Sascha hatte die großartige Idee eines Mixtape-Wichtelns. Ohne wirklich groß nach zu denken musste ich natürlich mitmachen und kann so also heute mein erstes (empfangenes) Mixtape ever präsentieren:
Et voilà, der Spätsommerabend, zusammengestellt von Alexander alias beetFreeQ, dessen Blog ich jedem popkulturell interessiertem Leser dringend zur Lektüre empfehle.
My Mixtape
Ich hab ja schon ein paar Mixtapes verschenkt aber meistens nie ohne Hintergedanken also lauschen wir mal, so ganz entspannt, mit einem vorzüglichen kalten Almdudler auf dem Schreibtisch hinein:
Los geht es mit “The Books” und deren Group Autogenics. Kann man machen. Ich fange ja jedes einzelne Tape mit Michael C. Hall und seinem Einstiegsmonolog aus Dexter an (Tonight´s the night….), von daher kann ich den Zauber von eingessampleter Nonchalance absolut nachvollziehen.
Weiter geht´s mit einem netten Sommersong des(?) mir völlig unbekannten Tunng. Das Ding nennt sich Sashimi und ist fluffig, etwas lau aber der Abend hat ja auch erst begonnen.
Auf die Piste (praktisch der Song zum Weg zur KVB) gehen wir mit Caribou. Melody Day ist schon was für Pilzliebhaber aber bekommt grade noch die Kurve. Erinnert mich irgendwie an “Endless Summer” und was mich an dieses Meisterwerk erinnert, kann nur wohlwollend aufgenommen werden.
Bevor die Party richtig losgeht, holen wir nochmal tief Luft und geben uns Broadcast hin. Nice. Before We Begin
Jetzt sind wir aber angekommen (wahrscheinlich irgendwo in der Südstadt – für die Kölner) und gucken mal was XTC so machen. Ups, ich meine natürlich die Dukes of Stratosphear. Wir haben zwar noch keine Eins aber 25 O’Clock gibt schon mal die Richtung der Nacht vor.
Jetzt kommt der Mann mit dem Bier und bringt uns MGMT. Song For Dan Treacy ist nett aber nicht wirklich mein Fall. Irgendwie zu nett.
Wir lassen uns aber nicht die Laune verderben, gibt´s ja auch keinen Grund zu, denn hier kommen The Wimple Winch und schiessen uns zurück in die Zeit als alles doch recht einfach war. Save My Soul ist dreckig, einfach aber kraftvoll und sehr, sehr britisch. Go on…
Den Gegenentwurf liefern The Seeds. Gleiche Zeit, anderer Ansatz. Etwas verspielter, etwas happier, eben Staaten. Der Song heißtRollin’ Machine. Die Briten gewinnen.
Zur Huldigung des neuen Tages machen wir ein kurzes instrumentales Intermezzo. Jonathan Richman spielt Egyptian Reggae. Boah. Nur drupp und dann auch nicht lange.
Jetzt wird es schon langsam Zeit wieder etwas zu entspannen. Die Black Lips laden uns auf ihre Couch ein mit Veni Vidi Vici. Ich komme gleich nach!
Vorher bleibe ich aber noch um Janis Joplin anzubeten, deren Summertime einer der größten, wenn nicht der ultimative Sommer-Abhäng-Liebe-machen-Song ist.
Wo wir gerade da sind, können wir auch noch für Velvet Underground bleiben. Lou Reed, Mann! Lou Reed! Ich liebe ja Perfect Day aber Venus in fursist schon reichlich okay. Wir gehen langsam zum Absacker über.
Hat mir da jemand was ins Bier getan? Jefferson Airplane sind nichts für schlechtes Löschpapier. Creepy. White Rabbit. Wie komm ich hier raus?
Ich hau jetzt aber echt ab nach Hause. Genau richtig für den BigMac in der Bahn kommt Joni Mitchell (die wird sich freuen…) und Woodstock. Ich wär gern dabeigewesen (nicht wahr Stewan?)
Oh nein, in Efferen kam es zu einem Weichenschaden. Die KVB saugt mal wieder kräftig. Zur Beruhigung der aufgebrachten Meute werden Warpaint eingespielt. Billie Holiday sorgt für heitere Gesichter. Ist doch alles nicht so schlimm.
Es ist kalt, auf dem Weg nach Hause eine letzte Kippe und die Begleitung von Nick Drake. Sein Beitrag zum Ende des Sommers nennt sich Three Hours. Okay, paßt zur Uhrzeit.
So. Im Bett, einen Fuß auf´m Boden, you know why, und Terry Callier gibt mir ein paar merkwürdige Träume mit You Goin’ Miss Your Candyman. Gute Nacht!
Das war´s.
