Social Media:

Bockcast #009

bockcastAch wat schön. Neun Punkte sind es jetzt schon Vorsprung auf den Relegationsplatz und obwohl Martin noch ein ganz wenig Angst hat, dass der 1.FC Köln halt immer noch der 1.FC Köln ist und es unter Umständen doch noch verkacken könnte, versprühen wir dann doch einen gewissen Optimismus.

Also, diese Woche ist -wie gemalt- der Spielbeobachter zu Gast, der neben dem effzeh auch noch ein kleines Fleckchen in seinem Herzen für unseren nächsten Gegener, Union Berlin, freigeräumt hat. Wer passt da besser? Wir sprechen aber erstmal über das zurückliegende Spiel gegen Arminia Bielefeld, schauen uns die Tabelle ganz genau an und kommen dann langsam aber sicher auf Union zu sprechen. Das scheint eine echte Wundertüte zu werden. Mal schauen.
Dann beantworten wir auch wieder Hörerfragen, freuen uns über die Vertragsunterschrift von Jonas Hector bis 2018 und stellen am Ende fest, dass wir uns hier und da mal verquatscht haben. Na gut, dafür ist es ja der Bockcast.

Wer die im Podcast angesprochene Wette gegen Martin halten möchte, der sei hiermit aufgefordert dass in den Kommentaren zu tun. Als ob… 🙂

Wie immer, viel Spaß und

Come on effzeh!


Bockcast auf itunes abonnieren: klick
Bockcast auf Feedburner abonnieren: klick

effzeh – Arminia Bielefeld: Sperrangelweit

Da fliegt mir gerade ‘ne dicke Hummel durchs Fenster rein, setzt sich seelenruhig auf den Schreibtisch, nur ca. 30 Zentimeter von mir weg und starrt (soweit Hummeln starren können) auf den Bildschirm wo sich ein großes Foto der Südkurven-Choreographie von gestern öffnet. Wenn ich nicht am ganzen Körper gezittert hätte, ob der unausweichlichen Gräueltat, die das Vieh garantiert gerade plant, hätte ich mir ja das Telefon geschnappt und kurz ein Foto gemacht (ein Satz, den ich vor 20 Jahren noch in den Bereich “Poesie aus dem Irrenhaus” gesteckt hätte) aber das ging nicht. Doch die Hummel tanzte nur kurz vor dem Monitor rum und brummte wieder von dannen als wenn sie sagen wollte: “Reg Dich nicht auf, ich bin ein Typ, ich hab gar keinen Stachel und außerdem wollte ich doch nur das Bild gucken. Habt ihr gut gemacht, jetzt steigt ihr auf, ne? Jut, ich muss wieder, hau rein.” Ja, Du auch, mach et. Und wie sich mein neuer Freund eben in die weite Welt verabschiedet hat, steht der effzeh auch schon mit anderthalb Beinen in der offenen Tür zu besseren Zeiten. Tschö, zweite Liga, war scheiße mit dir.

Gut, gut, ganz soweit sind wir noch nicht aber es sieht ja gut aus, das wird man doch noch sagen dürfen. Nach dem letztlich ungefährdeten Sieg gegen Bielefeld und der lt. EXPRESS “peinlichen Niederlage” von Paderborn gegen Düsseldorf sind es nun satte neun Punkte auf den dritten Platz. Dazu ein um 17 Tore besseres Torverhältnis bei noch fünf Spielen. Komm schon, sein wir ehrlich Herr Klopp, das Ding ist durch, oder?

Okay, fangen wir mal mit der Anfangself an. Peter Stöger musste die Abwehr aus bekannten Gründen umbauen, stellte Risse auf rechts und McKenna in die Mitte. Dazu weiterhin der von mir hoch geschätzte Adam Matuschyk für Gerhardt neben Kapitän(!) Lehmann auf der Doppelsechs. Für das Spiel nach vorne waren Nagasawa, Peszko und Halfar verantwortlich während Patrick Helmes für Köttbullar anstand.

Wäre Arminia Bielefeld nicht die schwache Mannschaft, die sie nunmal ist, hätte der Eintrag vielleicht einen ganz anderen Ton aber so war es eigentlich komplett egal, wer da vom 1.FC Köln auf dem Platz stand, vermutlich hätte es keinen großen Unterschied gemacht ob ich anstelle von McKenna mitgespielt hätte, denn beide sind wir (mittlerweile…) für den Profifußball in etwa so geeignet wie ein Zirkuselefant der durch einen brennenden Reifen springen soll. Wird eng.

