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Lustlos

Eigentlich wollte ich ja nur eine Nacht über die Niederlage gegen den FC Ingolstadt schlafen um hier nicht im Affekt die falschen Wörter zu wählen. Ich hab mich wirklich schwerst geärgert und das wirklich schlimme ist, dass man das vor dem Spielbeginn schon spüren konnte. Sowohl auf twitter als auch per whatsapp drückte ich mein Unverständnis über die Nominierung von Tony Ujah als einzige Spitze aus. Irgendwie war mir klar, dass das nix geben konnte in unserem jetzigen System. Er ist zu unbeweglich, zu statisch und zu leicht auszurechnen als dass er die FCI-Innenverteidigung in die Verzweiflung rochieren könnte. Damit passt er einfach nicht zu dem schnellen Kurzpass-Umschalt-Rotationsspiel, dass der effzeh versucht zu etablieren. Konsequenz: Halfar und Risse müssen ständig auf zwei Positionen sein um die Abwehr bei Laune zu halten, Peszko kann nur seine Position halten, weil die Mitte ständig mit Ujah besetzt ist und hat dadurch nur einen, dafür aber ständigen, Gegenspieler. Kein Wunder dass die Mannschaft mehr als einmal auf Hector oder Gerhardt gewartet hat um einen Nadelstich Richtung Ingolstädter Tor zu setzen. Durch die Mitte ging da gar nichts. Ujah kann man als zweite Spitze, als Stoßstürmer und als Bindungsbauer (Schach! Alter! Schach!) nutzen aber zu Hause gegen Ingolstadt als einziger Stürmer? Nee, das hat nicht wirklich gepasst. Letztlich hatte der effzeh genau eine Chance, die von Helmes in Cirque-du-Solei-Weise vergeben wurde. Das war mehr Kunst als Sport.

Egal. Dem FCI muss mal das Kompliment machen den effzeh zeckig nicht zum Spiel kommen zu lassen auch wenn manche Schauspieleinlagen arg an meinen Nerven nagten. Damit müssen wir aber als “Spitzenteam” fertig werden. Feierabend.

Doch, genug der Lobhudelei, der effzeh muss jetzt aufpassen. Zwei Niederlagen in Folge bringen dich in der zweiten Liga ganz schnell in Schwierigkeiten am Freitag muss in St. Pauli eine Reaktion folgen. Ich möchte ganz bewusst nicht von einer “Krise” oder einem “Einbruch” sprechen, es sollte jedem klar gewesen sein, dass der effzeh nicht mit 85 Punkten aufsteigt. Noch ist nix passiert, die Mannschaft steht immer noch im Plus und Trainer Stöger wird aus diesem Spielen auch seine Schlüsse ziehen, da bin ich sicher. Dennoch: Vorsicht.

So, damit habe ich die Pflicht hinter mich gebracht und möchte jetzt noch ein Wort in eigenen Sache verlieren. Ich bin im Moment lustlos. Komplett. Das hat ein paar Gründe, die ich kurz ausführen möchte, denn es sieht für mich aktuell nicht so aus, als sei das ein Zustand, der morgen vorbei ist. Also…

Erstmal: Mir ist klar, dass das hier kein kommerzielles Projekt ist. Es geht nicht ums “Geld-verdienen”. Wenn ich mal nen link verkaufe, dann um die Serverkosten reinzukriegen und nicht noch selbst für den Scheiß hier zu bezahlen. Letztlich ist das ein Privatvergnügen. Das war von Anfang an so ausgelegt. Damit komme ich klar. Das nur als Vorabinfo.

