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Boatengelängeläng

Anscheinend wird es nun also doch einen Neuzugang beim FC in diesem Winter geben, wenn auch nicht auf der Position auf der ich es mir gewünscht hätte. Nun gut.


Der Mann heißt Derek Owusu Boateng, ein 25jähriger ghanaischer Nationalspieler. Er kommt für geschätzte 400.00 Euronen von Beitar Jerusalem. Er ist wohl ein eher defensiv-lastiger Mittelfeldspieler, sagt aber von sich selbst daß er “im Mittelfeld überall einsetzbar sei“.

hier

Christoph Daum sieht Boateng als Investition in die Zukunft:

„Der Transfer ist ein Vorgriff auf die nächste Saison. Er war eigentlich nicht für den Winter geplant, kann sich aber jetzt schon integrieren. Derek ist ein pass- und laufstarker Spieler, der seine Rolle ähnlich wie Petit interpretiert. Wir werden sicher Freude an ihm haben.“

Nicht ganz so gut sieht es weiterhin mit einem kreativen Mittelfeld aus. Bisher kann man nicht erkennen daß der FC daran arbeitet die wirklich vakante Position des Spielmachers neu zu besetzten. Im Hinblick auf die Rückrunde wird da wohl auch nichts mehr passieren.
Für die bisher -für dieser Position- verantwortlichen Spieler Fabrice Ehret (29 Jahre), Thomas Broich (27) und Nemanja Vucicevic (29) wird es wohl nächstes Jahr in Köln nicht mehr weitergehen. Die Verräge laufen allesamt aus und nach Manager Meier sieht es wohl nicht so aus als daß man um jeden Preis verlängern möchte. Keine Ahnung was mit Roda Antar ist, es liegt wohl ein Angebot aus Japan vor (Volker Finke, sein Trainer aus Freiburg ist dort in der J-League aktiv und soll wohl Interesse angemeldet haben).

Bleibt noch das Prinzenkind: Poldi soll laut U.H. mindestens 10 Mio. kosten, man verhandele nur mit dem FC…yadda, yadda, yadda… Langsam gehts mir auch auf die Nerven. Spätestens Mitte des Monats, wenn die Vereine wieder in Deutschland sind, sollte Klarheit herrschen.

Der Winterfahrplan des FC ist einigermaßen übersichtlich:

Hoffen wir mal auf eine entspannte Rückrunde. Ich bin zwar wirklich überzeugt daß in dieser Saison 30 Punkte zum Klassenerhalt reichen werden, doch je eher die theoretische Möglichkeit des Abstiegs ausgeschlossen ist, umso besser.

Seltene Perlen

Nachdem ich mich ja mal ganz gerne über das deutsche TV, die Welt als solche und überhaupt…also ganz gerne mal beschwere (der verfluchte Text über die KVB will und will nicht fertig werden, weil ich mich noch durch zwei pdf´s wühlen müßte und diese sind halt KVB-typisch eher unbrauchbar und unübersichtlich und…aber ich schweife ab) ist es nun mal an der Zeit zu jubeln, zu loben und einfach mal ein sehr gutes Stück deutsches Fernsehen hochleben zu lassen:

SWITCH reloaded

Der Humor pendelt von harmlos veralbernd bis ganz, ganz böse (“RTL-Shop Pimmelalarm”). Die Schauspieler sind tatsächlich relativ talentiert (vor allen Dingen die äußert charmante Susanne Pätzold) und treffen mit ihrer Verarsche meistens zielsicher ins Schwarze.

Wer es noch nicht kennt oder überzeugt werden muß: Ich mußte über beide Clips sehr sehr lachen. Das kann man durchaus als Lob verstehen:

1: “Obersalzberg” (von “Stromberg”):

2.: “RTL Punkt 12” entdeckt Osama Bin Laden auf youtube:

Achtung NEU: Geld schießt doch keine Tore!

Wie geil ist denn die Blamage von ManCity gegen Nottingham Forest?

Da verliert also das “150 Mrd. Team” gegen einen abstiegsbedrohten Zweitligisten zuhause (!) sang- und klanglos mit 0:3.

Ebenfalls ein Tritt in die Cochones der EPL-HighRoller: Chelsea kassiert in letzter Minute den Ausgleich gegen Southend United aus der League One (etwa 3. Bundesliga)!

