Ich will nicht kleinlich sein, wir sind immer noch ein Aufsteiger, daher kann man in Bremen mit 1 zu 3 verlieren. Man kann. Man muß nicht.
Ich fürchte, daß der FC gestern einfach Angst vor der eigenen Courage hatte, denn Werder war wackelig ohne Ende und hat nur mit Mühe die Nadelstiche die der FC über links (Frings! Prödl!!!) zu setzen versuchte abwehren können. Die Tore fielen alle reichlich dämlich. Das 1:0 durch einen (in meinen Augen berechtigten) Elfmeter nachdem unsere IV mal eine ihrer seltenen Auszeiten nahm und Baumann ungedeckt etwa 18 Meter vor dem eigenen Tor pasieren ließ, wo dieser dann schön angespielt wurde. Womé kommt zu spät und kann Baumann nur noch von hinten so schwer behindern daß er (im Zusammenspiel mit Mondragon) fallen muß. Elfter. Diego. Tor.
Danach machte eigentlich der FC das Spiel. Ab der 25 Minute kam von Werder rein gar nichts mehr. Novakovic wechselte oft nach links, Vucicevic versuchte es über rechts, blieb aber erneut den Beweis hoher Fussballkunst schuldig. Der letzte Paß kam nicht an und somit kamen wir nur auf eine Chance von Nova, die jedoch von Wiese vereitelt wurde. Wie der alte Fortune manchmal aus seinem Tor kommt, kann einem ja schon Angst machen auch wenn letztlich nix passiert ist aber mit so einem Grätsche wird er irgendwann einen gegnerischen Angreifer köpfen. Und dann Cantona als T-Shirt-Motiv ablösen.
Nun ja, das 2:0 fiel aus Kölner Sicht denkbar ungünstig in der ersten Minute der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Ecke von rechts, Naldo kommt mit Urgewalt angerauscht, Geromel sieht ihn nicht kommen da er hinten leider keine Augen im Kopf hat, Naldo springt Geromel in den Rücken, köpft, Brecko auf der Linie reichlich unkoordiniert und der Ball ist im Netz. Schade. Der Einsatz von Naldo war übrigens schon in Ordnung, da war kein Foul im Spiel.
In der zweiten Hälfte kommt der FC hervorragend aus der Kabine und Nova erzielt nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff den Anschluß. Dieses Tor sollten sich Thomas Schaaf und Klaus Allofs nochmal genau anschauen, denn es steht exemplarisch für die derzeitge Bremer Schwäche: Die Abwehr läßt sich mit einem schönen Paß ausspielen, die IV ist wie gelähmt und mit einer Körpertäuschung steht unser Goalgetter frei vor Wiese und schließt kaltschnäutzig ab. In den nächsten Minuten ging die Lutzi ab. Ein völlig offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, bis…ja bis…Almeida den Hammer rausholte und mit einem wunderbaren Linksschuß den Ball mit gefühlten 200 km/h aus 20 Metern in die Maschen drosch. Was mich an diesem Tor so ärgert ist die Vorgeschichte. Im Mittelfeld kommt es zu einem Kopfballduell zwischen Brecko und -ich glaube- Naldo. Brecko sieht den Ball von links kommen, steht ca 5 Meter von der Außenlinie entfernt und springt hoch. An der Außenlinie sieht auch Naldo den Ball kommen, läuft auf Brecko auf, springt in dessen Rücken ebenfalls hoch und fällt dann hin. Schiedsrichter Schmidt aus Stuttgart pfeift sofort Freistoß für Bremen. Häh? Und während ich noch hadere bolzt Hugo A. schon aufs Tor. Kacke, verdammte.
Von diesem Schock hat sich der FC leider nicht mehr erholt. Radu und Sanou blieben nach ihren Einwechslungen wirkungslos, uns wurden zwei schöne Angriffe wegen Abseits -das keins war- zurückgepfiffen und der FC handelte sich vier Gelbe Karten vom schwachen Schiedsrichter ein. Bitte nicht falsch verstehen, der Schiri war nicht schuld an der Niederlage, pfiff aber äußerst kleinlich und reagierte sehr dünnhäutig auf das (durchaus harte) Kölner Spiel. Was der FC gezeigt hat war ein verbissenes Kampfspiel ohne große spielerische Momente aber mit enormen Einsatz. Daß es nicht gereicht hat ist schade aber kein Beinbruch. Wie gesagt in Bremen kann man verlieren. Man muß nur nicht.