Aber was es gibt ein paar Dinge, die mir wirklich auf den Keks gehen und die ich leider nicht beeinflussen kann. Ich bekomme für das Blog eigentlich durchweg Lob. Wenn ich mal mit Menschen aus meinem Umfeld rede, das scheint schon alles zu passen, die Vorberichte / Interviews kommen ganz gut an und die Klickzahlen sind für mich auch deutlich zufriedenstellend. Gar keine Frage. Aber irgendwie komme ich nicht darauf klar, dass bei irgendeiner Drecks-DPA-Meldung, die auf dem “größten, besten und überhaupt” effzeh-Blog in einfache Worte umgedichtet wird 300 “gefällt mir”-Klicks generiert werden und wenn ich hier Ralph Gunesch anschaffe nicht ein einziger Kommentar unter dem Artikel erscheint oder grad mal drei Leute das bei Facebook mögen. Wenn wir die “likes” mal als Währung in Blogs nehmen möchten, dann ist das für mich ein Zeichen, dass das den meistens Leuten, die hier mitlesen meilenweit am Arsch vorbei geht. Und das drückt ganz gewaltig auf die Motivation. Letztlich ist es so: Reichweite matters. Für mich, als Amateur, der das hier alleine macht sicher noch deutlich mehr als für kommerzielle Angebote. Und wo wird Reichweite geschaffen? Bei Facebook. Oder auch bei twitter.

Ich behaupte jetzt einfach mal, dass sich dieser Blog über die Laufe der letzten Jahre im fussball-affinen Internet durchaus etabliert hat, die meisten Fußballblogger kennen sich zumindest virtuell untereinander und auch mein grandioser Faux-Pas mit der Insolv…ach, ihr wisst schon. Also ein paar Leute kennen mich dann schon. Behaupte ich. Hoffe ich. Leider ist das ein recht enger Zirkel. Und auch einer, der nicht mit irgendwelchen Hipster-Blogs a la Nerdcore oder was auch immer vergleichbar ist. Wenn bei mir ein Artikel vierstellige Klickzahlen hat, dann ist das schon richtig gut. Das nur mal als Einschätzung. Ein durchschnittlicher Vorbericht hat ca. 300 Klicks am Tag der Veröffentlichung, und dann vielleicht noch 100-200 an den Tagen darauf. Ein Nachbericht hat ein bisschen weniger. Noch weniger! Nur damit ihr mal seht, wie klein diese Ecke des Internets ist. Irgendwie entwickelt sich da in letzter Zeit auch nichts. Die 11 Freunde haben ihre Blogschau eingestellt, Spox auch, die Foren verlinken nur, wenn der User sich über irgendwas hier aufregt und letztlich kommentieren zwei, drei Leute, wenn es hoch kommt. Mir fehlt Feedback.

Letzte Woche zum Beispiel die Buchverlosung. Ganze 22 Leute möchten was geschenkt bekommen. Die Klickzahlen lagen irgendwo bei 250-300. Also haben etwa 8-9 % der Leute die das gelesen haben auch die Energie aufgebracht zu kommentieren. Kann ich nicht begreifen. Es war ja nicht so, dass ihr bei einer 01805-Nummer anrufen musstet. Das raubt ebenfalls unglaublich Motivation. Ich frage mich halt, warum das so ist.

Und heute kam dann ein Punkt, der das Fass für mich temporär zum überlaufen brachte. Ein BVB-Blogger schreibt (lt. Eigenaussage) im Suff den Vater von Mario Götze an und fragt ihn ob er sich nicht für seinen Sohn schämt. So weit, so doof und dumm. Vater Götze antwortet aber und das halbe Internet lacht sich tot, was für eine tolle, coole Aktion dieser Blogger doch da angestellt hat und wie lustig und überhaupt. Die andere Hälfte guckt betreten zu Boden, aber letztlich klickt jeder drauf. Und verlinkt. Und verfacebookt und vertwittert. Und diskutiert und streitet sich. Über den letzten Scheiss! Und ich sitze da und denke mir: Was machst du dir eigentlich Mühe? Anscheinend will niemand das lesen, was du schreibst und  es würde völlig ausreichen ein bisschen Sprache in einen Blödsinnsblog zu kleiden. Und das hat mich dann schon ein wenig getroffen, wenn ich ehrlich bin.

