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 Von lostinnippes,  am 21.07.13 Freitag war Sommerfest in der Firma und dementsprechend sah ich Samstag mittag auch aus. Kennt Ihr die Meldung “Spaziergänger machten einen schrecklichen Fund”? Ja? Ich war der “schreckliche Fund”. Ganz schlimm. Aber, nützt ja nix. Ist ja schließlich Saisonauftakt. Also: Ab in die KVB (moderate 7 Minuten Verspätung aber in Brühl ist auch Kirmes, da wird es dann schnell mal schlimm für unseren armen ÖPNV), Destination Sülz.
Eigentlich wollten wir ja in das neue Vereinsheim der Fortuna um danach noch das Spiel gegen die Namensvettern aus Sittard anzuschauen aber letztlich quengelte ich so lange, bis ich meinen Willen bekam und mich in eine Eckkneipe setzen konnte.
Es musste dunkel sein, ich musste einen Sitzplatz haben und es durfte nicht mehr als zwei Gehminuten von der Bahnhaltestelle entfernt sein. Mehr wollte ich doch gar nicht. Ist das denn zu viel verlangt? Hat ja dann auch wunderbar funktioniert. Ich hätte nur nicht direkt wieder Kölsch trinken sollen aber man sagt ja, dass man mit dem Getränk mit dem man aufgehört hat auch wieder starten soll. Andererseits sagt man ja auch, dass Pep nicht blöd macht und ich kann dafür ein paar wunderschöne Gegenbeispiele liefern. Das mit dem Kölsch war auf jeden Fall keine gute Idee.
Wie auch immer. Mir ging es nicht gut und ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass ich heute immer noch lange von einer Olympiaform entfernt bin aber wenigstens habe ich das Spiel in Gänze gesehen. Und was habe ich mich wieder aufgeregt. Über Wolfgang Stark und Ulf Benjamin Kirsten und über Timo Horn. Am meisten aber über Torsten Kunde, dessen Kommentierung ich gestern für eine unfassbare Frechheit hielt. Warum er nicht noch ein “Cologne, Cologne, die Scheisse vom Dom” gesungen hat, war und ist mir rätselhaft. Bevor ich aber gleich wieder das Blutdruckmessgerät auspacken muss lasst uns lieber mal chronologisch an die Sache rangehen.
Erster Akt: Das Spiel
Stöger ließ ein 4-3-3 mit munterem Forechecking spielen. Dynamo hatte damit sichtlich Probleme, konnte sich in der Anfangsphase kaum befreien und so kam es schon nach kurzer Zeit zu einigen guten Situationen vor dem Heimtor. Jajalo mit einem schönen Freistoß, ein paar Risse-Flanken von rechts, die noch ein wenig Zielwasser benötigen (oder längere Stollen bei Ujah) und sogar ein paar Situationen von Bröker, die aber leider regelmäßig im Ballverlust endeten. Er vertändelt halt einfach alles. Statt den direkten Weg zum Tor zu gehen, dreht er noch eine Kurve und dann ist der Ball auch schon weg. Naja, das wussten wir vorher, das ist eben so.
Dynamo schaffte es dann nach 20,25 Minuten das Spiel offener zu gestalten, weil sie im Prinzip mit einer Sechser-Abwehrreihe spielten und damit die Räume vor dem Tor zu eng wurden und sich die Ballverluste des effzeh häuften. Trotzdem war der 1.FC Köln die bessere Mannschaft, hatte die bessere Spielanlage und wusste auch im Spielaufbau zu gefallen. Vor allem Marcel Risse hat mir ganz gut gefallen, weil er es verstand sich permanent frei zu stellen, immer anspielbar war und auch ohne Ball sehr beweglich wirkte. Ein guter Start von ihm.