Ein schönes, etwas spaciges Mixtape, das so niemals, niemals, niemals in meiner Musiksammlung gelandet wäre. Zwei, drei Songs waren nicht meine Art Fisch aber insgesamt kann man sich das schon sehr gut hintereinander weghören. Nochmal vielen Dank an Alexander und ich hoffe das mein Mixtape auch Freude macht. Falls ich ´ne Reaktion bekomme, werd ich sie posten, ansonsten schreib ich irgendwann nächste Woche selbst was dazu, denn natürlich ist mein Ding völlig anders aufgebaut und weniger…nun ja… textlastig, sag ich mal…
Es gibt Unentschieden und Unentschieden. Das 1:1 gegen Hoffenheim gehört zu den besseren Punkteteilungen. Der FC mit der besten Leistung der Saison, vielleicht ist doch noch nicht alles verloren.
Aus Mangel an Gelegenheit musste ich das Spiel alleine auf SKY anschauen. Schon nach zwei Minuten in der Übertragung fiel mir zum ersten Mal die Unterlippe auf die Stuhllehne, denn Manager Meier erzählte im Interview mit dem sichtlich erstaunten Rollo Fuhrmann, dass die Saison des FC so schlecht doch gar nicht war, bis jetzt. So meinte der lustige Mann:
“Gegen Lautern waren wir nur zu zehnt, in Bremen kann man verlieren, gegen St. Pauli haben wir berauschenden Fußball gespielt. Haben die Zuschauer begeistert, haben dann in München einen Punkt geholt wo sogar die Roma verloren hat und Mainz war einfach besser.”
Er kann die ganze Frustration der Fans vor dem Spiel nicht verstehen. Na dann. Spricht auf jeden Fall nicht dafür, dass er sich groß Gedanken um die Außendarstellung des Vereins macht aber das wussten wir ja auch schon vorher.
Das Spiel an sich war rassig, temporeich, gutklassig und engagiert geführt, vom FC. Von Beginn an versuchte die Mannschaft dem Gegner durch frühe Zweikampferöffnung den Schneid abzukaufen. Das Mittel, welches die Mainzer gegen uns anwandten, wurde nun selbst eingesetzt und sorgte beim Betrachter für Erstaunen und Wohlwollen. So stell ich mir das vor und frage mich halt, was die Mannschaft bisher davon abgehalten hat. Aber, hey, da bin ich ja nicht wirklich nachtragend. Das war insgesamt große Klasse.
Am meisten gefreut, hat mich die Tatsache, dass auch der Rückschlag zu Beginn der zweiten Hälfte, als man die Zügel ein wenig schleifen ließ, bzw. dem Druck der Hoffenheimer nicht viel entgegen zu setzten hatte, keine spielentscheidende Auswirkung hatte. Die Spieler machten weiter wie vor dem Gegentreffer, zeigten hohe Lauf- und Kampfbereitschaft, sogar Ansätze von Spielwitz waren zu erkennen. Ich bin drauf und dran zu zu geben, dass mir sogar eine Niederlage das Match nicht versaut hätte, denn ich war und bin ziemlich zufrieden mit dem Gesamtauftritt. Wenn man denn kämpft und alles versucht und der Gegner war besser oder hatte Glück, dann ist das schon in Ordnung so, keiner verlangt vom FC eine +.500-Saison. Nur waren die Auftritte der letzten Wochen eben genau das nicht. Zum ersten Mal in dieser Spielzeit haben wir eine positive Zweikampfstatistik. Gerade für eine Mannschaft, die sich nicht über spielerische Brillanz definieren kann, ist der Zweikampf das Mittel zum Zweck, daher muß dieser Zustand ein Dauerhafter werden.
Gegen den Traditionsclub aus der Nähe von Mannheim merkte man die veränderte Einstellung zum Spiel sofort. Viel aggressiver als zuletzt machte der FC früh die Räume eng, zwang die Hoffenheimer (Innen)-Verteidigung zu manch merkwürdigem Pass, schaffte immer wieder sehr geschickt Überzahlsituationen im Mittelfeld und kam letztlich durch einen fantastischen Schuss von Herrn Podolski persönlich zur Führung. Credtis gehen hier auch an Jajalo, der sich gegen zwei Abwehrspieler behauptete, den Ball schön durchsteckte und auch sonst ein ganz gutes Spiel machte.
Der beste Mann auf dem Platz war für mich Lanig, der kämpferisch eine wirklich 1a-Leistung bot, immer anspielbar war und (vor allen Dingen) auf links immer wieder Lücken riss, die Ehret und eben Jajalo geschickt nutzen konnten. Gleichberechtigt gut war Podolski, der nicht nur durch sein Tor, sondern auch durch sein Auftreten, seine Körpersprache als Leader zu erkennen war. Der Rest der Mannschaft kann zusammengefasst werden: Keine Ausfälle, guter Auftritt.
Das Gegentor war ein feiner Schuss von Ba, der das eine Mal, an dem Geromel nicht eng genug deckte, sofort ausnutzte und am nicht reagierenden Mondragon ins lange Eck schlenzte. Kein Wundertor aber von zehn trifft er auch nur zwei so wie hier.
Letztlich ist es schade, dass der FC nicht die drei Punkte mitnehmen konnte aber wie oben bereits geschrieben war das nicht die Krux des Spiels. Viel wichtiger war die Reaktion der Mannschaft auf die Kritik aus den Reihen der Fans und von der DuMont-Presse zu sehen. Jetzt gilt es nach zulegen gegen Freiburg.
