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Die Schönheit der Südstadt

Werdet zur Legende!
Kämpfen bis zum Ende!
Für die dritte Liga,
Fortuna!

Mittwoch, 28.05.2014. In Köln herrscht Ausnahmezustand. Auf dem Heumarkt ist Weinmarkt und auf dem Alter Markt denkt sich die Stadt Köln, wenn schon mal ein Typ aus Köln ins All geschossen wird, dann machen wir da halt ein Event draus und übertragen per Public Viewing. Mit Major Tom und allem drum und dran. Die Viktoria spielt Mittelrheinpokalfinale in Bonn und gewinnt auch noch und die U19 des effzeh demütigt Bayer Leverkusen im eigenen Stadion. Kann es besser kommen?

Oh ja!

Begehrt! Zum ersten Mal seit 31 Jahren ist das Südstadion ausverkauft.

Im Süden der Stadt ist Herzstillstandalarm. Die Fortuna, die kleine, hübsche, zahnbespangte Schwester des 1.FC Köln spielt um die Rückkehr auf die mittelgroße Fußballbühne. Es ist eine Schande, dass es dazu kommen muss, dass die Fortuna -als Meister der Regionalliga West- an dieser unwürdigen Veranstaltung teilnehmen muss, dass sie möglicherweise um den Aufstieg gebracht wird. Wie drei andere Teilnehmer an den Aufstiegsspielen ebenso. Jetzt würde es mir für keine Zweitvertretung eines Bundesligisten leid tun, wenn sie nicht aufsteigen aber die Aussage muss immer gleich bleiben:

Meister müssen aufsteigen!

Punkt. Aus. Ende. Dann steigen halt fünf Mannschaften aus der 3. Liga ab. Na und? Oder der DFB macht endlich wieder drei Regionalligen. Interessiert mich nicht.

Meister müssen aufsteigen!

Sorry. Ich schweife ab. Wo war ich? Achja, Mittwoch. Köln. Südstadt. Fortuna.

Angespannt und nicht wirklich optimistisch ist wohl die richtige Annäherung an die Gefühlslage der Fortunafans. Man muss es dieses Jahr einfach schaffen. Zuviel steht auf dem Spiel. Es geht vielleicht sogar um den Gesamtverein. Ob das ein Grund für die recht biestige Preisgestaltung der Fortuna war? Der Tribünenpreis wurde kurz mal auf 30,- € verdoppelt, eine Karte auf der Gegengerade kostete 15,- €. Das ist sportlich. Aber letztlich egal, denn alle Karten wurden verkauft, das Stadion war voll und dementsprechend nervig waren die Rahmenbedingungen aber dazu später mehr.

Eat this Düsseldorf!

Eat this Düsseldorf!

Für mich ist der Besuch im Südstadion ja immer so ein Ausflug in eine bizarre Parallelwelt. Hier hat die große, weite Fußballwelt ein kleines gallisches Dorf vergessen. Und das hat seinen ganz eigenen Charme. Und wo ich bei Charme und Parallelwelt bin: Vor dem Spiel traf ich mich mit dem Wochenendrebellen und dessen Vater.

Es ist also doch kein Autobot. Nee, den gibt es wirklich.

JJ war ein bisschen schüchtern aber brav und nach kurzer Fahrt im schönsten und besten und zuverlässigsten ÖPNV der Welt durfte ich den Beiden die kleine Welt der Fortuna näher bringen. Einmal ums Stadion gelaufen, ab Richtung Vereinsheim, das schon sehr gut besucht war. Dort wartete auch schon Jan, der Karten besorgt hatte. Jan, der alte Punkrocker, im blauen Besa-Plast-Trikot. Old school bis zum Stilverbrechen aber was soll’s.

Schnell zwei Fanta für die beiden Fußballreisenden und zwei Kölsch für die Kölner besorgt und schwupps, war die Stunde vor dem Spiel schon fast vorbei. Papsi kaufte dann dem Sohnemann noch sein erstes Trikot. Eine Spende für die Jugendabteilung der Fortuna. Ich höre die #hoolinetten jetzt schon bis Brühl wehklagen. Das erste Trikot von Jay-Jay kommt aus Köln! Fan-tas-tisch! (Den Gunesch zähle ich nicht mit, der will nur schön Wetter machen…)

Aber dann ging’s los. Im Minutentakt wurde es immer voller.