Ich möchte nicht weinerlich klingen, wie mir das eben schon auf twitter vorgeworfen wurde und ich möchte auch überhaupt nicht beleidigt rüberkommen, sondern nur meine Gründe darlegen, warum ich hier erstmal eine Pause einlegen werde. Ich muss das alles noch ein wenig mehr reflektieren und mir wirklich klar machen um was es geht. Letztlich war der Antrieb für “lostinnippes” bzw. “dervierteoffizielle” Spaß am schreiben, Spaß an Meinung und auch eine Art Selbsttherapie, denn der effzeh ist die leichteste Bürde nicht.

Aus den obigen Gründen fehlt mir aktuell der Spaß. Simple as that.

Come on effzeh!

27 comments to Lustlos

  • Andreas

    Sehr schade. Ich habe hier gerne gelesen, mich aber immer mit den Kommentaren zurückgehalten, weil ich kein Effzeh-Fan bin und nicht rumstänkern wollte. Aber ich bleib dir ja eh treu mit justbaseball. 😉 Halt den Kopp oben und wenn der Effzeh erst mal aufgestiegen ist, kommt die Laune auch wieder, da bin ich mir sehr sicher!

  • Claylob

    Moin,
    als Nicht-Effzeh-Fan lese ich den Blog zugegebenermaßen recht selten.
    Aber wenn, dann bin ich immer fasziniert von der Detailkenntnis, Akribie und Leidenschaft die Du reinsteckst.
    Imho ein Muss für alle Effzeh-Fans, den ich den fehlgeleiteten Fußballfans (tschuldigung 😉 ) aus meinem Freundeskreis schon des öfteren weiterempfohlen habe.
    Weiter so!
    Gruss
    @claylob

  • Ich muss ja jetzt konsequent sein und werde hier nicht kommentieren. Aber du weisst ja, wie das gemeint ist. Obwohl, jetzt habe ich ja doch kommentiert. Mist…

  • Spaß und Freude ist der Antrieb für vieles. Vor allem wenn es um ein Hobby wie Bloggen geht. Würde man davon leben können wäre sicherlich die Leichtigkeit weg, da man ja schreiben “müsste”.

    Meine eigene Blogpause hat eigene Gründe. Ich kann aber durchaus verstehen, dass Deine Beweggründe für Dich relevant sind. Vielleicht hatte ich in diesen fast 10 Jahren einfach nur das Glück, dass bei mir alles organisch und vor allem kontinuierlich gewachsen ist.

    Es ist wie es ist, jeder Blog-Abschied, jede Blogpause ist ein Verlust. Für uns alle. Mach für Dich das Beste draus und komm motiviert und voller Lust zurück. Irgendwann.

  • Affengesicht

    Hallo!
    Nimm dir die Zeit, die du brauchst. Was dir zu schaffen macht, macht dir zu schaffen. Das kann man selbst meist am besten einordnen. Hoffentlich kannst du dir bald beantworten, warum du schreibst – dann wird sich der weitere Weg zeigen. Denn mit der “richtigen” Motivation frustieren schlechte Götze E-Mails nicht so. Zweifel an der Menschheit sind ja durchaus angebracht, aber selbst wenn nur zwei Leute auf diesem Planeten lesen, was du verfasst hast – ja scheiße, dann hast du zwei Menschen etwas gegeben. Ich schreibe auch, leider nicht blogbares, nichts gefragtes. Drei Menschen lesen die Sachen. Etwas in mir schreit nach dreitausend Lesern – doch das meiste in mir freut sich über die Verbindung zu eben diesen drei Menschen.

    Alles Gute, Jung.

  • Liebe Deine Leser. Sie werden sich auf und über Dich freuen.
    Verzweifle nicht an den Doofen und Lauten und denen, die jede Beleidigung feiern, die nicht sie selbst trifft. Du hast den Größeren, wenn du Deine Leser glücklich machst. Ob das nun viele oder wenige sind (und ich finde Deine Zahlen gar nicht mal so gering – in Sachen Eigen-PR können wir ja gerne mal persönlich bei einem #tkss sprechen).
    Manchmal, oft sind es die kleinen Gesten und Aufmunterungen, die erfreuen. Ich würde mich freuen, wenn sie Dir wieder und mehr Lust bereiten :).

  • Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass man die Lust verliert, wenn man sieht, was Aufmerksamkeit im Internet erzeugt und was nicht… Und wenn man nicht mal mehr Spaß und Motivation am Schreiben hat, ist es wohl am besten, wenn man pausiert. Vielleicht kommt die Lust wieder! Ich würde es mir für dich wünschen.

  • inkognitro

    Ich lese überhaupt nur einen Blog. Damit meine ich nicht Fußball Blog, sondern generell. Und das ist deiner. Wäre schön, bald wieder was von dir zu lesen. Sonst ist mein FC Spieltag irgendwie nicht komplett. Beste grüße

  • Ich kann deine Gedanken gut verstehen. Am Ende bloggt man aber eben doch für sich, nicht für die anderen. Wenn du dazu keine Lust mehr hast, dann mach eine Pause. Wenn es dir noch Spaß macht, deine Gedanken zu Fußball oder wasauchimmer aufzuschreiben, dann mach weiter – egal, wie viele Leute sich an einer Verlosung beteiligen.

    Und als Ermutigung: Die Leute interessieren sich nicht nur für Schrott. Der große Querschnitt natürlich schon, aber wen interessiert das? (Das Feedback unter dem Vater-Götze-Blogpost ist übrigens auch ganz schön und voll in deinem Sinne.) Die Top-Posts in meinem Blog waren ein Artikel darüber, wie die FAS gegen die Piraten schießt, und ein Artikel darüber, wie viele Menschen sich vermutlich in unserer Neue-Medien-Blog-Twitter-Dings-Blase befinden.

    Du könntest ja zur Ablenkung auch mal über die Fortuna schreiben. Zusammen bekommen wir vielleicht eine fast vollständige Abdeckung aller Spiele hin 😉

  • Schade, was soll ich sonst noch sagen? Vielleicht, dass ich Deine Beweggründe weitgehend nachvollziehen kann, die herausgehobene Bedeutung der Götze-Mail jedoch nicht. Vermutlich deshalb, weil ich in manchen Kontexten wenig von dem Grundsatz halte, wonach schlechte PR besser sei als gar keine. Ich möchte sowas nicht bei mir im Blog, weder den Text, noch das Shitstörmchen, und Du, der Du schon einmal aus sicherlich unangenehmem Grund reichlich Bekanntheit erlangt hast, schätzungsweise auch nicht mehr. Der Ärger über Klicks auf umgeschriebene dpa-Artikel ist indes mehr als verständlich. Aber es liegt nicht in Deiner Hand, diese Diskrepanz aufzulösen. Bzw. indirekt dann, wenn Du selbst dazu übergehen solltest, solche Texte zu schreiben. Was irgendjemand verhindern möge.

    Kurz dachte ich darüber nach, Quervergleiche zu ziehen, Dir aufzuzeigen, dass auch bei mir (exemplarisch, weil ich meine Blog halt zu fällig ein bisschen kenne) keine “besseren” Zahlen herauskommen, eher im Gegenteil, und dass mich das nicht im geringsten anficht. Aber das ist Unsinn. Jeder hat seine eigenen Beweggründe, seine eigenen Ziele, seine eigenen Kriterien, da hilft so ein mehr oder weniger hinkender Quervergleich nicht weiter.

    Wenn Du keine Lust mehr hast, mach die Pause. Aber wenn ich eine Bitte äußern dürfte: gestatte Dir auch den Luxus, Dich von vermeintlichen Verpflichtungen (Vorbericht, Nachbericht, …) frei zu machen und schreib dennoch, Deine eigene Pause boykottierend, was hier rein, wenn es Dir auf den Nägeln brennt. Oder wenn Du so richtig Lust dazu hast. Einfach, weil es Dir gut tut. Ob Du dann mehr Feedback bekommst, ist zweifelhaft. Aber es könnte, und natürlich schließe ich schon wieder von mir selbst auf andere, Dir ein gutes Gefühl geben. Nicht der schlechteste Ansatz, nach wie vor.