Ach, die Causa Soldo hab ich ja noch gar nicht erwähnt. Wenn Falls der FC weiter so auftritt gibt es keinen, wirklich gar keinen Grund zu meckern. Ich bin der Erste, der zu Kreuze kriecht und seine Meinung schneller ändert als Franz Beckenbauer. Ich meine es wirklich nicht persönlich (anders als bei Meier, den ich wirklich und wahrhaftig nicht leiden kann und zudem für reichlich unfähig halte) sondern mache es nur an den Auftritten der Mannschaft fest. Bisher sah es für mich nicht so aus, als ob Soldo seine zerstörerische Taktik zu Gunsten eines etwas kraftvolleren Spiels ändern würde. Nun, nach diesem Spieltag muss ich zugeben, dass mich der Trainer überrascht hat. Als Kredit bis zum nächsten Spiel ist das erstmal gut, für wirklich mehr jedoch noch nicht.
Irgendwas ist gestern Abend kolossal schief gelaufen. Die neue Oberfläche von Cover-it-live sieht erstmal gut und übersichtlich aus, lädt aber nicht im Opera. IE8 machte keine Zicken, die ersten paar Minuten lief auch alles sehr smooth. Dann musste ich mal kurz weg, hab das Ding aber laufen gelassen, komme wieder, schreibe einen Kommentar, der wird auch gepostet und dann kommt eine sehr kryptische (Windows)-Fehlermeldung, im Browser-Fenster kommt ein Flash-Fehler und der Bildschirm friert komplett ein.
Kaltstart gemacht, kurz in der Fehlerdokumentation nachgeschaut, nur gelesen, dass es warscheinlich ein Problem mit iframe und der Datenbank ist und das Ding sofort wieder weggenommen, denn das ist es mir dann doch nicht wert, dass so´n blödes live-blogging mein sql zerschiesst. Tja. Sorry.
Ich bin es leid. Echt. Als in der Halbzeit Pezzoni und Matuschyk in das Spiel kamen, hab ich mit dem FC vorerst abgeschlossen. Auch wenn Matuschyk beileibe nicht der schlechteste Mann auf dem Platz war, seine Aktionen wenigstens, mit ein wenig Elan, das schreckliche Kölner Gebolze kurzfristig unterbrachen (und damit Soldo wohl zur Weißglut brachte), war die Tendenz doch klar: Die erste Halbzeit war viel zu offensiv, ab der 46. Minute wird mit einem 4-6-0 versucht ohne Gegentor zu bleiben und vorne hilft der liebe Gott. So ein Spiel geht einmal gut, dann ist Schluß mit lustig. Die enorm starken Mainzern zeigten dem „großen 1.FC Köln“ zum wiederholten Mal die Grenzen auf. Ein Glück, das Gute hat gesiegt!
Ich kann für den „Fußball“ den Soldo spielen läßt, nichts anderes als pure Verachtung empfinden. Hier wird das Spiel buchstäblich mit Füßen getreten. Vergiß es, FC, ich bin jetzt an einem Punkt angekommen, an dem die Wut der Resignation weicht. Schlag nach in jedem Marketing-Handbuch: Es gibt nichts schlimmeres.
Ich weiß, ich wiederhole ich, ich fordere seit Monaten Soldos Entlassung. Ich bin da auch weitgehend beratungsresistent. Mir fallen keine Argumente ein, die nicht gegen Soldo sprechen. Und: Hört mir auf, von wegen Punkt in München, Sieg gegen Pauli, yadda, yadda.
Wie man es machen sollte, zeigten die Mainzer gestern eindrucksvoll: Auf dem Papier sicher nicht die haushoch überlegene Mannschaft, die sich auf dem Platz heraus kristalisierte aber mit Leidenschaft, enormer Laufbereitschaft, Spielwitz und einem „Matchplan“, wie Tuchel sich ausdrückt. Der FSV war dem FC einfach unglaublich überlegen. Hier mache ich dann den Unterschied aus: Tuchel (oder irgendjemand) dort, Soldo hier. Nach dem letzten Spiel gab es den Einwand, dass der Druck in Köln ein ganz anderer sei, als in Mainz und Soldo deswegen eher „safe“ spielen läßt. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, ändert sich dies ab sofort. In Köln gibt es gar keinen Druck. Soldo kann doch tun und lassen was er will, es ändert sich ja doch nichts. Der Mannschaft ist alles egal, das Präsidium ist handlungsunfähig, der Manager findet sich toll weil er Pedro Geromel und Lukas Podolski verpflichtet hat (vergißt aber die gefühlten dreihundert Millionen Euro die er für nichts in den Sand gesetzt hat und damit den FC praktisch trocken gelegt hat) und wir, die Fans, realisieren, dass der FC dabei ist alles, wirklich alles zu verspielen. Von einem Image kann man ja schon gar nicht mehr sprechen. Dabei fällt mir ein: Wo sind eigentlich die weißen Auswärtstrikots? Warum spielen wir immer noch in den alten blauen? Wenn nicht alles so traurig wäre, könnte man fast drüber lachen! Fertig. Keine Lust mich weiter mit diesem Driss zu befassen.
