I know how to find secrets from your Mind, I know all the tricks!
Kräftige Vorschusslorbeeren, eine immens hohe imdb-Wertung, Neugierde ob Leo diCaprio seine Coolness aus “Blood Diamond” und “The Departed” rüber retten kann und nicht zuletzt Christopher Nolan, der mit “The Dark Knight” den besten Superhelden-Film ever ablieferte, trieben mich -nach langen Jahren- wieder mal ins Hürther UCI.
Kann man machen, muss man aber nicht. Abgesehen von den absurden Verköstigungspreisen ist das Publikum zweit- bis drittklassig, die Leinwand nicht neu, die Sound-Mischung zu hoch, die Sitze zu alt und um in der Pause zu rauchen muss man siebenhundert Höhenmeter überwinden. Auf Wiedersehen, UCI, das war´s. Mich siehst Du nie wieder.
Gänzlich unschuldig an der etwas verkorksten Vorstellung war der Film an sich. Die Idee ist simpel aber natürlich effektvoll: Team unter der Führung von Leo kann sich in Träume einhacken um Informationen zu stehlen. Man kommt zum Punkt wo man anstatt einer “Extraction” eine “Inception” versucht, also einen Gedanken einzupflanzen, der die träumende Person zu einer Handlung im “echten Leben” bewegen soll. Gesagt, getan, das Team wird zusammen gestellt, es werden Traumebenen kreiert, irgendwann lernt man die Gefahren kennen, die ein zu tiefes Abtauchen in das Unterbewusstsein bergen können um am Schluß verabschiedet sich C. Nolan mit einer philosophischen Flucht, einer Glaubensfrage und einer merkwürdig gelassenen Grundstimmung.
Dom Cobb leads a highly skilled team, specializing in stealing secrets from people’s minds by entering their dreams. When they are hired by a mysterious businessman, Cobb finally has a shot at redemption, but not before achieving the near impossible. Rather than stealing an idea, they must do the complete opposite: Inception. Planting the seed of an idea.
Der Film ist gut, keine Frage. Die Konstruktion, der Aufbau der Träume ist natürlich für einige spektakuläre Settings bestens geeignet, von daher wunderte es mich ein wenig, dass nicht in 3D gedreht wurde. In den Staaten konnte man das Ding im IMAX bewundern, im Berliner Sony Center ist der Film jedoch nicht im IMAX-Programm. Ich kann mir gut vorstellen, dass die visuelle Wucht umwerfend ist. Keine Ahnung, ich hab´s nur in 2D erlebt.
Der Film ist zunächst einmal sehr düster, fast kafkaesk. DiCaprio spielt einen verwundbaren, geschundenen
Charakter ähnlich intensiv wie in Departed. Mittlerweile muß ich echt sagen, dass der Mann für mich von Jahr zu Jahr überzeugender wird. Ich mag ihm wirkich sehr gerne zusehen. Wunderbar ist auch Ellen Page, als junger, lernbegieriger und begabter Neuling im Team, der Rest des Cast (u.a. Joseph Gordon-Levitt und Ken Watanabe) ist gut aber Massenware. Kaum Screentime geben sie Pete Postlethwaite was reichlich schade ist, denn er überzeugt mit seinem Mienenspiel immer noch. Achja: Michael Caine spielt auch mit, aber das kann man auch mal vernachlässigen, denn sonderlich relevant ist seine Rolle nicht.
Das Setting ist größtenteil CGI-gestützt, der Bildfilter ist häufig kalt aber sehr gut abgemischt. Wenn es in die etwas heiklen Psycho-Situationen geht, die sich um das Innenleben des Hauptcharakters drehen, werden die Bilder deutlich weicher, traumhafter. Fotografisch ist das sehr gut gelöst. Dazu kommt noch ein volouminöser Score, für den Hans Zimmer verantwortlich ist. Leider -und damit nochmals zum UCI- ist das im Kino so mies gemischt worden, dass man nur die Wahl hatte zwischen Ohren zuhalten und Matsche hören. Doof. Aber, nochmal: Da kann ja der Film nix für.
Insgesamt ist “Inception” eine Mischung aus “Matrix” und “Wenn die Gondeln Trauer tragen” oder Kafka auf Koks mit Bühnenbild von M. C. Escher. Klingt ganz schön gut, oder?
Es ist ja auch gute Unterhaltung, sehr gute sogar. Für eine absolute Spitzenwertung reicht es aber leider nicht, denn Nolan verliert sich in der zweiten Hälfte des Films ein paar Mal zu oft in Action-Orgien, die keine Substanz haben. Zwar kann man immer wieder recht liebevolle Bond-Memorabilia erkennen, doch hier ist die Gratwanderung zwischen Kunst und Kommerz in eine kleine Schieflage geraten. Die Sequenzen sind einfach unnötig und stören so ein wenig die Tonart des Films. Die vielen Trickszenen sind zwar gut gemacht aber letztlich nur Zeitschinderei. Den Plot, die Philosophie, bekommt man auch bequem in zwei Stunden. Der Rest ist hübscher Modeschmuck, der am Hals der Gräfin nichts zu suchen hat.
Dennoch: Keine verschenkte Zeit, eine absolute Empfehlung!
Hier die offizielle Seite von Warner Bros. mit Trailer und allem…
Ha. “Leitkultur“. Ein großes Wort für provinziellen Hochmut und ungelenken Aktionismus.
Ob die zweinhundertvier Nationen, die mittlerweile beim FC unter Vertrag stehen das Wort kennen? Verstehen? Vorleben?
Ich lach mich tot. Lasst uns doch noch ´nen mittelmäßigen Kroaten kaufen. Geben wir ihm ´nen Vertrag bis 2015 und wenn der Soldo dann gegen September entlassen wird, können wir immer noch gucken wie wir den dann wieder weggeben. Ausleihen an Augsburg wahrscheinlich.
Wenn ein Verein nicht mal mehr den Versuch unternimmt sein Publikum zufrieden zu stellen, können wir es auch eigentlich gleich sein lassen. Aber, sie wissen es. Wir kommen ja doch alle wieder, wir können ja gar nicht anders. Sie wissen das. Sie bauen darauf. Aber, guess what: Der Verein ist immer größer als seine Protagonisten. Unserer jedenfalls. Das wissen wir. Darauf bauen wir.
Leider dauert das noch. Mindestens bis zu JHV. Wahrscheinlich viel, viel länger. Aber wir gehen ja auch nicht weg.
Viva la revolucion, siempre!
Leitkultur. Schwarz auf weiß.
Wenn es nicht so unheimlich bitter wäre, könnt man fast drüber lachen. In Köln, mein ich.
Der Rest der Republik klopft sich ja schon seit Monaten auf die Schenkel.