    Gesülze, ne? Sorry. Your call.

    PS: Ach so, wenn ich schon mal nen längeren Kommentar hier abgebe: mir fällt das Lesen nicht ganz leicht. Die Schrift klein, der Zeilenabstand auch, die Spalte breit.

  • […] sich Eigentümliches auf den Spielberichtsbögen, berichtet Endreas Müller + + + Unerfüllend: Der vierte Offizielle hinterfragt seine Bloggertätigkeit + + + Unbejubelt: Durch Mario Götze hat es ein zwei Jahre […]

  • rbfreund

    Bin über unseren Rotebrausblogger auf Deinen Blog geraten. Ab sofort kommentiere ich jeden Blogbeitrag. Danke für den Hinweis. Ich lese Blogs, wenn diese von meinem Heimatblogger empfohlen werden, wie eben.

  • Dass ein Blogger gelesen werden möchte, liegt in der Natur der Sache. Dass Du von möglichst vielen Leuten gelesen werden möchtest, verstehe ich ebenso wie die Tatsache, dass Du Dich darüber ärgerst, mit welchem Unsinn andere Klicks generieren und “in aller Munde” sind.

    Eine Pause halte ich dennoch für keine gute Idee. Beziehungsweise: eine Pause deswegen. Mach Dich frei von Zwängen (wie der Kamke schreibt) und schreibe nur, wann und was Du willst. Versuche nicht, anderen zu gefallen. Schreibe nicht um des Schreibens Willen, sondern nur, wenn Du wirklich etwas loswerden möchtest.

    Sorry, wenn ich hier Ratschläge gebe – ich tu geradewegs so, als hätte ich die Weisheit mit Löffeln gefressen und hätte wer weiß wie große Erfahrung im bloggen. Allerdings fahre ich ganz gut damit: mir keine Zwänge aufzuerlegen.

    In der Hauptsache wünsche ich Dir und Deiner Fangemeinde aber, dass Du den Spaß am Bloggen wiederfindest. Ich würde mich freuen, wenn die Blogwelt schön bunt bleibt. Und Du bist mit Deinem Projekt ein wichtiger Teil von ihr.

  • “Mach Dich frei von Zwängen (wie der Kamke schreibt)”

    Oder mach dich einfach nur so frei und starte ein Foto-Tumblr…

  • “Schreibe nicht um des Schreibens Willen”, sagt The_R, und das ist die einzige Stelle, an der ich ihm laut widersprechen möchte. Schreib um des Schreibens willen! Einfach, weil es Spaß macht.

    Allerdings ist der Vorschlag mittlerweile überholt, weil Mykx ein As im Ärmel hatte

  • Mann, Kamke. Musst Du meinen Fehler so gnadenlos aufdecken? “Schreibe nicht um der Leser, sondern um des Schreibens Willen” muss es heißen. So.

  • Ich kann deine Beweggründe ebenfalls gut nachvollziehen. Es würde mich im übrigen nicht wundern, wenn dieser Artikel einer der am meisten geklickte und kommentierte in deinem Blog wird, was eben wiederum das bestätigt, worüber du dich unter anderem beklagst. Bei mir war/ist es ganz ähnlich: Als ich vor gut 1 1/2 Jahren vorübergehend mit dem Bloggen aufgehört habe, war der Blogpost dazu einer der “erfolgreichsten” seit Bestehen des Blogs. Das liegt vor allem bei Vereinsblogs natürlich auch daran, dass Aufmerksamtkeit außerhalb des eigenen Dunstkreises erzeugt wird, was eine noch so gute Analyse nur selten schafft. Für mich persönlich habe ich schon vor längerer Zeit entschieden, dass mir die Klicks, Likes und Shares nicht so wichtig sind. Ich habe lieber 100 Leser, die mein Blog wirklich gerne und regelmäßig lesen, als 1000 oder 10000 Leser, die nur wegen einer reißerischen Überschrift oder irgendwelchen Skandalen da sind. Deinem letzten Satz entnehme ich, dass es dir eigentlich ähnlich geht. Ich hoffe, dass du den Spaß und die Lust am Schreiben irgendwann wiederfindest.