Ein Satz noch in eigener Sache: Leider gab es aus Mainz und auch aus Hoffenheim niemand, der sich für mein kleines Experiment Fremdbloggen erwärmen konnte. Weiter geht es also erst nächste Woche.
Punkt gewonnen, das Spiel vernichtet. Buchstäblich zu Grabe getragen. Kann man damit leben? Müssen wir damit zufrieden sein? Willkommen zum Philosophie-Grundkurs Fußball.
Vorab, bevor sich hier wieder der Schaum vor manchen Mäulern sammelt: Natürlich ist das Spiel des FC legitim, natürlich hat die Roma am Mittwoch keinen Deut anders gespielt und dass das Ergebnis heute über allem steht ist mir dann doch klar. Ein 3:4 in einem wunderschönen, romantischem Spiel ist halt doch ´ne Spur “scheissiger” als ein ermauertes 0:0 in einer Partie aus der Hölle.
Ich will und kann auch gar nicht viel zum Spiel selbst schreiben. Bayern mit gefühlten 95% Ballbesitz, der FC sehr, sehr, sehr diszipliniert, kaum Chancen (die Beste hatte noch Freis für den FC – und er vergibt sie natürlich, wie immer, weil er aus sieben Metern nur Butt trifft), ein Mondragon, der die Grenzen des Zeitschindens erneut in neue Dimensionen schraubte und fertig war der erneute Punktgewinn gegen den Rekordmeister, der anscheinend gegen Köln nicht mehr gewinnen kann.
Wichtigster Mann beim FC war Pedro Geromel, der ein ums andere Mal alle Bemühungen der Hausherren ein jähes Ende setzte, die Abwehr (oder die Mannschaft, wie ihr wollt) dirigierte, keine Fehler machte und einfach ein unfassbar abgeklärter Chef auf dem Platz ist.
Die nächste Zeilen sind für mich sehr schwer aber ich muss es ja dann doch zugeben: Miso Brecko mit einer klasse Partie gegen Ribery. Der Franzose konnte sich in keiner Minute frei über den Platz bewegen, Brecko war immer da, hatte immer einen Fuß dazwischen, konnte immer verhindern. Natürlich nicht mehr, aber das war wohl auch nicht seine Aufgabe, denn alleine mit seiner Aufstellung machte Trainer Soldo klar, dass der FC nicht der Anspruch hatte nach vorne zu spielen. Das ist zu respektieren und -nochmal- es ist legitim. Brecko hat das Vertrauen des Trainers gerechtfertigt und seine Rolle nahezu perfekt umgesetzt.
Die komplette Mannschaft verteidigte das Unentschieden leidenschaftlich, auch hier kann man den Spielern und dem Trainerstab nicht den geringsten Vorwurf machen. Die Einstellung stimmte, die Taktik war klar aber damit müssen die Bayern leben und umgehen können. Neben einem Schuss und einem Kopfball von Müller hatte Mondragon einen ruhigen Tag im Tor des FC (okay, die Kroos-Flanke sah ein wenig scary aus…), vom FCB kam herzlich wenig. Das Spiel wirkte unkonzentriert, ohne wirkliche Struktur und ohne Esprit. Letztlich ist es eine Mannschaft vom Schlag der Bayern immer selbst schuld, wenn sie gegen eine derart destruktive Mannschaft kein Tor schießen. Die Qualität ist da, wird aber z.Z. nicht abgerufen. Shit happens.
Die große Frage aber bleibt: Möchte ich sowas sehen? Möchte ich Vernichtungskampf statt Inspiration? Wie wohl jeder von Euch wohl eher nicht. Muss ich aber, denn die Mannschaft und der Trainer haben den Auftrag möglichst viele Punkte zu holen. Mit allen Mitteln. Leider haben wir nicht die Eier wie Mainz 05, die einfach Fußball spielen, ihre ganze Philosophie, ihr ganzes Denken dem “schönen” Spiel widmen und damit -zumindest kurzfristig- Erfolg haben. Das fängt bei der Kaderzusammenstellung an und hört bei einem Spiel in München noch lange nicht auf. Mir ist klar, dass aus “diesem” FC nie ein schön spielender Fußballverein wird, dass wir uns immer über die Zerstörung definieren und damit versuchen die Klasse zu halten. Eine andere Möglichkeit besteht bei diesen Spielern auch nicht. Also müssen wir damit leben, denn die Alternative wäre, dem Verein den Rücken zu kehren. Am Dienstag werden wir sehen, wie sich diese beiden konträren Ansätze schlagen werden, wenn der FC zum Bruchweg fährt. Mainz mit vier Siegen und zehn Toren zum Auftakt wird einen Teufel tun und das Ding ruhig angehen lässt. Wenn dann ein Tor fällt, dann schauen wir mal wie der Plan der Mannschaft und des Trainers aussieht.