Hey! Na? Alles klar? Heute Sieg! Alter! Wie geht’s Dir?
Ihr kennt das ja. Alles und jeden, den man jemals bei Fortuna gesehen hat war vor Ort und nach und nach trafen dann auch meine Freunde ein. Leider war die Catering-Leistung eher semi aber dazu auch später noch ein paar Worte.

Kurz bevor wir ins Stadion marschierten kam auch noch ein bekannter Kölner Bayernfan mit Frau vorbei aber aus Scham und Verzweiflung sage ich jetzt den Namen nicht. Sorry, Alex, musste verstehen, ich habe auch ein richtiges Leben und wenn die Leute nachher mitbekommen, dass ich mich zivil mit Bayernfans unterhalten kann, was sollen die denken? Mein Ruf! Anscheinend waren auch noch andere bekannte Bayern-Twitteristas im Stadion aber persönlich vorstellig wurde bei mir niemand mehr. Was ich nur zu gut verstehe.

Panorama (von Jan)

Panorama (von Jan)

So, dann gehen wir mal die paar Schritte Richtung Stadion. Auf dem Weg dorthin die erste Hiobsbotschaft: Im Stadion gibt es nur halben Alkohol. Wer denkt sich denn sowas aus? So kann ich nicht arbeiten. Fürchterlich. Naja. Wir haben immerhin gut zehn Meter diskutiert und dann hatte der Erste schon einen Sechserhalter Kölsch gekauft. Wäre das Thema auch erledigt. Kaum standen wir an der ersten Bierbude gab’s Ärger am Eingang. Angeführt von dem Drecksidioten, der überall wo es Ärger gibt in der ersten Reihe steht und dessen Fresse wohl in ganz Köln bekannt ist, stürmten etwa 10-15 Mann den Eingang, weil ein paar Sittarder (mit denen die Eagles bzw. Red Eagles befreundet sind) ohne Karte waren. Und was macht man da? Genau. Rein. Alle Mann. Drupp. Laufen. Stürmen. Völlig egal, wer da wo steht. Naja, das ganze hat 30 Sekunden gedauert und so richtig drum gekümmert hat sich auch niemand. Polizei habe ich bis auf zwei gelangweilte Beamte, die in der Halbzeit über die Ränge flanierten, nicht gesehen. Keinen. Nichts. Holländer also drin. Und das waren Gestalten, du meine Güte.
[Update]: In den Kommentaren weist Chris von den Eagles darauf hin, dass die Sittarder alle mit Karten ausgestattet waren. Nun gut, in den Kurven hört man ja immer eine Menge, ich hielt das aber für durchaus glaubwürdig. Keine Ahnung warum der Sturm stattfand, kann natürlich auch sein, dass “heimische Fans” ohne Karten unterwegs waren.

Mitte. (ebenfalls von Jan)

Mitte. (ebenfalls von Jan)

Das Spiel selbst ist für mich nur schwer nachzuerzählen, weil ich nicht wirklich viel gesehen habe. Mir war der Weg die Stufen runter zu mühsam also stand ich auf der letzten Ebene und erhaschte immer nur Ausschnitte vom Spielgeschehen. Aber das was ich sah lässt mich voller Überzeugung sagen, dass Fortuna den Sieg verdient hat. Kurz nach Beginn schon die erste Riesenchance als frei vor dem Tor ein Fieldgoal erzielt wurde. Aydogmus trifft den Pfosten und ein 2-auf-1-Konter wird ganz schlampig gespielt. Eigentlich müssen das schon drei Tore sein.

In der zweiten Halbzeit kommt die Fortuna nur noch selten in Tornähe, zu gut stehen die Bayern im Mittelfeld. Die U23 macht die Räume eng, verteidigt hoch und lässt wenig Platz zum spielen. Die Fortuna versucht es über Außen, aber die meisten Anspiele sind eher unbrauchbar. So werden Torchancen zur Mangelware. Mitte der Halbzeit hat die Fortuna auch noch großes Glück als ein Abwehrspieler im eigenen Strafraum über den Ball tritt und somit dem Bayernangreifer eine Riesenchance ermöglicht. Das war fies knapp.

Der beste Platz!

Der beste Platz!

In der 87. Minute brechen dann aber bei uns im Block alle Dämme. Unübersichtliche Situation nach Ecke(?), Kopfbälle, Gestochere, Tor. 1:0 Fortuna! Was ein Jubel! Werdet zur Legende!

