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refreshing new design

ruut un wieß…wie lieb ich dich

(Wird nach Karneval wieder geändert. Versprochen!)

Affektive Ambivalenz

Ich verabschiede mich (T-14 Stunden) schon mal in das Karnevalswochenende.

Auf der einen Seite graust es mir jetzt schon vor den Menschenmassen, besoffenen Dreizehnjährigen, überquellenden Kneipen (die das 0,2 l. Kölsch für günstige 1,90 Euro anbieten), den obligatorischen Karnevalskrawallen, den Touristen, den Kölschen, ganz besonders vor der KVB (die an Hand des Karnevalsfahrplans erneut beweist, daß sie Ignoranz nur als Stilmittel betrachtet), vor den Kotz- und Pißlachen, der Polizei und vor meinem Schädel am nächsten Morgen.

Auf der anderen Seite freue ich mich tatsächlich mal wieder (nach sehr langer Zeit) auf einen gepflegten Absturz in Colonia Agrippina. Wer weiß, vielleicht macht mir dann die Hälfte der Dinge, die ich oben aufgezählt habe, gar nichts mehr aus.

Ich bin gespannt ob RTL diesmal wenigstens Antonia Rados schickt. Krise genug ist ja da.

Nun gut. Ich wünsche Euch allen ein zutiefst hervorragendes Karnevalserlebnis. Möget Ihr es unbeschadet überstehen. Zudem wünschen sich wohl alle (außer Surfguard eventuell) drei Punkte vom FC und zwei versemmelte Elfer vom Poldi (nein, nein, nur Spaß)…

Bis die Tage!

Neues vom PixelPrinz

Na also. Langsam wird es doch was mit der Pixel-Aktion des FC.
Auch wenn ich insgeheim doch noch mit etwas mehr “Einzel-Pixel” à la “Fred und Annemie dunn sich op disch freue!” gerechnet habe. Was solls, ein paar Perlen sind ja dabei:

Meine Favoriten bisher sind:

  • Das Currywursthaus aus Koblenz (KänguruhCurrywurst, wtf?)
  • Die Europazentrale in Brüssel
  • Bäckerei Rosenbaum aus Morsbach (“Auf das du immer große Brötchen backst“!)
  • Appolonia Umzüge (“[…]ob von München nach Köln oder von Poll nach Ehrenfeld“)
  • Das E-Center Gronemann in Castrop-Rauxel (“Wir lieben Lebensmittel – Wir lieben Lukas Podolski“)

und natürlich, ganz klar und voller Stolz:

  • www.tierversicherung.biz (Oberste Zeile, Mitte)

Ich hoffe an http://messi.pixel.fc-koeln.de wird schon gearbeitet…

Kinotag: Slumdog Millionaire

Slumdog Millionaire, UK 2008, Celador Films/Fox Searchlight/Prokino

Danny Boyle, bekannt geworden mit “Trainspotting”, besinnt sich nach dem mittelmäßigen “Sunshine” auf seine Wurzeln und kehrt zum Underdog-Kino zurück. Eine richtig gute Entscheidung!

Die Geschichte ist abwegig, kompliziert, gewaltätig, unglamourös, rührend, liebevoll und glänzend erzählt. Die Vorlage lieferte Vikas Swarup mit seinem Buch “Q & A” (dt.: “Rupien, Rupien”).

Der “Slumdog” Jamal Malik steht vor dem größten Tag seines Lebens. In der indischen Variante von “Wer wird Millionär” hat er es bis zur letzten, der 20 Mio. Rupien-, Frage gebracht.
Der Showmaster, eine arrogante und selbstverliebte Karrikatur glaubt nicht daß die letzten 14 Fragen nur durch Wissen und Glück beantwortet wurden sondern hält Jamal für einen Betrüger. Er läßt ihn verhaften.

Gefoltert, geschlagen, gedemütigt erzählt Mailk den Polizisten wie er es fertig brachte die bisherigen Fragen zu beantworten.

Die einzelnen Episoden werden in Rückblenden erzählt. Von der Kindheit auf den Müllbergen Bombays Mumbais bis ins Heute hinein, erlebt der Zuschauer eine Epoche eines sich wandelnden Landes.