Peszko scheint einen formidablen Freitagabend gehabt zu haben, denn in den ersten 10 Minuten musste er erstmal die Augen justieren und die wackligen Beine richtig hinstellen. Viele grandios schlechte Pässe. Aber gut, solange er nicht in die Zeitung kommt, weil er wie Nicklas Bendtner ein Taxi auspeitscht oder den gesamten ÖPNV Kölns lahmlegt, bin ich mit ihm zufrieden. Der kann doch wirbeln und spielen und kreativ sein. Hat er dann ja auch den Rest des Spiels einigermaßen gemacht.

Auf rechts langweilte sich Risse so sehr, dass er kurzfristig dachte er sei Leonardo (Messi Nascimento, nicht der Hero Turtle), spielte Bälle mit Hacke und Spitze und Schaufel. Leider immer den megariskanten Pass, statt mal die Sicherheitsvariante Richtung Matuschyk. Es schien mir so, als wollte er unbedingt zeigen, dass er unverzichtbar ist. Hat irgendwie nicht hingehauen. In der zweiten Halbzeit war er dann auch etwas mehr hinten eingebunden, machte das aber ganz okay, wenn man bedenkt, dass die Position schon eher nicht seine Lieblingsposition sein wird.

Nagasawa wirbelte -wie mittlerweile gewohnt- wie ein Derwisch auf Pappe über das Feld, vergaß aber ein, zwei Mal den Ball mitzunehmen. Geschenkt, der Junge macht mir richtig Spaß auch wenn er an seinen Torabschlüssen schon noch arbeiten kann. Wird er aber auch, das hat er im SKY-Interview vor dem Spiel selbst gesagt, dass das noch seine große Schwäche sei. Halfar war wieder der Motor im Spiel, eroberte Bälle, setzte nach, gab der Arminia keine Zeit zum ausruhen. Dass er dann auch noch das Tor zum 1:0 erzielte, freut mich. Hat er sich verdient mit zuletzt guten bis sehr guten Auftritten.

IMG_1191Tja und dann war da noch Helmes. Was soll man sagen? Ich werde jetzt mal unpopulär und nehme ihn in Schutz. Klar sieht das schwach aus, was er macht, weil er einfach keine Gelegenheit zum Abschluss bekommt aber das ist nicht die alleinige Schuld von Patrick. Mittlerweile hat die gesamte zweite Liga doch eine relativ klare Vorstellung wie man gegen den 1.FC Köln mit einer Spitze verteidigen muss. Zwei Mann auf Helmes und drupp. Da kann er nix machen. Man weiß, dass Helmes kein sonderlich agiler Spielertyp ist, sondern jemand der entweder mit Platz kommen muss oder aber gefüttert werden muss. Beides klappt nicht, wenn man gegen so massiv defensiv eingestellte Mannschaften wie jetzt gegen Bielefeld antreten muss, weil es in der Mitte zu eng wird und nach hinten raus die eigenen Leute kommen. Ich konnte (und kann) nicht verstehen, warum Stöger ihm keinen Mitspieler zur Seite gestellt hat, denn man hat doch schon in den letzten Spielen gesehen, dass er dann viel gefährlicher wird, wenn die Abwehr breiter wird. So und jetzt schreibe ich 100 Mal “Du sollst nicht an Peter Stöger zweifeln” an meine kleine Schiefertafel. Versprochen.

Über die zweite Halbzeit legen wir mal das dunkelgraue Tuch des Schweigens, denn mit wirklich schönem Fußball hatte das weitestgehend nichts zu tun. Ein paar Trolleinlagen von McKenna und Finne, das Tor zum Sieg durch Ujah und schwupps, da scheint sie durch, die Silhouette der ersten Bundesliga. Das große Spiel ist wieder in Sichtweite, die Welt zu Füßen. Ach, effzeh. Wenn Du nur im Ansatz so wirst, wie ein Großteil Deiner Fans, dann mache ich mir keine Sorgen um Dich.

Das muss noch gesagt werden: Ich bin ja nicht wirklich der übergroße Südkurven und WH-Sympathisant aber was die Jungs am Samstag auf die Beine gestellt haben, das war schon schwer großartig. Hans Schäfer und seinem 1.FC Köln zu Ehren eine wunderschöne Choreographie zu basteln, die einem wirklich Gänsehaut verschafft. Das war ganz großes Kino, Jungs, ich ziehe meinen Hut und sage Cudos! Echt toll gemacht. Wer es nicht gesehen hat oder sich nicht daran satt sehen kann, hier ist das Video dazu:

So war das. Und um es mit Sport1 zu sagen:
Eines Tages, Baby, werden wir alt sein, Baby und uns erinnern an diesen Tag im April.