Da kann man für das Rückspiel nur “Gute Fahrt nach Prittlewell/Essex” wünschen.
(Übrigens hat M. Ballack durch den Abschwung des Pfunds mittlerweile einen Verlust von ca. 45.000 € pro Woche, im Vergleich zum Vorjahr. Da kann man schon mal die Lust verlieren, nicht wahr?) Um es mit Hans-Hubert “Berti” Vogts zu sagen: Er wird sich schon noch drei Mal am Tag was Warmes zu Essen kaufen können.

Mich freuen solche Ergebnisse auch wenn es kein Trend ist.
Es macht Hoffnung auf ein Leben des Fußballs nach dem Platzen der Blase.

Und sie wird platzen!

NFL PostSeason

Die Playoffs der NFL sind dieses Jahr pures Quotengift.

Die Pats sind trotz 11-5 und 4 Siegen in Folge zu Gunsten der Fins in der AFC East ausgeschieden.
Ebenfalls raus: Chicago, GreenBay, Dallas, SanFran.

Qualifiziert haben sich in der

NFC:

  • NY Giants (12-4)
  • Minnesota (10-6)
  • Carolina (12-4)
  • Atlanta (11-5)
  • Arizona (9-7)

AFC:

  • Miami (11-5)
  • Pittsburgh (12-4)
  • Baltimore (11-5)
  • Indianapolis (12-4)
  • San Diego (8-8)

Dieses Wochenende finden die WildCard-Spiele statt:

  • Samstag, 22:30 Uhr: Arizona Cardinals (9-7) – Atlanta Falcons (11-5)
  • Sonntag, 02:00 Uhr: San Diego Chargers (8-8) – Indianapolis Colts (12-4)
  • Sonntag, 19.00 Uhr: Miami Dolphins (11-5) – Baltimore Ravens (11-5)
  • Sonntag, 22:30 Uhr: Minnesota Vikings (10-6) – Philadelphia Eagles (9-6-1)

Die Spiele interessieren mich nicht die Bohne und damit dürfte ich nicht alleine sein. Wenn man sich die Boards auf NFL.com mal anschaut kann man verstehen warum NBC immer noch Probleme hat seinen letzten 10 “In-Game-Spots” für läppische 3Mio $ zu verkaufen. Da dürfen sie nach 10 Jahren mal wieder übertragen und am Ende spielt Carolina gegen Baltimore.
Na Herzlichen Glückwunsch!
Da werden die entsprechenden NCAA Bowl Spiele ein größeres Publikum ansprechen.

Wer sich dennoch am 02.02. freinehmen möchte, dem empfehle ich JoeChamps am Hohenzollernring. Dort war ich die letzten zwei Jahre und kann es wirklich uneingeschränkt empfehlen. Auf zig FlatScreens und 3 Leinwänden wird auf zwei Etagen übertragen. Sehr lobenswert ist, daß man den SKY-Sports Stream abgreift und damit nicht auf den unsäglichen WorldFeed oder die ganz, ganz schlimme ARD angewiesen ist. Das macht wirkich Spaß und auch ein wenig neidisch, denn was die Briten da hinzaubern ist allererste Sahne und ninterläßt nur einen traurigen Dackelblick, wenn man sich überlegt mit welcher Übertragungsqualität wir in Deutschland leben müssen.

Ich weiß noch nicht ob ich es mir dieses jahr antun werde.
Dabei sind die Burger dort schon sehr geil…

Alles neu macht der Januar

Ich hoffe Ihr hattet alle einen guten Jahreswechsel!

Die ruhige Zeit ist nun vorbei. 2009 kann kommen!

Permalink

Frohe Weihnachten!

Wünsche ich Euch allen da draussen! Vielleicht komme ich ja über die Tage mal dazu meinen lieblichen Text über die neueste Kundenumfrage der KVB zu Ende zu führen, der würd nämlich so richtig in die weihnachtliche Stimmung passen. Ma gucken.

Erfreut Euch Eurer Jugend, laßt Euch reich beschenken, grüßt Eure Eltern und denkt daran daß 2008 nicht für alle so wunderschön war wie für Euch:

And there won´t be city bonuses, this christmastime.
The only thing they´ll get this year is fired.
No strippers or cocaine,
Just anger, hate and blame.
Do they know its Christmastime at all?