Also, vor diesem Hintergrund ist der Punktgewinn in München als glasklarer Erfolg zu werten. Noch 36 Punkte zum Klassenerhalt. Puh.
Am Samstag spielt der FC in München, bei den Bayern, beim Oktoberfestauftakt. Der Zechbauer André, dessen “Fernglas FCB” jedem Lesern wärmstens ans Herz gelegt werden soll, war so nett um mir seine Sicht der Dinge auf dieses traditionsreiche Duell zu schicken. Danke, André! Ich freue mich wirklich dass die Idee anscheinend on- und offline ganz gut ankommt. Meinen Text findet Ihr hierbei Ihm, ich muss ihn (also den Text, mein ich) erst noch verschiffen, denn die Tauben sind grad alle. Dafür aber jetzt schon hier sein Blick auf Samstag:
Die Heimbilanz unseres FC Bayern gegen den 1. FC Köln ist durchwachsen. 18 Heimsiege, 12 Unentschieden und 9 Niederlagen in insgesamt fast vierzig Liga-Heimspielen. Das ist für unsere Verhältnisse eine eher bescheidene Quote. Die Kölner in München – das ist ein Angstgegner. Anna, ming Droppe – et jeht widder loss.
In den Sechziger Jahren waren die Begegnungen zwischen dem großen FC Köln und dem kleinen FC Bayern ziemlich ausgeglichen. Die siebziger Jahre gingen mit der minimalen Mehrheit an Siegen an die Heimmannschaft aus München. Die Achtziger wurden dann deutlicher von den Bayern dominiert – und in den 90-er Jahren wechselten sich Heimsiege und Unentschieden regelmäßig ab. Seit der Jahrtausendwende überwiegen jedoch Niederlagen und Unentschieden – überraschend ist das insofern, da die Kluft zwischen beiden Klubs gerade in dieser Phase wohl am größten ist: Auf der einen Seite die Bayern, Rekordmeister, Liga-Krösus und im Bereich der europäischen Spitzenvereine auf einem Stammplatz angekommen – und auf der anderen, der Klub aus der rheinischen Metropole: Finanziell klamm, Perspektive ungewiss, dem Abstieg stets gefährlich nah. Leever rich un jesund als ärm un krank, kann man da aus Sicht eines Bayern-Fans nur sagen.
Während die Geschichte des FCB über Jahrzehnte eine stete Erfolgsstory mit Kurvenverlauf nach oben war, hat der 1. FC Köln sich vom Vorzeige-Klub des Landes in einen steten Abstiegskandidaten verwandelt. Stand der Kölner Verein zu den Anfangszeiten der Liga noch für Innovation und ein leuchtendes, Zukunft weisendes Modell im Profi-Fußball, so schweben seit längerer Zeit die Worte Stagnation, Selbstüberschätzung und Abstiegsgespenst über dem Geißbockheim. Mittlerweile sind auch die Anhänger des Klubs (Et jitt kei größer Leid, als wat der Minsch sich selvs andät) in der Realität angekommen: Der 1. FC Köln kämpft Jahr für Jahr gegen den Abstieg – und Europa scheint noch Jahre weg. Wie soll dat nur wigger jon? Aber der Traum wieder zu den Top-Klubs der Liga gehören zu dürfen – mit regelmäßiger Teilnahme an europäischen Wettbewerben – ist in Köln stets präsent. Die Metropole im Herzen des Rheinlands hat mehr verdient als einen Abstiegkandidaten im mausgrauen Kostüm, denn alles andere als mausgrau ist die Atmosphäre im Rhein-Energie-Stadion – für mich eines der besten und stimmungsvollsten Liga-Stadien. Man braucht nicht viel Fantasie um sich ausmalen zu können, was in Köln los wäre wenn der Verein auch fußballerisch Furore machen würde. Schließlich umarmt der Kölner gerne die ganze Welt – auch wenn das zuweilen etwas zu viel des Guten ist. Bis es aber soweit ist, müssen sich die FC-Anhänger mit den meist knappen Achtungserfolgen beim Riesen aus München begnügen – und zum Oktoberfestauftakt ist München ohnehin eine Reise wert, auch wenn es diesmal wohl nichts so ernten gibt. Mer muss de Feste fiere wie se falle.
Der Saisonstart verlief für den 1. FC Köln äußerst ungünstig. Mit einem für den 1. FC Kaiserslautern denkbar glücklichen Sieg, gaben die Domstädter schon im Auftaktspiel wichtige drei Punkte ab. Das darauf folgende Auswärtsspiel in Bremen verlor man dann erwartungsgemäß. Der FC steckt also schon von Beginn an tief im Keller der Tabelle und Trainer Soldo in der Kritik. Im Heimspiel gegen den FC St. Pauli zeigten die Kölner dann in Halbzeit eins einen Fußball, den man das letzte Mal gegen die Bayern im Rheinstadion bewundern durfte. In Halbzeit zwei versank der FC allerdings wieder in die gewohnte Lethargie. Trotzdem reichte es am Ende etwas glücklich zum Sieg.
