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 Von lostinnippes,  am 10.01.14 …und nicht weiter? Das war die Frage, die mich die letzten Wochen, ach, was sag ich, Monate beschäftigt, ja fast gequält hat. Macht mir der Blog noch Spaß? Ist es den Aufwand wert? Schätzen meine Leser das überhaupt und wenn nicht, ist das wichtig?
Jetzt ist ein neues Jahr (zu dem ich Euch allen alles Gute wünsche, möge es besser werden als 2013) angebrochen und damit rückt die von mir selbst gesetzte Deadline, wie und ob es hier weitergeht immer näher. Ich habe die Entscheidung eigentlich schon rund um Silvester für mich getroffen aber ich wollte mir bewusst Zeit lassen, weil ich mittlerweile gelernt habe, dass Dinge, die man zu schnell und zu hastig angeht, eher unschön enden.
Um es kurz zu machen: Das Blog hier ist mir (im Moment) doch noch zu wichtig, als dass ich einfach alles stehen und liegen lasse, die Domain abmelde und mich unsichtbar mache. Ich hänge doch zu sehr an dem Ding. Eure Kommentare sowohl online als auch offline haben mich extrem gefreut, weil sie zu 90% positiv und Mut machend waren, weil sie mir bei der Selbstreflexion wahnsinnig geholfen haben und weil sie auch die Perspektive verschoben haben. Dafür möchte ich mich bedanken!
Also, es geht weiter. Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob im gleichen Umfang wie vorher, weil ich mir die “Pflicht” des Artikel-schreiben, nur damit da was steht, abgewöhnen möchte. Letztlich geht es mir ja auch um den Spaß an der Sache auch wenn ein Thema wie der effzeh schnell zu einer Selbsttherapie werden kann aber im Moment können wir uns dahingehend ja nicht wirklich beschweren. Mal schauen was kommt und wird.
Ich freue mich auf jeden Fall wieder auf den Blog, ich habe im Moment sowieso Energie für zwei, die muss ja irgendwo raus und ich hoffe, dass es Euch genauso geht und ihr mir die Treue halten werdet!
Joa, das wär es so fast schon. Also, spätestens zum Rückenrundenstart lesen wir uns hier wieder, okay?
Okay!
Gut.
Come on effzeh!
 Von lostinnippes,  am 29.12.13 Elender Wochenendrebell!
Jahrelang wurde ich verschont vom sog. Stöckchen. Ich hatte mich tief befriedigt damit abgefunden, dass es relativ uninteressant für Menschen, die meine Aufmerksamkeitsspanne anscheinend teilen, ist, welches meine Lieblingsfarbe ist und wieso. Poesiealben waren auch nie mein Ding und Vorbilder habe ich schon gar keine. Helden vielleicht, ja, aber wer will das denn wissen? Doch gestern schmeißt mir der Schuft eben jenes Stöckchen durch das Netz. Er nennt es eine “Blogwiederbelebungsmaßnahme”. Und erwischt mich damit an meinem einzigen wunden Punkt: Der Menschlichkeit. Ich kann sowas sehr schlecht ablehnen. Es ist dieses dumpfe Gefühl sich von einem bewaffneten Dschihadisten zur Geldspende animieren lassen zu müssen. Man kann schlecht nein sagen. Ich im besonderen. Immer Harmonie und Friede auf Erden. Verdammt. Also unterbreche ich meine selbst-verordnete Pause und mache eben mit. Bei diesem Stöckchenwurf. Weil ich sein Projekt so mag. Und weil ich schwach bin. Verdammt.
Die Fragen sind natürlich direkt aus der Hölle aber das konnte man sich ja denken…egal. Also:
Wie roch Deine Kindheit?
Bizarrer Einstieg. Fruchtig trifft es wohl am besten. Die einen Großeltern hatten einen Garten mit viel frischem Obst, die anderen Großeltern hatten einen Pflaumen- einen Apfel- und einen Kirschbaum im Garten, es gab dauernd selbstgemachte Marmelade und Lipton hatte die Idee kalten Tee nach Deutschland zu bringen. Das war neu und toll. Und Quentsch gab es auch. Dieses ekelhafte gelbe Pulver, das angeblich Limonade sehr nahe kommen sollte. Das roch dann zwar eher chemisch aber das wusste ich ja damals nicht. Galt als fruchtig. Ein ähnliches Geschmackserlebnis gab es dann Jahre später bei der Bundeswehr. “Kaltgetränk gelb” nannte sich das. Kein Wunder dass wir die Armee als großes Spiel und Erinnerung an die Kindheit erlebten.
Um die Frage abschließend zu beantworten: Ich stufe meine Kindheit olfaktorisch als “frisch karamellig” ein. Es war gut.
Dinner für zwei in der Currywurstbude anne Ecke. Wer ist Deine prominente Wunschbegleitung? Und warum?
Sophie Marceau. Das hat wenig mit Currywurst zu tun, weil Sophie Marceau immer, wirklich immer meine Wunschbegleitung ist. Auch wenn ich schon gern sehen würde wie eine Dame ihres Ranges mit der profanen Wurst umgehen mag. Wird das einzelne Wurstteil nochmal durch die Soße gewendet? Das beiliegende Brötchen ignoriert oder mit verspeist? Ich würde es mir genau ansehen und nie vergessen. Dabei würde ich -vorher auswendig gelernte- kluge Sätze von Serge Gainsbourg von mir geben. Im Original versteht sich und dann würden wir heiraten. Sophie und ich. Ja, das würden wir. Wer könnte uns das Glück nicht gönnen?
Die Koffer sind gepackt. Morgen geht’s los. 4 Wochen Urlaub. Ganz alleine. Wo geht’s hin?
USA. Sport gucken. Idealerweise im September. Baseball in Boston, College Football in den Südstaaten. NFL irgendwo. Montag das Monday Night Game in der NFL, Dienstag und Mittwoch Baseball, Donnerstag wieder NFL, Freitag in den Süden fahren und schauen wo es eine schöne tailgate party gibt (Ole Miss auf jeden Fall!), Samstag wenn möglich ein Früh- und das Primetimespiel, dann schnell zum NFL-Tailgating und Sonntag dann nochmal Profi-Football. Das kann man ja niemandem zumuten, da mit zu machen, darum wäre das wirklich etwas, was ich alleine machen müsste. Vier Wochen würden mir dann auch fast schon reichen aber das würde ich wirklich gerne mal machen. Leider hat Westlotto noch keine abschließende Gewinnmeldung an mich verschickt. Es kann also noch dauern.
Wenn Du Sex mit mir haben dürftest- welches Lied würde im Hintergrund laufen?
Welches Tier warst Du in einem früheren Leben und woran machst Du das fest?
Ein Adler. Woran ich das fest mache? An meinen guten Augen! Und wegen den Flügeln auf meinem Rücken.
Welcher Film spiegelt Dein Leben am besten wider?
Matrix. Es kann alles gar nicht wahr sein. Irgendwo muss es etwas geben, dass für den ganzen Blödsinn hier verantwortlich ist. Ich meine so Leute wie unsere Bundesregierung oder Jogi Löw, die entstehen doch nicht in einer wirklichen, funktionierenden und gesunden Gesellschaft. Da steckt doch ein Plan hinter. Und ich will nicht sagen, dass ich Neo bin, herrjeh, nein, nein, ich sehe mich da eher als so ein Ratsmitglied, das Andere in den Tod schickt, damit es mir persönlich besser geht. Und um die Welt zu retten natürlich.
Deine Blogempfehlung?