Das muss dann vielleicht nicht der 05.04. sein, an den wir uns erinnern, weil es nur ein schnödes 2:0 gegen ein biederes Arminia Bielefeld war aber vielleicht wird es der 21.04. sein. Der Tag an dem wir aufsteigen. Ich glaube fest daran.

Come on effzeh!

Bockcast #008

bockcast

Herzlich Willkommen auf der MS Niveau. Leider haben wir eine schlechte Nachricht: Wir sinken!

Ja, ja, ist ja gut, den hat Fips Asmussen schon vor 40 Jahren gebracht, ich seh`s ja ein. Aber mir war danach. Weil heute ganz besondere Kundschaft am Mikrophon vertreten ist.

Dominik ist eine der treibenden Kräfte hinter effzeh.com, ist in der Fan-Komission vertreten und organisiert u.a. auch den monatlichen twitter-Stammtisch in Köln mit. Der hat also ne ganze Menge mit dem effzeh zu tun.

Genug zu besprechen gibt es ohnehin, denn der Sieg in München hat die Tore zur Bundesliga weit aufgestoßen. Wir reden also über das vergangene und das kommende Spiel, gucken uns die Tabelle ganz genau an, haben keine Angst vor Red Bull (zumindest Dominik nicht) und beantworten auch ein paar Hörerfragen.

Wie immer wünschen wir viel Spaß.

Come on effzeh!


Bockcast auf itunes abonnieren: klick
Bockcast auf Feedburner abonnieren: klick

TSV 1860 – effzeh: Do the Bardman

Um kurz vor drei am Sonntag war es mit meinem Nervenkostüm wieder mal vorbei. Bard Finne, der norwegische Neuzugang hatte seine zweite Großchance auf dem Fuß und vergab sie wieder. Wie gegen Paderborn, wie eigentlich in jedem Spiel, in dem er bis jetzt zum Einsatz kam. Finne der Chancentod. Kurz darauf steigt Ujah im Strafraum hoch als sei er im chinesischen Staatszirkus groß geworden, macht einen wunderschönen Fallrückzieher, den die doofe Schlabberbootz von Kiraly aber leider hält. Da war für mich klar: Das wird nix mehr, aber mit einem Unentschieden bei den Löwen kann ich leben. Haken dran. Zum Glück habe ich anscheinend irgendeinen riesigen Karmascheiß gemacht, denn letzte Woche bei Matuschyk war es schon so, diese Woche bei Finne auch: In dem Moment wo ich anfange zu motzen, denkt sich eine höhere Macht: “So, der Goldmann ist piefig, jetzt zeigen wir ihm mal, wie bescheuert er ist”. Vielen Dank dafür. Vielleicht sollte ich demnächst vor dem Spiel die ganze Mannschaft inkl. Peter Stöger für nicht würdig erachten, dann sollte der Meisterschaft im nächsten Jahr nichts mehr im Wege stehen.

Am Ende siegt der effzeh in der Allianz Arena mit 1:0. Ein wunderbarer Wochenend-Abschluss. Okay, gut, wir gewinnen ja eigentlich immer in München, daher war es jetzt nicht ganz so überraschend, völlig egal ob es gegen rot oder blau geht aber das wissen meine Nerven ja nicht. Nach der Steilvorlage der Konkurrenz war der Sieg umso knuspriger. Jetzt sind es sechs Punkte auf Fürth und Paderborn (Paderborn! Mann-o-Meter, das muss man auch erstmal dem asiatischen Bundesliga-Publikum beibringen…) und satte zwölf Punkte auf Lautern. In sechs Spielen. Da sollten wir nicht mehr drüber reden müssen, die Relegation ist eingetütet aber das will natürlich niemand. Alles andere als ein direkter Aufstieg wäre dann jetzt doch eine riesige Enttäuschung. Völlig egal gegen wen wir noch spielen müssen.