Die Umsetzung ist gradezu virtuos geworden. Boyle gelingt es die Veränderungen in der (indischen) Gesellschaft einem (westlichen) Publikum sehr plastisch darzustellen. Von der dritten Welt über eine Schwelle zur Informationsgesellschaft. Das ist ganz großes Kino.

Daß wir uns nicht falsch verstehen. Natürlich ist es in erster Linie ein klassisches, fast Shakespear-haftes Drama. Bruderliebe und -Zwist, verlorene Liebe, Mord und Totschlag, Neid, Mißgunst, Sühne und Vergebung. Dies wird alles sehr roh und unverfälscht dargestellt, was das Erlebnis noch intensiver werden läßt. Ich will gar nicht groß auf die einzelnen Stories eingehen, das wäre viel zu kompliziert und spannungsarm.

Der Cast besteht ausschließlich aus (mir) unbekannten Indern, die jedoch ein Feuerwerk abfackeln. Das meine ich nicht im “Bollywood”-Sinn, sondern auf sehr westlicher Ebene. Bis auf den Abspann erinnert nichts an indisches Kino….ähm außer den Indern und Mumbai und…naja, Ihr wißt schon. Was ich sagen will ist, daß der Film so auch in Kapstadt, Kingston, L.A. oder Karl-Marx-Stadt funktionieren würde.

Die Gewaltdarstellung ist explizit und authentisch. Sie ist sogar nötig um zu verstehen was Indien oder zumindest den dargestellten -molochige Teil- Indiens ausmacht. Ich hoffe ich trete keinem Inder auf die Füße. Ich war noch nie dort und kann mir kein Bild machen aber es sieht schon sehr, sehr echt aus.

Spannung im Thriller-Sinn existiert nur am Rande. Natürlich will man wissen wie sich alles auflöst, doch eigentlich habe ich bedauert daß WWM nur aus 15 Fragen besteht. Für mich hätte der Film nochmal ´ne Stunde weitergehen können, so faszinierend sind die Bilder und Eindrücke.

Meisterwerk!

90 von 100

Frischauf, Frischauf

Kurzer Nachtrag zum gestrigen Spiel:
Sebastian Freis wechselt im Sommer von Alb und Pfinz an den Rhein (jaja, ich weiß, KA auch am Rhein…iss klar).

Freis wird einen Vertrag über drei Jahre erhalten. Über die Modalitäten werden wir im Laufe der Woche mehr erfahren.

Eigentlich keine wirklich große Überraschung, dennoch freut mich die Meldung ungemein.
Ein junger, offensiver deutscher Spieler, der beim FC ein gute Perspektive sieht. Nice!

Freis ist 23 Jahre alt, ist ein Karlsruher Eigengewächs und gehörte zum Kader der U21-Nationalmannschaft. In der laufenden Saison traf Freis siebenmal für Karlsruhe, in bislang 51 Bundesligaspielen waren es 15 Treffer.

Willkommen!

FC – Karlsruher SC: Grausam

Ich hab das Spiel nicht sehen können.

Muß ich dafür erneut dankbar sein? Nach Aussage von Freunden war die erste Halbzeit wieder mal schrecklich, die Zweite nur geringfügig besser.
Der Stadt-Anzeiger führt Geromel als besten Mann, der Express Mondragon. Ja herrlich! Unsere Offensive muß wieder mal harmlos gewesen sein, Chihi und Mana sollen gnadenlos schlechte Joker gewesen sein. Und am Ende Glück gehabt weil sich der KSC auch in Müngersdorf weigerte klarste Chancen zu nutzen? Ach…

Ist es nur meine Natur oder muß man tatsächlich Angst um den FC haben? Falls dieses Jahr in den Sand gesetzt wird, dann können wir uns tatsächlich nen neuen Verein suchen, denn dann geht alles den Bach runter.

Klar, passiert ist noch nix, die Konkurrenz im Abstiegskampf punktet auch nicht übermäßig, der Abstand ist immer noch acht sieben (Cottbus mit Punkt beim BVB, mein Gott) Punkte, die Ausgangslage ist immer noch gut und wir haben in der Rückrunde auch noch nicht verloren. Diese Statistik wird sich aber vermutlich nächste Woche in Fröttmaning in Luft auflösen. Geschenkt.