PS: Lieber KStA: Wenn ich morgen früh einen Kommentar von Herrn Loer lesen muss und es kommt auch nur ein Mal das Wort “Leidkultur” vor, dann…
Irgendwann 2005 hab ich mal den Film gesehen, dieser hat mich nicht wirklich begeistert, obwohl er auch nicht ganz schlecht war und so hab ich mich bis jetzt um die Serie gedrückt. Fälschlicherweise. Es ist wie immer: Die Amis wissen einfach, wie man hervorragende TV-Unterhaltung produziert. FNL ist nichts anderes als ein Drama-Monster, eine realistische -und damit meilenweit von zuckersüß entfernte- coming-of-Age-Story, eine Bestandsaufnahme der weißen amerikanischen Mittelschicht, ein Sittengemälde des Südens, eine fundierte Gesellschaftsstudie und eine Hommage an den Sport. Dass die Geschichte nie langweilig wird, nie zu überlastet erscheint und über (bis heute) vier Staffeln immer den Fokus wahrt, ist eine Meisterleistung, doch beginnen wir vorne:
Willkommen in Dillon, Texas, einer fiktiven Kleinstadt in der es eigentlich nur ein soziales Thema gibt: Die lokale Football Mannschaft der Dillon High School, die Panthers. Star und damit natürlich der All-American-Boy, der Liebling der hübschesten Mädels ist der ebenso charmante wie eloquente Quaterback Jason Street.
Ein neuer Coach kommt in die Stadt, mit Frau und Tochter, es gibt den gönnerhaften und doch stets auf seinen Vorteil bedachten Sponsor der Panthers, den farbigen Parade-Athleten, den klischeetriefenden High-School-Rebell und insgesamt kommt man sich in der ersten Folge vor, wie in einem etwas ernsteren American-Pie-Verschnitt. Ich dachte schon daran das ganze zu canceln auch wenn mich die imdb-Wertungvon stolzen 8,6 recht ratlos zurückließ. Doch dann…
Jetzt kommt ein kurzer Spoiler für die ersten paar Folgen der ersten Staffel, der jedoch sein muß um zu erläutern, warum ich mich mittlerweile als ein ständiger Einwohner von Dillon sehe. Für alle, die wirklich selbst sehen wollen, was passiert, ihr werdet nicht enttäuscht sein. Lest bitte erst nach dem nächsten Absatz weiter.
Im ersten Spiel der neuen Saison, also nachdem die Charakter, mit ihren Träumen, Wünschen und Eigenschaften kurz umrissen vorgestellt wurden, erleidet der o.e. Star des Team, bei einem Tackle einen schweren Hit, bleibt bewusstlos auf dem Feld liegen und im Krankenhaus stellt man eine Querschnittslähmung fest. Aus der Traum, vorbei die Karriere, vorbei der Gedanke an eine “normale” High-School-Serie. Hier passiert Drama, Baby. Was dieses Kehrtwende noch eindrucksvoller erscheinen läßt, ist, dass die Person Jason Street damit nicht etwa weiter im Mittelpunkt steht (wie man nach Ansicht der ersten Minuten erwarten konnte), sondern, dass das Leben weiter geht, dass sich der Coach auf einmal mit dem jungen, völlig unerfahrenen Ersatz-Quaterback Matt Saracen auseinandersetzten muss, dessen Vater im Irak Dienst schiebt, der allein auf seine demenzkranke Oma aufpasst, noch nie etwas mit einem Mädel hatte und somit so gar nicht dem Stereotyp eines QB1 entspricht. Wie gehen die Mannschaftskameraden mit dem Verlust um? Wie die Freundin, wie die ganze Stadt? Das ist ein Thema, aber nicht das alleinige. Es gibt viel zu sehen, viel zu erleben und viel zu leiden in Dillon, Texas -> Spoiler Ende
Die Serie besticht durch zwei markante Merkmale. Zum einen ist der Cast ein wirkliches Ensemble, die praktisch gleichbedeutend ihre Rollen verkörpern. Natürlich liegt der Schwerpunkt auf der örtlichen High School und dem Football-Team, so dass man schon sagen kann, dass Coach Taylor eine gewisse Sonderrolle einnimmt, weil er halt am meisten Airtime hat aber dennoch stehen die anderen Personen auf einer Ebene. Es gibt keine herausragende Hauptrolle. Dadurch lernt man alle handelnden Personen im Verlauf der Serie etwa gleich gut kennen. Die Charakterbildung ist übrigens herausragend.
Der zweite wichtige Punkt ist die Authentizität der Serie. Hunderte Locals wurden als Extras engagiert, es entsteht ein wirkliches Kleinstadt-Flair, jede Rolle ist perfekt besetzt. Und, wie das so ist in der Schule, irgendwann ist Schluss mit lustig, dann kommt der letzte Schultag, das letzte Spiel und danach geht das Leben trotzdem weiter. Nur eben nicht mehr als tragende Figur in der Serie. Das ist ganz, ganz hervorragend gemacht, man fühlt sich irgendwie mittendrin und vermisst die Figuren wie echte Menschen und ist dadurch viel, viel näher am Drama und freut sich tatsächlich, wenn sie wieder “auf Besuch” kommen. Das ist einfach nur grandios umgesetzt.
Leider gelang es FNL nie eine wirklich signifikante Einschaltquote bei NBC zu erreichen. Das mag damit zu tun haben, dass die Serie vorab als Premium-Produkt bei DirecTV läuft (aktuell ist NBC bei Staffel 4, Folge 10 – bei DirecTV läuft im Herbst die 5. Staffel an) und damit viele Fans schon vorher “bedient” wurden. Kann sein, ich weiß es nicht. Da jedoch die Quoten wichtig sind, ist es wohl so, dass nach der fünften Staffel die Serie eingestellt wird. Alles deutet darauf hin, ein wirkliches finales Statement der Producer steht aber noch aus. Im Gegensatz zur Quote stehen die Kritiken, die überschwänglich, fast euphorisch ausfallen. Zudem ist FNL ein PrimeTime-Emmy-Gewinner (sowohl für “outstanding Cast” als auch für das Script), gewann in 2007 den renommierten “Outstanding New Program of the Year”-Award der Television Critics Association und kann sich über eine breite Online-Fanbasis freuen, die nichts unversucht lassen, dass es weitergeht, in Dillon, Texas.
Jetzt, wo die Bundesliga noch einen Monat Pause hat, wenn es abends zu heiß ist zu schlafen, empfehle ich dringend den Konsum von 76 mal 42 Minuten ganz, ganz großem Fernsehen. Ihr werdet es nicht bereuen. Ich seh Euch dann später, in Dillon, Texas. Texas forever, man. Texas forever!
Dies also ist der [knapp unvollständige] Kommentar von Béla Réthy zum WM-Final 2010. Kursives hat er nicht gesagt.