Sehr abseits vom Mainstream kümmert sich Jan (bundes- ach was sag ich, weltweit durch #justbaseball bekannt) in seinem Blog Metropolitan Wildcats um Baseball. Viel japanisches Zeugs aber auch der Rest kommt nicht zu kurz. Immer fundiert, immer voller Wissen um die Kultur des Spiels. Eine Perle!
Was war in dem Koffer bei Pulp Fiction?
Ein Trikot des 1.FC Köln. Importware. Damals in L.A. sehr schwer zu bekommen. Hat Vincent Vega aus Europa mitgebracht und Marsellus Wallace war ja eh einer der ersten, die zu der Zeit über mexikanische Satellitenprogramme den deutschen Fußball verfolgten. Als dann 1994 der große Morten Olsen beim effzeh Trainer wurde, war es um Marsellus geschehen. Er musste ein Trikot haben. Vorne stand in blauer Schrift auf weißem Grund “Pepsi” und hinten stand “Steinmann” auf dem Stück Stoff. Es strahlte, glänzte, ja es leuchtete in die Zukunft. Kein Wunder, dass die Jungs glücklich waren, als sie den Koffer wieder in den Händen hielten!
Ordne Twitterern Deiner Timeline folgende Prominente zu und begründe in einem Satz.
Karl Heinz Rummenigge – @breitnigge Da gibt es keine große Auswahl.
Helene Fischer – @koelnsued UHF.
Lemmy Kilmister – @sport1_us eine nicht ernst zu nehmende, besoffene Warze. Ein Geschwür.
Nach was schmeckt Deine Zukunft in 2014?
Hoffentlich weniger nach Medizin. Und nach Aufstieg natürlich. Nach bayrischem und gladbacher Angstschweiß. Nach Kölsch und Würstchen. Mit Sophie Marceau!
So. Puh. Jetzt muss ich -nach §327a INetBenGes- das angekaute Stöckchen also den nächsten Kötern zuwerfen. Mit neuen, lustigen, kreativen Fragen. Yippieh. Also als erstes wähle ich @nedfuller , weil der lustig ist und bei Just Baseball mit macht und sein eigenes Blog hat und Fan des HSV ist. Da wirft man mit Stöcken. Und dann möchte ich noch den @hirngabel nötigen. Weil ich mir gut vorstellen kann, dass er keinen Bock drauf hat. Hehehe.
Und meine Fragen:
1. Du hast für ein halbes Jahr keinen Internetanschluss, bist aber auch nicht verreist. Was nun?
2. Ist die Bundesliga tot?
3. Du wachst völlig betrunken und ohne Hosen am Straßenrand auf, Dein Handy hat noch Saft für genau 30 Sekunden. Wen rufst Du an?
4. Gyros wird EU-weit verboten. Ist es endlich Zeit für die Revolution?
5. Eine hinterhältige Elfe bietet Dir eine Zeitmaschine ohne Rückflugticket an. An welche Stelle Deiner Vergangenheit würdest Du Dich beamen lassen?
6. Welches Buch liest Du immer wieder?
7. Du musst wählen: 2 Stunden Mario Barth oder 2 Stunden Micky Krause?
8. Der schönste fremdsprachige Fluch ist?
9. Du hast Dich kurzfristig doch noch für Olympia in Sotchi qualifiziert. In welcher Sportart? Der Eishockey-Kader leider voll.
10. Warum ist twitter eigentlich so viele tausend Mal besser als Facebook?
Die Fragen werden dann (hoffentlich) bei den Kollegen beantwortet.
Schaut also dort (Nedsblog) und dort (Aus dem Zug nach Nirgendwo) vorbei.
Ich melde mich wieder ab…
Tschö.
 Von lostinnippes,  am 25.11.13 Eigentlich wollte ich ja nur eine Nacht über die Niederlage gegen den FC Ingolstadt schlafen um hier nicht im Affekt die falschen Wörter zu wählen. Ich hab mich wirklich schwerst geärgert und das wirklich schlimme ist, dass man das vor dem Spielbeginn schon spüren konnte. Sowohl auf twitter als auch per whatsapp drückte ich mein Unverständnis über die Nominierung von Tony Ujah als einzige Spitze aus. Irgendwie war mir klar, dass das nix geben konnte in unserem jetzigen System. Er ist zu unbeweglich, zu statisch und zu leicht auszurechnen als dass er die FCI-Innenverteidigung in die Verzweiflung rochieren könnte. Damit passt er einfach nicht zu dem schnellen Kurzpass-Umschalt-Rotationsspiel, dass der effzeh versucht zu etablieren. Konsequenz: Halfar und Risse müssen ständig auf zwei Positionen sein um die Abwehr bei Laune zu halten, Peszko kann nur seine Position halten, weil die Mitte ständig mit Ujah besetzt ist und hat dadurch nur einen, dafür aber ständigen, Gegenspieler. Kein Wunder dass die Mannschaft mehr als einmal auf Hector oder Gerhardt gewartet hat um einen Nadelstich Richtung Ingolstädter Tor zu setzen. Durch die Mitte ging da gar nichts. Ujah kann man als zweite Spitze, als Stoßstürmer und als Bindungsbauer (Schach! Alter! Schach!) nutzen aber zu Hause gegen Ingolstadt als einziger Stürmer? Nee, das hat nicht wirklich gepasst. Letztlich hatte der effzeh genau eine Chance, die von Helmes in Cirque-du-Solei-Weise vergeben wurde. Das war mehr Kunst als Sport.
Egal. Dem FCI muss mal das Kompliment machen den effzeh zeckig nicht zum Spiel kommen zu lassen auch wenn manche Schauspieleinlagen arg an meinen Nerven nagten. Damit müssen wir aber als “Spitzenteam” fertig werden. Feierabend.
Doch, genug der Lobhudelei, der effzeh muss jetzt aufpassen. Zwei Niederlagen in Folge bringen dich in der zweiten Liga ganz schnell in Schwierigkeiten am Freitag muss in St. Pauli eine Reaktion folgen. Ich möchte ganz bewusst nicht von einer “Krise” oder einem “Einbruch” sprechen, es sollte jedem klar gewesen sein, dass der effzeh nicht mit 85 Punkten aufsteigt. Noch ist nix passiert, die Mannschaft steht immer noch im Plus und Trainer Stöger wird aus diesem Spielen auch seine Schlüsse ziehen, da bin ich sicher. Dennoch: Vorsicht.
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So, damit habe ich die Pflicht hinter mich gebracht und möchte jetzt noch ein Wort in eigenen Sache verlieren. Ich bin im Moment lustlos. Komplett. Das hat ein paar Gründe, die ich kurz ausführen möchte, denn es sieht für mich aktuell nicht so aus, als sei das ein Zustand, der morgen vorbei ist. Also…
Erstmal: Mir ist klar, dass das hier kein kommerzielles Projekt ist. Es geht nicht ums “Geld-verdienen”. Wenn ich mal nen link verkaufe, dann um die Serverkosten reinzukriegen und nicht noch selbst für den Scheiß hier zu bezahlen. Letztlich ist das ein Privatvergnügen. Das war von Anfang an so ausgelegt. Damit komme ich klar. Das nur als Vorabinfo.