Zweiter Akt: Ein Kirsten ist eben ein Kirsten
Jaja. Apfel. Stamm. Undsoweiter. Ihr wisst Bescheid, ne? Natürlich muss der Krawallbruder vom Platz als er erst Golobart beim “Rauslaufen” per Faustschlag umnietet um dann, den am Boden liegenden Spanier, nochmal mit einem gezielten Punch zu bearbeiten. Das sah dann schon ein wenig nach schlechtem Wrestling aus. Im Interview nach dem Spiel redet er davon, dass er sich nur befreien wollte, weil er am Trikot festgehalten wurde. Nee, ist klar. Vielleicht sollte ihm Peter Pacult mal am Kopf festhalten. Dass Schiedsrichter-Ikone Stark beide Spieler verwarnte ist für mich ein Witz. Erinnert sich noch jemand an die rote Karte von Podolski gegen Hertha? Ja? Und der Typ läuft Amok und wird dann ermahnt? Knaller, liebe DFL. Wirklich. Stöger war angefressen und selbst Pacult konnte nach den Fernsehbildern seinen Tormann nicht mehr verteidigen. Schmadtke fand`die richtigen Worte als er sagte, dass “man seine (Kirstens) Gene ziemlich klar erkennen” könne. Ja. Ulf muss sich wirklich keine Sorgen machen. Der Balg ist von ihm, da war der Milchmann nicht im Spiel.
Dritter Akt: Die Führung und das Gegentor
Ujah köpft ins leere Tor und lässt sich feiern, der effzeh verliert fast augenblicklich die Grundordnung und muss sich erst auf die neue Dresdener Offensive einstellen. Viele nervöse Ballverluste, die wenigen Kontermöglichkeiten werden nicht ausgespielt, Jajalo scheitert an dem Spieler der nicht mehr auf dem Platz stehen darf und kaum ist Lehmann eingewechselt, fällt das Gegentor. Nein, nein. Nur Spaß. Matzelinho hatte nix mit der abstrusen Situation zu tun, die im Drama wohl als Katharsis definiert werden muss. Dennoch wurde in dieser Phase der Sieg verschenkt. Eine routiniertere Mannschaft fährt hier zwei, drei Tore ein. Schade.
Vierter Akt: Das Bockshorn
Die Situation selbst wird jeder vor Augen haben, daher ganz schnell: Natürlich ist das ein schlimmer, dummer Fehler von Horn. Er muss den Ball lange wegschlagen. Es gibt da auch keine Entschuldigung. Ein Fehler ist ein Fehler. Letztes Jahr haben uns diese dummen Gegentore mehr als einmal Punkte gekostet aber herrjeh: Locker bleiben. Fehler werden gemacht und sind bei einem so jungen Mann wie Horn einfach nicht zu vermeiden. Damit müssen wir klar kommen. Diesen speziellen Fehler wird er wohl hoffentlich nie wieder machen und damit ist es gut. Die ganzen Facebook-Kommentare, dass das unter Rensing nie passiert sei, sind lächerlich. Wir wollten doch eine junge Mannschaft haben. Also: Kommt mal runter. Beim Heimspiel gegen Düsseldorf brauchen wir einen starken, selbstbewussten Keeper. Ich habe da vollstes Vertrauen in Stöger und auch in Schmadtke, der Horn sicher ein paar Geschichten aus seiner aktiven Zeit erzählen kann.
Zwei Anmerkungen:
1. Dresden spielt weiter obwohl Ujah im Strafraum liegt und von Kirsten am liebsten über die Linie getreten werden würde. Der Ball wird nicht ins Aus gespielt. Hmmmm. Sollte man sich einfach mal merken.
2. War es ein Foul an Horn? Ich habe es mir jetzt noch fünf Mal angeschaut und meine nicht, dass man un-be-dingt pfeifen muss. Es ist eine kann-muss-aber-nicht-Entscheidung. Horn fällt zu leicht, Mickaël Poté fährt zwar den Arm aus aber so unglaublich schlimm war das jetzt nicht. Stark war also in diesem Fall nicht spielentscheidend. Das ist doch auch schon ein schöner Erfolg für den Sparkassen-Futzi.