Minute 0: Das 19. WM-Finale in Johannesburg ist angepfiffen. [ Béla-Fact # 1 ] Minute 1: Béla berichtet über sieben Spieler aus Barcelona. Zettel bisher erstaunlich leer.[ Béla-Fact # 2 ] Minute 2: Jüngster Spieler mit 22, der demnächst vielleicht beim FC Bayern spielt. [ Béla-Fact # 3 & 4 ] Minute 3: KEIN ABSEITS! Doch Abseits. Minute 4: Spanien greift extrem früh an und versucht jede Spielentwicklung zu unterbrechen. Als ob die Spanier destruktiv wären. Minute 5 – 7: Bela schweigt.(Vodka?) Minute 7: Da ist er wieder. Erklärt, dass Spanien genau einen Spieler hat, der nicht bei Barca oder Real spielt. [ Béla-Fact # 5 ] Minute 8: Herr Rethy erkennt sehr richtig einen Fehler von Busquets. Minute 8: Casillas sehr wenig geprüft in diesem Turnier. Zuletzt von Toni Kroos. Minute 10: Einwurf Sergio Ramos: Der nächste Versuch ins Spiel zu kommen durch Dirk Kuyt. Minute 11: Groß-ar-tig: Iniesta hat mit Pedro die Seite getauscht. Rethy: “Das haben wir schon öfter gesehen. Spanien startet mit einer bestimmten taktischen Formation um sie dann nach kurzer Zeit zu tauschen…oder auch nicht. Mit anderen Worten: Spanien variabel.” Das muß man dem Intendanten mal mit Sahne servieren. Minute 12: Robben kennt die spanische Liga auch von seiner Zeit bei Real. Irgendjemand spielte mit Breitner und Netzer bei den “Königlichen” Hab leider nicht mitbekommen, wen er meinte. Minute 13: Achten Sie mal auf die spanischen Spieler, sobald der Ball ankommt, geht automatisch der Kopf hoch. Ballannahme geht über alles. Sie bilden Dreiecke. Häh? Minute 16: Erster Foul Spanien: Auch nicht ohne. Minute 17: Vielleicht die erste Tormöglichkeit für die Niederländer. Minute 18: Sehr ungewöhlich, dieses weite, das Mittelfeld überbrückende Zuspiel. (schweigt) Minute 19: Hollands Linksaußen spielt zurück zum Torwart, weil er vom spanischen Rechtsverteidiger bedrängt wird. Minute 20: Neue Taktik der Niederländer: 4-2-3-1, Ergebnisfußball. Minute 21-22: Er sagt Namen auf. Minute 23: Gute Aktion von van der Wiel…Ball ist weg. Minute 24: van Bommel hat es geschafft im ganzen Turnier nur eine gelbe Karte zu kriegen. [ Béla-Fact # 6] Minute 24: Es steht 2:2 nach gelben Karten. Nicht das das hier ein Gehacke wird. Minute 25: David Villa, immer wenn der gefährlich auftaucht bei Stekelenburg, ist der ganz gut im Griff von Matthiessen. Minute 26: Und da liegt der Nächste. Minute 27: Endlich der Hinweis auf die Viedotexttafel 222: Da steht auch, dass es 0:0 steht und das es vier gelbe Karten gab. Minute 28: Sie können die Uhr nach stellen, Alle 10-15 Sekunden, gibt es ein Foul. Es ist spannend. Minute 28: De Jong, zu Matthiessen, früher Mannschaftskameraden in Hamburg, de Jong jetzt in Manchester. [ Béla-Fact # 7, 8 & 9] Minute 29: Bert van Marwijk zwei Mal Siebeter geworden mit Dortmund. Sein größter Erfolg war der Gewinn des Europapokals mit Feyenoord gegen den BVB. [ Béla-Fact # 10, & 11] Minute 29: Nochmals der Hinweis, dass Sneijder lange Zeit in Spanien gespielt hat. Sind die Zettel schon ausgegangen?[ Béla-Fact # 12 (WH)] Minute 29: Versuche Körperverletzung. Zweikampf, hohes Bein. Naja, War schon ein hartes Foul. Minute 30: Morgan Freeman sehen sie links im Bild. Oscar Preisträger. [ Béla-Fact # 13] Minute 30: Dem konsequenten Pressng bleiben die Spanier treu. Minute 32: Casillas hat den eigenen Mann umgehauen. Iker Casillas, keine Absprache zwischen Verteidiger und Torwart. Real gegen Barcelona, in der spanischen Liga ein knüppelhartes Duell. [ Béla-Fact # 14] Minute 33: Eigentlich wollten die Höllander den Ball nur zurück spielen, selbst das gelingt nicht. Minute 34: Wir werden einen Sieger haben. Möglichweise schießt ja irgendjemand ein Tor. Minute 36: Wie beim Tipp-Kick geht das da zu. Wenn sie da jemanden auf den Kopf hauen fliegt der Ball auch irgendwo hin. Minute 38: Letztes Freundschaftsspiel vor acht Jahren in Amsterdam. [ Béla-Fact # 15] Minute 39: Die Intenstät hat immer noch nicht nachgelassen, sieben Minuten vor der Pause. Minute 39: van Bommel mit einem Foul marke light-Version. Minute 40: Alle Feldspieler jetzt in der Hälfte der Niederländer. Abseits. Minute 41: Ein Kampf Mann gegen Mann, nicht immer mit Ball. Da liegt der Nächste. Minute 42: Holland läßt Spanien nicht ins Spiel kommen, kommt dadurch aber selbst nicht ins Spiel. Minute 43: Xabi Alsonso hat mal in Liverpool ein Tor aus 55 Metern geschossen. [ Béla-Fact # 16] Minute 44: Casillas hätte fast Zeit sich mit seiner Freundin zu unterhalten. Sie ist Reporterin. Er steht im Tor und sie dahinter. Minute 45+1: HEITINGA! PUJOL!
Halbzeit: Als Zwischenzeugnis nach 45 Minuten kann man nur sagen: Versetzungsgefährdet. Es kann nur besser werden. Wohl wahr.