Aber was es gibt ein paar Dinge, die mir wirklich auf den Keks gehen und die ich leider nicht beeinflussen kann. Ich bekomme für das Blog eigentlich durchweg Lob. Wenn ich mal mit Menschen aus meinem Umfeld rede, das scheint schon alles zu passen, die Vorberichte / Interviews kommen ganz gut an und die Klickzahlen sind für mich auch deutlich zufriedenstellend. Gar keine Frage. Aber irgendwie komme ich nicht darauf klar, dass bei irgendeiner Drecks-DPA-Meldung, die auf dem “größten, besten und überhaupt” effzeh-Blog in einfache Worte umgedichtet wird 300 “gefällt mir”-Klicks generiert werden und wenn ich hier Ralph Gunesch anschaffe nicht ein einziger Kommentar unter dem Artikel erscheint oder grad mal drei Leute das bei Facebook mögen. Wenn wir die “likes” mal als Währung in Blogs nehmen möchten, dann ist das für mich ein Zeichen, dass das den meistens Leuten, die hier mitlesen meilenweit am Arsch vorbei geht. Und das drückt ganz gewaltig auf die Motivation. Letztlich ist es so: Reichweite matters. Für mich, als Amateur, der das hier alleine macht sicher noch deutlich mehr als für kommerzielle Angebote. Und wo wird Reichweite geschaffen? Bei Facebook. Oder auch bei twitter.
Ich behaupte jetzt einfach mal, dass sich dieser Blog über die Laufe der letzten Jahre im fussball-affinen Internet durchaus etabliert hat, die meisten Fußballblogger kennen sich zumindest virtuell untereinander und auch mein grandioser Faux-Pas mit der Insolv…ach, ihr wisst schon. Also ein paar Leute kennen mich dann schon. Behaupte ich. Hoffe ich. Leider ist das ein recht enger Zirkel. Und auch einer, der nicht mit irgendwelchen Hipster-Blogs a la Nerdcore oder was auch immer vergleichbar ist. Wenn bei mir ein Artikel vierstellige Klickzahlen hat, dann ist das schon richtig gut. Das nur mal als Einschätzung. Ein durchschnittlicher Vorbericht hat ca. 300 Klicks am Tag der Veröffentlichung, und dann vielleicht noch 100-200 an den Tagen darauf. Ein Nachbericht hat ein bisschen weniger. Noch weniger! Nur damit ihr mal seht, wie klein diese Ecke des Internets ist. Irgendwie entwickelt sich da in letzter Zeit auch nichts. Die 11 Freunde haben ihre Blogschau eingestellt, Spox auch, die Foren verlinken nur, wenn der User sich über irgendwas hier aufregt und letztlich kommentieren zwei, drei Leute, wenn es hoch kommt. Mir fehlt Feedback.
Letzte Woche zum Beispiel die Buchverlosung. Ganze 22 Leute möchten was geschenkt bekommen. Die Klickzahlen lagen irgendwo bei 250-300. Also haben etwa 8-9 % der Leute die das gelesen haben auch die Energie aufgebracht zu kommentieren. Kann ich nicht begreifen. Es war ja nicht so, dass ihr bei einer 01805-Nummer anrufen musstet. Das raubt ebenfalls unglaublich Motivation. Ich frage mich halt, warum das so ist.
Und heute kam dann ein Punkt, der das Fass für mich temporär zum überlaufen brachte. Ein BVB-Blogger schreibt (lt. Eigenaussage) im Suff den Vater von Mario Götze an und fragt ihn ob er sich nicht für seinen Sohn schämt. So weit, so doof und dumm. Vater Götze antwortet aber und das halbe Internet lacht sich tot, was für eine tolle, coole Aktion dieser Blogger doch da angestellt hat und wie lustig und überhaupt. Die andere Hälfte guckt betreten zu Boden, aber letztlich klickt jeder drauf. Und verlinkt. Und verfacebookt und vertwittert. Und diskutiert und streitet sich. Über den letzten Scheiss! Und ich sitze da und denke mir: Was machst du dir eigentlich Mühe? Anscheinend will niemand das lesen, was du schreibst und es würde völlig ausreichen ein bisschen Sprache in einen Blödsinnsblog zu kleiden. Und das hat mich dann schon ein wenig getroffen, wenn ich ehrlich bin.
Ich möchte nicht weinerlich klingen, wie mir das eben schon auf twitter vorgeworfen wurde und ich möchte auch überhaupt nicht beleidigt rüberkommen, sondern nur meine Gründe darlegen, warum ich hier erstmal eine Pause einlegen werde. Ich muss das alles noch ein wenig mehr reflektieren und mir wirklich klar machen um was es geht. Letztlich war der Antrieb für “lostinnippes” bzw. “dervierteoffizielle” Spaß am schreiben, Spaß an Meinung und auch eine Art Selbsttherapie, denn der effzeh ist die leichteste Bürde nicht.
Aus den obigen Gründen fehlt mir aktuell der Spaß. Simple as that.
Come on effzeh!
 Von lostinnippes,  am 21.11.13 Unter tobenden Protesten hat via twitter die Live-Auslosung zu “Helden” stattgefunden.
Es wurde folgende Liste erstellt:

Als Schiedsrichter wurde ein Leverkusener genommen. Viel neutraler geht es nicht. Er bekam die Liste vor der Wahl per Dropbox zugeschickt.
Leider waren alle mir bekannten Feen zu der Zeit der Verlosung nicht online und es erklärte sich auch niemand bereit freiwillig zu ziehen also wurde ein leidlich bekannter Radiomacher aus Potsdam dazu ernannt zwei Zahlen zwischen 1 und 22 zu wählen. Er kannte die Liste natürlich nicht…
Seine erste Wahl:

Damit hat Christiane das erste Buch gewonnen.
Und jetzt kommt’s:

Da zieht der sich doch selber! Man kann es sich gar nicht ausdenken!
Natürlich bricht sofort ein Sturm der Entrüstung aus. Mittlerweile verstehe ich Tom Bartels, wenn er von einem asozialen Netzwerk redet. Schlimmer als die Tiere…




Zum Glück gab es ja einen Schiedsrichter!

Puh. Ein Glück!
In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch an Christiane und Thomas!
 Von lostinnippes,  am 21.11.13 Kribbelt es wieder? Ja? Nach der elenden Länderspielpause steht wieder ernsthafter Fußball auf dem Programm. Endlich.
Beim Wortwechsel habe ich diese Woche eine kleine Premiere, denn mit Ralph Gunesch habe ich den ersten aktiven Spieler an Land ziehen können, der sich die Zeit genommen hat für diese kleine Ecke des Internets seinen iPad in die Hand zu nehmen und mir ein paar Fragen zu beantworten. Ganz großes Kino, lieber Ralph! Vielen Dank dafür. Ihr findet Ralph auf Facebook oder unter @felgenralle auf twitter. Folgt ihm alle! Sofort!
Zudem kommt auch die Jugend wieder zu Wort, denn von Julia bekommen wir auch einen kleinen Einblick in das Fanleben in Ingolstadt. Auch ihr gilt mein herzlichster Dank! Berichte und Fotos von Ihr und den Spielen des FCI gibt es auf brc08.de genauso wie ihr ihr auch auf twitter unter @JuliAuripolis folgen sollt. Jawohl!
Hallo Ralph! Zunächst vielen Dank, dass Du Dir die Zeit nimmst, hier ein paar Fragen zu Dir, dem FCI und dem kommenden Spiel gegen den 1.FC Köln zu beantworten. Ich komme natürlich nicht darum herum vor den eigentlichen Fragen erstmal ein bisschen was zu Deiner Person zu erfahren, Du bist immerhin der erste aktive Spieler, der hier mitmacht.