    Ansonsten: Hör auf heinzkamke, da kann man nicht viel falsch machen.

  • Decksteiner

    Das hier ist der qualifizierteste Effzeh Blog den ich kenne! Ich mache mir fast immer Deine Meinung zu eigen, einfach weil niemand sonst so präsize über das schreibt was man auf dem Platz sieht – bzw. nicht sieht! Es wäre ein großer Verlust nicht mehr Deine Worte lesen zu dürfen, von daher: Weiterschreibbefehl!

  • sternburg

    Ich lese Dein Blog nicht. weil es mich als Gladbach-Fan thematisch nicht interessiert. Aber kenne Dich u.a. aus dem S360 und vermute, würde ich mich für den effzäh interessieren, dann würde ich hier lesen. Zumindest ab und an.

    Aber was ich ganz sicher nicht machen würde: Ich würde das nicht liken. Denn ich habe gar keinen Facebook-Account. Da bin ich mit Sicherheit auch nicht der einzige.

    Und letztlich sind es nicht immer die interessantesten oder zutreffendsten Einträge, welche die meiste Reaktion hervorrufen. Das ist in einem Forum oder innerhalb einer Kommentarspalte nicht anders als sonstwo. Natürlich sollte man sich gegenüber Amateuren immer aufraffen ein “sehe ich auch so” oder “plausible Darstellung” oder einfach ein “dankeschön” in die Kommentare zu setzen. Allein, das sind dann natürlich maximal uninteressante Kommentare. Ich komme mir immer ziemlich blöd vor, wenn ich sowas schreibe. Oder lese. Da schwingt man (also, ich jetzt) sich doch eher zu Widerspruch oder Albernheiten an die Tastatur. Welcher Kommentar ist denn hier als einziger weiter inhaltlich aufgenommen worden? Ein Nackich-Machen-Scherz. Das heißt doch nicht, dass die anderen nicht wahrgenommen wurden.

    Übrigens vermute ich, wer einen Eintrag liest, der klar als Buchrezension erkennbar ist, dann am Gewinnspiel aber nicht teilnimmt, der will wohl das Buch nicht.Ist jedenfalls bei mir nicht so selten, dass ich bei solchen Sachen denke: Jeder andere freut sich bestimmt mehr als ich, lass denen mal den Vortritt.

    BTW: Ich bin noch über 11Freunde oder Spox auf irgendeinem Blog gelandet. Sondern per Hinweis der User von AAS oder dem Seitenwahl-Forum oder neuerdings über den ganz formidablen Fokus Fussball. So wie jetzt gerade. Da sehe ich eher mehr Möglichkeiten für Blogger als früher. Also jedenfalls die richtigen zu erreichen.

  • pedi

    ab sonntag warte ich auf deinen kommentar.ab mittwochwarte ich auf die vorstellung eines gegnerischen fans.das sind pflichttermine!
    ich hoffe deine pause dauert nicht solange.gute besserung,und lass die sonne wieder scheinen!