Minute 46:Weiter geht´s. Puh. Minute 46: Beide Trainer lassen ihre Mannschaften unverändert, bisher. Minute 48: Die Lieblingsbeschäftigung von Howard Webb heute ist die Komunikation. Minute 48: Capedvila am Ball vorbei nach dem Kopfball des Königspudels aus Barcelona. Hier sehen sie´s nochmal. Wie Tarzan steigt er da hoch. Minute 49: Haarige Situation im Strafraum. Nicht mit van Bommel. Minute 50: Robben. Typisches Spiel. zieht nach Innen und Schuss. Müßte jedem Verteidiger der Welt bekannt sein und trotzdem schafft er es immer wieder durchzukommen. Minute 51: Es ist volllbracht! Die erste spielanalytische Einschätzung des Kommentators. Immer wieder sieht man Iniesta weit zurück fallend, sich die Bälle holen um das Spiel zu initalisieren. Minute 52: Fouls gehören für Spieler von Real Madrid zur Tagesordnung. Minute 53: Stream bricht zusammen. Kacke. Minute 57: Jaques Rogge, Präsident des IOC, die zwei mächtigsten Sportfunktionäre der Welt, neben Sepp Blatter. Minute 58: ABSEITS! Das Spiel bezieht seine Qualität jetzt durch die Dramatik. Minute 60: Das Mittelfeld von den Niederländern ist torgefährlich, nicht die Spitze. Minute 61: Von 32 Spielen unter seiner Regie, hat Spanien 30 gewonnen. [ Béla-Fact # 17] Minute 62: OOOOOH. Fehler im Mittelfeld. Da ist Robben. Mein Gott! Minute 62: Pique. Für viele der beste Abwehspieler dieses Turniers. Mein lieber Mann. Minute 63: Da hat man´s mal gesehen. Spanien ist sehr, sehr schwer verwundbar. Und wenn man dieses Möglichkeiten nicht nutzt, wird´s schwierig. Minute 64: Sie erinnern sich sicher noch an das Halbfinale. Da hatte Toni Kroos die Chance. Minute 65: Um die eigene Achse, wie einst Zidane. Minute 66: Iniesta. Der Pass kommt. Zu dritt, zu viert jetzt wird die Chance zunichte gemacht. Minute 67: Boah! Böses Foul von Capedevilla. Gelbe Karte für den Mann aus Villareal. Minute 68: Mittlerweile ist es ein Zermürbungskampf. Minute 69: KEIN ABSEITS: Aber der Assistent hebt die Fahne (Wiederholung) Also: Tendenz: Gleiche Höhe. Minute 70: Man hat das Gefühl, das Spiel kommt in die entscheidende Phase. Oookay. Minute 70: Hier verpasst Heiting, da rettet Heitinga, Pech und Glück in einem für den Mann aus Everton. [ Béla-Fact # 18] Minute 71: Elia wird eingewechselt, der Mann aus Hamburg. Ein Tempodribbler. [ Béla-Fact # 19 & 20] Minute 73: Spanier versuchen sich jetzt vor dem niederländischen Tor fest zu setzten. Minute 75: Da heben wir Elia. Den Neuen. 22 Jhre alt. Wurde immer eingewechselt außer im Viertelfinale. [ Béla-Fact # 21 & 22] Minute 76: Insgesamt die Spanier dominanter nach der Hälfte. Das Kurzpassspiel funktionert immer häufiger. Minute 77: RAMOS! Frei vorm Tor! Wie kann man den nicht reinmachen? Doppelter Aussetzter, sowohl der niederländischen Deckung als auch von Ramos (kriegt sich agr nicht ein). Guckt mal wo der steht! Minute 78: Dafür hats schon mal rot gegeben. Hinweis auf Ribery fehlt. Rüge. Minute 79: Sie kommen nicht mehr raus, die Niederländer. Es scheint..[unverständlich] Minute 80: Erneuter Hinweis auf Videotexttafel 222. Minute 81: Das machen sie schon, spielen schon mit Auge aber die Holländer verteidigen immer noch. Minute 82: Raffael v.d. Vaart macht sich warm. Neben anderen niederländischen Spielern. Minute 82: Von der [Verlängerung] wären wir jetzt noch acht Minuten entfernt inklusive Nachspielzeit [Pause] exklusive Nachspielzeit. Minute 84: In Ansätzen ist dieses spanische Aufbauspiel wunderbar. Aber viel zu selten. Minute 86: Es gab noch kein Unetschieden in der Ägide von del Bosque. Nur Siege und zwei Unentschieden. [ Béla-Fact # 23 (WH)] Minute 87: Das ist Fabregas. war lange verletzt. Im Alter von 23 schon sein 54. Länderspiel. Barcelona würde ihn gerne zurück haben von Arsenal. [ Béla-Fact # 24, 25 & 26] Minute 88: Noch zwei Minuten, es richt nach Verlängerung. Minute 88: Robben oder Puyol? Keiner. Der Ball ist draußen. Minute 90: Fabregas. Der neue Mann. Minute 90+1: Drei Minuten bleiben noch. Und wenn nix passiert, eine weitere halbe Stunde. Minute 90+1: Beide Trainer stehen ganz am Rand ihrer Zone. Auch der sonst so ruhige del Bosque. Minute 90+1: Niederlande kann noch zwei Mal wechseln, für die Verlängerung, Spanien nur noch ein Mal. Minute 90+3: Sie sind der Meister der knappen Ergebnisse. Immer nur mit einem Tor. Und jetzt wie 2006: verlängerung in Soccer City.
Ende : Ohje. Keine Lust mehr. Jetzt noch Verlängerung? You gotta be kidding me.
Minute 91: Robben. Drei Spanier waren zwei zuviel. Minute 92: Villa. Das muß Elfmeter geben. Klare Sache normalerweise. Und diese extreme Verlangsamung klärt weniger auf als die reale Geschwindigkeit. Jetzt sieht er die Szene nochmal und ist still. Minute 96: Jetzt geht´s endlich mal zur Sache hier. Packende Momente jetzt. Spanien hätte Elfmeter kriegen müssen, dann die Riesenchance von Robben. Dies alles in nur sechs Minuten. Minute 97: Über die Außenmikrophone gut vernehmbar. Die immer heiserer werdenden Rufe von Bert van Marwijk. Minute 98: Iniesta. Der Mann ist so uneigennützig, dass er vergisst Tore zu schießen. Minute 101: Hab ich fast schon drin gesehen. Es ist das Außennetz gewesen. Minute 102: Navas ist sehr spät Nationalspieler geworden, weil ihn Angstzustände plagten. Panikattacken. Minute 103: Versammelte Königshäuser, bunt gemischt. Ihre Mienen drückt aus, dass sie noch nicht wissen, noch nicht wissen können, wer wem gleich gratuliert. Minute 104: Fabregas: Immer wieder kommt er durch, der Mann von Arsenal London, weil de Jong ist jetzt draußen. [ Béla-Fact # 27] Minute 105: Dritter Wechsel, und den kennen sie noch von München, Braafheid ausgeliehen nach Celtic Glasgow, für Giovanni van Bronckhorst, dessen Karriere in diesem Moment zu Ende geht. Mit 35 Jahren ist Schluss mit Profifussball. [ Béla-Fact # 28, 29,30 & 31] Minute 105: Braafheid. Der neue Mann, der zurückkehren wird zu den Bayern. [ Béla-Fact # 32]
Halbzeit: Ein Gelbverhältnis von 6:3 zu Gunsten der Spanier. Nochmal Wiederholung der Elfmeter-Situation. Bela bleibt dabei. Klarer Elfer. Hmm. Sieht jetzt auch wirklich nach Elfer aus. Aber für Webb nicht zu sehen.Tricky.
So, noch ´ne Viertelstunde, liebe Zuschauer. wenn wir dann noch keinen weltmeister haben, dann suchen wir uns einen. Im Elfmeterschiessen.
Minute 106: Jetzt kommt mit Fernado Torres der Mann, der Spanien zum Europameister geschossen hat, gegen Deutschland, 2008 in Wien. Wird schon mit Hinblick auf das Elfmeterschiessen gewechselt? Spekulation! [ Béla-Fact # 33] Minute 107: Jaja, die Spanier beherrschen das Mittelfeld dieses Spielfelds. Ausnahme: Die erste Halbzeit dieses Spiels. Minute 109: Heitinga hat schon gelb! HEITINGA HAT SCHON GELB! ELF MINUTEN UNTERZAHL FÜR HOLLAND!