Also: Du kommst ursprünglich aus Siebenbürgen, bist im Raum Aachen groß geworden und hast auch dort das Fußballspielen gelernt. Mit 16 ging es zur Alemannia und mit 20 zu St. Pauli. In der Saison 2006/2007 spieltest Du ein Jahr für Mainz in der Bundesliga. Erklär einen Laien doch mal bitte wie geil es ist irgendwann seine Chance in der ersten Liga zu bekommen? Was denkt man sich, wenn der Trainer sagt: “Komm, Junge, Du spielst jetzt!”?
Als ich 2006 von der damaligen Regionalliga Nord (3.Liga) in die erste Liga zu Mainz 05 gewechselt bin, war das natürlich ein Riesen-Sprung für mich. Im September 2006 verletzte sich Manuel Friedrich auf einer Länderspielreise und da ich als Backup für ihn und Noveski geholt wurde, war ich an der Reihe.
Ich war natürlich wahnsinnig nervös. Der Ablauf war wie vor jedem anderen Spiel auch und Trainer Jürgen Klopp stellte mich wie selbstverständlich auf, ohne ein Wort zusätzlich unter 4 Augen darüber zu verlieren. Erst nach dem Spiel kam er zu mir und sagte, dass ihm eben erst aufgefallen war, dass das ja mein Bundesliga-Debüt war. Ich glaube ja aber heute noch, dass er den Ablauf vorweg für mich so normal wie möglich halten wollte und er sehr wohl wusste, dass es mein erstes Spiel sein wird. Dennoch war es einfach kein normales Spiel für mich – das erste Spiel in der ersten Bundesliga ist einfach zu besonders, als dass es einfach nur ein Spiel für einen sein könnte.
Nach einem Jahr bist Du aber wieder zurück nach Hamburg gegangen. Man sagt auf eigenen Wunsch hin. Ich stelle mir das sehr schwierig vor, wenn man einmal Blut geleckt hat, wieder einen Schritt zurück zu gehen oder hast Du das gar nicht als solches empfunden?
Wir waren in dem Jahr mit Mainz leider abgestiegen und St.Pauli ist in die 2.Liga aufgestiegen. Direkt nach dem Aufstieg stand mein Telefon damals nicht mehr still und Holger Stanislawski, den ich aus meiner ersten Zeit noch als Spieler, Vize-Präsident und Sportchef (irgendwie war er alles mal) kannte, betonte bei jedem Telefonat, dass er mich wahnsinnig gerne zurück holen würde. Seine Art und Weise und seine Pläne überzeugten mich zurück zu kehren. Bereits damals, obwohl ich erst 3 Jahre für St.Pauli gespielt habe, war es für mich eine Rückkehr zur sportlichen und privaten (selbst gewählten) Heimat.
Insofern war es ein Wechsel innerhalb der Liga aber natürlich hatte ich dann Blut geleckt und mein großer Traum war es, mit dem FC St. Pauli in der ersten Liga zu spielen, was ja dann auch 2010 in Erfüllung ging. Ich bin Stani noch heute dankbar, dass er mich damals zurück geholt hat, sicherlich hätte ich in Mainz auch eine schöne Zeit haben können aber all diese Erlebnisse in den Jahren möchte ich nicht missen.
Und nach fünf Jahren Kiez ging es 2012 nach Ingolstadt. Sicher nicht nur vom Nachtleben eine Umstellung. Wie geht es Dir in Oberbayern?
Ich fühle mich wohl in Ingolstadt. Sicherlich ist hier vieles anderes aber es ist natürlich eine ganz neue Aufgabe die ich hier vorgefunden habe. Ein junger Verein der gerade erst 3 Jahre im Profifußball hinter sich hatte, eine sehr junge und noch relativ kleine Fanszene und Strukturen die erst noch wachsen müssen. Aber es ist sehr reizvoll, an etwas mitwirken zu können was noch wachsen muss und ein Stück weit meine Erfahrung weitergeben zu können.
Eine letzte persönliche Frage, ich komme nicht darum herum: Was fährst Du zur Zeit? Einen Audi? Und wie viel Zoll haben die Felgen?
Ich fahre seit über 10 Jahren Audi, das hat also nichts mit meinem aktuellen Verein zu tun. Irgendwann mit 19 kaufte ich mir meinen A3 (den ich immer noch habe) und bin seitdem der Marke treu geblieben. Für viele aus Hamburg kam der Wechsel nicht überraschend (mit einem kleinen Augenzwinkern). Ich werde dir jetzt nichts spektakuläres über meine Autos erzählen können, selbst die Felgengröße ist mit 19″ im Bereich des normalen.
Na gut 🙂
Jetzt haben wir eine Menge über Dich erfahren, kommen wir mal zum sportlichen Teil. Der FCI war vor der Saison in meinem Freundeskreis sowas wie die heimliche WildCard. Man hörte immer wieder, dass Audi die Schatulle einfach offen lässt um mal zu schauen, was passiert. Mit Tamas Hajnal wurde spät noch ein erfahrener Mittelfeldmann geholt aber so richtig seid ihr nicht ins Rollen gekommen. Es dauerte bis zum 5. Spieltag, bis die ersten Punkte eingefahren werden konnten. Für Marco Kurz kam das schon zu spät. Was war da los, zu Beginn der Saison?
Wir haben einen ganz schwierigen Start erwischt und waren in einer Spirale drin, die sich in die falsche Richtung drehte. Mit dem Trainerwechsel haben wir unser Spiel ein bisschen umgestellt und wenn du dann ein Erfolgserlebnis hast, ist es leichter das Nächste folgen zu lassen und dann musst du dich Schritt für Schritt da unten raus arbeiten.
Hier schaltet sich auch Julia in das Gespräch ein:
Hallo Julia! Sag mal, aus Fansicht wie frustrierend war der Auftakt? Ihr habt doch sicher auch mit mehr gerechnet, oder? Wo siehst Du die Gründe?
Aus Fansicht war der Auftakt natürlich nicht das, was ich mir erwartet habe. Nachdem wir in der Vorbereitung fast ohne Gegentore ausgekommen sind und man das Gefühl hatte das könnte eine entspannte Saison werden, war das schon enttäuschend. Ich glaube es war keine einfache Situation für die Mannschaft nach dem Abgang von Stefan Leitl. Außerdem gab es Spieler die in der Vorbereitung konstant ihre Leistung gebracht haben und zu Saisonbeginn wieder auf der Bank saßen. Dann die späte Verpflichtung von Hajnal und Cohen. Das sind alles keine Faktoren die eine Mannschaft entstehen lassen und den Jungs Sicherheit geben, das hat man gemerkt.
Jetzt ist ja der “alte Kölner” Ralph Hasenhüttl euer Trainer und es sieht so aus, dass ihr euch einigermaßen stabilisiert habt. Zwar sieht die Kurve immer noch nach Herzflimmern aus, auf einen Sieg folgt eine Niederlage, folgt ein Sieg aber sowohl in St. Pauli als auch in Düsseldorf waren die Niederlagen ja keine Klatschen. Zudem in Fürth gewonnen, in Paderborn gepunktet und jetzt gegen Aalen drei Punkte geholt. Herrscht Aufbruchstimmung oder guckt ihr doch eher noch Richtung Keller?
Julia:
Als FC Ingolstadt Fan weiß man das immer alles passieren kann, grundsätzlich glaube ich aber an den positiven Trend. Man merkt auch, dass die Stimmung allgemein wieder positiver wird. Aber wir sind ja noch nicht unten raus deswegen gibt es da natürlich immer die Sorgen, dass wir wieder einbrechen.