Dann noch ein kurzer Exkurs für die Humorpolizei: Ich durfte gestern zum ersten Mal einem Stream von bwin.com beiwohnen, die ja die internationalen IPTV-Rechte an der Bundesliga haben. Um es kurz zu sagen: Ganz großes Tennis. Der Kommentator ist Österreicher, heißt Markus (kein Nachname…just Markus) und hat sicher einen anderen Hauptberuf. Das hoffe ich jedenfalls, denn was der Mann über 90 Minuten für einen Sinn- und Spielflußbefreiten Stuss erzählte kann man gar nicht wiedergeben. Anscheinend begleitet er während des Spiels auch den bwin-Chat, denn er reagiert zum Teil erstaunt (“hmm…was sie nicht sagen“) während auf dem Spielfeld eine Ecke für Bremen ausgeführt wird, teilweise wird einfach mal gelacht. “Da fragt doch glatt einer: Wer ist Markus? Mensch. Markus, das bin doch ich” und als ein User sich offenbar genauso fremdschämt wie ich und einfach mal unverholen fragt “Wie lange machst Du das eigentlich schon” antwortet er auch brav: “Naja, hmm …also….jetzt….fast…schon….hmm…zweieinhalb Jahre. Ja. Genau. Zweineinhalb. fast.” Manchmal wird er aber auch mitgerissen, so zum Beginn der zweiten Halbzeit als zwischen der 48. und 54. Minute das Spiel auf der Kippe stand: “Jetzt gehts aber ab, was? Geil, geil, geil! So ein Fußball ist geil! Mensch ist das jetzt krass“. Das schönste war jedoch wie er eine gefühlte Minute versuchte den Namen eines Chat-Users auszusprechen: “Ksch..mon…Nee…Käschmonbr…Mann das ist aber ein schwerer Name. Kasmenbr…also…Cäshmn…ach soooo. Ja! Danke! Jetzt seh ichs auch: CashMoneyBrother. Jaha, wenn mans erstmal weiß ists einfach“. Da hatte ich mir aber schon den Kiefer ausgerenkt. Nicht das ich dünnhäutig bin was Kommentatoren angeht, ich hab Tom Bartels schon über 90 Minuten ausgehalten, aber das? Naja, der Österreicher ist halt lockerer als der Marmeladinger. Vielleicht zu Recht. Ich hatte auf jeden Fall meinen Spaß am “Markus” und damit hat der Mann eigentlich alles richtig gemacht. Insgesamt ein feines Beispiel für einen Sieg im Scheitern. Höchste Empfehlungsstufe für die nächsten Spiele. Anleitung für das Empfangen von streams über bwin.com bitte ergooglen.
Wenn sich der geneigte Leser einmal ein Bild über den Umgang des DFB mit unliebsamen Geistern machen möchte, dem empfehle ich ganz stark die Diskussion um Jens Weinreich vs Theo Zwanziger.
Es geht (ganz grob) um das Wort Demagoge und die Reaktion seitens des DFB, der mit juristischen Schritten droht.
Mir geht es i.M. gar nicht darum die Geschichte nochmal abzuhandeln, das haben andere besser und früher gemacht, sondern nur um mehr Öffentlichkeit. Ich weiß ziemlich genau das einige Leser meines Blogs diese Geschichte bisher nicht verfolgen, daher will ich auch meinen Beitrag leisten. Je mehr Leute gegen entrückte Personen des öffentlichen Lebens sensibilisiert werden, umso besser.
Mir war der Mann bis vor 10 Minuten völlig unbekannnt. Ich wollte grade etwas über CMS in Erfahrung bringen und da ich nicht zu Hause bin und somit an einem fremden Rechner sitzte (der natürlich nur mit größter Mühe bedienbar ist…just kidding) mußte ich die wikipedia von Hand eingeben: w w w [Punkt] w i k i p e d i a [Punkt] d e und dann? Was ist denn das?
Der Wikimedia wird die weiterlinkung zu de.wikipedia.org verboten, weil ein MdB nicht mit dem ihn betreffenden Text einverstanden ist? In diesem Land wird es wirklich immer unerträglicher! Was bildet sich so ein Mensch ein?
Da jetzt also auf wikipedia.de nur eine Erklärung abrufbar ist, daß es eben im Moment keine Möglichkeit zur Content-Verlinkung mehr gibt, muß man also die .org-Adresse in den Browser eingeben. Na super. Macht mir persönlich nicht wirklich viel aus aber wie sieht es mit Menschen aus, die gar nicht wissen daß wikipedia.de nur weiterleitet?