EINSCHUB: Aus dem Guardian Live-Blog: “Number of emails you’ve sent in suggesting we give the trophy to Germany: 23.”
Minute 110: Iniesta. Kein Pass, kein Schuss passiert bei ihm ohne Hintergedanken. Minute 111: Können sich fast kein Foul mehr erlauben, die Niederländer. Jetzt noch neun Minuten. Acht. Neun Minuten. Minute 112: Macht das Speil breiter, der del Bosque. Alles passiert über die linke Seite. Fast alles. Minute 114: Torres: Wurde im Februar am Knie operiert. Schnell geheilt aber ihm fehlt noch die Spritzigkeit im Abschluss. [ Béla-Fact # 34] Minute 115: Die Niederlande ist mit zehn Mann immer noch im Rennen. Minute 116: INIESTA! INIESTA! DER BESTE MANN AUF DEM PLATZ! Minute 117: Wo ist der Außenverteidiger? Wo ist Braafheit? Wo ist der? van Persie kommt angeflogen wie ein Düsenjet aber zu spät. Minute 118: Sind das jetzt schon Tränen der Freude bei Casillas. Minute 119: Iniesta Facts. Länderspiele, Tore, Verletzungen. Leider nicht mitbekommen. [ Béla-Fact # 35, 36 & 37] Minute 119: Die 120 Minuten sind gleich vorbei. Wir warten auf die elektonische Tafel, die uns anzeigt wie viele Minuten den Holländern bleibt. Zwei Minuten. ZWEI MINUTEN NUR TRENNEN SPANIEN VOM WM-TITEL 2010. Minute 120+1: Sie müssen jetzt alles nach vorn werfen. Minute 120+3: SPANIEN! Im ersten Anlauf Fussballweltmeister 2010. [ Béla-Fact # 38]
Ende. Genau ein Satz zum Spiel. Ein Satz! Wahnsinn!
Rethy spekuliert noch ein bißchen über die Beschwerdegründe der Holländer.
Spanien ist der achte weltmeister der WM-Geschichte. [ Béla-Fact # 39]
Es war der dritte Anlauf der Niederländer. Nach 74 in Deutschland und 78 in Argentinien. [ Béla-Fact # 40]
vielen Dank für Ihre E-Mail an unseren Präsidenten Wolfgang Overath und unseren Manager Michael Meier, welche diese mit Interesse gelesen und anschließend mit der Bitte um Beantwortung an uns weitergeleitet haben.
Ihre darin enthaltene Meinungsäußerung haben wir zur Kenntnis genommen. Wir bedauern, dass Ihnen die Trikots für die kommende Spielzeit nicht gefallen. Es ist leider schwer, einen Artikel zu kreieren, der allen Fans gleichermaßen gefällt.
Das Argument für ein schwarz-weißes Trikot ist der Tatsache geschuldet, dass sich dieses deutlich von den Heimtrikots der anderen Vereine unterscheiden muss, um von den Schiedsrichtern akzeptiert zu werden. Auch die bisherigen Verkaufszahlen zeigen, dass nicht all unsere Anhänger Ihre Ansicht teilen – das Verhältnis an verkauften Heim- & Auswärtstrikots hält sich aktuell in etwa die Waage – unserseits ein Indiz dafür, dass sich auch das Auswärtstrikot bei unseren Fans durchaus großer Beliebtheit erfreut.
Vielleicht sagt Ihnen der ein oder andere Artikel unserer neuen Kollektion für die neue Saison mehr zu – es würde uns freuen.
Wir hoffen, dass Sie es sich nicht nehmen lassen, uns auch weiterhin tatkräftig zu unterstützen. Bleiben Sie uns treu!
Herzliche Grüße
1. FC Köln
i. A. Rainer Mendel Julia Nehren
Leiter Mitglieder- & Fanservice Fanservice
Ohne Zynismus, ohne Sarkasmus: Es ist immerhin eine Antwort, auch wenn es nur ein Textbaustein ist…
Wenn ich an 1990, den azurblauen Traum vom “italienischen Sommer” zurückdenke, dann kommt ganz unwillkürlich irgendwann Gianna Nannini in mein Hirn geschlendert. Sie klopft an, tritt ein und trotz ihres etwas schludrigen Auftretens, der kratzbürstigen Stimme und dem unzweifelhaften Makel, dass ich kein Wort verstehe was sie sagt, bin ich sofort wieder verliebt. In “Un Estate Italiana”, in Rolf Kramer, Herbert Watterott und Gerd Rubenbauer, in Andreas Brehme und in die Erinnerungen an eine Nacht wie keine andere.
Nun ist ein Film erschienen (eigentlich schon im Mai -aber wir sind ja hier auf dem Festland, da dauert das eben) der die Weltmeisterschaft aus dem Blickwinkel der englischen Nationalmannschaft, ihres Trainers Bobby Robson und ihres Stars Paul Gascoigne nacherzählt.
Am Vorabend der Kommerzialisierung des Fußballs, vor SKY und der EPL, liegt der englische Fußball am Boden. Hooligans dominieren die Schlagzeilen. Seit der Euro 1988 tritt die Presse immer schärfer gegen Robson nach, die Mannschaft wird als ein Haufen Idioten dargestellt, die FA ist unfähig irgend eine Richtung vorzugeben und mit dem Bann von Europa ist alles nur noch trauriger. Er ist ein Spiegelbild der Gesellschaft. Der Thatcherismus liegt zwar in den letzten Zügen aber er ist immer noch Marktführer im Land. Mit dieser Ausgangssituation machen sich die “Three Lions” auf nach Sizilien um Geschichte zu schreiben.
Den Prolog kennen wir seit “Fever Pitch”, den Climax bekommen wir nun in Bildern gereicht.
Regisseur James Erskine kommt vom Fernsehen (u.a. Eastenders, Torchwood) und stellt damit schon das größte Problem des Films dar: Seine offensichtliche Angst einen “normalen” Doku-Film zu drehen. Er verwendet Cutscenes, die kein Mensch braucht. Zwischen den Original-Aufnahmen der BBC, die mit Kommentar unterlegt sind, streut er immer wieder sehr pathetisch wirkende, nachgestellte Szenen ein. Ein Haufen Füße, die Fußball spielen etwa. Oder wie in Zeitlupe der Ball auf den Elfmeterpunkt gelegt wird. Das wirkt billig und nimmt den Original-Bilder viel Dynamik weg.