22 Minuten Nachspielzeit später pfeift das Mann in Gelb ab und die Fortuna hat eine wunderbare Ausgangssituation für Sonntag. Kein Gegentor kassiert und auch noch gewonnen. Das kann es sein. Das kann klappen! Das muss klappen! Ach Mensch, wär’ das schön.

Zu den Bayern nur soviel: Hoch unsympathischer Auftritt der Mannschaft. Die fallen wie die Fliegen, winden sich, schreien das Feld zusammen, wollen Karten provozieren, treten aber gleichzeitig alles um. Besonders hervorgetan hat sich der Fünfer, der in alles reingrätschte aber beim Laufduell mit angelegtem Arm abhob als wäre er gerade mit Anlauf in den Arsch getreten worden.

Es gab eine Szene in der zweiten Halbzeit als Aydogmus gegen den letzten Mann zum Kopfball hoch stieg, es offensichtlich keine Berührung gab, der Ball über beide hinwegsegelte, Aydogmus aber gedankenschneller war und frei durch gewesen wäre, aber der Bayernspieler sich etwa 2 Sekunden später schreiend hinfallen lässt und der Schiedsrichter wegen Foul abpfeift. Katastrophe.

Ebenfalls ganz, ganz schlimm war der Bayern-Trainer, der massiv Einfluss auf die Schiedrichter nahm. Jede Entscheidung gegen die Bayern wurde ausufernd mit dem vierten Offiziellen besprochen, wild gestikulierend rannte er kreuz und quer neben seiner Coaching-Zone rum, einmal schrie er sogar den Schiedsrichter an dass dieser (nach einer Grätsche von hinten) nu ja die Karte stecken lassen sollte. Ganz, ganz schlimm. Wir waren ja ca. 10 Meter direkt hinter ihm und konnten das alles mit anhören.

Am Abend wurde dann noch erzählt dass Sammer, die Kackbratze, in der PK gelacht haben soll und den kryptischen Hinweis auf evtl. Urlaubsrückholaktionen diverser Profis angedeutet haben soll. Falls die Bayern am Sonntag mit Profis antreten, wäre das in meinen Augen der letzte, endgültige Grund diesen Verein nicht mal mehr mit Verachtung zu strafen. Hass ist ja ein hartes Wort und ich hasse ungern aber mir fällt zu Bayern nichts anderes ein.

Und doch gibt es auch etwas positives zu den Bayern zu sagen: Der Support der Gästekurve war gut. Dort wurde 90 Minuten Rambazamba gemacht auch wenn es in der zweiten Halbzeit in den üblichen Ultras-Singsang überging aber da ist man von Bayern schlimmeres gewohnt. Nee, das ging schon voll und ganz in Ordnung. Es wird wohl daran liegen, dass 80% aktive Fanszene im Block war, nehme ich an. Einzig die Aktion einen Bengalo auf die Tartanbahn zu schmeißen, während ca. 5 Meter rechts und links daneben Balljungen standen, war übler Dreck. Das macht man nicht, ganz egal wie man zu Pyrotechnik steht. Die Bayernfans reagieren aber wohl recht schnell, wie der Club Nr. 12 twittert:

[rausgeschmissen]. Joa. Okay so.

Nach dem Spiel fallen die Steine zentnerweise von den Herzen der Fortunafans. Der Vater meines Patenkindes ist kaum mehr einzufangen, andere liegen sich in den Armen und jubeln und jubeln und jubeln. Das kann klappen! Das muss klappen!

Ich hätte da noch ein paar...

Ich hätte da noch ein paar…

Wären die Begleitumstände nur ein klein wenig professioneller, es wäre so schön. Das Stadion ist alt und marode, die Toiletten sind ein schlechter Witz, die Schankstationen überlastet und wenn ich Mitte der zweiten Halbzeit nicht mal mehr Servietten zur Bockwurst reichen kann, dann läuft irgendwas ganz gewaltig schief.