Bayern startete mit einem Heimsieg gegen Wolfsburg und verlor dann unnötig beim Aufsteiger Kaiserslautern (Leck mich en de Täsch). Erwartungsgemäß schwer tat man sich dann gegen Bremen am Samstagabend. Die Bayern hinten unsicher und vorn nicht zwingend genug. Länderspiele, WM-Nachwirkungen und das Fehlen von Robben scheinen die Bayern momentan vor große Probleme zu stellen. Bayern hat unter der Woche den ersten Auftritt in der Champions League – zweifelsohne ein Vorteil für den Kölner FC. Vor und nach internationalen Auftritten tun sich die Bayern immer etwas schwer. Derzeit fragen sich die Bayern-Anhänger, wie die eigene Mannschaft wirklich einzuschätzen ist. Olic in schwacher Form, Klose hat das Podolski-Syndrom und Müller wirkt überfordert. Wat jitt dat, wenn et fädich is?
Als Richard Sukuta-Paso die letzte Großchance für den FC St. Pauli knapp über den Kasten von Keeper Mondragon köpfte, Schiedsrichter Dingert die Pfeife in den Mund nahm und dem Leiden ein Ende setzte war es anders als sonst in Müngersdorf. Der FC hatte gewonnen!
Aber die Gesichtsausdrücke auf den Zuschauerrängen waren wie eh und je: Aschfahl, vom Grauen der letzten 45 Minuten gezeichnet, verbittert. Nichts deutet darauf hin, dass der 1.FC Köln gerade seine ersten Punkte in der neuen Saison eingefahren hatte. Wäre ein Unbeteiligter durch die Reihen gegangen, wäre er nicht auf Idee gekommen dass hier Heimfans mit drei Punkten nach Hause geschickt werden. Sogar im Sieg ist der FC 2010 in der Lage zu verlieren. Un-fass-bar!
Die Vorraussetzungen für einen schönen Fußball-Nachmittag sind in Köln ja eigentlich immer da. Die Hütte ist voll, die Zuschauer/Fans sind Leid gewohnt, lassen sich jedoch nicht beirren und halten
der Mannschaft stets die Treue. Das Wetter war “so naja” aber für ein Bundesligaspiel annähernd ideal. Eigentlich gab es nur zwei Optionen: Sieg für den FC, dann darf der Trainer weiter machen, Niederlage oder Unentschieden und der Druck auf die Verantwortlichen wäre vermutlich zu groß geworden. Einer Entlassung des Übungsleiters hätte nichts mehr im Weg gestanden. Nach dem Spiel muss man diese Szenarien um eine dritte Möglichkeit erweitern: Sieg, trotzdem und mit Nachdruck: Soldo raus!
Fangen wir mal mit den guten Dingen an: Die erste Halbzeit war eine deutliche Steigerung zu den ersten Auftritten der Mannschaft. Podolski mit bärenstarker Präsenz und wirklichen Ansätzen als Führungsspieler. Der junge Christian Clemens spielte unbekümmert auf, sorgte für reichlich Wirbel. Nur der sehr starke Thomas Kessler (wer hat den eigentlich noch mal gehen lassen?) rettete den Hamburgern den knappen Pausenrückstand. Ob ich jetzt den Sieg des FC in die Kategorie “gut” einordnen soll, weiß ich noch nicht. Vielleicht steht am Ende dieses Textes ein Fazit aber erstmal ist hier Ende mit “gefällt mir”.
Hallo Köln? Hören Sie mich? Wir haben da ein Problem:
HERRGOTT! So eine unglaublich schlechte zweite Halbzeit gibt es ja eigentlich gar nicht. Was sagt der Soldo den Leuten in der Kabine? Bloß nicht so weiterspielen? Warum greift ihr schon im Mittelfeld an? Was fällt euch eigentlich ein so oft auf´s Tor zu schießen? Wir spielen hier nicht für schönes Wetter sondern unkontrollierten Abwehrkampf, schlagt die Bälle einfach raus! Merkt Euch das mal!
Oder gibt es eine rationale Erklärung warum der FC ab der 46. Minute das Spiel (wieder mal) völlig und vollständig einstellte? Wie kann es sein, dass jeder fußballerische Witz verloren ging, ja, sogar der Einsatz wurde zurück geschraubt. Das ist doch nicht mehr normal. Ich habe zwar nie hochklassig Fußball gespielt, doch ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man eine Halbzeit anständigen, kombinationslastigen, einsatzfreudigen Willen zeigt, nur um dann nach der Pause mim Arsch kaputt zu machen, was man sich vorher mühsam mit den Händen aufgebaut hat. Das widerspricht doch der Natur eines Leistungssportlers.
