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 Von lostinnippes,  am 04.03.12 Kann man diesen Punktgewinn irgendwie schönreden? Kann man auch nur Ansätze von Hoffnung haben, wenn wir uns diese 90 Minuten nochmal anschauen (was Gott verhindern möge)? Es war so schlecht, so unverschämt, so hilflos, so unispiriert und so unklug gespielt, dass es mir schwer fällt dem Punkt irgendetwas -neben dem Tabellenmeilenstein natürlich- positives abzugewinnen aber: Man muß den Punkt positiv sehen, denn, so abgedroschen das klingen mag, es ist natürlich ein Punkt für die Moral, für das Selbstvertrauen und für das Selbstwertgefühl der Mannschaft oder wie Freund Stewan kurz vor Schluß simste: “Wenigstens ist die Mannschaft nicht tot, sondern nur schlecht“. Ja, so muß man das sehen.
Am Ende des Tages rettet wieder Lukas Podolski seinen Verein als er die erste und einzig verwertbare Flanke des gesamten Spiels per Kopfball in Zählbares ummünzt. Er geht den richtigen Weg, stößt in die Lücke, erwischt Vestergaard auf dem falschen Fuß, Starke hat keine Chance und wieder einmal beweist der Mann, dass er eine Schwimmbecken-große Lücke hinterläßt, wenn er nächstes Jahr nicht mehr da sein sollte.
Das 1:1 ist natürlich gefühlter Hohn, denn Hoffenheim war schon in allen Belangen die bessere Mannschaft, hatte Chancen früh den Sack zu zu machen, kreierte in jeder Spielsituation Überzahl und ließ den FC furchtbar schlecht aussehen. Dass wir auch mal vom Glück geküsst wurden (ich rede von der Schipplock-Situation, als er an Eichner und der Latte scheiterte), ist ein hübscher Nebeneffekt, der aber die Geschichte des Spiels nicht erzählt. Dafür müssen wir uns ins Mittelfeld begeben. Dabei müssen wir vorsichtig vorgehen, denn der unbedrafte Zuseher mag sich hier schnell die Augen auskratzen. Das Mittelfeld Lanig-Jajalo-Peszko-Clemens ist von einer Vulgarität durchsetzt, die eigentlich nur mit FSK18-Freigabe in hintersten Winkel der Videothek stehen sollte. Das ist nichts für kleine Kinder!
Lanig ist nicht in der Lage einen Ball über drei Meter zu passen, trödelt wieder mit Ball solange rum, bis er weg ist und versetzt mich in Schockstarre als er (um die 70. Minute) bei einem Gegenangriff sehr leicht den Laufweg des Hoffenheimers hätte zustellen können, es sich aber anders überlegt, vom Ball weg geht und gemütlich zehn Meter neben dem Mann in Richtung eigene Hälfte trabt. Das ist schlichtweg Arbeitsverweigerung. Wenn mich ein Kunde anruft und irgendeine Frage zu seiner Rechnung hat, dann kann ich auch nicht auflegen. Das ist erbärmlich und hinterläßt mich fassungslos. Ich kann mit vielem klarkommen. Ich stöhne auch über jeden dummen Ballverlust und ärger mich über jeden dummen Fehlpass. Das ist aber ja zu großen Teilen keine Absicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Profis gibt die gerne verlieren aber das ist schlichtweg eine Aussage von Lanig: “lalallalalalalaallalaallalalalalala…ist mir doch scheißegal!”. Ernsthaft: Das ist für mich abmahnwürdig!
Peszko kommt nicht ganz an das Niveau von Lanig ran, weil er wenigstens noch kämpft und läuft. Leider völlig kopflos und ohne Klasse. Genauso wie Clemens, der immer mit dem Kopf durch die Wand will und dann baff erstaunt ist, dass das nicht funktioniert. Die Hoffenheimer gingen sehr zügig auf den ballführenden Spieler, meistens wurde sogar gedoppelt. Das macht es dann schwer, wenn nicht abgespielt wird, nicht wahr? Völlig untauglicher Auftritt der beiden “Flügelspieler”.