Eat my pants, DFB

Irgendjemand scheint noch Eier in der Hose zu haben!

Jens Weinreich ist zum “Sportjournalist des Jahres 2008” gekürt worden.  Da sind in Frankfurt/Main sicher ein paar debile, alte Säcke vor Wut an die Decke gegangen, wenn sie es denn überhaupt mitbekommen haben in Ihrem kommunikationsherrschafftlichen Elfenbeinturm!

Es ist das richtige Zeichen zur richtigen Zeit! Herzlichen Glückwunsch!

Kinotag: Der Tag an dem die Erde stillstand

Der Tag an dem die Erde stillstand. USA 2008, 20th Century Fox

Eine einzige Lachnummer. Herr Reeves hat wieder sein Gesicht aus Matrix Revolutions aufgesetzt, der Rest ist Mumpitz. Nicht daß Herr Reeves keinen Mumpitz spielt aber mir fiel grade wirklich nichts ein, was mir an dem Film mehr aufgefallen wär als dieses bescheuerte, unglaublich politisch korrekte, jedes Leid der Welt auf den Schultern tragende Gesicht.

Die Geschichte entwickelt sich nicht nur unlogisch und dämlich, sondern gipfelt im wohl bescheuertsten Climax der Kinogeschichte. Keine Ahnung was die Menschheit getan hat um Klaatu zu überzeugen daß sie eine zweite Chance verdient hat, ich bin mir nur reichlich sicher daß er diesen Film nicht gesehen hat, sonst gäbs uns nämlich nicht mehr.

Was für ein Desaster. John Cleese scheint dringend Geld zu brauchen, denn auch wenn er nur eine Minute im Bild ist, er tut sich damit keinen Gefallen.

Es bleibt nicht viel zu schreiben, denn jedes Wort ist überflüssig! Finger weg!

5 von 100 (weil Robert “T-Bag” Knepper einen schön durchgeknallten Militär spielt)

VfL Bochum – FC: Kollateralschaden

Eieiejei. Ein teurer Sieg! Aber ein Sieg! Wichtig wars, zu diesem Zeitpunkt, denn eine fünfte Niederlage in Folge hätte den Druck zum Start der Rückrunde schon stark an die Grenze der Ertragbarkeit gepusht. Daß dann auch noch unser “Sorgenkind” Manasseh Ishiaku zum Siegtor trifft, rundet die Sache ab und läßt uns alle voller Zuversicht in den Februar schauen.

Leider wird das erste Rückrundenspiel ein Blutbad werden, denn erstens können wir gegen Wolfsburg nicht gewinnen (DFB-Pokal 1995 anyone?) und zweitens fehlen aufgrund obszön ungerechtfertigter roter Karten unsere beiden stärksten Spieler.

Daß Geromel für ein absolut sauberes Tackling (er trifft ja nun wirklich nur den Ball) eine gelbe Karte bekommt ist schon schlimm genug. Daß er der debile Linienrichter es nicht gebacken kriegt bei einer Entscheidung auf seiner Seite, von der Eckfahne ausgehend, drei Schritte näher am Ball zu stehen und somit nur noch hektisch mit seinem Fähnchen wedeln kann, macht mich nur wütend!

Die rote Karte für Nova ist ein genauso großer Scherz. Er ist in seiner “Comfortzone”, läuft praktisch alleine schräg auf das Tor zu, wird an der Schulter gehalten und an den Beinen auch getroffen, fällt obwohl er -ohne auf der Nase liegen zu müssen- eine riesengroße Chance zur Entscheidung hat und der Schiri pfeift auf Schwalbe und schickt den Mann vom Platz? Das hätte mal einem Klose passieren müssen, da hätte sich U.H. aber ne neue Osram einsetzten lassen müssen am Samstag Abend. Also wirklich. Was soll diese Entscheidung?

Natürlich muß man fairerweise sagen daß die Schiedsrichter in Deutschland in ein derart enges Korsett geschnürt werden, daß man ihnen meistens gar keinen Vorwurf machen kann. In allen europäischen Topligen geht es viel härter zur Sache als in Deutschland. Das merken unsere Mannschaften dann spätestens im Europapokal, wo man oft genug in ungläubige Stürmergesichter aus Bremen oder München schauen kann, wenn es mal wieder weitergeht wo in der Bundesliga schon längst die “dunkelgelbe” Karte aus dem Hemdchen gezogen wird. Da müßte dringend eine Anpassung her.