Schön sind die (mir) unbekannten Aufnahmen aus dem englischen Mannschaftsquartier, die kleinen Schnitte in das heimatliche TV-Programm und die, sehr clever dargestellte, Metamorphose Robsons vom meistgehassten Mann in England zum Idol. Leider versäumt Erskine den Bildern Nachhaltigkeit zu verleihen, indem er viel zu viel Pathos in den Kommentar (gesprochen von Gary Oldman) legt und die Protagonisten kaum für sich selbst sprechen läßt. Wenn das dann mal passiert, sind es immer nur Robson und Gascoigne und Gazza versteh ich nicht, weil ich weder in Newcastle geboren bin, noch mit Brown Ale gestillt wurde. Keine Chance. Aber egal, viel hat er eh nicht zu sagen. Leider vermisse ich Statements von den anderen Führungsspielern. Lineker, der sich zu einem eloquenten Host von Match of the Day gemausert hat oder Terry Butcher, David Platt, wie sie alle heißen. Sie kommen vor, spielen aber keine Rolle. Schade. Leider ist dieses Mißverhältnis von lanciertem Text und Originalzitaten schon in den ersten Minuten des Films augenscheinlich als Oldman den Satz sagt: “Every Story needs a Hero”, die Bilder mischen sich und aus dem Nebel erscheint Robson. Das ist mir ´ne Spur zu einfach, sorry.
Die Dramaturgie schreibt sich selbst, da konnte er nicht viel verwursten und so sehen wir noch einmal das Spiel. Den weinenden Gazza nachdem er seine zweite Gelbe kassiert hat, der nervöse Blick Linekers zur Seitenlinie, Chris Waddle und der Schuss ins Nichts.
Diese Weltmeisterschaft stellt für England einen Wendepunkt dar. Das ganze Land wurde von einem Fieber gepackt, das Halbfinale hatte die zweithöchsten Einschaltquoten der TV-Geschichte (nur getoppt von der Hochzeit Charles und Di), die klugen Leute in den Agenturen erkannten, dass man mit dem Spiel Geld verdienen konnte und sowohl für Gascoigne als auch für seine Kumpels aus dem Nordosten war es von nun an nicht mehr so einfach wie es früher war. Letztlich ist daran zerbrochen. Dass James Erskine mit seinen Abspannbildern deutlich Position einnimmt sei ihm verziehen, gut ist trotzdem was anderes.
Was bleibt? Eine Erinnerung, ein Fragment aus einer längst vergangenen Zeit. 20 Jahre sind ´ne Menge.
Ärgerliche Regie, eine etwas zu simpel vorgetragene Gesellschaftskritik und dennoch Bilder für die Ewigkeit.
Es ist schade, aber “One Night in Turin” ist Massenware, wenn auch für Spezialkunden.
Ach, vergessen: Positiv sei noch der Soundtrack erwähnt, der alles aufbietet, was Anfang der 90er Pop war.
“World in Motion” ist natürlich trotzdem nur fast so gut wie “Un Estate Italiana”…
Eigentlich steh ich ja mehr oder weniger über den Dingen die in diesem Internetz so vor sich gehen. Manchmal denk ich mir meinen Teil, sehr oft nicht, in ganz schlimmen Ausnahmefällen schreib ich mal einen Kommentar. Außer ich mag den Menschen der es geschrieben hat, dann schreib ich ganz schnell was dazu, denn ich weiß von mir selber, dass man sich meistens über Kommentare freut, ob sie nun zustimmend sind oder nicht, ist da erstmal sekundär.
Jetzt hab ich einen Text über das neue Trikot des FC geschrieben. Einen wütenden, polemischen, subjektiven und durchaus gewollt rüpelhaften. Einen Text aus dem Bauch, ohne große Denkleistung. Diesen Text habe ich auch dem 1.FC Köln zukommen lassen. Über den normalen Vertriebsweg. Unverändert, ungeschnitten.
Ob man das macht, darüber kann man sicher streiten, ich bin jedoch der Meinung, dass ich niemanden persönlich angegriffen habe, außer in Ihrer Funktion als Entscheidungsträger einer GmbH und Co. KG aA.
Ich wünsche niemanden der handelnden Personen persönliches Unglück. Wer dies in diesen Text hinein interpretiert, der möge bitte nochmals nachdenken.
Warum ich mich hier selbst verteidige, fragt Ihr Euch? Nun ja, wie das so ist, mit diesem Verlinkungsdingens, und copy´n´paste and everything, irgendjemand postet meine Meinung in das FC-Forum, von dort findet es den Weg zum transfermarkt.de und zur Torfabrik der Gladbacher (die sich übrigens totlachen, lieber FC). Für jeden gesunden Menschen gibt es bekanntlich drei Geisteskranke und das sind meistens die, die Zeit zu viel haben und überall ihren Samen verstreuen müssen, um mal ein schlechtes Bild zu benutzten.
Ihr könnt Euch nicht vorstellen, was hier in den letzten Tag für Kommentare bzw. eMails reingeflogen kamen.
Hauptsächlich ging es um das Wort “gottverfickt”, dass ich im Zusammenhang mit den schwarzen Ärmel schrieb. Fiel mir in diesem Moment ein. Kann sein, dass mein innerer Ari Gold (Na? Naaa? Naaaaa?) die Kontrolle besaß, es kam mir vor wie das richtige Wort zum richtigen Zeitpunkt. Da spüre ich auch keine Reue. Passt für mich immer noch ganz gut um das Ausmaß der Katastrophe dieses Trikots zu beschreiben.
Jetzt schreiben die Verrückten, dass das “gotteslästerlich” sei, ich “mal dringend zum Arzt müsste”, einer meinte sogar, dass “ich eher die Quittung erhalte als mir lieb sein wird” und das in einer Tour. Immer weiter. Ein Drama. Ich habe die Kommentar nicht stehen lassen. Weniger aus Zensurgründen, sondern weil ich nicht einsehe diesen Leuten auch noch ein Forum für ihre abstrusen Gedankengänge zu geben.
Man kann, wie gesagt darüber streiten (ich habe schon Kundenbriefe beantworten müssen, da schlackern Euch die Ohren – und die Menschen wollten wirklich was…) ob diese Tonlage das richtige Mittel ist, um mit einer Gesellschaft in den Dialog zu kommen. Vermutlich nicht, das sehe ich ein. Das Problem an der Sache ist aber doch, dass der FC ganz bewußt den Dialog vermeidet, also von vorne herein nicht an Meinungen interessiert ist. Daher sollte man den Text nicht in diesem Kontext lesen, sondern eher als Pamphlet. Habt Ihr das? Sehr schön!
Wer das nicht verstehen mag, möge sich bitte wieder seinem Hartz IV-Fernsehprogramm widmen. Da ist noch Platz nach unten, und damit sicher Perspektive (für die meisten von Euch) vorhanden. Vielen Dank.
Abschließend noch eine kurze Mitteilung an die Trolle:
So, Freunde der Sonne. Die DFL hat heute den kompletten Rahmenspielplan für die Bundesligasaison 2010/11 vorgestellt. Hier findet Ihr den Spielplan inkl. aller Termine für Länderspiele, Champions League und Europa Liga als .pdf.