Kommen wir zum Kaspar des Spiels: Mato Jajalo ist irgendwo anders, nur nicht auf dem Platz. Er macht mehr Fehler als ich das jemals von einem Bundesliga-Spieler erwartet habe. Jeder Pass ist hoch-risikoreich, jeder Ballbesitz ist völlig ohne Belang. Seine Versuche zum Tor zu ziehen könnten auch in Prügeleien unter den Spielern ausarten. Ehrlich gesagt wundert es mich sogar ein bißchen, dass er noch nicht von einem wütenden Podolski niedergestreckt wurde. Junge, Junge. Vor der Saison hatte ich große Hoffnung an Jajalo geknüpft aber er bringt nichts aber auch gar nichts mehr auf den Platz. In den Spielen als er mit Riether zusammen die Doppelsechs gegeben hat, war das alles nicht so schlecht aber nachdem die ganzen Umstellungen in der Mannschaft vollzogen werden mußten, ist er nicht mehr präsent. Er macht auf mich den Eindruck, dass er völlig überfordert ist. Leider haben wir auch für Jajalo keinen Backup. So müssen wir hoffen, dass er irgendwann nochmal die Kurve kriegt, ich sehe nur keine Ansätze dazu.
Grandios auch der Auftritt von Christian Eichner. Keine, genau keine Flanke die er reinsäbelte war tauglich oder erreichte überhaupt einen Kölner. Da kann der Mann Platz haben wie er will, der bricht sich lieber die Füße, als einen anständigen Ball zu schlagen. Das kann doch alles nicht wahr sein, oder? Was soll das?
Achja, das Gegentor hab ich ja noch vergessen. Blaupause. Standard, keine Zuordnung in der Abwehr, Kopfball im freien Raum, Tor. Jungs, das ist untauglich, das ist nicht mehr mit dem “System” zu erklären. das ist pure Schlampigkeit die nicht zu entschuldigen ist. Klar kann sowas “immer mal wieder” passieren, wie Rensing recht lakonisch nach dem Spiel kommentierte. Ohne Frage. Aber Euch passiert das in jedem verfluchten Spiel! Irgendwann ist es immer soweit und das macht mich echt wütend. Dabei ist mir klar, dass ich lange über den Status der Wut hinaussein müßte aber mein Therapeut sagt, dass ich dort irgendwie feststecke. Er weiß auch nicht warum. Ein Wunder der Kognitionspsychologie.
Natürlich war auch der Rest der Mannschaft nicht toll. Roshi sah teilweise aus als sei er am 20.10.1401 in Hamburg auf dem Grasbrook unterwegs, die Tese-Fliege hab ich eigentlich gar nicht gesehen…Halt: Einmal ist er gestolpert und hat einen Freistoß bekommen. Wunderbar. Brecko auf rechts wie ein Schmetterling mit wunden Füßen. Die Abwehr war noch ganz okay, Rensing nicht zu beurteilen. Und natürlich Podolski: Kein gutes Spiel von ihm aber halt immernoch Welten besser als der Rest seiner Kameraden. Und er macht das Tor. Reicht.
Nun stehen wir also mit 25 Punkte drei Punkte über dem Strich. Nächste Woche dann ein wirkliches “Sechs-Punkte-Spiel” gegen die Hertha und den alten Mann. Mal schauen wie Solbakken auf einen Libero reagiert. Mich gruselts jetzt schon…
 Von lostinnippes,  am 29.02.12 Gestern war ein ereignisreicher Tag. Nicht nur dass ich mein Telefon auf der Arbeit vergessen habe und nochmal ins Büro zurück musste, nein, ich meine die Meldungen rund um den 1.FC Köln um den vermeintlichen Flirt des Prinzen mit Arsenal und die Absage des Präsidenten-Kandidaten Hell. Stehen wir vor einem Scherbenhaufen oder schon mitten in den Scherben? Mal schauen:
Fangen wir mit der wichtigsten Personalie der Stadt an. Lukas Podolski soll nach übereinstimmenden Medienberichten (goal.com, bild.de, express.de, Radio Euskirchen) mit Arsenal einig sein. Die fourfourtwo twittert dazu: "Arsenal haven’t agreed a deal to sign Podolski, they’ve only agreed personal terms. Clubs still need to agree. It’s by no means a done deal." Naja. Wenn wir ehrlich sind riecht es schon meilenweit so, dass Podolski den 1.FC Köln Richtung Nordlondon verlassen wird und dass es jetzt nur um die Kohle geht. Auf der einen Seite ist das natürlich ein Verlust, ein Schnitt der weh tut. Auf der anderen Seite ist der Schritt für Podolski notwendig und kann auch für den FC bereichernd wirken, denn der gesamten Restmannschaft fehlt auf einmal die Versagensausrede und das Geld ist gut zu gebrauchen um die Mannschaft auf mehr als einer Position zu verstärken. Der FC sagt zu der ganzen Chose natürlich gar nichts, wie sollten sie auch.
