Social Media:





effzeh – FCK: Thank you for smoking

Ich weiß ja nicht wie es Euch geht aber wenn ich nervös bin, nimmt mein Tabakkonsum rapide zu. Nicht, dass ich im Ruhezustand nicht schon genug rauche aber wenn es kribbelig wird kann ich mit jedem Raffinerie-Schlot aus dem Wesselinger Rheinboulevard mithalten. Da freut sich der Finanz- und der Gesundheitskaspar. Gegen Kaiserslautern ist es von Beginn an schlimm. Immer. Mit jeder Ballberührung der Pfälzer rechne ich mit einem Gegentor. Immer. Das war auch heute nicht anders. Dass keine frische Packung Gauloises zur Hand habe, ärgert mich mittlerweile tierisch aber ich geh eh gleich pennen, da rauche ich weniger.

Mann, Mann, Mann, es ist wirklich komisch mit den Spielen gegen den FCK. Irgendwie bekommen wir nie wirklich was auf die Reihe. Irgendeine talentierte Pfalzhexe muss eine heftige Wut gegen uns haben, anders ist das ja gar nicht zu erklären.

Der effzeh startet mit der nahezu gleichen Formation und Ausrichtung wie in Cottbus, findet aber zu Beginn kaum Zugriff zum Spiel. Kaiserslautern hat Übergewicht im Mittelfeld, doppelt und forciert so schnelle Ballverluste. Die Abwehr reagiert in Teilen (Brecko!) fahrig, es fehlen zudem Ideen das Spiel nach vorne schnell und flexibel zu gestalten. Der FCK bekommt zwar Chancen, es ist aber nicht so, dass wir gegen Übermächte kämpfen müssen. Man sieht deutliche Limitationen beim Gegner, nutzt diese aber nicht aus. Ganz komisch.

Gerhardt ist zu Beginn sehr defensiv, steht fast auf einer Linie mit Lehmann (gut, wird jetzt mancher Schlaumeier sagen, dafür ist die Doppelsechs ja auch da), hat keinen Platz zu gehen und seine Spieleröffnung war gegen Lautern leider recht unpräzise. Dadurch finden die Außen auch keinen Zugriff, ergo bleiben der Sturm ungefüttert.

Das ändert sich mit der Hereinnahme von Peszko in der 65. Minute. Der Pole ist deutlich offensiver ausgerichtet und flexibler. Ich verstehe, dass Stöger nicht mit Komplettalarm starten wollte, vielleicht wäre das aber in diesem Fall richtig gewesen, weil es natürlich auch ein Zeichen an den Gegner sendet und ob der dann so offensiv gestartet wäre?

Alles müssig, war nicht so, können wir lange drüber diskutieren.

Das 0:0 ist letztlich nicht unverdient, denn der effzeh zeigte sich in der zweiten Halbzeit deutlich verbessert, nahm die Zweikämpfe an und spätestens mit Peszko kam auch der Zug zum Tor wieder. Die letzten 20 Minuten waren ein schönes Oldschool-Flutlicht-Geifer-Kieferbruch-Spiel. Und, liebe Leute: Niemals vergessen, das war Kaiserslautern!

Wir verlieren immer gegen Kaiserslautern! Immer!

Diesmal nicht. Wenn mir vor Wochenfrist eine hinterlistige Elfe 4 Punkte aus den Spielen gegen Cottbus und Kaiserslautern angeboten hätte, ich hätte ihre linkischen Flügel geküsst und wäre zufrieden von dannen gezogen. Wir sind immer noch ungeschlagen, wir haben nichts auf Lautern verloren, wir haben schon Fürth, Düsseldorf und Lautern in der Hinrunde hinter uns gebracht, haben das beste Torverhältnis, haben die wenigsten Gegentore, stehen nach acht Spielen auf dem zweiten Tabellenplatz und damit auf einem direkten Aufstiegsplatz! Es gibt schlicht nix zu meckern.

Feierabend.

Am Dienstag gegen Mainz im Pokal sehen wir dann wo wie wir uns als Underdog präsentieren. Bin ich gespannt. Es gibt nichts zu verlieren. Nächsten Freitag dann in Aalen. Aalen. Aalen. Aalen. (Fade…)

Es gibt für beide Spiele keinen Wortwechsel und keine Nachbetrachtung, weil ich jetzt gleich in Urlaub fahre. Gehabt Euch wohl, bis im Herbst…

Ach, übrigens: Ihr könnt bei Facebook ruhig mal auf “gefällt mir” klicken. Echt, ehy!

🙂

2 comments to effzeh – FCK: Thank you for smoking

  • ChipImBall

    100% Zustimmung zur Analyse (und Niktionverbrauch)
    Seeeehr viele Fehlpässe, Abwehr total unsortiert, selbst Brecko stand fast immer falsch.
    Heute gegen Mainz ganz anders Auftreten, Abwehr stand gut, vorne hat etwas Glück gefehlt, sonst stünde es 2:0.

  • Jetzt muss ich mal die Spaßbremse machen, auch wenn es mir nach dem Weiterkommen im Pokal ziemlich schwer vorstellen.
    Beim Transfer von Helmes war ich sehr, sehr skeptisch. Ein finanziell klammer Club holt einen sehr teuren und leider auch sehr verletzungsanfälligen Spieler. Das kann gut gehen und mit dem Aufstieg enden, das kann aber auch tierisch in die Hose gehen.

    Aber jetzt hoffen wir erst einmal das Beste. Das Weiterkommen im Pokal war schon einmal sehr wichtig und hat großen Spaß gemacht.

Haut rein, schreibt mir was!