Fünfter Akt: Customer from Hell
Kommen wir zum Schluss. Ich bin ja mit SKY grundsätzlich eher zufrieden aber wenn ich noch einmal Torsten Kunde in einem Spiel des effzeh ertragen muss, dann könnte es ein kleines Blutbad geben. Geht mir der Typ auf den Keks. Jaja, ich weiß. Braunschweiger, Zonenrandgebiet, tiefste Provinz. Schon klar. Sich aber so eindeutig zu positionieren ist nichts anderes als eine Unverschämtheit. Jeder Dresdener Pass und wenn er fünfzehn Meter ins Aus geschlagen wurde, wird als Großtat kommentiert, jeder Spielaufbau-Versuch des effzeh wird dem Zuschauer als “angeschlagener Favorit weiß nicht was er machen soll” kredenzt. Falls man das Spiel ohne Bilder verfolgt hätte, wäre ein Dresdener Angriff nach dem Anderen in die Kölner Hälfte geschwappt und der 1.FC Köln hätte nur mit Mühe und Not und Glück ein Debakel verhindert.
Das, liebes SKY-TV, geht nicht. Ich seh was besseres? Ja. Vielleicht. Nur wäre es schön, wenn ich auch was besseres hören würde. Ein Kreidekratzen an einer Schiefertafel würde mir besser gefallen. Spät im Spiel hatte er die gesamte Kneipe (und wie ich später hörte auch das Fortuna-Vereinsheim) gegen sich aufgebracht. Die Aufforderung an den Reporter doch einfach gar nichts mehr zu sagen, schallte in mannigfaltigen Ausführungen durch die rauchfreie Versammlung. Katastrophe.
Schluss: Die Lehren
Ich kann ja wie immer nur für mich reden. Mir hat das Spiel schon ganz gut gefallen. Mit ein bisschen Glück schießt Exslager noch das Siegtor aber auch so kann ich mit einem Unentschieden erstmal leben. Wir waren die bessere Mannschaft, haben versucht viele Situationen spielerisch zu lösen (was uns zugegebenermaßen den Sieg gekostet hat), haben eine gute Spielanlage gezeigt und können völlig ohne Bammel in die nächsten Aufgaben gehen. In der Innenverteidigung zeigt Golobart ein paar kleine Schwächen aber nichts, was mich jetzt durchdrehen lässt. Unnötig wie immer war Matuschyk, der keinen Einfluss auf das Spiel hatte und stets zu spät kam um dann zu foulen. Das war eine Blaupause der letzten Saison. Bei ihm sehe ich genau NULL Potential. Mal schauen, wie sich die Aufstellung ändert, falls das mit Peszko noch klappt. Jajalo auf die 6 zurück ziehen wäre in meinen Augen die bessere Alternative.
Um noch etwas positives zu sagen: Der Einstand von Yannick Gerhardt war sehr ordentlich. Er zeigt Spielintelligenz und übernahm schnell Verantwortung. Alle Standardsituationen rechts wurden über ihn ausgeführt. Er wechselte häufig mit Jajalo die Positionen und zeigt damit, dass unser Mittelfeld jetzt schon deutlich flexibler geworden ist. Das macht Mut.
Vorschau: Demnächst in diesem Theater
Nächsten Sonntag kommt es zum Clash gegen Düsseldorf. Ich bin gespannt wie die Fortuna in die Saison startet, denn wenn es einen großen Aufstiegs-Favoriten dieses Jahr gibt, dann ist das für mich F95. Mal abwarten. Ich freue mich auf jeden Fall (noch) auf das Spiel. Sollte alles funktionieren gibt es auch wieder ein Interview vor dem Spiel. Angefragt und zugesagt ist es schon.