Ob nun der Schritt auf die Insel für Podolski richtig ist, vermag ich nicht zu sagen. Ich werde einen Teufel tun und in die Häme, die sich seit gestern in den Netzwerken und Plattformen breitmacht (dass der Poldi viel zu doof sei um irgendwo zu überleben) mit einstimmen, denn wenn Andy Brehme jahrelang unter Italienern leben konnte, sollte Podolski keine Probleme auf der Insel haben. Wenger scheint Podolski ja schon länger auf der Liste zu haben, in jedem Transferfenster wird über Arsenal spekuliert. Ich bin zu weit von der EPL weg um wirklich fundiert zu sagen wie er in das System der Gunners passt, daher lass ich das mal lieber.
Am Ende müssen wir abwarten, hoffen dass sich der FC nicht von den Engländern über den Tisch ziehen läßt und dann muß das eingenommene Geld in die Hand genommen werden und ausschließlich in die Qualität der Mannschaft investiert werden. Da darf es keine zwei Meinungen geben.
Wer de facto nichts mit dem Geldausgeben des effzeh zu tun haben wird ist der ehemalig Jack-Wolfskin-Mann Hell, der gestern als Präsidentschaftskandidat absagte. Ist mir völlig egal, ich halte das Amt an sich für unwichtig. Man sollte halt versuchen jemanden mit Ansehen und Kontakten zu wählen, der den FC überregional repräsentiert und eventuell neue Möglichkeiten des Geldeingangs eröffnet. Meine erste Wahl ist immernoch Anke Schäferkordt, denn die würde wenigstens mal die Krusten entfernen. Mehr hab ich dazu gar nicht zu sagen, denn am Ende wird es doch wieder zu einer "kölschen Lösung" kommen, die uns nullkommanull helfen wird. Wette ich jetzt und hier ‘nen Kasten drauf.
War sonst noch was? Achja: Jupp Röhrig ist gestern 87 Jahre alt geworden. Herzlichen Glückwunsch!
 Von lostinnippes,  am 28.02.12 Ja, heute ist es soweit, heute feiert der 4. Offizielle seinen 4. Geburtstag!
Vier Jahre, Mann o Mann. Hätt’ ich ja selber kaum geglaubt, dass ich nach fast fünfzehnhundert Tagen noch Lust und Laune habe das hier zu betreiben. Es ist dann mal Zeit ‘Danke’ zu sagen!
An die besten Leser der Welt, an meine Stammkundschaft und auch an die Wegelagerer, an die Trolle und an die “fremden” Fans, die den Blog nur zu Spielen gegen “ihren” Club frequentieren! An die eMail-Schreiber, die die Kommentarfunktion nicht raffen und an die Kommentatoren, die meine Posts mit Leben und anderen Meinungen veredeln. An die Blogger die mich verlinken, an die Leute, die mich in ihrer Linkliste haben, an die Menschen, die mich auf twitter erwähnen und meine links retweeten, an die Leute die bei Facebook auf “like” klicken. Mann, an Alle! Danke für vier Jahre voller komischer Gedanken, Freude, Leid und Sehnsucht. Spinnerei und Idiotie. Gift und Galle. Danke!
Danke auch an den effzeh, an dieses tyrannische Monster, dieses Fass ohne Boden, diese Kind, dieses Miststück! Danke dass ich Dich immer noch nicht aufgeben kann, dass Du mir regelmäßig die Wochenenden versaust, dass Du ein Teil von mir bist! Du machst eben auch einen Teil von mir aus. Ob das zum Guten oder Schlechten ist? Was soll’s! Danke, dass Du damals in mein Leben kamst. Es hilft ja nichts!