    mfg pedi

  • Hej, ich habe den Weg über die #Link11 hierher gefunden. Und wenn es so etwas wie eine »ewige Wahrheit« für Blogs und ihre Schreiber gibt, dann wohl die, dass Blogartikel übers Bloggen immer am besten gehen. Selbstreferentielles geschnitten Brot, quasi (und wen man hier schon in der Kommentarspalte trifft!) Das liegt nicht zuletzt daran, dass wohl jede/r Schreiber/in sehr genau verstehen kann, wovon Du sprichst. Wir selber waren mehr als einmal an dem Punkt, an dem wir unseren Blogbetrieb einstellen wollten. Aber wir haben weitergemacht. Nicht für Klickzahlen – auf das Erfassen von Besucherstatistiken verzichten wir komplett, als Selbstschutz schon. Ansonsten beruhigen wir uns mit der Tatsache, dass die Mehrheit generell und immer im Unrecht ist. Wenn ich mir anschaue, wie hoch der ideelle Preis für maximale Klicks ist (Schmierkampagnen, Verunglimpfungen etc.), bin ich ganz zufrieden, den nicht zu zahlen… anyhow! Unsere Lieblingsfilme sind auch keine Blockbuster und auf die eine oder andere seltene Platte ist der Musiknerd auch stolz; warum sollte es bei feinen, etwas abseitigen Blogs anders sein? Vielleicht stellt man aus genau denen mal ‘ne eigene Blogschau zusammen, einen Lesezirkel oder sowas. Vielleicht aber auch nicht. So oder so: Kopf hoch, durchschnaufen, weitermachen!

  • Herrjeh, von dreistelligen Klicks pro Beitrag kann unsereins als Graue-Maus-in-dritter-Liga-Nischenblogger nur träumen… 😉
    Ich erhalte normalerweise überhaupt kein Feedback (noch nicht mal “Likes”, weil ich mit FB nix zu tun habe) und habe kürzlich mal explizit darum gebeten – siehe da, es haben sich tatsächlich ein paar gemeldet und behauptet, dass sie mein Geschreibsel gerne lesen. Reicht mir persönlich schon als “Wertschätzung”, aber es ist selbstredend, dass da jeder seine eigenen Maßstäbe hat.
    Hoffen wir mal, dass der Effzeh noch ein wenig in der 2. Liga verharrt und der SVWW irgendwann mal wieder aufsteigt, dann schaue ich hier auch regelmäßiger rein. Und ich gelobe feierlich, jeden Kommentar mit einem “Ronny König, Fußballgott” zu beenden. 😉

  • Anonymus

    Durch Zufall bin ich mal auf deinen Blog gestoßen und seitdem gehört die Lektüre deines Spielberichts zum Pflichttermin an jedem Spieltag. Du schaffst es trotz Effzeh-Brille die Spiele angemessen zu beurteilen und triffst meistens mit deinen, oft auch witzig geschrieben, Artikeln meinen Nerv zum Effzeh. Zumal ich kaum andere Effzeh-Fans kenne, dient mir dein Blog quasi als Ersatz zum Fachgespräch unter Fans zum vorangegangen Spiel. Deine Beweggründe kann ich verstehen, Feedback ist eine wichte Sache. Mein Verständnis vom Internet sagt aber, dass ein Kommentar wie “guter Artikel” oder “klasse Bericht, lese deine Seite regelmäßig. Weiter so!” eher die Ausnahme ist. Obwohl das Internet ein aktives und vorallem interaktives Medium ist, Nutzen viele Leute gerade solche Blogs mit Nachberichten, eher passiv als eine Art Zeitung. Sie lesen das Blog, freuen sich auf den nächsten Bericht und gut ist. Der Gedanke ist dann, zumindest bei mir: “Warum sollte ich einen “nichtssagenden” Kommentar wie klasse Artikel etc. drunter schreiben, daraus hat niemand einen Erkenntnisgewinn. Denn 1. bin ich irgend ein wildfremder Random Guy, kenne die Autoren nicht und hab vielleicht auch null Ahnung von der Materie und 2. will ich irgendwie auch passiv bleiben, weil ich das Blog auch als eine Art Privatangelgenheit des Autors sehe, dem Feedback eventuell nicht wichtig ist. Für den die (Teil)-öffentlichkeit im Internet vielleicht nur ein Nebeneffekt ist.
    Dass es dich nervt, dass meistens negative Sachen am meisten Aufmerksamkeit erhalten, liegt halt irgendwie in der Natur der Sache. Man sagt ja nicht umsonst “only bad news, are good news”. Vorallem in der Anonymität des Internets geht einem ein unsachlich, gepöbelter Kommentar schneller von der Hand, als ein, scheinbar nichtssagendes, Lob für einen völlig Fremden.
    Ich hoffe deine Pause wird nicht all zu lang. Ich habe mich nach dem grandiosen Spiel gestern am Millerntor auf jeden Fall auf deinen Bericht gefreut. Wenn du wieder da bist werde ich mich, passiv wie zuvor, als regelmäßiger Leser zurück melden.