Im Gegensatz zum Heimspiel gegen Karlsruhe brachte Peter Stöger den halbwegs genesenen Risse von Beginn an, ich tippe mal er erwartete sich mehr Flexibilität im Spiel zum Tor, mehr Bewegung, mehr positionsunabhängiges Spiel. Das hat nur bedingt funktioniert. Man merkte Risse die fehlende Spielpraxis schon an. Zudem bekam er leider wenig Unterstützung aus dem dahinter gelagerten Mittelfeld. Matuschyk (in der ersten Halbzeit) mit vielen Schlampigkeiten. Na gut, ich hatte ja auch nicht über ihn gemotzt vor dem Spiel. Mein Fehler. Lehmann solide und kämpferisch stark aber wenig kreativ. Daniel Halfar ging wieder jedem Ball nach, eroberte auch verlorenen Bälle zurück und war die treibende Kraft im Spiel nach vorne…neben…Kazuki Nagawasa, der für mich der beste Mann auf dem Platz war. Ganz großartiger Auftritt des Japaners. Quirlig, frech, unbekümmert schnappte er sich Ball nach Ball, trieb das Spiel an, machte die Abwehr breit und sorgte so für Löcher in die er selbst die Bälle spielte. Das war richtig, richtig gut. Er hält den Ball für meinen Geschmack noch etwas zu lange und verpasst manchmal den richtigen Zeitpunkt zum Abschluss oder zum Pass aber das kommt noch. Ich habe da Gottvertrauen in Peter Stöger. Die Ansätze von ihm sind auf jeden Fall wunderbar und erinnern an glorreiche Zeiten, in denen sich der 1.FC Köln über kleine Mittelfeldspieler mit teilweise krumm gewachsenen Beinen definierte. Nein, ich vergleiche ihn nicht aber er macht mir im Moment großen Spaß!

Dennoch hatte der effzeh in der ersten Halbzeit Glück nicht in Rückstand zur geraten, weil die 60er schon ein paar Möglichkeiten hatten. Obwohl, fällt mir gerade ein, Glück vielleicht gar nicht das richtige Wort ist. Wir haben halt Horn im Tor stehen. Der Junge ist auch pures Gold.

In der zweiten Hälfte wechselt Stöger Risse aus, bringt den jungen Finne und man sieht direkt den Unterschied. Er macht das Angriffspiel des effzeh noch unberechenbarer als es eh schon ist. Durch seine -man möchte sagen unorthodoxen- Laufwege zaubert er der gegnerischen Abwehr mehr als einmal ein großes Fragezeichen auf die Stirn. Zudem macht er das Spiel von Helmes wenigstens ein klein wenig verträglicher. Helmes braucht jemanden an seiner Seite, das hat man in der ersten Halbzeit allzu deutlich gesehen. Er wird in jedem Spiel gedoppelt, hat immer die Innenverteidiger auf den Füßen stehen und ist halt kein Spieler, der sich mit großem Laufspiel aus deren Umklammerung lösen kann. Er wirkt dann meistens genervt, weil er eben keinen Platz hat. Finne zieht dann mindestens einen weiteren Abwehrspieler von Helmes ab, der dadurch freier steht. Dennoch kann man von Patrick noch ein wenig mehr verlangen. Er ist absoluter Star in der Mannschaft  und sollte seinem Anspruch als Führungsspieler gerecht werden. Im Moment ist er da ein wenig hinten dran. Aber wirklich nur ein wenig.

Der effzeh erspielte sich in der zweiten Halbzeit Chance auf Chance, besonders über die linke Abwehrseite der Löwen, die von Wojkowiak und später von Hertner gehalten wurde, kam es zu mehreren Durchbrüchen an die Grundlinie, die alle in gefährlichen Situationen endeten. Aber das Tor fällt nicht. Das verdammt Tor fällt nicht.

Doch dann kommt Finne, vernascht Schwabl, zieht mit rechts aus halbrechter Position ab und Kiraly bekommt nur die Fingerspitzen an den Ball. Ja, Mann! 1:0, 85. Minute! Großartig! Den Rest spielt der effzeh souverän runter, ein halbgarer Kopfball, den Horn problemlos hält, war die einzige nennenswerte Aktion der Münchener, die sich mit dieser Niederlage endgültig aus dem Rennen um die Aufstiegsränge verabschiedet haben. Peszko hatte sogar das 0:2 auf dem Fuß, konnte nicht abspielen weil Ujah in einer “wir-sind-dumm-wir-rennen-alle-um”-Mentalität zehn Meter ins Abseits gesprintet war und scheiterte leider an einem auf die Torlinie grätschenden Verteidiger. Egal. Komplett egal! Drei Punkte in München!

Da Paderborn auswärts in Frankfurt völlig ironiebefreit 1:3 gewann, war der Sieg nach viel wichtiger als eh schon. Die Mannschaft schafft sich Platz an der Spitze, zieht Selbstvertrauen und darf jetzt gerne gegen Bielefeld zu Hause nachlegen. Wir haben uns bisher in der Rückrunde sehr schwer getan aber ich bin jetzt wirklich vollkommen vom Aufstieg überzeugt. Gegen die Arminia wird es wieder auf das Tor ankommen (Okay, das war platt, sehe ich ein aber ihr wisst ja, was ich meine). Fällt das früh, dürfte sich der effzeh etwas leichter tun, fällt es nicht, wird es wieder zäh. Aber das ist sie nunmal, die zweite Liga. Lasst uns hoffen, dass wir sie so schnell wie möglich wieder los werden.