Es ist ja nicht nur eine verdammte Selbsttherapie, es ist zu großen Teil einfach ein Riesenspaß! Danke! Ich hoffe Ihr stoßt mit mir an, freut Euch ein bißchen mit und haltet mir die Treue!
Achja: zur Feier des Tages gibt’s jetzt ‘nen Spreadshirt-Shop. Linke Leiste. Ihr findet den Knopf schon!
 Von lostinnippes,  am 28.02.12 Mittlerweile ist es ja gang und gäbe, dass Sportler (mostly US, natürlich) twitter als Vertriebskanal bzw. Ego-Trainer nutzen und ihre Fans und die Journalisten mit schnellen, knackigen Infos zu ihrer Person und/oder ihrem Sport unterhalten. Nowitzkis Dirk macht das, die halbe EPL twittert bis das Lager verdunstet und auch sonst ist der Kanal mittlerweile von verifizierten Sportlerprofilen voll.
Nun aber gibt’s eine neue Dimension. Brad Keselowski twittert unter @keselowski ein Bild aus seiner Karre während der feurigen Daytona 500 am Montag Abend. Amazing!

via @dogfood
 Von lostinnippes,  am 26.02.12 Ich bin so ein wenig hin- und hergerissen, wenn ich das gestrige Spiel werten soll. Auf der einen Seite sahen wir einen 1.FC Köln, der völlig chancenlos war, auf der anderen Seite stimmte der Einsatz, wurde ein klarer Elfmeter nicht gegeben, hatte Podolski die Chance uns in Führung zu schiessen und zeigte die Mannschaft, dass sie sich nicht kampflos in ihr Schicksal ergibt. Reicht das um das Spiel versöhnlich zu sehen? Ich bin mir immer noch nicht sicher.
Bayer schien zu Beginn des Spiels auf Mission zu sein das 1:4 im Hinspiel vergessen zu machen. Sie spielten schnell und präzise Richtung Rensing, versuchten die komplett auf dem Kopf stehende Kölner Mannschaft kalt zu erwischen und hatten schließlich Erfolg als nach einer Ecke die Zuordnung nicht stimmte, Clemens nicht mal den Versuch machte hochzuspringen und im Fünfer drei Leverkusener Spieler völlig ohne Kölner Schatten frei standen. Nach dem Tor jedoch machte die Werkself nichts mehr um das Spiel zuzumachen, zog sich zwanzig Meter tiefer zurück, kontrollierte das Spiel aber weiterhin, weil der FC nicht in der Lage ist das Spiel zu machen, keine Ideen aufbringt und die einzigen Aktionen das Spiel schnell zu gestalten vom jungen Roshi ausgingen, der diese Verantwortung aber selbstredend nicht tragen kann.
Nach der Halbzeit kommt es zum Debüt von Chong Tese, der sich hochmotiviert ins Spiel wirft, für fünf Minuten Unruhe sorgt, weil er schnell kreuzt und auch zwei Mal schöne Lücken reißt, zwei Torschüsse abgibt und immerhin auf sich aufmerksam gemacht hat. Ob er eine dauerhafte Alternative für Nova abgeben kann, können wir vielleicht schon nächste Woche sehen, denn der effzehsche Flurfunk meldet, dass unser Spaß-Slovene wieder Hüftprobleme hat und wie schon Shakira wußte: Hips don’t lie!