  • Max

    Hi Axel,
    hätte ich gewusst, dass ich Dich mit einem Like-Click hätte glücklich machen können…
    Es geht mir so wie einige Kommentare es hier beschreiben. Deine Beiträge sind der Ersatz für das Fachgespräch unter Fans – emotional zwar, aber im großen und ganzen immer sachlich. Auch wenn wir das ein oder andere Mal anderer Meinung waren 😉 hast Du mir sogar die Möglichkeit gegeben meine Meinung in Deinem Blog zu veröffentlichen.
    Auch ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man für die Mühe, die man hineinsteckt im Internet viel weniger Rückmeldung bekommt als man erwarten würde.
    Aber lass Dich nicht unterkriegen. Es lief einfach zu gut für den Effzeh in dieser Saison, um viel zu meckern 😉

  • ChipImBall

    Naja, wenn du Clicks oder Likes brauchst, dann musst du das auch mal kommunizieren, dann kann man auch was machen.
    Ansonsten denke ich , du hast dir selbst was zu viel zugemutet mit den Wortwechseln.
    Dein bester Beitrag in meinen Augen ist : Smells like Championsleague.

  • […] dass es gar nicht so einfach ist, regelmäßig viele Leute auf einen Fußballblog zu bekommen. Eine Erkenntnis, die auch erfahreneren und etablierteren Kollegen zu schaffen macht. Nicht, dass es uns um Klicks ginge – aber wenn man schreibt, möchte man auch gelesen […]

  • Lieber Axel, ich schreibe viel zu spät, muss dir aber ein paar Worte hinterlassen. Ich finde es extrem schade, dass deine Texte nicht mehr in meinem Feedreader auftauchen. Deine Beiträge waren das Zucker und für mich die wohl besten Blogposts über den EffZeh überhaupt Denn du begleitest den Klub kritisch und mit deiner eigenen Note. Du bringst auf den Punkt und hast mich zum Nachdenken gebracht, weil die rosarote Brille immer wieder zu stark auf meiner Nase ruht.

    Ich bin leider auch einer jener, die lesen, dann noch verlinken bei tumblr, g+, Facebook und Twitter, aber kaum oder nie kommentieren. Warum? Weil ich das Teilen noch fix mobil erledigen, kommentieren im Feedreader aber nicht sofort geht. Ein Graus, weil deine Beiträge eigentlich zu Diskussionen anregen, ich Internettexte aber vorrangig mobil in der Bahn lesen.

    Würdest Du flattr einsetzen, hätte ich dort allzu oft den Knopf gedrückt und dir damit ein weiteres Lob rübergeschickt und deine Arbeit auch finanziell etwas honoriert. Das sollte aber nicht im Vordergrund stehen, auch wenn es schön ist, wenn ein paar Euro reinkommen (ich gebe dir hier gern ein paar Tipps, wie du dein Blog mit dezenten Textlinks etwas monetarisieren könntest!).

    Die Freude sollte aber überwiegen. Ich hoffe, dass sie irgendwann wieder zurück kommt. Dann würde ich auch versuchen hier in Form von Kommentaren mitzudiskutieren…

    Aber lass dich nicht stressen, das Blog soll Freude machen (so sehe ich es auch, auch wenn es manchmal schwer fällt).

    Halt dich wacker, mein Lieber!
    Und hoffentlich sehen wir uns bald mal wieder.

    Liebe Grüße,
    Andre

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