Und wer im Stadion demnächst pfeift, der blicke bitte mal voller Demut nach Düsseldorf und Kaiserslautern. Da kann man unzufrieden sein aber doch nicht bei uns. Wir sind die jüngste Mannschaft, der Verein erfindet sich gerade neu, es macht eigentlich Riesenspaß Fan des 1.FC Köln zu sein. Denkt da mal dran, ihr Pfeifen.

Come on effzeh!

Bockcast #007

bockcast

Zugegeben, meine Lust zu bloggen ist grad wieder nicht vorhanden was aber mehr an mir als an anderen Umständen liegt. Nach dem Spiel gegen Aalen hatte ich einfach gar keine Lust und nach gestern war ich mir nicht sicher, wie ich den Eintrag aufbauen sollte. Ich hatte schon einen angefangen aber dann wieder verworfen, weil er zu einseitig war und dann nochmal versucht…ach, hat halt grad’ nicht gepasst.

Aber dafür gibt es einen brandneuen Bockcast! Juhu! Diesmal wieder mit Thomas der mit mir die Spiele gegen Aaalen und den KSC Paroli laufen lässt, zudem auf das kommende Match gegen 1860 einen Blick wirft und nicht zu letzt eine klare Meinung zu den unschönen Vorkommnissen in Teilen der Fanszene hat.

Dazu gibt es einen Exkurs in die Torlinientechnologiethematik und jede Menge Schwaaderei. Wir hoffen Ihr habt genauso viel Spaß beim hören, wie wir beim machen und vielleicht erzählt Ihr es ja auch weiter.

Come on effzeh!


Bockcast auf itunes abonnieren: klick
Bockcast auf Feedburner abonnieren: klick

Bockcast #006

bockcast

Eine ungeschlagene Saison gegen Kaiserslautern! Ich wiederhole: UN-GE-SCHLA-GEN! Gegen Lautern! Grund genug einen Jubelpodcast auf die Beine zu stellen. Aber, ihr wärt ja nicht hier, wenn ihr das wirklich erwarten würdet, oder? Natürlich gibt es genug zu meckern. Aber diesmal echt auf hohem Niveau, denn zu Gast diese Woche ist Andre vom Spielfeldrand Magazin.

Wir reden über das Unentschieden in Lautern, kommen vom Thema ab, beschäftigen uns mit der Tabellensituation, kommen vom Thema ab, wissen nix über Aalen, außer dass es mit zwei “A” geschrieben wird und…kommen daher lieber vom Thema ab.

Zum Schluß gibt es noch eine Menge Gossip und großen Ärger über die Strafe, die der effzeh zu zahlen hat und die daraus eventuell resultierenden Konsequenzen. Zum Glück kommen wir recht schnell vom Thema ab…

Wir wünschen viel Spaß beim zuhören.

Come on effzeh!


Bockcast auf itunes abonnieren: klick
Bockcast auf Feedburner abonnieren: klick

FCK – effzeh: Hölle Hölle Hölle

Eine tiefschwarze Nacht. Der Montag ist schon vorbei, der Dienstag graut aber noch nicht. Sagen wir, dass es so gegen 2 Uhr morgens ist. Der Schauplatz: Eine beliebige Kneipe in Köln. Oder Umland. Der Wirt hat die Rolladen schon lange heruntergelassen und die Aschenbecher auf die Theke gestellt. Es ist fast wie früher. Hinter der Theke werden schon Gläser gespült, schwere Rauchschwaden suchen sich den Weg durch das auf Kipp gestellte Fenster. Vor dem Spielautomaten in der Ecke hockt auch noch eine halbwegs verwahrloste Gestalt und blickt mit müden Augen auf die sich drehenden Kirschen und Bananen. Am letzten Tisch, dessen Stühle noch nicht hochgestellt sind, wird noch gesprochen. Und hier schalten wir uns in das Gespräch ein.

– Junge, Junge, war das ein Krampf. Mann, Mann, Mann. 0:0 in Kaiserslautern. So einfach war es noch nie da zu gewinnen. Was denkt der Stöger sich? Matuschyk als dritte Sechs? Immer diese Angsthasentaktik. Kann ich nicht verstehen. Verdammt, wir sind Tabellenführer, Lautern ist 10 Punkte hinter uns. Warum müssen wir denn da wie das Kaninchen vor der Schlange erzittern?

– Du hast so einen Knall, das ist ja nicht mehr feierlich. Stöger hat sich gesagt: Hauptsache nicht verlieren, den Abstand auf Lautern halten, es sind ja schließlich 10 Punkte und deshalb hat er halt Matuschyk als weitere Absicherung ins Mittelfeld gestellt. Der hat doch auch nix groß falsch gemacht.