Dass jedoch nach fünf Minuten alles vorbei war, war wieder einer jener wundervollen effzeh-Momente geschuldet. Jajalo kann einen sieben-Meter-Paß völlig unbedrängt nicht stoppen, nein, er berührt den Ball noch nicht mal, der ihm einfach quer in den Fuß gespielt wird. Er hat den Fuß einfach zu hoch, der Ball läuft drunter her. So was sieht man manchmal, wenn bei einem D-Jugend-Spiel die Mama versucht einen Ball, der ins Aus geschosssen wurde zu stoppen aber in der ersten Fußball Bundesliga sind solche Momente rar gesäht. Früher gab es einen Tomislav Piplica, der ab und zu so ein Ding dring hatte aber seitdem sorgt eigentlich ausnahmslos der 1.FC Köln für solche Highlights. Das ist ja nicht mit fehlender Technik oder Unvermögen zu erklären. Geht ja nicht. Das ist eine Konzentrationsschwäche, mit der die gesamte Mannschaft infiziert scheint. Das ist bedenklich, denn es verrät etwas über die Berufsauffassung der Herren. Man könnte diese immer wieder kehrenden Slapstik-Einlagen auch als “Scheiss-drauf-Moment-des-Tages” bezeichnen.
Nach dem 0:2 war der Drops gelutscht, Bayer spielte lässig, fast aufreizend lustlos das Match zu Ende, der FC hatte keinerlei Möglichkeiten. Das ist die bittere Wahrheit. Dass es dennoch viele Spiele gab, die mich wütender und ratloser hinterlassen haben, ist aber auch wahr. Man kann der Mannschaft spielerisches Unvermögen und ratloses Bemühen vorwerfen aber was man ihr gestern nicht absprechen kann, ist der Versuch mit taktischer Disziplin und großem Einsatz den Leverkusenern das Spiel so schwer als möglich zu gestalten.
Was als erstes auffiel war das geänderte Abwehrverhalten der zweiten Viererkette, die immer wieder absichtlich gesprengt wurde um auf den ballführenden Spieler zu gehen. Es wurde also Druck erzeugt und gegen den Ball gespielt, nicht nur gegen den Raum. Ob das jetzt nur der improvisierten Innenverteidigung geschuldet ist? ich glaube es fast nicht. Man konnte sehen, dass Bayer 04 versuchte über die Außen zu gehen, das aber nicht wirklich gelang, weil die Päße dorthin schnell verhindert wurden. Das war gut und kann gerne immer so gespielt werden. Da dieses Verteidigungsverhalten aufwändig ist und laufintesiv muss jedoch im Mittelfeld das Dreieck gestellt werden, damit das ewige quer-spielen der gegnerischen Mannschaft unterdrückt werden kann. Das wurde nicht umgesetzt, zum einen weil wir niemanden in der Mannschaft haben, der das versteht und zum anderen weil der FC zu tief stand. Auch das Verschieben der Ketten war in Ordnung, nur ging halt bei Balleroberung nichts.
Jetzt muss aber natürlich noch darauf hingewiesen werden, wer alles fehlte: Wir spielen im Moment mit dem letzten Aufgebot: Mit Sereno, Geromel und Jamal fehlt die erste Abwehr verletzungsbedingt, Brecko und Peszko waren gesperrt, weiterhin nicht einsatzbereit sind Pezzoni, Petit, Chihi und Buchtmann. Zum ersten Mal wieder dabei waren Podolski und Andrezinho, nächste Woche fehlt Riether, dafür kommen Brecko und Peszko zurück. Die ganze Situation ist übel, übel, übel. Solbakken brachte mit Mitchell Weiser noch den jüngsten Bundesligaspieler ever beim FC, der auf links (ganz der Papa) versuchte Druck nach Vorne aufzubauen und sicher nicht schlechter war als der Rest der Mannschaft. Ob er eine dauerhafte Lösung sein kann? Vor diesem Hintergrund kann man der Mannschaft keinen allzu großen Vorwurf machen. Letztlich war einfach nix din.
So gab es viel Schatten und ein bißchen Licht. Ob dieses Licht ausreicht um sich am Ende zu retten? Ich habe die Hoffnung, dass mit Freiburg, Lautern, Hertha und Augsburg vier Mannschaften schlechter sind als der 1.FC Köln und wir ja auch mal wieder mit einer kompletten Mannschaft antreten müssen. Nächste Woche wird das zwar wieder nicht der Fall sein, weil Sascha Riether eine völlig unberechtigte gelbe Karte bekam und damit im Kraichgau aussetzen darf. Andy Brehme hat dazu mal einen seiner legendären Sätze rausgehauen: “Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß”. So sieht das aus. Jetzt müssen wir warten bis sie abfällt. Aktionismus hilft dem effzeh nicht weiter!