Bei der Rückkehr ins Vereinsheim (mittlerweile waren auch Saskia und Stefan zu uns gestoßen) dann das nächste Bild des Grauens: Ca. 500 Menschen standen bei einer Zapfstation für Bier an. Wartezeiten wie im Hochsommer im Phantasialand. Konnte ja auch niemand mit rechnen, dass da was los ist, ne? Also so ein Mist. Wir entschieden uns dann recht zügig zum Aufbruch, weil es schlicht keinen Sinn gemacht hätte da doof in der Gegend rum zu stehen. War das ätzend. Wer noch Bons haben möchte, ich hab noch ein paar…

In der Kneipe wurde wir nach einem Bier mit der großartigen Ausrede dass der Kellnerin beim “abstuhlen” ein Tisch auf den Fuß gefallen sei, rausgeschmissen also ging es weiter in die nächste Kaschemme, die uns bis in die frühen Morgenstunden mit Musik, Kölsch, Schnaps und guter Laune versorgte.

Ja, Jakob, wir haben auch ein wenig gewürfelt. Das Spiel heißt “schocken” und die komischen Dinge in der Mitte, sind die Strafringe, die Du für eine verlorene Runde kassierst 🙂

Und nun? Was bleibt?

Ein schöner Nachmittag, ein verdienter Sieg und zittrige Finger, wenn ich an Sonntag denke. Ich kann leider in München nicht dabei sein, hoffe aber immer noch darauf, dass es vielleicht zu irgendeiner Übertragung kommt.

So oder so drücke ich der Fortuna alle Daumen. Sie hat es verdient aufzusteigen.
Das kann klappen! Das muss klappen!

Und von München ist es ja dann auch nur ein Katzensprung nach Mailand…

Wegelagerei?

Guten Tag. Ich gebe zu, mir fällt es einigermaßen schwer diesen Text zu schreiben, weil ich irgendwie noch nicht genau weiß, wie ich alle Kurven kriegen soll. Es ist Mittwochabend, 22:30 Uhr und der Tag war schon nicht so toll, da kann ich es auch gleich hinter mich bringen. Ich probiere es mal.

Seit heute gibt es oben rechts in der Sidebar einen “Spenden”-Button von PayPal. Spenden? Okay, ich gebe zu, ich bin kein hungerndes afrikanisches Kind und auch kein Opfer einer Naturkatastrophe. Spenden klingt immer so Katastrophen-besetzt in meinen Ohren. Nein, ich bin nur ein kleiner Blogger und (mittlerweile) Podcaster, der sich fragt, ob ein Blog, ein Podcast, immer und unter allen Umständen free-to-air sein soll, sein muss.

Ja. Eigentlich schon, denn es ist ein Hobby. Wenn es mir keinen Spaß machen würde, dann würde ich es nicht machen. Klare Sache. Und dass ich mein Hobby teile, hat bestimmt auch mit einem (hoffentlich kleinem) Anteil Narzissmus zu tun. Ich finde es gut, was ich hier mache, darum will ich auch, dass Ihr das hört, lest, dass es gefällt. Darin eingeschlossen sind natürlich auch alle Podcast-Gäste, die genauso ihre Freizeit opfern um dieses “Produkt” anzubieten. Das kann man nicht oft genug loben.

Aber, ich verliere mich. Um mal zurück zum Punkt zu kommen: Überall regiert der Streichstift. Die klassischen Nachrichtenwege, Zeitung und TV liegen im Wachkoma, es findet keine Innovation statt. Kein Geld. Im Netz regieren der Boulevard und irgendwelche Clickbait-Generatoren. Etwas anderes hat kaum noch Platz und wenn, muss es hinter eine Bezahlschranke, weil sonst schlicht kein Wirtschaftsmodell vorhanden ist. Oder man macht es wie die Huffington Post, lässt Leute für sich schreiben, die einfach geil darauf sind ihren Namen in einer halbwegs reichweitenstarken Publikation zu sehen und verzichtet von vornherein auf Gegenleistung. Kann man machen, muss man aber nicht.

Was ich sagen will: In den letzten Wochen habe ich, haben wir, viel Lob für den Podcast bekommen, sei es auf twitter, auf Facebook, per eMail. Das tut gut und macht Spaß. Es ist ein Antrieb weiter zu machen, keine Frage. Die Frage ist: Wie wichtig ist mir so ein Ding, wie wichtig ist mir die Zeit, die ich da reinstecke? Muss es wirklich jede Woche sein? Inklusive Vorbereitung, schneiden, editieren, Soundbearbeitung, hochladen, einstellen, gehen da mal locker vier Stunden drauf. Außerdem ein neues Headset, weil man will ja auch nicht klingen wie Oskar aus der Tonne, Webspace, ja das kostet alles Geld. Ich hatte den irritierend naiven Gedanken, dass ich mit einem flattr-Button vielleicht auf eine rote Null komme. Dass es ein paar Leute gibt, die das auch monetär würdigen. Nunja, ein paar gab es. Seit dem 7. Februar, der Premierenausgabe des Bockcast gibt es den Button und bis heute, 21. Mai sind es 12,17 Euro, die zusammengekommen sind. 71 Cent je Ausgabe. Hmm.