Nehmen wir mal Podolski: In der ersten Hälfte stets anspielbar, mit hohem Laufpensum, einer enormen Einsatzfreude und dem unbedingten Willen zum Sieg. Da war er wieder, der Poldi, der uns im ersten FC-Leben so viel Freude bereitet hat. Nach dem Wechsel wurde er dann wieder Opfer der Taktik, wurde von keinem Mannschaftsteil mehr unterstützt, hatte zwar in der 80. Minute noch eine wunderbare Chance als er Kessler überlupfen wollte, dieser aber erneut sehr gut reagierte. So gab es leider kein Cameo des 1.FC Saarbrücken. Egal! Er spielte zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten und war in Beiden der beste Kölner. Da stimmt doch irgendwas grundlegendes nicht. Entweder ist die Mannschaft mental unglaublich schwach, wird von Versagensängsten heimgesucht oder aber der Trainer hat in der Pause auf die Bremse getreten und den Rückzug befohlen. Im Vergleich zu unserer Mannschaft muss man ja sogar dem Franzosen “Tapferkeit vor dem Feind” zugestehen. Bei beiden Szenarien ist der Trainer verantwortlich. Meine Schlüsse daraus kennt Ihr, ich will nicht jede Woche dasselbe schreiben.
Dass das Ergebnis diesmal stand hielt ist nur mit Glück zu erklären. 32,5 cm stand Sukuta-Paso im Abseits, sonst hätten wir wieder mit halbwegs leeren Händen dagestanden. Man muss der Abwehr zwar zugute halten, dass sie einen besseren Eindruck als gegen Bremen machte, dies ist jedoch einfach die logische Konsequenz aus der Genesung von Pedro Geromel, der alle Hände voll zu tun hatte die abenteuerlichen Versuche von Andrézinho auf rechts für Ordnung zu sorgen auszubügeln. Dabei muss ich zugeben dass mir der neue Brasilianer nach vorne deutlich besser gefallen hat als Brecko aber nach hinten war das doch sehr “gewöhnungsbedürftig”.
Weiter vorne aber immer noch rechts stand Sebastian Freis wieder einmal völlig neben sich. Mit diesem Auftritt dürfte sich der Mann hoffentlich endgültig aus der Mannschaft gespielt haben. Für einen Erstliga-Spieler war das untauglich. Leider scheint das aber das Leistungsvermögen von Freis abzudecken. Mehr kommt da wohl nicht.
Mittig stand Pezzoni wieder im Destroyer-Modus parat, Fuß dazwischen, grätschen, laufen, ackern, alles ohne jeden Vorwurf aber die Frage muss gestattet sein ob sein Spiel nicht doch ein wenig zu sehr…hmm…80s ist. Ins Museum of modern Art kommt er damit auf jeden Fall nicht. Geromel noch ein wenig fahrig nach vorne aber mit konzentrierter Leistung. Ein Glück, dass er wieder dabei ist.
Links versuchte sich Fabrice Ehret erneut als “Flügelflitzer”. Naja. Ich mag den Franzosen ja sehr und kann mir sogar seine Musik anhören aber, hey, für wirkliche Gefahr sorgte er nicht.
Mato Jajalo durfte erneute von Beginn an ran, war in der ersten Halbzeit sehr aktiv, hatte ein paar gute Ideen, verschlampte aber kurz nach Pause die Entscheidung und damit die Ruhe, die so dringend nötig gewesen wäre. Trotzdem ein Auftritt mit dem ich gut leben kann. Er ist ja nun auch noch sehr jung, hat keine Bundesliga-Erfahrung. Wenn er darauf aufbaut wär´s nicht das Schlechteste.
Soldos griff in die Überraschungskiste fand seinen Höhepunkt in der Nominierung von Clemens. Ein äußerst erfrischender Auftritt des Youngsters lassen diese Entscheidung des Coachs als Erfolg in die Geschichtsbücher eingehen. Muss ja auch mal sein.
Aber dennoch bleibt es für mich Aktionismus. Und wenn ich Novacovic draußen lasse, wie erkläre ich dann den
Einsatz von Freis? Vielleicht spielen wir ja auswärts bei den Bayern mit einer Doppelspitze Nova/Clemens und dahinter Podolski? Wohl eher nicht aber die Idee gefällt mir.
Als Fazit: Gute Ansätze waren vorhanden, jedoch gilt immer noch “Angst essen Seele auf”. Gegen den FCB gibt es zum Glück nichts zu fürchten. Und gut ausgesehen haben wir in München doch eigentlich immer. Also fast. Ich erinnere da nur an einen gewissen Karnevals-Samstag und dann kommt aus der Mitte Brosinski und er muss doch nur den Fuß hinha….jaaaaaaaaaaaa!
Mal schauen, was sich Soldo die Woche über ausdenkt. Ich bin auf alles vorbereitet. Hoffe ich.
[Update: Der Nachbericht von Jekylla befindet sich hier]
“Dingeling”. Da denkt man Freitags Morgens nix böses, arbeitet ganz brav sein Wochenpensum zu Ende, da klingelt das Telefon und eine SMS fragt, ob ich denn nicht mal wieder Bock hätte die Haie zu besuchen. Puh. Die Haie? Da war doch mal was? Achja, deutsches Eishockey, Pleite- und Dilettanten-Liga, aber eben auch eine kölsche Institution, die -ziehen Sie bitte hier Ihre Parallele- seit Jahren nicht recht vom Fleck kommt. Also spontan zugesagt und nach kleineren organisatorischen Problemchen gegen 14:30 Uhr die Bestätigung bekommen: Der Axel geht mal wieder in die Kölnarena LanxessArena. 22 Tacken, Unterrang. Na gut.