Was erreicht Lutz Heilmann (dessen eigen Hompegae z.Z. nur durch Internal Server Error glänzt)? Zum einen natürlich daß sich alle erstmal den Artikel auf der wikipedia durchlesen um zu erfahren mit was “für einer Sorte Arschloch“ (M. Basler) man es hier zu tun hat. Zum zweiten macht er (ein weiteres Mal) überdeutlich, daß die Linken und deren Abgeordneten für Deutschland eine Gefahr für Leib und Leben darstellen. Das Demokratieverständnis ist nicht vorhanden, man lebt in einem selbstgebauten Wolkenkuckucksheim und fühlt sich auch noch im Recht. Daß ein deutsches Gericht die Klage annahm und dann auch noch für den Mann entschied ist natürlich ebenso bedenklich. [Disclaimer: Lieber Internet-Nutzer: Die folgenden Links dienen der Dokumentation! Sie sind weder vom Autor dieses Blogs noch von blogger.com noch von google.com erstellt und müssen nicht die Meinung des Autors oder von Blogger oder von Google wiedergeben. Die Links enthalten keine illegalen Inhalten und sind in der gesamten freien Welt von jedem vernetzten Rechner abrufbar. Ebenso ist der zitierte Text aus der wikipedia unverfälscht übernommen und dient nur zur Darstellung des Zustands der betreffenden Seite am Samstag, 15.11.2008 21.44 Uhr.]
Da, wie oben erwähnt, der Text natürlich noch abrufbar ist, man bei solchen Menschen mit Stasi-Vergangenheit jedoch nie sicher sein kann, möchte ich hier ein klares Statement zur Meinungsfreiheit machen:
Lutz Eberhard Heilmann (* 7. September 1966 in Zittau) ist ein deutscher Politiker (Die Linke). Heilmann ist der erste ehemalige hauptamtliche Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR, der in den Bundestag eingezogen ist.
Leben und Beruf
Nach dem Abitur 1985 an der EOS Zittau leistete Heilmann einen freiwillig von 18 Monate auf drei Jahre verlängerten Wehrdienst beim Ministerium für Staatssicherheit ab. Anschließend wurde Heilmann hauptamtlicher Mitarbeiter der dortigen Hauptabteilung Personenschutz. Heilmann wurde nach eigenen Angaben nur im Objektschutz staatlicher Einrichtungen eingesetzt. Im Oktober 1989 soll Heilmann nach eigenen Angaben ein Entlassungsgesuch eingereicht haben. Tatsächlich schied er erst im Januar 1990 aus dem Ministerium für Staatssicherheit aus, als dieses aufgelöst wurde.
1991 begann Heilmann ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Technischen Hochschule Zittau. Ab 1992 absolvierte er ein Studium der Rechtswissenschaft an der FU Berlin und der Christian-Albrechts-Universität Kiel, welches er 2005 nach dem ersten juristischen Staatsexamen unterbrach, weil er in den Bundestag einzog. 2005 war er Rechtsreferendar in Lübeck.
Seit etwa 2006 lebt Heilmann bekennend schwul. Er gründete 2007 die Landesarbeitsgemeinschaft queer, eine Gruppe für Schwule, Lesben und transidentische Personen innerhalb der Linken in Schleswig-Holstein und engagierte sich auf Christopher-Street-Day-Veranstaltungen in verschiedenen Städten.
Politisches Wirken
Heilmann wurde 1986 Mitglied der SED. Nachdem er 1992 deren Nachfolgepartei PDS verlassen hatte, wurde er 2000 erneut PDS-Mitglied.[2] Von 2000 bis 2002 gehörte er dem Vorstand des PDS-Kreisverbandes Nordwestmecklenburg an.[3] 2004 baute Heilmann in Mecklenburg-Vorpommern eine [‘solid]-Gruppe auf.
Seit 2005 ist Lutz Heilmann Mitglied des Deutschen Bundestages. Er ist als einziger Kandidat der Linken über die Landesliste Schleswig-Holstein in den Bundestag eingezogen.
Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit
Im Oktober 2005 enthüllte Der Spiegel die von Heilmann bislang verschwiegene Stasi-Vergangenheit. Heilmann gibt bis heute öffentlich an, von 1985 bis 1990 einen „verlängerte[n] Wehrdienst (Personenschutz MfS)“ geleistet zu haben.[2] Heilmann war nach Ableisten der allgemeinen Wehrpflicht von 18 Monaten für die Zeit bis 1990 als Berufssoldat beim MfS beschäftigt und verließ dieses erst, als es aufgelöst wurde.[4]
Vor der Wahl hatte Heilmann den Mitgliedern des Landesverbandes seine Tätigkeit beim MfS verschwiegen. Dies stellte einen Verstoß gegen innerparteiliche Richtlinien dar. Auf dem Landesparteitag am 4. Dezember 2005 stimmten die Mitglieder des Landesverbandes Schleswig-Holstein über einen Misstrauensantrag gegen Heilmann ab. Das Ergebnis war 47 Stimmen für Heilmann zu 42 gegen ihn.[4] Heilmann ist seitdem innerhalb der Linken in Schleswig-Holstein umstritten.[5]
Einzelnachweise ↑ Linkspartei-Mann arbeitete für die Stasi. In: Spiegel Online. 8. Oktober 2005. Abgerufen am 15. November 2008. ↑ a b Lutz Heilmann, DIE LINKE.. In: Deutscher Bundestag. Abgerufen am 15. November 2008. ↑ Lutz Heilmann. In: Fraktion DIE LINKE. im Bundestag. Abgerufen am 15. November 2008. (Profil von Lutz Heilmann) ↑ a b Björn Hengst und Gunther Latsch: Ein Stasi-Mann spaltet die Linkspartei. In: Spiegel Online. 4. Dezember 2005. Abgerufen am 15. November 2008. ↑ Tiefer Riss geht durch den Landesverband. In: www.LN-online.de. 20. September 2008. Abgerufen am 15. November 2008.
Ich hatte auch lange, lange nur Bewunderung für das Kop End in Anfield übrig und dachte eigentlich daß “You`ll never walk alone” der ultimative Fangesang sein muß.
Gut, mittlerweile denkt jeder zweite Stuttgarter daß das Lied vom VfB handelt und in Aachen singen sie sogar “along” statt “alone”. Schlimm, aber nicht zu ändern. Der Titel wird halt inflationär verhunzt.
Irgendwann (vielleicht vor zwei Monaten oder so) las ich einen Artikel über Hibernian Edinburgh und deren Verwurzelung. Da das Internet ja anunfürsich eine prima Sache ist wurde nicht lang gefackelt und youtube konnte auch prima Ergebnisse liefern.
Seitdem bin ich irgendwie hin und weg von dem (inoffiziellen?) Vereins-Song und da ich heute gestern mit nem Freund über Fromlowitz lachen durfte und wir uns nebenbei über dies und jenes aus der Welt des Fußballs unterhielten, kam es mir wieder ins Gedächtnis:
Für mich eines der schönsten, ergreifenstens, liebevollsten Kurvenlieder aller Zeiten! Ursprünglich von den Proclaimers (das sind die die auch “I’m Gonna Be (500 Miles)” gamacht haben)
Sunshine on Leith (Leith ist ein Stadtteil von Edinburgh und Euch allen bestens aus “Trainspotting” bekannt. Gleichzeitg die Heimat der Hibs. Gänsehaut pur).
-Achtung: Mieser Ton, aber überragende Emotionen. Wer den Song in seiner ganzen Schönheit anschauen will, auf youtube gibts ein paar sehr klare Versionen…ohne Kurve-
Die Diskussion gibt es im FC.Brett ja schon länger: Darf man sich überhaupt Fan nennen, wenn man noch kein Waffeleisen in Clubfarben besitzt oder viel schlimmer: Darf man sich überhaupt Fan-Kollektion nennen, wenn man gar kein Vereins-Waffeleisen anbietet? Achja, früher wars halt doch in vielem besser…in machem jedoch auch nicht:
Erinnert sich noch wer an die späten 80er/ frühen 90er in den Kurven? Kutten, Kutten und Kutten. Die schlimmen Aufnäher auf geschmacklosen Jeansjacken kann man heute zum Glück nur noch auf Schalke und tief im Osten begutachten, der Rest der Republik scheint sich in Sachen Fan-Mode doch etwas weiter entwickelt zu haben.
Da jedoch die offiziellen Fan-Shops immer noch recht bieder daherkommen, muß man sich halt nach Alternativen umgucken um auch als metrosexueller Großstadt-Pimp im Stadion eine gute Figur zu machen. Auf manches ist zu achten bei gediegener Stadionkluft: – Niemals darf ein blöder Slogan draufstehen, noch sollten die Farben an ein Trikot des VfL Bochum erinnern. – Das Motiv sollte einen Bezug zum Verein haben aber dennoch so subtil sein dass man auch zum Eyecatcher wird. – Der (für mich) wichtigste Punkt aber: Mit dem Kleidungsstück sollte man sich auch in der Kneipe sehen lassen können, wenn nicht sogar bei der Arbeit (also gut, das kommt schon drauf an was man denn so macht, nicht wahr).