Ralph:
Wie ich oben sagte, wird das nur Schritt für Schritt gehen. Aber wir haben jetzt ganz gut angefangen und wollen natürlich auch in Köln da weiter machen wo wir vor der Länderspielpause aufgehört haben um uns schnellstmöglich unten raus zu arbeiten.
Da wünsche ich euch viel Glück bei! Okay, lasst uns mal nach vorne schauen. Am Samstag reist Ihr also nach Müngersdorf und wir müssen ja nicht drumherumreden: Hier erwartet man sicher einen Sieg der Heimmannschaft. Als Spieler bzw. Fan, schaut man da eigentlich auch auf die anderen Vereine? Habt Ihr die Entwicklung in Köln verfolgt und was fällt Euch ganz spontan zum “effzeh” ein?
Julia:
Ernsthaft verfolgt habe ich die Entwicklung beim FC nicht, es fällt aber schon auf dass ihr dieses Jahr eine sehr konstante Saison spielt. Zum “effzeh” fällt mir ganz spontan Lukas Podolski ein. Bei manchen Spielern ist es egal wo sie aktuell spielen, gefühlt ist Podolski immer noch in Köln.
Ralph:
Mit Matze Lehmann und Thomas Kessler habe ich ja bei St.Pauli noch zusammen gespielt – insofern schaut man natürlich immer mal wie die alten Kollegen sich so schlagen. Köln steht zu Recht oben, sie haben eine hervorragende Mannschaft und sind vor allem im Offensivbereich erstklassig besetzt, da kommt viel Arbeit auf uns zu. Deren Anspruch ist ganz klar der Aufstieg dieses Jahr. Dem werden sie aktuell tabellarisch auch absolut gerecht, aber auch nach Köln fahren wir mit dem Vorhaben zu punkten.
Ansonsten fallen mir noch zwei Dinge ein: Jörg Schmadtke war auch mein Sportdirektor bei meiner ersten Profistation Alemannia Aachen vor über 10 Jahren.
Und zweitens: Das alte Müngersdorfer Stadion war mein erstes Bundesligastadion, das ich als Kind besucht habe. Es war der 34. Spieltag der Saison 1990/1991, 1. FC Köln – 1. FC Kaiserslautern, Endstand 2:6 und Kaiserslautern feierte die deutsche Meisterschaft (inkl. Platzsturm). Die Bilder sind mir auch heute noch sehr präsent wie alle um den Platz rum standen und auf den Abpfiff warteten.
Ohja, ich erinnere mich mit leichtem Grusel an dieses Spiel. Aber um auf den Samstag zurück zu kommen: Jetzt spielt euer Trainer ja mit einem recht stabilen 4-2-3-1 egal ob zu Hause oder auswärts. Das wird sich auch in Köln nicht ändern, oder?
Julia:
Ich glaube nicht aber zurzeit sind wir ja immer für Überraschungen gut.
Ralph:
Fakt ist, wir werden mit 11 Spielern auflaufen , wie wir die auf dem Feld aufteilen überlegen wir uns noch bis Samstag 😉
Was erwartet Ihr persönlich vom Spiel? Ralph, als Innenverteidiger wirst Du ja wahrscheinlich genug zu tun bekommen, oder? Was macht ihr mit Helmes? Wird er einen direkten Bewacher bekommen? Oder ist das gegen die schnell verschiebenden Kölner gar nicht sinnvoll?
Natürlich wissen wir um die Stärke der Kölner Offensive und das lässt sich auch nicht nur auf Helmes beschränken, die Jungs um ihn herum haben auch ein wahnsinniges Tempo und sind richtig gute Kicker. Da können wir uns nicht nur auf einen Mann konzentrieren , sondern müssen Allen den Spaß am Offensivspiel für die 90 Minuten nehmen. Das funktioniert am besten, in dem wir ihnen keinen Raum zum Spielen geben und natürlich nicht blind in Konter laufen, denn wie du es ja schon sagtest: die schalten alle blitzschnell um und überbrücken die Räume sehr gut und schnell.
Und Julia? Was erwartest Du denn aus Fansicht von dem Spiel? Wirst Du nach Köln reisen und live vor Ort sein?
Ich erwarte eine leidenschaftliche Partie, glaube aber das wir hinten viel zu tun bekommen und hoffe deswegen auf schöne Konter von uns. Nachdem ich seit knapp 2 Jahren kein Spiel mehr verpasst habe werd ich mir auch das Spiel am Samstag, trotz Prüfungen nächste Woche, nicht entgehen lassen und nach Köln fahren.
Dann wünsche ich schon mal viel Spaß hier am Rhein und Ralph wünsche ich natürlich alles Gute für das Spiel am Samstag! Wir schauen wir uns das gespannt an.Aber trotz aller guten Wünsche hoffe ich natürlich auf einen Sieg “meines” effzeh und tippe auf ein verdientes 2:1. Ich versuche ja immer von meinen Interviewpartnern auch einen konkreten Tipp herauszuquetschen. Was sagt ihr?
Ralph:
Einen konkreten Tipp werde ich nicht abgeben, nur so viel: Wir werden alles dafür tun, dass es am Ende ein positives Ergebnis für uns wird!
Julia:
Ich tipp zwar ungern aber ich äußere mal meinen Wunsch. Ich tipp auf ein 1:2 für uns, mit nem dreckigen Führungstreffer in der Schlussphase. Dir auch einen schönen Spieltag!
Wir werden es früh genug erfahren. Euch beiden nochmal vielen Dank und für den Rest der Saison alles Gute!
 Von lostinnippes,  am 18.11.13 “Es kam das Halbfinale gegen Frankreich in Sevilla. Heute weiß ich, dass die Franzosen eine weitaus sympathischere Mannschaft hatten, die entschieden schöner spielte als die deutsche. Damals sah ich das nicht im Ansatz, und selbst Schumachers Foul gegen Battiston konnte mich nicht im Geringsten dazu veranlassen, etwa weniger für Deutschland zu halten. Auch ich hätte ihm, ohne zu zögern, die Jacketkronen von meinem Taschengeld bezahlt […]”
schreibt Sascha Theisen im Vorwort zu seinem neuen Buch “Helden – 50 deutsche WM Legenden”. Ich erkenne mich sofort wieder. Ich weilte 1982 mit meinen Großeltern auf einem Campingplatz in…richtig…Italien, hatte einen besten Ferienfreund namens Paolo (natürlich!) und jedes Spiel der WM wurde auf dem TV der angeschlossenen Gaststätte von allen Campingplatz-Hobbits zusammen geschaut. In meiner Erinnerung waren das nur Deutsche und Italiener, denn beim Finale weinte die eine Hälfte des Platzes bittere Tränen, während die andere Hälfte bis spät in die Nacht laut und ausgelassen feierte (was meinen Opa selbstredend nicht davon abhielt, nachdem meine Oma ins Bett gegangen war, klammheimlich die Seiten zu tauschen, wie wir bei späteren Familienfesten immer wieder sehen konnten, wenn alte Fotos ausgepackt wurden).
Meine erste wirklich “erlebte” WM kam dann vier Jahre später auch wenn eigentlich nur ein Satz übrig geblieben ist, der alles erzählt: “Toni halt den Ball! Nein! Er hält ihn nicht…” Rolf Kramer mit dem Leid von tausend Völkern in der Stimme und eine zehnjährige Seele, die hilfesuchend an die Decke starrt. Ist das albern? Nein, das ist das, was unseren Lieblingssport ausmacht. Was uns bewegt und auch zwanzig, dreißig Jahre später noch bleibt. Genauso wie diese eine unendliche Nacht in Rom, der Tanz um Piccadilly und Holger Gaißmayer am Zaun von Rostock.