– Aber auch nix richtig.

– Ach hör doch auf. Er hatte die Aufgabe das Mittelfeld eng zu machen, dass Lautern halt nur ihre Option mit den langen Bällen auf Idrissou bleibt.

– Hat ja gut geklappt. Kannst Du Dich an die 6. Minute erinnern als Zoller völlig frei und unbedrängt aus dem Mittelfeld angespielt wurde?

– Das war aber doch nicht die Matuschyk-Seite. Da hätte Lehmann absichern müssen, weil Gerhardt zu weit aufgerückt ist.

– Pah.

– Doch. Du bist’n Typ, echt ehy.

– Jaja. Und was sollte Ujah auf rechts? Das war doch völlig verschwendet.

Der Wirt schreit in das Gespräch dass es langsam gut sei und jetzt die letzte Runde kommt. Man bestellt noch zwei große Kölsch.

– Ujah auf rechts ist ja so auch nicht richtig. Er stand nominell auf rechts aber faktisch hat er da gespielt wo er immer spielt. Irgendwo vorne. Mit großen Einsatz.

– Einsatz, Einsatz. Hör Dich mal an. Ich würde mir wünschen er würde mal einen Ball stoppen, ohne dass der fünf Meter wegspringt. Einsatz. Pfft.

– Ja, Mann. Einsatz! Er schirmt den Ball ab, bindet Abwehrspieler und schafft so Räume. Das Problem war, dass wir die gar nicht nutzen wollten, weil wir eben ein wenig tiefer standen als sonst.

– Ein WENIG?

– Nochmal: Es ging darum nicht zu verlieren, das war das oberste Ziel und das hat der effzeh erreicht. Feierabend. Und wenn Helmes zwei funktionierende Augen im Kopf hätte, hätten wir das Spiel sogar gewonnen, weil er nur in die Mitte spielen muss, und Ujah ist frei vor dem Tor.

– Peszko war auch mal frei vor dem Tor.

– Booooaah.

– Ja, ist ja gut, ich weiß doch, was Du meinst.

Das Bier kommt.

– Prost.

– Prost.

– Okay, dann nochmal Helmes: Was macht der eigentlich? Hat der keinen Bock? Oder hat er keinen Bock auf Ujah? Er versucht mir viel zu wenig.

– Ja, keine Ahnung. So’n bißchen stimmt das. Helmes versucht halt immer über die Technik zu gehen und das klappt nicht immer. In der zweiten Liga steht dem halt immer einer direkt auf den Füßen. Und deshalb ist Ujah ja eigentlich so wichtig, weil er die Leute binden kann.

– Wenn er mal den Ball…

– Ruhe. Das ist schon okay, vom System her. Da müssen wir uns echt keine Gedanken machen. Übrigens, Halfar war für mich wieder der beste Mann auf dem Platz. Was der gearbeitet hat.

– Ich fand Hector super!

– Alter! Du redest davon, dass Hector besser als Halfar war und beschwerst Dich dann, dass der effzeh nicht offensiv genug rangegangen ist? Du hast den Schuss auch nicht gehört, oder?

– Das meine ich doch. Wenn mir schon auffällt, dass Hector der beste Mann ist, dann stimmt doch was nicht.

– Haste mal gesehen, wo sich der Halfar überall die Bälle geholt hat? Der war bei allen guten Aktionen dabei.

– Weil wir ja sonst nix hatten im Mittelfeld. Lehmann und Gerhardt mussten ja ständig absichern, weil die Außen nix nach vorne gebracht haben und Matuschyk nur hinten rum gespielt hat.

– Dass die Außen nicht so offensiv waren hat eben mit der Ergebnissicherung zu tun, wir drehen uns im Kreis. Und Matuschyk ist halt kein Neuner sondern eine recht defensive Sechs.

– Eine schlechte, defensive Sechs.

– Mit Dir kann ich einfach nicht über Fußball reden.

– Warum das denn nicht? Weil ich den effzeh dominant sehen will? Weil ich sage, dass wir wenigstens versuchen sollten ein Tor zu erzielen? Was hatten wir denn an Chancen? Helmes, der Schuss vom Lehmann und Gerhardt. Na super. Und so toll war Lautern jetzt auch nicht.

– Lautern ist jetzt eh weg vom Fenster.

– Glaub’ ich noch nicht.

– Drecksverein

– Achja, lass mal gut sein. Wenn wir Glück haben, sehen wir die ja jahrelang nicht mehr.

– Na hoffentlich.