Der FC hat einen recht ausgewogenen Spielplan erwischt, wie ich finde. Zum Auftakt gibt es mal wieder ein Heimspiel gegen unseren alten Angstgegner aus Kaiserslautern, die übrigens einen schönen Relaunch Ihres Logos vollzogen haben und auch die deutlich schöneren Trikots besitzen. Naja, so lange die Punkte in Köln bleiben, soll es mir egal sein. Wie ich die DFL kenne, tippe ich auf ein Sonntagabend-Spiel, genaues weiß man aber nicht.
Der letzte Spieltag findet auch zu Hause statt. Gegner wird Schalke 04 sein. Hoffentlich ist die Saison da schon in trockenen Tüchern.
Alle Spieltage findet Ihr wie gewohnt hier, wenn die tatsächlichen Anstoßtermine feststehen.
heute konnte man im Express (ein lokales Schmierblättchen, Sie erinnern sich?) die -seit langem unbestätigten- Trikots des 1.FC Köln für die Saison 2010/11 offiziell betrachten. Ein schmuckloses uni-farbenes rotes(!) Heimtrikot und ein an Abscheulichkeit nicht zu übertreffendes weißes Auswärtstrikot mit schwarzen(!!) Armapplikationen.
Lassen Sie mich einfach mal die große Frage stellen: Warum?
Warum um Himmels Willen machen Sie so etwas? Wie können Sie sich, als verantwortliche Personen des Vereins, der den Menschen in dieser Stadt so viel bedeutet, noch im Spiegel angucken?
Wie können Sie es ertragen die Geschichte unseres Vereins derart mit Füßen zu treten? Schwarze Ärmel, for Christ´s sake.
Wären Sie, Herr Overath, damals in Ihrer aktiven Zeit mit einem solchen Trikot aufgelaufen? Mit Gladbacher Farben? Mit gottverfickten schwarzen Ärmeln?
Was versprechen Sie sich davon? Die Absatzzahlen mal ein Jahr nach unten drücken? Herzlichen Glückwunsch, das wird klappen. Wie kann man sich nur derart von der öffentlichen Meinung distanzieren? Wie kann man sein “wichtigstes Kapital” die Fans, die Menschen die seit Jahren immer nur darauf hoffen können, dass es besser wird und Ihnen trotzdem die Bude einrennen, derart vor den Kopf stoßen? ich verstehe es wirklich nicht. Klären Sie mich auf. Und bitte sagen Sie nicht, dass Sie “viele positive Rückmeldungen” zu diesem Trikot bekommen haben, denn das kann nur gelogen sein.
Aktuell (15:40 Uhr) stehen unter dem Express-Artikel 83 Kommentare. Nicht einer davon ist positiv. bei Facebook hat sich eine Gruppe gegründet, die 977 Mitglieder umfasst und dafür eintritt, dass “Zuhause weiß – auswärts rot! Das Trikot des 1. FC Köln” wieder ein Thema ist. Im inoffiziellen Forum (das Offizielle haben Sie ja schon getötet) ist die Empörung ebenfalls groß, dass Trikot wird zerfleischt und das auf leckeren 24 Seiten!
Ihre Mitglieder, Ihre Fans, die Freunde des Vereins sind verdammt nochmal seit Monaten unzufrieden mit den Trikots. warum reagiert der FC nicht? Warum wird Reebok nicht ein roter Farbeimer in den Maschinenraum gestellt? Die Kohle dafür müsste doch jetzt da sein?
Es ist ein Armutszeugnis, dass Sie nicht bereit sind einen Dialog mit den Fans und Freundes des Vereins einzugehen und die Wünsche der Basis um zu setzten. Wem schadet ein weißes Heimtrikot und ein rotes Auswärtsjersey?
Ich befürchte Sie können sich nicht vorstellen wie erbärmlich dieses Trikot ist. Ich wünsche Ihnen dass Ihre Ignoranz ein Nachspiel hat und Sie den desaströsesten Trikotverkauf der Vereinsgeschichte zu verantworten haben. Dieser Verein macht wirklich alles um dauerhaften Schaden zu nehmen.
Freundliche Grüße
Der Text ist auch als eMail an den 1.FC Köln geschickt worden. Sollte es Antwort geben, so wird diese natürlich hier gepostet.
So, Leute, die WM hat quasi Halbzeit, Deutschland hat seine Gruppenphase überstanden,
Zeit eine erste höchst subjektive Bilanz zu ziehen.
1. Der Fußball
Größtenteils grottig. Wie immer bei einer WM-Hauptrunden-Gruppenphase. Das Leistungsgefälle zwischen den “Großen” und den “Kleinen” ist immer noch so groß, dass nur miese Spiele herauskommen können. Und sag mir jetzt bloß keiner, dass es “keine Kleinen mehr gibt”, denn das ist natürlich Quatsch. Klar gibt es die noch, nur hat die ganze Welt mittlerweile die Möglichkeit zur Video-Analyse und kauft sich im Zweifel Trainer mit Erfahrung ein. Heraus kommen dabei Spiele wie ARG – GRE, wo die Griechen mit zwei Viererketten spielen, eine im Strafraum, die Zweite zehn Meter vorgezogen. Dabei wird noch eine Mischung aus Raum- und Manndeckung praktiziert, so dass der ballführende Spieler immer mit mindestens zwei, meistens jedoch mehr Gegenspielern klarkommen muss. Dass da die Räume eng werden, ist klar und dass dabei eigentlich kein Fußball mehr gespielt werden kann halt auch. Die Griechen stehen hier auch nur exemplarisch. Algerien, Slowenien, Japan, Slowakei, Nordkorea, Honduras, Schweiz…die kann man alle in einen Topf schmeißen. Da wird zerstört auf Teufel komm raus und manchmal (Schweiz!) hat das sogar Erfolg. Nur ist es eben kein schöner Fußball.
Versteht mich nicht falsch, ich mache den Mannschaften nicht den geringsten Vorwurf. Diese Teams müssen so spielen, denn, wenn sie versuchen sich ihrer Haut zu wehren und ihr Heil im Angriff suchen, kommt sowas wie das 0:7 Nordkoreas gegen Portugal raus. Nach dem 0:3 versuchen die Koreaner das Ergebnis in Grenzen zu halten, vielleicht ein Tor zu schießen und machen auf. Plötzlich sind die Räume da und alle fünf Minuten fällt ein Tor. Also nehmen wir das als mahnendes Beispiel und mauern uns schön zum 0:1. Prima!
Dass die vermeintlichen Favoriten dabei nur schlecht aussehen können ist klar. Wir (Deutschland) heben letztlich mit drei ziemlich durchwachsenen Leistungen (auch das 4:0 gg. AUS war nicht so toll. Hätte eigentlich 9:0 ausgehen müssen!) die Gruppe gewonnen. Klar kann man gegen die Serben verlieren, klar hat Ghana gestern ganz gut gespielt aber im Endeffekt schießen die Afrikaner keine Tore und die Serben scheitern an sich selbst. Da muss der Jogi gar nicht viel machen. Das kann man übrigens für die Engländer copy´n ´pasten.