Zugegeben. Von Holger Gaißmayer wieder die Spur zu “50 deutschen WM Legenden” zu finden ist die leichteste Aufgabe nicht aber immerhin bekommt Hans-Hubert Vogts auch ein Kapitel in dem Buch gewidmet und das muss reichen.
Auf knapp 170 opulenten Seiten erinnert Theisen an diese Momente, die wir heute alle noch auswendig aufsagen können. An Fritz Walter und Bern an Klaus Fischers Tor an Gerd Müllers Schuss aus der Drehung und Andi Brehmes Gedankenleere beim Elfmeter. Es sind zu viele Momente diese jetzt hier alle aufzuzählen, das müsst Ihr schon selber nachholen aber ich verspreche Euch, Ihr werdet das Buch immer wieder aus der Hand legen, an die Decke schauen und denken: “Ja, verdammt. So war das….”
Im Anhang gibt es noch einen schönen, übersichtlichen Statistikteil mit allen deutschen WM-Teilnehmern nach Turnier geordnet, so dass auch der Listenjunkie auf seine Kosten kommt.
Ein wirklich schönes Buch, dass ich Euch allen nur ans Herz legen kann!
Und weil fast schon Weihnachten ist, gibt es das Buch hier zu gewinnen!
Zusammen mit

könnt Ihr heute direkt zwei Mal das Buch ergattern!
Kommentiert einfach unter diesem Artikel. Das Los entscheidet am Donnerstag, 21.11., 20 Uhr.
Viel Glück und viel Spaß mit dem Buch und falls Ihr es nicht gewinnt, die Investition ist es allemal wert!
 Von lostinnippes,  am 21.11.13 Über die letzten 10 Jahre habt Ihr ohne Zweifel Poker im TV gesehen, und ebenso festgestellt wie das Kartenspiel enorm an Popularität gewonnen hat. Millionen Spieler aus aller Welt spielen es jeden Tag.
Das hat natürlich eine Menge mit der Version des Pokers zu tun. Texas Hold’em ist sehr einfach zu lernen und zu spielen. Und wie jeder gute Sport macht Texas Hold’em nicht nur Spaß zu spielen, sondern auch zu zu schauen. Deshalb gibt es diese große Menge an TV-Shows über das Spiel. Die “World Series of Poker” ist das am meisten geschaute Poker-Turnier im TV, Jedes Jahr schalten mehr und mehr Menschen ein und wünschen sich einmal in Las Vegas dabei sein zu können.
Der Grund warum Poker plötzlich soviel Aufmerksamkeit genießt liegt in den Online-Poker-Seiten, die es Jedermann mit einer Internet-Verbindung und einem Computer ermöglichen mitzuspielen. Man muss nicht bis Freitagabend warten um mit seinen Freunden zu spielen, man geht einfach online und spielt gegen Gegner aus aller Welt um seine Fähigkeit zu testen.
Hier kommt der große Unterschied zum tragen. Man spielt gegen Menschen über das Internet, daher sieht man nicht ihre Gesichter, ihre Emotionen. Stattdessen muss man lernen ihr Spiel zu lesen um herauszufinden ob sie bluffen oder ob sie ein gutes Blatt spielen. Das ist natürlich weitaus schwieriger als am echten Tisch.
Zum Glück gibt es hunderte verschiedene Online Websites wie http://de.888poker.com, die es einem erlauben zu jeder Zeit Poker zu spielen, was bedeutet, dass Trainingszeit nie lange warten muss.
Diese Seiten ermöglichen auch mit Spielgeld zu spielen, bevor man echtes Geld setzt, damit man das Spiel ordentlich lernen kann und sich an den Tischen, mit fremden Spielern aus der ganzen Welt, zu Hause fühlt.
 Von lostinnippes,  am 13.11.13 Ich bin spät dran, ich weiß, dafür mache ich es auch kurz. Ich kränkel, es war Karnevalsauftakt, da blieb keine Zeit für andere Hobbys.
Der effzeh verliert also sein erstes Spiel in der Saison. Na und? Gut, hätte jetzt nicht unbedingt gegen Neururer sein müssen aber man kann es sich ja tatsächlich selten aussuchen.
Zur Analyse bitte ich diese Woche auf das gesprochene Wort auszuweichen. Bei sportradio360.de gab es im Rahmen des sport1.fm – Blocks vom Montag eine feine Runde mit Christoph Fetzer (laola1.tv, sport1.fm), David Nienhaus (WAZ, derwesten.de) und mir, wo wir auch über das Spiel des 1.FC Köln in Bochum schnacken. Mehr ist nicht zu sagen. Hört da mal rein.
Joa. Ansonsten hoffe ich, dass meine Bronchien bald mal wieder Normalbetrieb aufnehmen, dass es beim effzeh beim “Ausrutscher” bleibt, dass der EU keine Strafsteuer auf Mett einfällt und dass endlich dieses taube Gefühl in der Zunge nachlässt. Drückt mir die Daumen.
 Von lostinnippes,  am 07.11.13 Ein paar Tage nach dem furiosen Sieg zu Hause gegen Union kommt auf den effzeh und dessen Anhang eine oft erlebte Auswärtsfahrt die A43 hoch zu. Der VfL Bochum ist wirklich ein alter Bekannter. Diese Woche begrüßen wir hier im Blog einen echten Jungspund und freuen uns, dass auch die Jugend von heute noch lesen und schreiben kann. Marcel hat sich die Zeit genommen meinen Fragen rund um das Spiel umfassend zu beantworten. Dafür ein großes Dankeschön und wenn Ihr mehr von ihm lesen wollt, dann empfehle ich dringlichst ihm auf twitter unter @NichtMarcel zu folgen!
Hallo Marcel! Erstmal auch Dir vielen Dank für Deine Zeit und Mühe hier in dieser kleinen kuscheligen Runde mitzumachen. Nachdem es im letzten Jahr ja lange Zeit nicht sonderlich rosig um Deinen VfL aussah, kam „Peter der Große“ zurück an die Castroper Straße. Aus der Entfernung sah das ja schon komisch aus aber es letztlich hat es gespaßt. Erklär uns mal bitte wie die Erwartungshaltung mit Neururer in Bochum war und wie sich das entwickelt hat. Träumte man vor der Saison schon wieder vom Oberkörperfrei-Tanz oder geht man nüchtern an die Sache ran?
Eine gewisse Euphorie war am Ende der letzten Spielzeit auf jeden Fall da, Neururer schaffte es das Stadion vollzukriegen, was leider auch ein relativ trauriger Fakt ist an und für sich. Der Großteil der Fans ging neutral an die Saison ran, die Transfers waren für das Geld was ausgegeben wurde, absolut in Ordnung und so wollte man einfach schauen inwieweit man sich hinter den Aufsteigern positioniert. Als die Saison dann gut los ging und wir gegen die sehr stark geredeteten Unioner gewannen, hörte man von allen Dächern das Wort „Aufstieg“ pfeifen. Dass das einfach nicht der Anspruch ist, sah man allerdings schon in den Spielen danach, da verflog dann die „Euphorie“ die einzig noch bei den Neururer-Fans herrschte, diese blieben dem Ruhrstadion nach kurzer Zeit auch schon wieder fern.
Und jetzt, nach 13 gespielten Spielen? Wie sieht Dein Zwischenfazit aus?