 Von lostinnippes,  am 19.02.12 Tja, liebe Leute. Wer auf irgendetwas Substantielles zum gestrigen Spiel hofft, den muß ich vertrösten. Es ist Karneval, ich bin ca. 40 km weg von meinem heimischen PC und ich habe im Moment schlicht und ergreifend überhaupt keine Lust, die Darbietung unserer Lieblinge zu kommentieren. Morgen auch nicht, weil Karneval in Brühl und Montag stehe ich mit den Fortunas am Rosenmontagszug und werde so tun als ob nichts sei. Da schreibe ich erst recht nichts! Vielleicht am Dienstag. Das ist zumindest der Plan, wir werden sehen…
Ich habe so derbe die Schnauze voll, könnt Ihr Euch gar nicht vorstellen! Kommentare sind offen, viel Spaß!
 Von lostinnippes,  am 16.02.12 Alexander Endl von den Clubfans United hat ein kleines Interview mit mir geführt über das kommende Spiel, den effzeh, den Express und das ganze Drumherum.
Nachzulesen im formidablen Fanzine der Nürnberger. Direktlink zum Artikel hier.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!
 Von lostinnippes,  am 16.02.12 Wie jedes Jahr wünsche ich für das Karnevalswochenende nur das Beste! Lasst es krachen aber bleibt brav!

 Von lostinnippes,  am 14.02.12 Schön zu sehen, dass nicht jeder Profi an der miesen Situation des effzeh zugrunde geht! Mir Kölsche mir klääwe wie d’r Düüvel am Leeve….
Breckos Getränkeunfall mit anschließender Gleisbegehung gibt’s hier nachzulesen. Prost!
 Von lostinnippes,  am 12.02.12 Nach zehn Spielminuten kam die erste SMS von einem Freund: “Ich hab jetzt schon keinen Bock mehr” stand drin. Ich konnte und wollte den effzeh zu diesem Zeitpunkt noch nicht aufgeben auch wenn schon da eigentlich recht klar war, wo die Reise hingehen wird an diesem Sonntag: Gucken, dass die Abwehr sicher steht und Vorne hilft der liebe Gott (in Vertretung für L. Podolski). Dass das am Ende in die Hose geht war zwar nicht unvermeidlich aber passt wunderschön ins Bild, dass die Innenverteidigung in diesem Jahr abgibt. Geromel hätte zum Abwehrversuch eigentlich im Clownauto anreisen müssen, denn der ganze Laufweg sah schon sehr nach Prunksitzungs-After-Hour aus. Alaaf!
Das Spiel selbst ist ja schnell erklärt. Ballgewinn, zurück zu Rensing, langer Ball, Ballverlust, Ballgewinn, zurück zu Rensing…mehr war da nicht, deshalb will ich Heute mal entgegen der Solbakkschen Trainingslehre in die Manndeckung gehen und eine Einzelkritik versuchen, denn taktisch wärs ein kurzer Abend mit uns.
Fangen wir auf der Bank an. Trainer Solbakken stellt nur einmal um, bringt mit Jemal den Rückkehrer vom Afrika-Cup für McKenna in die Innenverteidigung, der Rest des Elferrats bleibt gleich. Jetzt kann man darüber diskutieren ob die extrem passive Spielanlage so verordnet war oder ob schlicht das Personal nicht mehr hergibt, ein Spiel mit dem Ziel den Ball ins Tor zu tragen, war es auf jeden Fall nicht, was der Coach im Sinn hatte. In der Halbzeit korrigiert Solbakken in der Abwehr, zieht Jemal nach links und stellt McKenna wieder in die Innenverteidigung nur um ein paar Minuten später Jemal vom Platz nehmen zu müssen (Verdacht auf Muskelfaserriss) und mit Roshi wenigstens ein bißchen Tempo auf den Rasen zu bringen. Das kann ich bis hierhin nachvollziehen. Sein letzter Wechsel ist dann ein klares Statement wie er die Leistungsstärke seiner Mannschaft einschätzt. Für Lanig bringt er Pezzoni, statt mit Ishak oder Tese der Mannschaft einen Impuls zum Sieg zu geben. So muss sich der Trainer auch einen Strich ins Büchlein machen, aber die Panikwelle, die nun über twitter und Facebook reinbricht, die möchte ich nicht mitgehen. Man muß nicht sklavisch an eine Heilsbringerschaft Solbakkens glauben aber man sollte sich genau überlegen ob der effzeh neben den sportlichen Limitationen -die ohne Zweifel da sind- eine weitere Diskusssion um “das System” überhaupt verkraften kann.