– Und wie gehts jetzt weiter?

– Samstag müssen wir gegen Aalen gewinnen. Klar.

– Ach, das siehste ein?

– Boah. Ja klar. In Kaiserslautern ist doch was anderes als zu Hause gegen Aalen.

– Na dann ist ja gut.

– Guck mal, wir haben jetzt zwei Heimspiele gegen Aalen und gegen Karlsruhe. Wenn wir die beide gewinnen, dann stehen wir doch super da.

– Wenn.

– Ja, das wird schon. Die Mannschaft macht auf mich immer noch einen super Eindruck. Zu Hause werden wir wieder mit einem offensiv ausgerichteten Mittelfeld spielen, das wird wieder ein ganz anderes Spiel. Aber aufpassen müssen wir immer, das stimmt. Aber am Ende steigen wir doch auf.

– Ich muss pinkeln.

Der Wirt kommt an den Tisch und will kassieren. Es ist spät geworden. Der Spielautomat ist schon aus, die Tür steht auf, damit der Rauch abzieht. Es wird bezahlt. Ein schwankender Schatten verabschiedet sich in die Nacht. “Was’n Typ” denkt sich der Wirt und schließt ab. Auf der Straße hört man nur noch ein leises Echo: Gollum…Gollum…

Bockcast #005

bockcast

 

Nach dem “Arbeitssieg” gegen Energie Cottbus haben Thomas und ich viel zu besprechen.

Wir wundern uns über Umstellungen im System, über Ungeduld in den Köpfen von Spielern und Zuschauern und fragen uns wie alt Möhrle wirklich ist.

Wir reißen ein wenig die Stimmung im Müngersdorfer Stadion an und fragen uns nach der Wechselwirkung zwischen Publikum und Spielern.

Zudem blicken wir wenig angsterfüllt nach Kaiserslautern, gratulieren Toni Polster und Hennes VII und tippen auf Freiheit für Ulrich H. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Viel Spaß beim hören…

Come on effzeh!


Bockcast auf itunes abonnieren: klick
Bockcast auf Feedburner abonnieren: klick

Bockcast Spezial: Planet effzeh

bockcastJunge, Junge ist mein gesprochenes Englisch schlecht geworden. Da denkste, weil Du halt viele Sachen in englisch liest und siehst, dass das schon klappen wird und dann fehlen dir auf einmal die einfachsten Vokabeln. Embarrassing.

Randall Hauk, der “American Geißbock” hat sich dankenswerterweise die Zeit genommen und mit mir über sich, sein Liebe zum effzeh und überhaupt zu sprechen. Herausgekommen ist ein lockeres Gespräch über 9 Zeitzonen hinweg. Ein Riesenspaß.

Zwischendurch bekommen wir Besuch von seinen Söhnen, die ebenfalls schon den “Billy Goats” verfallen sind, erfahren, dass Randall ganz sicher vorhat Köln erneut zu besuchen und dass seine Frau sich auch schon damit abgefunden hat. Wir kommen vom Stöckchen aufs Steinchen und….ach, hört es Euch selber an 🙂

Ich hoffe Ihr habt beim zuhören genauso viel Spaß wie ich beim Gespräch selbst. Besucht mal seinen Blog, der eine hochinteressante Perspektive auf unseren Club bietet und erinnert Euch mit uns daran: You can’t choose your mother, you can’t choose your father, you can’t choose your football team.

Come on effzeh!


Bockcast auf itunes abonnieren: klick
Bockcast auf Feedburner abonnieren: klick

effzeh – Cottbus: Ich glaub`es nicht…

Panik? Ich? Blödsinn. Ganz entspannt war ich. 90 Minuten lang. Echt. Könnt Ihr alle fragen. Schaffen wir schon. Ist Energie Cottbus. Da spielt Boubacar Sanogo im Sturm. Pfft. Ja, okay, ganz so schlecht wie der Tabellenstand es suggeriert sind die nicht und nach dem Sieg gegen Kaiserslautern haben die auch wieder Blut geleckt und was haben die schon zu verlieren aber trotzdem. Hör mir auf. Boubacar Sanogo. Wann hat der sein letztes Tor gemacht? 1997? Da könnte ich ja hinten drin stehen. Jaja. Ganz entspannt war ich. Könnt Ihr alle fragen.

Herrgott.

Nach dem Unentschieden in Aue versuchte Peter Stöger durch kräftiges Umwälzen der Mannschaft ein wenig den Winterschlaf aus dem Kader zu rotieren. Matuschyk, Bröker, Ujah und Finne rein, Pezsko, Gerhardt, Risse und Helmes raus. Das ist schon ein Pfund. Ja jut, da müssen wir dann jetzt durch. Ich war ja entspannt.