11Ja, ich versteh das schon. Warum soll ich für etwas bezahlen, wenn es auch kostenlos geht? Kann ich absolut nachvollziehen. Muss ja auch niemand. Wäre aber schön. Den Bockcast hören jede Woche 300 – 1.100 Menschen (das ist natürlich nur ein Annäherungswert, weil ich nur die Statistik aus dem Blog und von Feedburner sehe und weder podcast.de noch itunes mir irgendwelche Abrufstatistiken zur Verfügung stellen. Aber irgendwas um den Dreh wird es sein. Kommt immer auf Verlinkung und Reichweite an aber mit den letzten Folgen stiegen die Abrufzahlen wieder beträchtlich (wobei der Relegationscast da leider eine Ausnahme ist, den scheint niemand wirklich wahrgenommen zu haben).

Irgendwas scheint also nicht zu funktionieren. Oder vielleicht doch, ich weiß es nicht.

Den Bockcast wird es (Stand heute) weiter geben, egal ob da jetzt was bei rumkommt, oder nicht, es ist keine Erpressung, sondern nur der Versuch etwas professioneller zu werden. Profi-Software, Podcaster-Headset, das wären Sachen, die ich mir wünschen würde, die ich aber im Moment nicht finanzieren werde. Dafür ist es eben ein Hobby und kein Beruf.

Vielleicht ist es ja wirklich nur naiv aber ich probiere es jetzt einfach mal mit dem Button und dann schauen wir mal, ob das was bringt. Wenn es Euch gefällt, dann sind 50 Cent oder ein Euro doch eigentlich gar nicht so schlimm, oder?

Mich interessiert auch Eure Meinung. Ist das jetzt doof? Warum will der plötzlich was dafür haben, wenn es bis jetzt doch auch gut war? Darum bezahl ich nix und fühle mich auch gut dabei. Interessiert mich alles. Ich werde da keine Bitterkeit zeigen, versprochen.

Aber freuen würde es mich doch, wenn es paar Markfuffzich dabei rumkämen. Einfach so. Weil man sich bestätigt sieht.

Puh, das war schwer, glaubt es mir. (Vielen Dank an Jürgen für den letzten Anstoß!)

Bockcast #015 Die Relegationsausgabe

relegationscastDie Sommerpause kommt, die WM steht vor der Tür, der 1.FC Köln hat mit Mavraj schon den dritten Neuzugang in der Tasche. Eigentlich ist die Saison für uns abgehakt, wir können ganz entspannt in die Sonne schauen. Trotzdem nochmal einen Bockcast raushauen? Ja. Das Drama, das sich gestern rund um die dümmste, schlimmste, unfairste und kaputteste Regel im deutschen Sport, die Relegation, abgespielt hat, verdient doch noch einen Extra-Bockcast, fand’ ich. 

Heute also völlig ohne (soweit das überhaupt möglich ist) effzeh-Content aber mit zwei “betroffenen” Gästen. Zum einen Andreas (Mein Sportradio, Just Baseball), der bis gestern Abend kurz vor der Einweisung stand, weil sein HSV ihm schon körperliches Unbehagen bereitete, zum anderen Jakob (Fürther Flachpass), der mir aufrichtig leid tut, weil seine Mannschaft zwar eine schöne Saison gespielt hat aber eben keinen Lohn dafür erhält.

Wir reden über die beiden Spiele, die Zukunft, HSV+ und die Vorfreude in Fürth auf eine neue Derbyauflage gegen den Glubb, der ja bekanntlich ein Depp ist, versuchen uns an gewagten Analysen und probieren dennoch einigermaßen die Form zu waren.

Und damit geht es in die Sommerpause. Hier wird in den nächsten Wochen nicht viel passieren, wenn alles gut geht, gibt es zur WM ein oder zwei Sonderausgaben vom Podcast und wenn was ganz Spektakuläres passiert, kann es auch sein, dass ich nochmal vor der neuen Saison was blogge, keine Ahnung.