Doch für diese beiden roten Karte kann man nur Dr. Drees verantwortlich machen.

Nun stehen wir also mit 22 Punkten ganz gut über dem Strich. Da die Mannschaften in der unteren Tabellenhälfte zum Teil wirklich schwach sind könnten diesmal schon 30 Punkte zum Nichtabstieg reichen. Das sollte doch zu machen sein…

Kinotag: Redacted

Redacted. USA 2007, Magnolia Pictures
Eine Legende erzählt von einem Kaufmann in Bagdad, der seinen Diener zum Markt schickte. Schon nach kurzer Zeit kam dieser blass und aufgeregt zurück. „Ich wurde auf dem Markplatz von einem Menschen angestoßen und als ich mich umdrehte, erkannte ich den Tod“, berichtete er atemlos. „Er schaute mich an und machte eine drohende Handbewegung.
Herr, ich bitte dich, gib mir ein Pferd. Ich will nach Samarra reiten, dort wird mich der Tod nicht finden.“ Der Knecht erhielt das beste Pferd im Stall und galoppierte los. Später ging der Kaufmann selbst zum Markt und sah den Tod mitten in der Menge stehen. Er fragte ihn: „Warum hast du heute morgen meinen Knecht mit solch drohender Handbewegung erschreckt?“ „Das war keine drohende Bewegung“, sagte der Tod, „ich war nur überrascht, ihn hier in Bagdad zu sehen, denn ich habe heute Abend eine Verabredung mit ihm in Samarra!“

Puh. Was ein Film. Brian de Palma erzählt die Geschichte einer Einheit US-Soldaten im Krieg gegen den Terror, die einen Kontrollpunkt im irakischen Samarra bewachen müssen. Völlig desilusioniert und abgestumpft verrichten sie ihren Dienst, ständig umgeben vom inneren und tatsächlichen Tod. Soldaten sterben, Irakis sterben, eine Razzia wird durchgeführt, es kommt zu Kriegsverbrechen. Der Film leht an das reale Massaker von Mahmudiyya an.

Brian De Palma variiert “Die Verdammten des Krieges” in den “modernen” Krieg. Die Protagonisten sind ohne wirkliche Tiefe und Seele. Ich bin mir noch nicht sicher ob das so gewollt ist oder ob es da einen kleinen Fehler im Drehbuch gibt. Letztlich spielen die Soldaten aber gar nicht die Hauptrolle in dem Film sondern es geht in erster Linie um den Krieg selbst, der sich einholt, überholt und so grotesk unwirklich wird daß er nur in einer Katastrophe für alle Beteiligten enden kann.

Der Film ist eine Montage, mehr Handwerk als Umsetzung. Erzählt wird die Geschichte mit Hilfe eines Video-Tagebuchs eines US-Soldaten, einer französischen Dokumentation, Ausschnitten von mehreren (fiktiven) Fernsehstationen, Videos von diversen Webseiten und Überwachungskameras. Das ist perfekt gemacht, erzeugt einen hohen Spannungsbogen und eine Art emotionale Bindung an die Protagonisten. Leider fällt diese Beklemmung in den letzten zwanzig Minuten immer mehr ab, denn man erkennt keinen Grund mehr das Handeln der Personen nachzuvollziehen.

Natürlich ist es in erster Linie eine Klage gegen den Krieg, gegen die Bush-Administration, gegen das oberflächliche, dumme, kriegsheldenverehrende White-Trash-Amerika. Die Botschaft ist so eindeutig daß man zu schnell vergißt daß in dem Film auch die etwas leiseren Töne und die (tatsächlich dargestellte) Verzweiflung der stationierten Soldaten vorkommen. Das ist für mich in der zweiten Häfte etwas untergegangen. Schade drum, denn diese Momente haben mir sehr stark das Gefühl vermittelt dem Ursprung der ganzen Geschichte nahe zu kommen.

Es ist keine verschwendete Zeit sich den Film anzuschauen aber es ist leider nicht das erwartete Meisterwerk. Dafür ist es zu brachial.

65 von 100