Zu Beginn merkte man den Spielern des 1.FC Köln deutlich an, dass die vergangenen Spiele keine Fortsetzung erhalten sollten. In den ersten Minuten begann die Mannschaft schwungvoll, fast frech, spielte schnelle Bälle und kam sogar zu ersten Torchancen. In der ersten Halbzeit. Das hatten wir in 2014 so noch nicht häufig. Ujah versemmelt zwei Dinger aber in der 25. Minute läuft Finne alleine auf Renno zu und muss nur noch einnetzen. Da stehts 1:0 und die Messe ist gelesen.

Huch.

Wir schalten aus dem nahen Paralleluniversum wieder zurück in die Wirklichkeit

…läuft Finne alleine auf Renno zu und muss nur noch einnetzen. Leider verliert der junge Norweger die Nerven und Renno hält das Unentschieden fest. Es bleibt beim 0:0. Und langsam, ganz langsam kommt so etwas wie Erwartungshaltungsunzufriedenheitsunruhe im Stadion auf. Man bemerkt, dass viele Pässe aus dem Mittelfeld (Lehmann und Matuschyk) nicht ankommen, dass Bröker hinter dem Ball herwetzt als wäre er am Strand “Bällchen fangen” spielen aber mehr auch nicht, dass Finne sich mehr festrennt als dass er für freie Situationen sorgt und dass Ujah zwar körperliche Präsenz zeigt aber dabei wenig verwertbares herauskommt.

Cottbus steht einigermaßen tief, welch Überraschung, deutet aber an, dass die Tabelle doch lügt. Dieses fiese Ding. Nach abgefangenen Pässen wird das Spiel auf einmal schnell, Sanogo schirmt die Bälle ab, Cottbus rückt nach und schwupps, ist die effzeh Abwehr wieder ein Schwimmbad. Naja, okay, nicht ganz so schlimm aber dennoch bekommt Energie für meinen Geschmack viel zu viele “freie” Schüsse. Horn muss zwei-, dreimal eingreifen. Da waren jetzt keine tausendpro-Chancen dabei aber dennoch ging mir das zu einfach.

Nach der Pause wird es leider nicht besser. Die Bemühungen des effzeh in Tornähe zu kommen werden zunehmend einfallsloser. Stöger reagiert, bringt Helmes für Bröker. Joaaa, kann man mal versuchen. Die Chancen jedoch erspielt sich Energie. Jendrisek und Michel müssen das Schlusslicht eigentlich in Führung schießen, haben aber Nerven wie Chilenen in Stuttgart. Dennoch ist Cottbus der Führung näher als der effzeh. Das Geraune im Publikum wird lauter. Hinter mir blökt irgendjemand, dass es bald passieren wird und dann bekommt Brecko wieder einen Freistoß gegen sich, der von meinem Platz aus gesehen nie einer war. [Ich habs noch nicht im Fernsehn gesehen, mag sein, dass es wirklich ein Freistoß war aber es sah von unserer Position wirklich nicht so aus…] Halblinke Position.

Tja. Und dann kommt Boubacar Sanogo. Zack 0:1. Offene Münder. Ich sehe mein Wochenende in Trümmern liegen. Erste Gewaltphantasien bahnen sich ihren Weg in den Kopf. Das darf doch nicht wahr sein.

Die nächsten zehn Minuten werden die schlimmsten in der Ära Stöger. Der effzeh rennt im vollen Panikmodus kopf- und gedankenlos nach vorne. Langer Hafer sozusagen. Es ergeben sich keine Chancen, denn Energie steht jetzt natürlich noch tiefer und kompakter und holt alle Bälle raus. Das war wirklich nicht schön anzuschauen. Ganz ehrlich: So richtig entspannt war ich gar nicht mehr.

Dass der effzeh das Spiel gedreht hat, ist eigentlich nicht richtig zu erklären. Letzte Woche die zwei späten Tore in Aue, diese Woche zwei späte Tore gegen Energie. Zeigt zum einen, dass es in der Mannschaft stimmt, dass sie kämpfen und weiter an sich glauben aber es zeigt auch, dass irgendwas noch nicht klickt, denn sonst wären die ja gar nicht nötig.

Also, es war kein gutes Spiel. Es war Kampf. Und am Ende Glück. Aber es waren drei Punkte. Und die sind verdammt wichtig. Denn am Ende zählt nur der Aufstieg, wie auch immer er zustande kommt. Dann sehen wir weiter. Und weil es ja doch ein wenig Spaß macht, sind hier noch die zwei entscheidenden Minuten zum nachhören:

Come on effzeh!