Die Ausnahme bildet (wie immer) Frankreich, die sich in einem aufopferungsvollen Akt Unterhaltung in die Vorrunde zu bringen selbst zerfleischt haben, wie ich es noch nicht gesehen habe. Ganz, ganz großes Kino der “Grande Nation”. Herrlich. Wie sagte schon Al Bundy: “Es ist falsch Franzose zu sein!”. Damit scheint er Recht zu haben.
2. Der Ball
Der Ball des Grauens
Scheint eine Katastrophe zu sein. Zu leicht, zu flatterig. Die häufigen Torwartfehler scheinen auch darauf zurück zu führen. Die Engländer sprechen bei den dieser Gelegenheit nur noch vom “Jabulani-Effekt”, obwohl, ganz ehrlich: Das 1:1 der USA hatte nix mit dem Ball zu tun, das war einfach englische Torwartschule. Apropos: Hatten sich die Engländer nicht beschwert, dass die Deutschen schon “so lange” mit dem Ball trainieren konnten? Guess what Shitheads: Der Ball wurde in UK entwickelt… Im nächsten Jahr In der nächsten Saison werden wir noch ein paar Mal fluchen über das Geschoss, denn der “Jabulani” wird unser offizieller Ball für die Bundesliga. Sieht nur anders aus und heißt “Torfabrik”. Freuen wir uns also auf ein paar großartige Schüsse über das Tor.
3. Die Medien
Here we go: Dass ich kein wirklicher Freund des deutschen TV bin sollte hier keine Rolle spielen, tut es aber natürlich doch. Was ARD und ZDF abliefern ist nichts anderes als eine riesengroße Frechheit, eine Volksverdummung, eine Farce. Eine Bankrotterklärung und ein Fall für die Menschenrechtskommission.
Fangen wir mit den rühmlichen Ausnahmen an: Mehmet Scholl, Claus Lufen und Gerd Gottlob.
Mehmet war einer meiner Lieblingsspieler. Ein Fußballer, ein Clown, ein Genie. Viele andere wären an dem puren Talent und dem Pech was ihn seine ganze Karriere begleitet hat zerbrochen, lägen jetzt saufend auf der Couch oder würden den dritten oder vierten Versuch starten ihre Karriere neu zu beleben. Nicht so Mehmet. Er hat sein Talent nie dazu benutzt andere lächerlich zu machen, er hat den Übersteiger immer mit einem Augenzwinkern gespielt und als sein Körper nicht mehr mitgemacht hat, hat er es akzeptiert und ist kegeln gegangen. Kegeln! Bei den Bayern! Was´n Typ! Diese Lässigkeit transportiert er wunderbar in seine Analysen. Da stimmt der Schnitt, er gibt Beckmann schön Kontra, wenn der faselt, dass Italien sich blamiert und nur Glück hat und Scholl ihm dann erstmal klar macht, dass Italien so unglaublich überlegen war, nur halt das Tor nicht gemacht hat. Das ist erfrischend und klug und vor allen Dingen taktisch wertvoll, denn er erzählt halt auch mal was so funktioniert auf dem Platz bei einer hoch-professionellen Mannschaft und was halt nicht (Domenech!). Super.
Als Moderator gefällt mir Gerd Gottlob mit weeeeeeeitem Abstand am besten, denn er versteht das Spiel, kann taktische Änderungen erkennen, redet nicht von irgend etwas anderem, sondern konzentriert sich auf seine Aufgabe. Das ist, was ich erwarte und das ist, was er liefert. Gefällt mir sehr gut, der Mann.
Claus Lufen meldet sich für die ARD vom deutschen Quartier und irgendwie finde ich ihn sehr sympathisch, wenn er da steht und bei -35° in den Himmel guckt, darüber sinierend, dass “Südafrika 300 Sonnentage hat aber die (die Sonne) halt schnell untergeht, da nützt das auch nix”. Mehrwert ist da wenig, reicht aber immer noch um in die TOP3 zu kommen.
Ein Mittelfeld gibt es nicht, der Rest vom Schützenfest ist unterste Kanone. Das ZDF ist dabei noch deutlich schlimmer als die ARD, denn sowohl die “Experten” (KAHN!) als auch die Kommentatoren sind nichts anderes als Drittware.
Bartels: Mein aller-aller-aller-liebster Mensch, wenn ich ihn nicht hören muss. Langweilig, zuweilen völlig am Spiel vorbei, alles in einer Tonlage die…mich…schläfri….zzzzzz
Simon: Das Mädchen will Fußball spielen und verkackt gnadenlos. Kommt sich vor wie ein hipper twentysomething und redet doch zielgruppenkompatiblen Quatsch. Keinerlei Zusammenhänge zu erkennen, immerhin weiß er, dass man mit elf Mann spielen muss, wenn niemand herausgestellt wird. Danke, Anke.
Poschmann: Weiß nicht wovon er redet, hat keinerlei taktisches Verständnis, kennt die Spieler nicht, kennt die Ligen nicht, kann keine Zusammenhänge erkennen oder erklären und ist dann auch noch arrogant.
Schmidt: Laut, parteiisch, uninformiert. Soll wohl so etwas wie eine “Verjüngung” des ZDF darstellen. Verwechselt Spieler, kann Spielsituationen nicht analysieren, kennt manche Regeln nicht und beschwert sich dann über Schiedsrichterentscheidungen.
Réthy: Wurde 1956 in Wien geboren. Wien ist die Bundeshauptstadt von Österreich. In Wien sitzten die OPEC, die OSZE und die IAEO. Die IAEO erhielt 2005 den Friedensnobelpreis. Der Friedensnobelpreis wurde 1905 an Bertha von Suttner verliehen. Bertha von Suttner starb 1914 in Wien…
Zu SKY kann ich nix sagen, RTL fand ich von der Übertragung her gar nicht so schlecht, vor allem gefällt mir, dass sie einen Experten neben dem Kommentator sitzten haben. Klinsmann sagt zwar nicht viel aber was er sagt ist meistens nach zu vollziehen und bietet eine interessante Perspektive.
Im Netz bietet die BBC wieder die beste Performance, weitere Anlaufstellen sind zonalmarketing, die IMO die besten taktischen Nachbesprechungen seit dem zweiten Weltkrieg bieten, allesaussersport, wie immer in großer Form und für die sportpolitischen Fragen und die nettesten aller Hintergrundgeschichten Jens Weinreich.
4. Der Moment der WM.
Zu Vuzuelas und leeren Stadien und “this is africa” sag ich i.M. mal nix. Das kommt dann nach der WM, wenn
sich meine Ohren wieder erholt haben…
Übrigens:
(Im bin i.M. ziemlich eingespannt und stehe zwischen zwei Jobs, so dass der Blog ein wenig leidet aber es ist ja auch WM und spätestens zur neuen Bundesliga-Saison wird das auch wieder voller hier. Versprochen!)
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