Wirklich wichtig sind die nächsten beiden Heimspiele: Bielefeld und Gladbach. Holen wir sechs Punkte sollte die Saison gesichert sein. Werden es weniger, heißt es weiter Nägelkauen. Bitte erspart uns das! Ich will mich doch nur auf eine bessere Zukunft freuen können. Ist das denn zuviel verlangt?

A propos Zukunft: Da kommen wir natürlich auf Poldi zu sprechen und wie er i.M. behandelt wird. Klinsmann wird mir immer unsympathischer. Er scheint ein richtiges Schwein zu sein. Es ist seit Wochen klar, daß L.P. unter seiner Herrschaft nicht mehr zum Einsatz kommen wird. Da wird lieber Landon Donovan, ein mittelmäßig talentierter MLS-Spieler eingesetzt als einem (immer noch jungem) deutschen Spieler die Chance zu geben sich anständig von den Bayern zu verabschieden, sich mit den Fans zu versöhnen, Wettkampfpraxis zu erhalten (auch im Hinblick auf die Nationalmannschaft) und einfach gegen den Ball zu treten.
Aber Hauptsache er durfte im Winter nicht wechseln! Das scheint mir ausschließlich die Entscheidung von Klinsmann gewesen zu sein, damit er sich noch ein bißchen rächen kann. Mistkerl!

Man kann über Lothar Matthäus denken was man will aber im Rückblick scheint mir sein Einschätzung von 1997 ziemlich richtig zu sein: “Er war und ist clever, feige, egoistisch und vor allem auf Geld aus.”

Die letzten Wochen

Ich muß gestehen daß ich mich etwas schwertue. Ich habe lange drüber nachgedacht ob ich darüber schreiben soll und will. Letztlich ist es ein sehr privates Thema, das eigentlich so gar nicht in diesen Blog gehört, denn ich bin weder auf ein Seelenstriptease aus, noch geht es hier um “25 random things about me”. Da jedoch die ganz schlimme Zeit vorbei scheint, möchte ich kurz anreißen warum die Posts merklich weniger geworden sind:

Bei meinem Vater ist vor einiger Zeit Lungenkrebs diagnostiziert worden.
Das war natürlich erstmal ein Schock für die Familie, ganz klar. Sein “Glück” war, daß der Tumor durch reinen Zufall entdeckt wurde. Der Krebs hat sich noch nicht ausgebreitet und die Lymphen (+Knoten) sind noch funktionstüchtig. Trotzdem wurde natürlich (zweimal) operiert.

Jetzt ist er auf dem Weg der Besserung, laut Aussage der Ärzte ist der (sichtbare) Krebs komplett aus dem Körper rausgeschnitten worden und jeder macht ihm Mut.

Es ist für mich sehr schwierig “Erleichterung” zu simulieren, denn ich empfinde sie nicht. Ich hab einfach Angst um meinen Vater, simple as that.

Es ist also (hoffentlich) ganz klar daß meine Energie in den letzten Wochen nicht in diesen Blog floß.

Wirtschaftskrise? My ass!

So denken zumidest die Engländer oder spezieller: Teile der englischen Premier League.
Letztes Jahr im Winter wurden PS 142 Mio. (~ 157 Mio. Euro) , dieses Jahr satte PS 144 Mio. (~ 160. Mio Euro ) ausgegeben. Ganz vorne dabei natürlich die Sheiks aus ManCity, denen das ja eh alles ziemlich am Arsch vorbei geht und, Überraschung, Überraschung die Tottenham Hotspurs. In letzter Minute wechselt dann auch noch Andrej Arschawin von Zenit nach Arsenal (geschätzte 18,3 Mio. Euro). Das kommt dann noch drauf. Wenn Kaka ernst gemacht hätte und wir noch einen 125 Mio Euro Transfer bekommen hätten, dann sind das fast Baseball-Verhältnisse.

Zum Vergleich: Die Bundesliga-Clubs gaben diesen Winter grade mal 18. Mio Euro für Neuzugänge aus (für 40! VIER-ZIG! neue Spieler!).

Wohin geht die Reise? Fakt ist daß die EPL mehr Geld generiert als die Bundesliga. Die Eintrittspreise sind exorbitant hoch, die Vermarktung hat keine Lücken mehr und die Fernseherlöse sind um das 5-10 fache höher als das der Bundesliga (allein in UK 4,12 Mrd. für die nächsten drei Jahre). Nur leider gibt es da natürlich auch die Kehrseite. Seit Jahren wird sich über die schlechte Stimmung in den Stadien ausgelassen. Die normale Klientel kann sich den Stadionbesuch einfach nicht mehr leisten, dafür natürlich die Event-Fuzzis und die Japaner die die Karten schon aus Tokio wegfaxen (Polt).