Schwere Frage. Der VfL bewies bislang, dass er vor allem gegen vermeintlich stärkere Teams besser spielt und immer für eine Überraschung gut ist, gegen die vermeintlich kleinen Teams gab es bislang ausschließlich Haue, da hier teils erschreckende Leistungen gezeigt worden sind. Oder man spielte sehr gut, wie gegen Aalen und verlor am Ende weil man zu dämlich war die Tore zu machen. Ein wirkliches Fazit kann man nicht ziehen, dafür ist die Truppe eine Wundertüte, man kann einzig sagen, dass gute Ansätze da waren, diese aber zu selten umgesetzt wurden, daher fehlt mein bisherigen Zwischenfazit eher negativ als positiv aus. Das liegt vor allem an unserem Sturm. Sukuta-Pasu rackert und ackert was das Zeug hält, leider hatte er bislang die Scheiße am Schuh, seine Tore gegen Aue und Cottbus machen aber Hoffnung. Mirkan Aydin, den ja schwere Verletzungen zurückgeworfen haben, kommt überhaupt nicht in Form. Auf der Bank haben wir leider keine Alternativen die sich bereits im Profifußball bewiesen haben. Sven Kreyer ist hier wohl noch die beste Alternative, der Junge spielt aktuell bei unseren Amateuren und trifft dort in aller Regelmäßigkeit (8 Spiele, 8 Tore) doch leider bekommt er in der 1. Mannschaft bislang kaum Einsatzzeiten. Und das ist bislang auch wohl das größte Problem, der Mangel an Alternativen, die wirklich etwas taugen und uns weiterhelfen, gerade Spieler für die Außenbahnen haben wir gar nicht auf der Bank sitzen.
Zwischen dem 8. Und dem 11. Spieltag setzte es ja zum Teil empfindliche Niederlagen in der Liga, zudem das Ausscheiden aus dem DFB-Pokal gegen die Eintracht aus Frankfurt bevor dann ausgerechnet gegen eine der besten Zweitligamannschaften, den FCK ein respektables Unentschieden gelang. Jetzt der Sieg gegen Cottbus und man ist erstmal aus dem Gröbsten raus. Was siehst Du ursächlich als Grund für die letzten Ergebnisse?
Wie bereits oben angedeutet gab es in den letzten Jahren und eben insbesondere in dieser Saison vor allem gegen vermeintlich kleinere Gegner Niederlagen. Bis auf das Spiel gegen Aalen waren diese Niederlagen aber auch allesamt verdient. Gegen Sandhausen spielte man einfach schwach, gegen Ingolstadt ebenso und in Aue verpasste man es frühzeitig den Sack zu zumachen, die Nachlässigkeit wurde im Erzgebirge mit einem schnellen Doppelpack bestraft. Vor allem lies der VfL in diesen Spiel eine sichere Abwehr vermissen, die Defensive Stabilität kam dann im Spiel gegen Lautern zurück. Gegen Cottbus schaute es ähnlich aus und darauf müssen wir aufbauen, wir müssen weiterhin versuchen schwer bespielbar zu sein und dann die Dinger vorne machen.
Jetzt kommt also am Wochenende mit dem effzeh der aktuelle Spitzenreiter nach Bochum. Hast Du die Entwicklung in Köln verfolgt und was sagst Du zur aktuellen Situation?
Um ehrlich zu sein, hätte ich nicht gedacht, dass die Formkurve so nach oben zeigen wird. Der Start in die Saison war ja noch etwas holprig, aber nun hat man sich in der Domstadt stabilisiert und zeigt dass man die beste Mannschaft in der 2. Liga ist. Bei einem Blick auf dem Kader kann man aber auch nichts anderes sagen, der ist wirklich sehr gut.
Das Spiel gegen Union war für mich überraschend, ich hätte nicht gedacht, dass der 2. der Liga so Chancenlos gegen den 1. der Tabelle ist. Leider sind wir auch nicht wirklich aus dem gröbsten raus, nach einer Niederlage könnten wir auch wieder auf den Abstiegsrängen stehen. Die 2. Liga ist dieses Jahr wirklich extrem eng beieinander, alleine wenn man sich vor Augen führt, dass es bis Platz 5 „nur noch“ 4 Punkte sind.
Und zum Spiel: Gegen Lautern ließ Neururer mit einem 4-1-3-2 spielen. Womit können und müssen wir beim Spiel gegen uns rechnen. Führ uns Mal bitte durch die Aufstellung und die Mannschaft. Wer ist Dreh- und Angelpunkt, wer kümmert sich um Helmes und sind Tiffert und Jungwirth nicht doch eine etwas verkappte Doppelsechs?
Ich denke wir werden mit der gleichen Aufstellung wie gegen Cottbus spielen. Das heißt im Klartext: 4-2-3-1. Die Abwehrkettte wird aus Acquistapace, Fabian, Maltritz, Freier bestehen, davor räumen Jungwirth und Tiffert ab, wobei Tiffert mehr in Richtung 8 als 6 spielt. Auf den Außen dann Cwielong und Tasaka, als hängende Spitze Ilsö und vorne drin darf Sukuta-Pasu erneut sein Glück versuchen. Bei Tasaka und Cwielong zeigen die Formkurven wieder nach oben, nach dem sie in den Wochen abgetaucht sind, wenn beide in Schwung kommen, dann wird von den beiden die größte Gefahr ausgehen. Ein Ilsö ist natürlich auch immer für einen gefährlichen Schuss gut.
Im Mittelfeld ist aktuell aber Jungwirth der Dreh- und Angelpunkt, er erobert sich viele Bälle und ist immer eine Anspielstation – wenn er seine Fehlpässe in den Griff bekommt, kann er der entscheidene Faktor im Mittelfeld werden. Ich denke mal Maltritz wird sich um Helmes kümmern, trotz seinem mittlerweile fortgeschrittenen Alters zeigt er immer wieder gute Leistungen, die sich vor allem durch ein starkes Stellungsspiel bemerkbar machen – für ein Tor nach einem Standard ist er auch immer wieder gut, dass bekam Köln ja bereits in der letzten Saison zu spüren. In dem Spiel nahm Maltritz Ujah komplett aus dem Spiel, ich hoffe auf eine ähnlich starke Leistung am Sonntag.
Der effzeh kommt ja nun gestärkt mit einem 4:0 aus dem Spitzenspiel gegen Union angereist wobei gerade unser Spiel nach vorne zu begeistern wusste. Doppelfrage: Wie wird versucht den Wirbel, den Halfar, Risse, Peszko, Gerhardt, Lehmann und Helmes veranstalten nicht zur Entfaltung kommen zu lassen und was lasst Ihr Euch einfallen uns endlich mal wieder ein Gegentor einzuschenken? Mit nur 5 bisher kassierten Treffern stehen wir ja überragend da.
Ich denke dasselbe wie [am 32. Spieltag] letzte Saison. Tief stehen und den Effzeh erst in der eigenen Hälfte angreifen – sprich man wird versuchen möglichst wenig Freiräume zu schaffen. In der Offensive wird man den Ball wieder blind auf Sukuta-Pasu hauen und hoffen, dass was gutes passiert.
Generell, was erwartest Du vom Spiel?
Wie immer erwarte ich ein brisantes Duell vor einer tollen Kulisse. Die Spiele gegen Köln wehen immer einen kleinen aber feinen „1. Liga-Wind“ ins Ruhrstadion. Wird denke ich ähnlich intensiv werden, wie das Spiel in der letzten Saison, dazu brauchen beide Mannschaften am besten einen Dreier.
