt sich gefestigt, auch ein 0:2 Rückstand, nach zwei katastrophalen Dingern von Risse (ja, auch das 0:2 leitet er mit einem ziemlich dämlichen Fehlzuspiel zum Gegner ein), bringt keine wirkliche Gefahr, denn – ich bleibe dabei – die individuelle Qualität ist zu gut für die Liga. Eigentlich musst du nur die Bälle auf Außen kriegen und flanken, flanken, flanken. Da werden Tore komplett automatisch fallen. Deswegen habe ich auch nicht verstanden, warum dieses Mittel so selten genutzt wurde und warum – erneut – das offensive zentrale Mittelfeld den verwaisten Charme einer Konsum-Kaufhalle ca. 1982 in Bitterfeld-Wolfen versprühte. Erneut gab es keine zentrale Anspielstation auf der ‘9’. Natürlich hast du in der 2. Liga den Platz um den Ball durch die Mitte nach vorne tragen zu können aber es wird dann halt schon irgendwann eng.

Wie gesagt, ich verstehe nicht, warum man sich das Leben selbst so schwer macht. Das macht aber ja nichts, weil ich auch ganz viele andere Dinge nicht verstehe. Warum z.B. nach dem 2:4 das Fußballspielen komplett eingestellt wurde, erschließt sich mir kein bisschen. Der FC hatte Sankt Pauli am Sack, hätte einfach mit Ballbesitz und den oben schon vermissten Flankenläufen den Druck weiter hoch halten können, entschloss sich aber dazu den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen und Sankt Pauli einzuladen selbst Druck aufzubauen. Am Ende stehen da 2:12 Ecken. Hallo?

Ernsthaft, raff ich nicht. Unser Defensiv-Verbund macht mir jetzt nicht den Eindruck, als hätten sie das Fußballspielen bei Atlético Madrid gelernt, oder? Das war in meinen Augen komplett falsch. Warum nicht die eigenen Stärken nutzen? Einzig Serhou Guirassy zeigte bei seiner Auswechslung hohe Qualität im Zeitspiel. Dass er nicht rückwärts gelaufen ist, war alles. Herrjeh, haben wir das nötig? Wie ich sowas hasse. Das hat nichts mit unbedingt siegen wollen zu tun, das ist natürlich für uns in dem Moment lustig und es wurde im Block ja auch angemessen gefeiert aber wenn wir selbst betroffen sind, dann kannst du gar nicht genug Schweinegrippe-Mittel spitzen um den Schaum-vorm-Mund-Anteil der Unterbißfraktion zu unterbinden. Echt,ey.

Naja, am Ende dann eben 5:3 gewonnen, schönes Spiel zum zugucken, Terodde mit irgendeinem Rekord, Spitzenreiter, alles gut. Ich mache mir weiterhin keinerlei Gedanken, dass wir aufsteigen. Null. Bisschen verwundert bin ich weiterhin über Markus Anfang. Ich muss mir da noch Gedanken machen. Aber, so lange wir gewinnen gibt es keine Argumente.

Weitermachen.

Come on effzeh!


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2 comments to FC Sankt Pauli Hamburg – FC: Flu(ch)t nach vorne

  • Hilm

    In Hamburch sacht man: Gib mir fünf!

    Schön wars.

  • Zwei Gedanken:
    Beim 2:0 stand Buchtmann im Abseits. Jo, Risse hatte einen schwarzen Tag, aber da muss man seine Schuld ein bisschen relativieren.
    Dass nach dem 2:4 das Spiel so gut wie eingestellt wurde, empfand ich auch so. Erklärt habe ich es mir mit einem psychologischem Effekt: Du bist plötzlich unglücklich 2:0 hinten und dann gelingt es Dir innerhalb von ca. 20 Minuten das Ding nicht nur wieder auf Null zu stellen, sondern sogar zu drehen und führst relativ mühelos 2:4. Mir selbst ging es so, dass ich dachte, alles klar, das haben wir hier locker im Griff, da passiert nichts mehr. Und selbst wenn, schießen wir halt noch ein oder zwei. Natürlich: Die Spieler sollen so nicht denken, aber das ist halt auch ein Lernprozess. Und tatsächlich wirkten sie nach dem Anschlusstreffer wieder deutlich konzentrierter.

Haut rein, schreibt mir was!