Leben wir, mit der Bundesliga, also noch auf einer Insel der Glückseligen? Machen wir alles richtig? Ich fürchte fast ja. Es ist mMn richtig von der DFL an der 50+1 Regel festzuhalten (auch wenn man sie ziemlich leicht umgehen kann -> 1899). Es ist richtig daß man wirtschaftlich sauber arbeitet und daß die Lizenzauflagen relativ hart sind (ähm…mit Ausnahmen -> BVB).

In der Bundesliga ist es doch tatsächlich so daß 6-8 Mannschaften Meister werden können und die “kleinen” Vereine schon mit dem Einzug in den UEFA-Cup (der ja ab nächstem Jahr “UEFA Europa League” heißen wird) den Abstand zu den “großen” Vereinen deutlich verringern können. Das ist in England vorbei. (In ITA & ESP auch -> anderes Thema).

Ich tippe ganz stark daß die EPL in zehn Jahren nur noch ein Trümmerhaufen sein wird. Dann wird die Bundesliga wieder ganz gut dastehen. Bis dahin gilt natürlich das Überstehen der Gruppenphase in der CL oder UEL als Erfolg. Warten wir es ab…

Die Radkappenliga

Der DFB, die DFL und die Vereinigung untalentierter Kupferschmiede und Designer Bottrop präsentieren die neue Meisterschale der zweiten Bundesliga…Tada…:

Foto: DFB-Homepage

FC – VfL Wolfsburg: Gottes grüner Acker

Wenn mir vor dem Spiel jemand nen Punkt angeboten hätte, ich hätt mit Kußhand zugeschlagen! Nach dem Spiel eigentlich auch. Aber zwischendrin konnte man schon die Hoffnung auf einen Dreier haben…wenn Mana nicht im Sand versunken wäre (C.D.).

Ich kann der Sportstätten GmbH noch nicht mal einen großen Vorwurf machen. Vielleicht hat man berechtigterweise gedacht daß der VfL die Mannschaft sei, der der miese Rasen mehr schaden würde, denn rein auf dem Papier schien die technische Veranlagung der Truppe um Magath dem FC überlegen zu sein. Wie immer kam es anders. Natürlich.

Der FC mußte stark geschwächt in die Rückrunde starten. Wenn man bedenkt daß mit Geromel, Novakovic, Özat und bedingt Wome und Antar die halbe Mannschaft gefehlt hat, dann muß man mit der gezeigten Leistung sehr, sehr zufrieden sein. Petit zeigt wieder sein großes Talent in schwierigen Situationen den Leader zu geben, der junge Tander Yalcin zeigt prima Ansätze und ein großes Kämpferherz, Manasseh Ishiaku sorgt für viel Wirbel, war stets agil und kann tatsächlich ein Alternative sein. Radu schoß ein wunderschönes Tor, wirkte insgesamt sehr motiviert (hoffentlich hat das nicht nur was mit Wolfsburg zu tun) und die Abwehr stand die ersten 70. Minuten sehr ordentlich. Das war schon alles sehr okay. Die Auswechselungen können wir mal links liegen lassen. Broich hat in der Bundesliga nichts, aber auch gar nichts zu suchen. Soweit weg vom Mann kann ich auch stehen. Boateng (noch) ohne Bindung zum Spiel.

Daß es dann nochmal eng mit dem Punkt wurde lag an den Wölfen. Nachdem Grafite den Ausgleich schoß, besann man sich auf seine offensiven Stärken, machte früh Druck und am Ende muß man sagen daß wir uns über ein zweites Tor gar nicht hätten beschweren dürfen. Dennoch ist das Unentschieden gerecht. Eben durch eine starke erste Halbzeit, den Stolperer in den Dünen und die insgesamt doch sehr arrangierte engagierte Leistung.

Nach abgesessener Rotstrafe kommen nun am Wochenende Nova und Geromel zurück. Es geht auswärts gegen Frankfurt. Eigentlich haben wir gegen die Eintracht immer ganz gut ausgesehen. Noch vier Siege bis Alamo…