Ein Ding noch in eigener Sache:

Wenn Ihr mal ‘ne Minute Zeit übrig habt, würde ich mich freuen, wenn es mal ein paar (hoffentlich positive) Bewertungen Eurerseits drüben bei itunes gibt, das würde mir viel bedeuten.

Ansonsten bleibt mir nur Vielen Dank für Eure jetzt schon -nach immerhin erst 15 Ausgaben- treue Hörerschafft zu sagen. Die Rückmeldungen zu dem Ding hier machen mich schon so ein wenig stolz auch wenn sich die Kommentare ja (wie immer) in Grenzen halten aber ich habe ja versprochen nicht mehr über das Gottgegebene zu meckern 🙂

Also, ich wünsche Euch einen schönen Sommer und hoffe Ihr habt auch mit diesem effzeh-fernen Content Spaß.

Dennoch und immer: Come on effzeh!


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Bockcast #014

bockcastJunge, Junge, was ein Fest. Diese Woche zu Gast sind Thomas von effzeh.com sowie Christian Löer vom KStA, der in seinem Blog seine ganz persönliche Sichtweise auf das Spiel und den 1.FC Köln wiedergibt.

Und wie der Mann schreibt, so redet er auch. Höchst unterhaltsam und informativ. Kein Wunder, dass wir mehr als einmal nicht die Kurve zum angedachten Ablauf hinbekommen, sondern von einer Geschichte zur nächsten hoppeln.

Aber natürlich verlieren wir nie das Ziel aus den Augen. Schließlich geht es in erster Linie immer noch um den 1.FC Köln. Jedenfalls….teilweise…zumindest. Im Ansatz.

Wir reden über High- und Lowlights im Leben eines Sportjournalisten, freuen uns über Geschichten aus der Steinzeit, reden ein wenig über den aktuellen Kader und die abgelaufene Saison, regen uns fürchterlich (und immer noch völlig zu Recht) über die verdammte Relegation auf und grüßen natürlich auch den Pimkie, den es also wirklich gibt. Wahnsinn.

Kein Wunder also, dass die Überlänge von letzter Woche nochmal knackig geknackt wurde.

Mir hat es richtig viel Spaß gemacht, ich hoffe Ihr könnt das teilen.

Nie mehr 2. Liga. Come on effzeh!


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Bockcast #013

bockcast

Ihr müsst jetzt ganz tapfer sein:

Überlänge! Überlänge!

Heute geht es zweigeteilt zur Sache. Im ersten Teil spreche ich mit Daniel Uebber (u.a. goal.com) über den effzeh, die Saison und die Zukunft. Er erklärt mir warum es sowas wie einen “Pressebonus” nicht gibt und warum uns Paderborn sehr verdient mit ins Oberhaus begleiten wird.1

Im zweiten Teil habe ich Maik vom St. Pauli Magazin “Der Übersteiger” zu Gast und so bekommen wir nach langer Zeit mal wieder einen Einblick von “Außen”. Wie wird der effzeh eigentlich mittlerweile dort wahr genommen? Ist nach 1-2-3 die Freundschaft ist vorbei wirklich nichts mehr übrig und dann schauen wir uns den Hamburger Veedelsverein mal genauer an und sprechen ein wenig über die Zukunft und die Liga, verabschieden McKenna und Fabian Boll, streiten (nicht wirklich) über den HSV und verquatschen uns mehr als einmal.

Wie uns die re:publica (bei einem wunderbaren Podium mit @Sportkultur, @saumselig, @rudelbildung und @_catenaccio zu Fußballblogs und was man richtig und falsch machen kann) heute heute gelehrt hat, ist ja eine Vernetzung unter verschiedenen Bloggern und Podcastern vielleicht nicht das Unsinnigste was man machen kann und so kleiner Blick über den Tellerrand kann doch eigentlich nie schaden, oder?

Kapitelmarken machen irgendwie diese Woche keinen Sinn, weil wir vom Stöckchen auf’s Steinchen kommen um dann ganz schnell wieder zurück zu springen, daher habe ich das nur in Teil 1 und Teil 2 unterteilt, die Hörerfrage vom Christian ist aber auch dabei.

Ich hoffe Ihr habt trotzdem auch diese Woche Spaß. Come on effzeh!