Früher war ich zwar ziemlich oft an der Lentstrasse aber die Haie habe ich das letzte Mal in der Saison 02/03 gegen die Hannover Scorpions gesehen, also vor fast einer Ewigkeit. Das Spiel sollte um 19:30 Uhr beginnen, wir waren aber schon ´ne gute Stunde vorher da, schnell noch eine letzte Zigarette vor dem Eintritt in die Nichtraucher-Arena.
Kurz vor halb acht dann ein Moment des Fremdschämens: Auf das Eis kommt “Sharky”, das Maskottchen der Haie und über die (sehr laute) Anlage wird das neue(?) Haielied eingespielt:
Uuuuh. Ganz, ganz schrecklich. Dazu geht dann das Licht aus und ein paar Wunderkerzen an und mir zieht es alles zusammen. Was war früher für ne geile Stimmung als 5.000 Leute aus voller Brust “Wir sind die Haie, wir fressen alle auf” gesungen haben, in der engen kleinen, uralten Eishalle in Nippes. Jetzt ist das alles sehr amerikanisch, sehr klinisch und eigentlich ohne wirkliche Atmosphäre. Schade.
Das Spiel an sich ist…nunja…wirklich Ahnung habe ich nicht…aber, sagen wir mal “langsamer” als ich es in Erinnerung habe. Die Haie verlieren gegen Augsburg, den Vizemeister der letzten Saison deutlich mit 1:4, das letzte Tor war übrigens gar keins, der Schiedsrichter entschied auf “technisches Tor”. Das ist dann auch so eine Sache die mir diesen Sport abspenstigt macht. Wie lächerlich ist das denn? Ein Augsburger läuft auf´s leere Tor zu, wird gefoult, ich rechne mit Penalty und dann gibt es “technisches Tor”? Eine Liga, die dem Schiedsrichter die Möglichkeit gibt nach Gusto Tore zu vergeben? Ähm. Tja, DEL. Macht Ihr mal schön Euren Kram alleine.
Tut mir leid aber mir fehlt viel zu sehr das Wissen um sagen zu können ob das jetzt ein gutes deutsches Eishockey-Spiel war oder nicht, Augsburg schien mir der verdiente Sieger zu sein, nur das zweite Drittel ging an die Haie. Die Tore für die Gäste sahen auch vermeidbar aus, alle drei “normalen” Tore fielen nachdem ein gegnerischer Stürmer reichlich unbedrängt durch das Kölner Drittel marschierte und dann einschlenzen konnte. Zwei der Dinger gingen dem Haie-Torwart (der wohl nicht das uneingeschränkte Vertrauen der Arena-Besucher genießt) durch die Schoner, damit war die Messe gelesen. Das Tor für die Haie, zum zwischenzeitlichen Ausgleich, fiel nach einem schönen Fast-Break über links, Zwei-auf-Eins-Situation, kluger Paß in die Mitte, Dennis Endras diesmal ohne Chance. Der deutsche Nationaltorhüter hielt übrigens zwei Mal unglaublich, der hat mich wirklich überzeugt. Das sah sehr gut aus. Leider halt nur für die falsche Mannschaft.
Eine Minute vor Schluss wurde es dann nochmal lustig, eine kleine Prügeleinlage sorgte für ein “versöhnliches Ende”. Der Augsburger kassierte zwei, drei Wirkungstreffer, zwei Eismeister mussten das Blut vom Eis kratzen und dann kam die Schluss-Sirene.
Ich würde jetzt nicht sagen, dass es auf jeden Fall mein letzter Besuch bei den Haien war, aber wirklich begeistert hat mich das Erlebte nicht. Klar, kann man mal machen, aber man kann auch mal zu den Cologne Cardinals zum Baseball gehen oder zu RW Köln zum Feldhockey. Ist halt wie ein Ausflug und für mich nicht zu vergleichen wie ein Spiel vom Effzeh, es fehlt halt irgendwie das Herzblut.
Eine letzte Anmerkung noch zur Arena. Als Raucher hat man es ja perse schon mal nicht leicht aber so etwas hab ich tatsächlich noch nicht gesehen: Weil in der ganzen Arena nicht geraucht werden darf, muss man in den “Raucherkäfig”: Das ist ein abgezäuntes “Freigehege”, ich schätze mal 40 Quadratmeter klein. Da drängen sich dann in den Drittelpausen ca. zweihundert Menschen zur Suchtbefriedigung. Das von außen keine Bananen reingeschmissen werden ist alles. Ich hab dann in der zweiten Pause verzichtet, das fand sogar ich dann ´ne Spur zu demütigend.
Zum guten Schluss noch ein paar Impressionen vom Spiel und dann machen wir den Deckel drauf und denken an Müngersdorf…
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