Die zweite nicht-spielende Personalie, die für Schlagzeilen sorgte, war Lukas Podolski, dessen BamS-Interview für große Irritationen innerhalb der Vereinsführung sorgte. Dazu verweise ich auf die nächsten Tage, denn ich will die Strafe des effzeh abwarten, bevor ich dazu meinen Senf abgebe. Nun aber zu den Spieler, die am Sonntag auf dem Platz waren.
Torwart Michael Rensing ist kein brillianter Fußballer aber dafür wird er schließlich auch nicht bezahlt. Sein Kerngeschäft beherrscht er ausgesprochen gut. Das war heute nicht anders. Er ist sicher auf der Linie, fängt jeder Flanke, die ein bißchen zu nah ans Tor kommt ab, faustet Ecken raus und hält einfach das, was zu halten ist. Beim Gegentor geht er eine Millisekunde zu früh runter aber so ein Tor ist nie ein Torwartfehler. Was mich an Rensing enorm nervt, sind seine Abschläge. Nicht ein Ball, der Richtung gegnerisches Tor geschlagen wird, kann von der eigenen Mannschaft anständig verwertet werden, jeder, wirklich jeder Ball geht verloren. Muß das sein? Ich meine, ich verstehe den Mann, dass er wenig Vertrauen in das Aufbauspiel seiner Kollegen hat aber vielleicht wird trotzdem daran mal gearbeitet. Dennoch: An Rensing liegt es natürlich nicht, dass wir wieder mal verloren haben.
Auf der rechten Abwehrseite stand Sereno. Er machte ein “normales” Spiel, sag ich mal. Er kämpft vorbildlich, hat ein gutes Stellungsspiel und drängt sowohl Jansen als auch Aogo oft nach Außen, wo ihre Flanken an Gefahr verlieren. Sein Zug nach Vorne ist zwar vorhanden aber ein qualitativer Unterschied zur Brecko-Gefahr für’s gegnerische Tor sehe ich nicht. Zu oft sind die Abspiele fahrig und ungenau, Inspiration sieht auch hier anderes aus.
In der Innenverteidigung wirbelte Geromel 88 Minuten recht professionell durch den Raum, macht aber wieder einen Fehler (oder vielmehr eine unglückliche Figur), die das Spiel entscheidet. Ich habe keine Ahnung, was ich nach dieser Saison von Geromel halten soll, denn er führt die Mannschaft nicht, hat keine, wirkliche keine Spielintelligenz außer der reinen Torverhinderung und macht auch technisch einen immer schlechteren Eindruck. Irgendetwas stimmt nicht mit ihm. Entweder er kommt mit dem Kapitänsamt nicht zurecht oder er hat ein Problem mit der Systemumsetzung. Von einem Spieler seiner Qualität (die er ja in den vergangenen Jahren zweifellos unter Beweis gestellt hat), kann ich erwarten, dass er so anpaßungsfähig ist, sich an ein Spielsystem zu gewöhnen, es muss also irgendwas im Kopf sein, was nicht stimmt.
Neben dem kleinen Portugiesen stand Jemal 52 Minuten sicher. Er machte die Räume so eng, wie es sein mußte, übernahm mehr als einmal die Rolle des Dirigenten, wenn die Mannschaft in der ersten Halbzeit rausrückte geschah das immer durch Jemal, hat das unbestreitbar bessere Füßchen als Geromel und macht mir einen deutlich besseren Eindruck. Seine Verletzung kam natürlich wieder zur Unzeit, ich hoffe er ist schnell wieder fit.