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Bockcast #012

bockcastDiese Wochen habe ich mal wieder zwei Gäste, nämlich zum einen Dominik von effzeh.com und Randall, den American Geißbock.

Wir sprechen kurz über Ingolstadt und die ungünstig platzierten SKY-Mikrophone, klären den Auf- und Abstieg der ersten Liga final und hören dann Randall zu, wie er uns seine Eindrücke vom Aufstieg des effzeh in Seattle näherbringt. Und dann kommt man halt einfach ins quatschen, Ihr kennt das. Ein Fest.

Und, ja, zugegeben, mein Englisch ist mies. Ich weiß das 🙂

Viel Spaß! Come on effzeh!


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Bockcast #011

bockcastDer Aufstieg ist eigetütet und pünktlich zu diesem freudigen Anlass hat der kleine, schnuckelige Bockcast sein erstes kölsches Jubiläum. Ölf Ausgaben alt, isser schon.

Grund genug für einen prominenten Gast. Francois Duchateau (@Duchateau bei twitter) hatte Zeit und Lust mit mir über den neuen effzeh zu sprechen und hat sogar Originaltöne von Jörg Schmadtke mitgebracht. Ein Traum.

Wir besprechen das Aufstiegsspiel, pfeifen auf geschenkte Elfmeter, huldigen den Begleitumständen und der sportlichen Führung, gucken kurz auf die Konkurrenz und haben beide keine Hoffnung mehr für den HSV. Leider.

Dennoch viel Spaß!


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Die Foto Love Story “Aufstieg 2014”

Endlich! Es ist soweit. Nach zwei weiteren grausamen Jahren in der Holzklasse des Profifußballs, ist der effzeh zurück in der ersten Liga. Ich sehe sie schon alle zittern, die Leverkusener und Bremer, die Freiburger und Bayern. Achtung, Achtung, der 1.FC Köln ist wieder da. Winter is coming! Jaja, isjagut, ich höre ja schon auf. 

Zum Spiel erwartet Ihr jetzt keine Analyse, oder? Der effzeh ist in der ersten Halbzeit schwach, Stöger wechselt mit Risse den Sieg ein und der Rest war Feierei. Atemlos durch die Nacht sozusagen. Ich sah das Spiel mit Freund Stefan in der kölschen Sportsbar am Rudolfplatz. SAT1 und CenterTV waren vor Ort, die Schmier stand brav Spalier und innen feierten ca. 300 Leute, die recht eindeutig pro effzeh waren, ausgelassen den Sieg. Ein Traum.

Doch, genug der Worte, denn eigentlich erzählen Bilder die Geschichte viel schöner.

[Update: Jetzt check ich das erst, dass die Füße, die ich bisher nicht zuordnen konnte, über den heiligen Rasen von Müngersdorf wandeln. Herrjeh, das war mir nicht sofort klar. Vielen Dank an princess_cgn für das Foto und den Brainfart am Mittag 🙂 ]

Was ein Abend…

Und, um es abzurunden, die Hymne:

Wir sind wieder da! Come on effzeh!

Bockcast #010

bockcastDer Vorsatz war eigentlich Heute mal ein wenig kompakter aufzunehmen als bisher. Hätte ich mir vielleicht überlegen sollen bevor ich mit Thomas und Stefan zwei Weltklasse-Schwaadlappen einlade. Hat irgendwie nicht ganz hingehauen aber wenigstens hat sich meine Aufnahme-Laune dann zum Ende hin dann doch noch ein wenig gebessert.

Wir sprechen über den Sieg des effzeh bei Union, philosophieren über Elfmeter und Ascheplätze, regen uns über die Relegation(en) auf und treffen uns Montag am Steinauto.

Dabei ist das jetzt natürlich beschönigt, denn zwischendurch driften wir mehr als einmal ab. Quelle surprise.

Come on effzeh!


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Union – effzeh: A Whiter Shade of Pale

We skipped the light fandango
turned cartwheels ‘cross the floor
I was feeling kinda seasick
but the crowd called out for more

Jaja, schon gut, ganz so leichtfüßig wie beschrieben war es dann doch nicht aber nicht das Lied wird ja eh allgemein als das Lied, das niemand verstehen kann angesehen und was würde da besser passen als ein Sieg unseres 1.FC Köln durch zwei ruhende Bälle? Rosa Elefanten?