Fündig wird der geneigte Fan seit neulich im schönen, neuen Online-Shop von kapokomino. Die Shirts sind nett anzuschauen, erzählen einen Geschichte und man muß sich wirklich nicht schämen damit auf der Straße gesehen zu werden. Die FC-Kollektion ist zwar noch etwas dünn besetzt wird aber wohl in den nächsten Wochen auch ausgebaut. Für den –von Alltagskleidern genervten Fan- sicher mal einen Besuch wert (Ich hab mich für „Huhzick“ entschieden).
Da das Kapokomino-Team in Düsseldorf(!) sitzt, kann man auch als andersgearteter Fan mal einen Blick riskieren: Dortmunder, Gladbacher, Berliner und eben die Kö-Bewohner kommen auch auf ihre Kosten.
Und wenn dann der nächste 80er Jahre Retro-Schub kommt und Schalke auf einmal „En Vogue“ sein sollte, hoffe ich, dass man wenigstens die Fransen an den Jeans weglässt…
Manchmal gibt es ja so Phasen wo wirklich alles, alles, alles zusammenkommt.
Trotz der bald bevorstehenden Rückkehr des Prinzen, der neusten Gerüchte über Ümit Özat und einer sehr putzigen Mail-Konversation, muß ich Euch aufs Wochenende vertrösten.
Im vorangegangenen Post wollte ich noch (quasi zum Beweis) das Karel Gott Lied verlinken, habs aber nicht gefunden. Statt dessen hab ich was viel besseres. Kann sein daß ich völlig hinterm Mond lebe und das Lied seit zehn Wochen auf Platz Eins der Charts steht aber ich hab auf jeden Fall noch nichts davon mitbekommen und mir ist die Kinnlade runtergefallen:
Bitte anschnallen: Karel Gott feat Bushido(!) omeingott, omeingott, omeingott:
Es ist tatsächlich schrecklich einen Samstag-Abend vor dem free-Tv-Fernseher zu verbringen. Im Ersten singt Karel Gott, im Zweiten Simply Red (Mick Hucknall sieht sehr, sehr drogenabhängig aus) auf RTL fällt ein Mann vom Fahrrad und die Filme die laufen sind entweder unterste Kanone oder unguckbar wegen Werbung.
Also mal ehrlich: Ich kann doch nicht die “goldenen Stimme aus Prag” auf einen Felsbrocken stellen und ihn (sie?) dann mit ausgebreiteten Leonardo die Caprio-Armen “wir sind alle ein Teil dieses Universums” singen lassen. ARD: Das geht nicht. Das macht man nicht!
Im ZDF läuft Wetten Dass. Eine ganz grausame Veranstaltung. Frank Elstern hatte Recht als er damals sagte daß “Kinder nicht in eine Abendshow” gehören. Ein sechsjähriger kann alle Präsidenten der USA auswendig, zwei 17jährige Mädchen können aus Badeschaum Tokio Hotel Lieder erkennen und zu allem Überfluß sind die kleinen Plaudereien auf der Couch so derart peinlich daß man einfach umschalten muß (womit ich auch zu erklären versuche warum ich überhaupt auf Herrn Gott gestoßen bin).
Also: Weg vom Fernseher, hin zum Rechner. Ich hab mir ein neues Spiel zugelegt: “Dead Space“. Hat überall gute Kritiken bekommen, ist ein Survivor-Shooter -Adventure Mix und…für gar nichts zu gebrauchen! Was denken sich Entwickler dabei einem Spiel eine nicht frei wählbare Tastaturbelegung zu verpassen? Mit WASD für die Richtung kann ich ja noch leben aber daß der Sprint (den man braucht!) dann auf “STRG rechts” liegt macht die Sache (für mich) unspielbar, da ich mit rechts meine Maus halte und mir leider noch kein dritter Arm aus dem Brustkorb wächst. Ich hab dann mal nen Gamepad angeschloßen. Resultat gleich. Mit dem linken Stick wird die Richtung vorgegeben, mit dem Rechten die Umgebungskamera. Man muß also beide Knüppel gleichzeitig autark lenken, weil die Kamera nicht 3D, sondern frei schwebend hinter der rechten Schulter rumgurkt. Mag sein daß das für Profi-Zocker normal ist, für mich ist es ein feinmotorisch nicht lösbares Vorhaben. Was mich daran richtig ärgert ist die Tatsache daß in keinem Review dieses Manko angesprochen wurde. Keine Ahnung was sich EA dabei gedacht hat.