Und zum Schluß, wie immer die Frage nach einen konkreten Tipp. Ich bleibe bei meinem Optimismus und sage, dass der 1.FC Köln weiter ungeschlagen bleibt. Es wird knapp aber wir gewinnen mit 1:0. Was schmetterst Du mir entgegen?
1:1, früher Treffer vom Effzeh und ein Später Ausgleich durch den Bochumer Fußballgott Magic Maltritz.
Oha. Magic Maltritz. Warten wir das mal ab. Na gut, dann nochmals vielen Dak und viel Spaß und Glück mit Deinem VfL, vielleicht sehen wir uns ja in zwei Spielen schon in der Bundesliga wieder.
 Von lostinnippes,  am 05.11.13 Als Dominic Maroh und Daniel Halfar nach dem Spiel vor der SKY-Kamera ihre -mehr oder weniger imposanten- Oberlippengestrüppe zur Schau stellten und dem erstaunten Zuseher die Aktion Movember vorstellten, musste ich wieder an die Red Sox denken, an die “Bruderschaft der Bärte”, an Mike Napoli und wie aus einer fixen Idee eine Bewegung wurde
(übrigens: versprochen, das wird jetzt für lange Zeit die letzte Baseball-Analogie bleiben, es bot sich nur verdammt noch mal so aufdringlich an, dass ich nicht daran vorbei schreiben konnte).
Es geht hier im Moment zwar “nur” um Charity aber vielleicht kann sich ja in Köln genau das auch entwickeln. Eine verschworene Gemeinschaft, die dem gemeinsamen Ziel alles unterordnet, vielleicht sogar die Ästhetik.
Mit 4:0 schickt also der 1. FC Köln den Zweitplzierten der Liga, Union Berlin, nach Hause. Ein Statement-Sieg? Ja! Aber nicht wegen der Höhe, sondern wegen der Souveränität, wegen der Unzweifelhaftigkeit. Und wegen dem Plan der dahinter steckte.
In den ersten Minuten versuchte Union den Ausfall von Kapitän Mattuschka durch zeckiges Zweikampfverhalten zu vertuschen, doppelte im Mittelfeld und ließ so nur sehr begrenzt Kölner Spielwitz zu. Das änderte sich aber schlagartig als die sechs Mittelfeldakteure des effzeh (Lehmann, Gerhardt, Peszko, Risse, Halfar und…ja…Helmes zähle ich auch mit dazu) ihre Rochaden aufzogen. Plötzlich war Halfar auf rechts zu sehen, Lehmann 20 Meter weiter vorne als vor einer Minute, Helmes kreuzte nach links, Risse spielte Stoßstürmer und Gerhardt sicherte kurzfristig nach hinten ab. Das dauerte wie gesagt ein paar Minuten aber ab dann konnte man sehen, dass Union komplett überfordert mit dem Kölner Spiel war.
Man konnte die kleinen Rauchwolken aus den Köpfen der Köpenicker förmlich sehen.
Das war richtig, richtig, richtig gut, lieber effzeh. Das war Fußball. Das war geplantes Spiel, das hat wahnsinnig viel Spaß gemacht. Es ließ mich lächeln. Und nicht um zu verdrängen! Beim einem Spiel, wo Du lieber effzeh dabei bist! Weißt Du, was das heißt? Vermutlich nicht. Ist aber auch egal, jetzt da Du immer schöner wirst, musst Du auch nicht mehr anfangen zu denken.
Zurück zum Montagabend.
Eigentlich muss Peszko schon nach dem Helmes-Freistoss von halblinks das erste Tor köpfen aber Zielwasser hatte der Pole gestern eh nicht in Gallonen getrunken, er schuftete mehr, als dass er zum gefeierten Held werden konnte. Ist er bei mir aber dennoch, denn genau wie Helmes ist die Arbeit neben dem Ball ein ganz wichtiger Baustein im System von Peter Stöger. Helmes und Peszko binden beide Abwehrspieler, reissen durch bloße Anwesenheit Lücken und mit beiden beginnt das Spiel nach hinten. Warum hat der effzeh in mittlerweile 13 Saisonspielen nur 5 Gegentore kassiert? Weil wir so eine überragende Abwehr haben? Nein. Weil die gesamte Mannschaft verschiebt, die Räume eng macht, den Gegner in die Mitte zwingt um dort dann abgeräumt zu werden. Das ist Teil des Gesamtkonzepts.
Sicher wird es im Laufe der Saison Spiele geben, wo das nicht hundertprozentig hinhaut und mal ein paar mehr Räume bleiben aber bisher ist das so wunderbar anzusehen, dass ich mir darüber gar keine Gedanken machen will.
Nehmen wir mal exemplarisch Lehmann. Im letzten Jahr war er sklavisch an die Doppelsechs gebunden, hatte keine Freiräume und dementsprechend war sein Bewegungsradius in etwa so groß wie mein Schreibtisch. Außerdem musste er sich dem Tempo von Matuschyk anpassen, was es auch nicht einfacher machte. Heute hat er hinter sich Hector und Wimmer stehen, die auch mal rausrücken können, Gerhardt so halb neben sich -aber weit von einer eigentlichen Doppelsechs entfernt- laufen und dementsprechend kann er sich der Spielsituation anpassen. Kreuzen Risse und Halfar kann er sich als flexible Anspielstation in die Mitte begeben und schon weiß keine Abwehr (zumindest nicht in der 2. Liga) was sie machen soll. Und was kommt dabei heraus? Ein toller Pass auf Risse zum Eisbrecher 1:0. Geil!
Genauso kann sich Brecko ohne Probleme in das Spiel auf dem Flügel einschalten. Das hat er zwar letztes Jahr auch gemacht aber wie oft hat dann hinten jemand gefehlt und Maroh musste praktisch zwei Positionen abdecken? Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Ich könnte dann jetzt noch die anderen Tore abarbeiten aber die hat ja jeder gesehen und ich bin nicht der Kicker, darum lass ich das auch sein.
Was heißt dieser Sieg jetzt für den effzeh?
– Nun, zum einem bringt er wohl die Erkenntnis, dass im Moment die Mannschaft mit einer “Spitze” besser dran ist. Diese sollte unangefochten Helmes heißen, er ist deutlich fleißiger und flexibler als Ujah.
– Die Liga darf sich warm anziehen, ich sehe den effzeh wirklich außerordentlich stark und außer Lautern (die unter Runjaic deutlich stärker und stabiler auftreten), sehe ich niemanden, der uns zur Zeit zwingend in Schwierigkeiten bringen muss.
– Auf der anderen Seite müssen wir uns darauf einstellen, dass die kommenden Gegner versuchen werden mit neun Mann auf dreißig Meter zu stehen um nichts zu zu lassen. Da muss für jedes Spiel ein neuer Matchplan her aber das Vertrauen habe ich in Stöger. Zur Not wird in der Pause nachgebessert.
– Der effzeh macht weiter unfassbar viel Spaß. ich kann mich an keine Spielzeit der jüngeren Vergangenheit erinnern, die mich optimistischer hat in die Zukunft blicken lassen. Es ist zwar immer noch zweite Liga und es ist erst Anfang November aber bisher läuft wirklich alles in die richtige Richtung! Oder wie Freund Christoph gestern nach dem Spiel whatsappste:
“Baku wir kommen!”
– Nächste Woche bekommt der VfL Bochum Besuch vom Tabellenführer. Auch so ein Duell, dass man schon mehr als einmal gesehen hat. Ich hoffe der Schnürres von Herrn Neururer ist schon aufgeregt. Bis dahin gilt aber…
– Ruhig bleiben. Gaaaaaanz ruhig bleiben!
Come on effzeh!
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