Auf links kam wieder Christian Eichner zum Einsatz und knüpfte nahtlos an seine Nicht-Leistungen aus der Vorrunde an. Es ist katastrophal zu sehen, wie wenig er auf die Reihe kriegt. Kaum ein Ball, der länger als fünf Meter unterwegs ist, findet seinen Abnehmer, er macht dreißig “Stockfehler” pro Spiel und strahlt keinerlei Sicherheit aus. Über seine Seite ist jeder Angriff gefährlich, weil er falsch steht und einen dementsprechend längeren Weg zum Gegener hat und (meistens) die Rechtsaußen nicht an die Linie treiben kann, sondern sie recht ungehindert aus dem Halbfeld flanken läßt. Ganz, ganz schlimme Leistung. Seine Auswechslung war nötig und unvermeidlich.
Auf der “Sechs” wieder Sascha Riether, der wenigstens versuchte das Spiel anzutreiben aber völlig ohne Unterstützung alleine auf weiter Flur stand. Er eroberte Bälle, versuchte diese zu verteilen, ging sogar zwei, drei Mal mit nach Vorne, weil er sah, dass keine Bewegung in der Offensive stattfand. Bester Kölner Spieler auf dem Platz.
Martin Laning stand auf seiner gewohnten Position im Niemandsland. Hier erübrigt sich eigentlich jede Analyse, denn ich schreibe seit Jahren immer wieder das Gleiche: Zu langsam im Kopf, zu langsam auf dem Platz, völlig bundesliga-untauglich. Er kommt mal an den Ball, versucht dann nach Vorne zu gehen, legt sich den Ball zu weit vor. Er hat den Ball im Mittelfeld, versucht seinen Körper zwischen den Ball und den Gegner zu bringen, scheitert grandios und fällt auf’s Maul. Er steht zehn Sekunden in der Gegend rum und wundert sich dann, dass ein Gegenspieler ankommt und er wieder den Ball verliert. Sag mir jetzt bloß keiner, dass man da auch mal “Leo” rufen muß, denn wenn das so ist, dann müßte man bei Lanig “Leo in zwanzig Metern” rufen. Geht der mir auf den Keks, der Mann.
Ebenfalls mit einer Grottenleistung war Christian Clemens unterwegs. Er hatte keinerlei Einfluß auf das Spiel, unternahm noch nicht mal den Versuch mit Novakovic oder später Roshi zu kreuzen, spielte keine Diagonalpäße und hatte auch mit dem Ball am Fuß keinen Zug zum Tor, sondern wartete stets auf Jajalo oder Peszko, damit die auf Außen weiterlaufen. Schrecklich unambitioniert.
Die beiden osteuropäischen Kreativikonen Jajalo und Peszko möchte ich zusammenfassen, denn sie kamen dem, was man von einem Fußballspieler am unteren Rand noch erwarten kann, am nächsten. Jajalo schlug wenigstens zwei gefährliche Freistöße (zwei mehr als in den letzten zehn Spielen zusammen) und Peszko versuchte immerhin einen Elfmeter rauszuholen, bewegte sich anständig, ist aber derart grotesk ungefährlich, dass die Abwehrspieler ihm wohl mit purer Kalkulation ein paar mehr Freiräume ließen. Ansonsten würde ich mir wünschen, dass er mal die richtigen Stollen in die Schuhe schrauben läßt, denn er fällt alle zehn Meter hin als würde er über spiegelglattes Geläuf traben. Kann man auch dran arbeiten.
Vorne war Milivoje Novakovic vorgesehen, der Slowene verpaßte aber am Neumarkt die KVB und wurde durch einen zufällig anwesenden Galeristen für mundgemalte Bilder aus Ehrenfeld ersetzt, weil der Spielberichtsbogen schon unterschrieben war. Damit entging der FC einer Strafe durch die DFL. Der 42jährige machte seine Sache ordentlich, konnte aber erwartungsgemäß das Tempo der Profis nicht mitgehen.
So, effzeh, biste zufrieden? Ich nicht, wie ihr vielleicht zwischen den Zeilen lesen könnt. Karnevalssamstag geht es zum Glubb, der ja bekanntlich ein Depp ist. Ob das Spiel stattfindet, wird die DFL nach Evaluation durch Amnesty International am Mittwoch bekanntgeben.
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