So warte ich dann auf Daum im Sportsudio. Bis dahin lese ich noch ein wenig in “Body of Lies” und gucke alle drei Minuten auf das Cover um mir zu überlegen was man genommen haben muß um dieses (sehr gute) Buch auf dem deutschen Markt unter dem Titel “Der Mann der niemals lebte” zu verkaufen.
Es ist schon ein Kreuz. Das zweite Spiel, daß ich in dieser Saison nicht verfolgen konnte. Und: zum zweiten Mal gewonnen. Wenn das so weiter geht seh ich bis Mai gar nix mehr vom FC. Gut, gut, nach 0:1 Rückstand zurück gekommen, nach einhelliger Meinung nach dem Ausgleich die bessere Mannschaft gewesen und dann trifft auch noch Willy Sanou, den ich schon für einen etwas moderneren und obamaesken Rico Steinmann hielt, zum Siegtreffer. Der Salto nach dem Treffer soll mindestens seine Schuhgröße an Punkten in der B-Wertung eingebracht haben. Sachen gibts…
Der Blick auf die Tabelle ist i.M. natürlich pures Gold. 19 Punkte aus 12 Spielen, da kann man drauf aufbauen!
Wenn ich dann ab dem nächsten Spiel die Partien wieder in Gänze verfolge, möge man mir bitte, bitte wieder drei Punkte schenken…obwohl…wo soll das denn noch hinführen? Uefa-Pokaaaaaaal, Uefa-Pokaaaal,…ähm…sorry, es überkam mich.
Gehen Sie bitte weiter, hier gibt es nichts zu sehen.
Automobil-Design interessiert mich ja schon ne ganze Weile. Durch Design-Awards aufgefallen ist in letzter Zeit häufig der japanische Mazda-Konzern. Grund genug also der, extra ins Leben gerufenen, Mazda Design Seite einen Besuch abzustatten.
Mazda stellt auf der Seite zehn(!) Concept Cars vor. Man muß nicht alle mögen aber ein paar Perlen sind schon darunter. Der Kazamai z.B. besticht durch wunderschöne fließende Formen, die sich in der Front zwar wieder zu der „böse-Augen-Form“ verengen aber an der restlichen Karosserie eine extrem windschnittige Figur machen. Kazamai bedeutet „wirblende Seitenwinde“. So sieht das dann auch aus.
Die fließenden Formen setzten sich überhaupt durch die gesamte Serie durch. Mazda spricht hier von ihrer Desgin-DNA, die in erster Linie aus Nachhaltigkeit, und Aufbau auf dem 2006er Concept Car „Nagare“ besteht. Der Nagare wurde erstmals auf der Los Angeles Motorshow vorgestellt und machte mit seiner Keilform und den strukturierten Oberflächenlinien rund um den Globus Furore. Der neue General Manager der Mazda Design Devision Laurens van den Acker machte denn auch den Nagare zum Vorbild für alle folgenden Concept Cars und hat damit praktisch eine gemeinsame Sprache gefunden. Die o.e. fließenden Formen. Diese Form der Gleichschaltung (uh, oh, böses Wort, ist aber nicht böse gemeint) der einzelnen Designer bündelt natürlich eine Menge Ideen, die für das –am Ende in Produktion gehende- Auto von hohem Nutzen sein kann. Auf der anderen Seite kommt es mit dieser Philosophie natürlich nicht zu irgendwelchen Ausreißern, die in eine völlig andere Richtung gehen. Das macht die Sache mitunter ein wenig eintönig und verwechselbar.
Mir gefallen die Autos nur teilweise. Der o.e. Kazamai und der Ryuga gefallen mir richtig gut, der Senku und der Taiki sind mir zu weit vom Serienbau entfernt obwohl die Idee mit den extrem langen Radständen sicher in nächster Zeit irgendwo eingebaut wird. Der Furai ist sowieso außer Konkurrenz (LeMans Sportwagen) und der Rest ist mir leider etwas zu bieder und zu „gleich“.
Wenn ich mich jetzt für ein Auto entscheiden müsste, dann nähm ich den Kazamai. Also Mazda, ihr habts gehört: Lieferung bitte nur werktags nach 18.00 Uhr. Danke.
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