Freitagbend, kurz vor 21 Uhr und im TV kommentiert ein hörbar gelangweilter (oder vielleicht kranker?) Lindemann das Spiel der Schalker gegen die Eintracht aus Frankfurt. Zwei unserer Gegner nächste Saison, das muss nach heute ein für alle Mal feststehen. Der effzeh gewinnt 2:1 in der alten Försterei, damit ist der Relegationsplatz schon mal sicher aber die 9 Punkte Vorsprung auf Paderborn bei noch vier zu spielenden Spielen müssen reichen. Werden reichen. Am Ostermontag wird es soweit sein. Vielleicht steht es schon vor dem Spiel fest, vielleicht nicht, egal. Wir werden gegen den VfL Bochum gewinnen und uns damit das Ticket zurück in die erste Liga holen. Basta.

Über das Spiel gegen Union müssen wir uns keine wirklichen Gedanken machen. Die Anfangsphase gehörte ganz eindeutig den “Eisernen”, die mit viel Druck versuchten den effzeh zu überraschen, was ihnen auch beim 1:0 ganz formidabel gelang weil Brecko und Maroh keinerlei Abstimmungswillen zeigten und Nagasawa von hinten ein wenig zu spät die Situation geschnallt hatte. Dausch knallt die lange Flanke ins lange Eck und schwupps steht Köpenick kopf. Naja.

In der Folgezeit wird das Spiel wilder, unkoordinierter. Union versucht das Mittelfeld breit zu machen, hat aber kaum spielerische Mittel, der effzeh schaut ein wenig arrogant zu, spielt vieles schlampig und unkonzentriert. Kein gutes Fußballspiel.

Dass wir in diesem Leben nochmal einen verwandelten Elfmeter für den 1.FC Köln sehen würden, damit war ja nun wirklich nicht zu rechnen aber Helmes versenkt das Ding wie weiland Andi “the Brain” Brehme unten links. Vorausgegangen war ein langer Pass auf Peszko, der zum Kopfball hochgeht und im Sprung einen Tritt in die Kronjuwelen erdulden muss. Wolfgang Stark kniff die Ergoldinger Äuglein zwei Mal zusammen und entschied auf den Punkt. Tjo. Wenn ich jetzt hier ein Phrasenschwein stehen hätte, würde ich wohl auf “kann-nicht-muss” plädieren. Wie auch immer.

Zur Halbzeit habe ich eigentlich mit einem Wechsel gerechnet aber Peter Stöger zog das Ding erstmal durch, beließ es bei der Startaufstellung und sollte wie immer Recht behalten. Kaum wurden auf whatsapp und auf twitter die Unmutsäußerungen über unsere Standards immer zorniger schnappt sich o.e. Helmes den Ball und zimmert einen Freistoß schön flach ins Torwarteck. Joa. Kann man mal machen. Wenn er schon im laufenden Spiel wieder völlig alleine gelassen wird und wieder keine Abschlüsse generieren kann, dann halt so.

Die Restzeit brachte der effzeh eigentlich locker über die Bühne. Man stellte kurz 10 Meter nach hinten um, machte die Mitte komplett zu, der eingewechselte Risse unterstützte Brecko ein wenig und mehr brauchte es auch eigentlich nicht, weil Union zwar recht tollwütig auftrat aber außer einer zurückgepfiffenen Handaktion eben ohne wirkliche Mittel in der Kartenhand zu halten.

Letztlich war das Spiel unspektakulär und ohne Aussage für die Zukunft. Doch, eine Sache muss ich noch ansprechen: Mit der Aufstellung McKennas können wir wohl davon ausgehen, dass es für Golobart aktuell nicht reicht und er in der ersten Liga auch keine Alternative sein wird. Klar, Spieler entwickeln sich, wer hätte vor anderthalb Jahren an die Leistungen von Hector gedacht, jajaja, issjagut, verstehe ich alles aber ich sehe es im Moment eher skeptisch. Wer sich nicht gegen McKenna durchsetzt, der hat wohl noch eine ganze Menge zu lernen. Mal schauen, wie es aussieht, wenn der Aufstieg perfekt ist, ob Stöger dann mal ein wenige Guardiola-like aufstellt. Vielleicht mal Bigalke in die Mitte? Soll mir recht sein, denn wenn er spielt, wissen wir, dass wir einen entspannten Sommer haben werden. Und rosa Elefanten.

The room was humming harder
as the ceiling flew away
When we called out for another drink
the waiter brought a tray

Come on effzeh!