Falls Ihr morgen um 13 Uhr Zeit habt, hört doch mal in Deutschlands neuem Sportradio sport1.fm rein. Der Radioableger vom Doppelpass-Sender bringt jeden Montag um diese Zeit eine Stunde Rückblick auf die Wochenendspiele der zweiten Liga und zur Premierenausgabe wurde ich eingeladen meinen Senf beizutragen.
Ein Veranstaltungshinweis der Polizei soll auch noch folgen: Am Freitag spielt der SC Fortuna sein Eröffnungsspiel gegen die Freunde aus Aachen. Eine Re-Match des Mittelrheinpokalfinales.
Die Führungsstelle ZA BP bzw. die 12. Bereitschaftspolizeihundertschaft bittet um pünktliche Anreise.
Viel Spaß.
 Von lostinnippes,  am 18.07.13 Wie versprochen kommt hier der erste Teil einer hoffentlich umfassenden Serie von Interviews mit Fans vom jeweiligen Spieltagskontrahenten. Zum Auftakt war Christiane so freundlich mir ein paar Fragen zur ihrem Lieblingsverein zu beantworten:
Hallo Christiane! Hast Du die Relegation gegen den VfL Osnabrück schon verdaut? War ja eine knappe Kiste, oder?
Knapp schon, aber dennoch kann ich behaupten, in dieser Saison nie daran gezweifelt zu haben, dass dieser Kader es schaffen kann.
Und wen interessiert eigentlich hinterher das wie? Hätte jedoch Heidenheim den Relegationsplatz am letzten Spieltag verteidigt, wäre mir wohl etwas mulmiger gewesen.
Dadurch hat sich ja auch der Vertrag mit Peter Pacult automatisch verlängert. Dadurch kommt es am ersten Spieltag ja zu einem Duell zweier Wiener, denn genau wie unser neuer Trainer Stöger ist euer Trainer ein Kind dieser Stadt. Auf was müssen wir uns denn da gefasst machen?
Dank des Trainerwechsels kann ich vor allem was das Einstellen auf den Gegner und das Spielgeschehen angeht, weit aus ruhiger ins Spiel gehen, als unter Herrn Loose. Abgesehen davon bin ich selbst aber eher voller freudiger Erwartungen, als voller Ansprüche und Vorstellungen. Womöglich ist es ein Vorteil Pacults, dass er zumindest mit einem Teil des Teams schon den Abstiegskampf bestritt.
Okay, wir warten also mal ab, wie sich das mit unserem Trainer entwickelt. Dann lass uns mal nach vorne schauen. In Köln ist es ja immer so, dass wir die zweite Liga nicht als unser natürliches Habitat sehen. Wie sieht es denn bei Euch aus? Diese Saison muss doch zur Konsolidierung genutzt werden, oder? Ein gesicherter Mittelfeldplatz wäre ein Erfolg, nehme ich an?
Wichtig ist, dass man langfristig nicht mehr so bald eine Etage niedriger spielt. Mit dieser Meinung mag ich ja vllt ein wenig allein dastehen, aber Fakt ist: Die 3. Liga kann sich kaum ein Verein leisten und ist nicht zuletzt das Grab einiger Sportclubs.
Der Trainer gab an, die 40 Punkte-Marke so schnell wie möglich erreichen zu wollen. Geht das dann am Ende sogar mit einem stets sicheren Mittelfeldplatz einher, würden viele Dresdner Kardiologen wohl ein paar Sorgen weniger haben und ich reichlich glücklich sein.
 Jubiläumslogo 60 Jahre SG Dynamo Dresden
Eine unschöne Sache ist der Ausschluss im DFB-Pokal in diesem Jahr. Ausgerechnet in eurer Jubiläumssaison, die ihr mit einem uniquen Logo zum 60jährigen Bestehen der SGD feiert. Wie weh tut das? Wie reagiert die Fan-Szene in Dresden?
Da gibt es viele geteilte Meinungen. Selbst in meiner Familie komme ich da nicht auf einen Nenner.
Ich hab es aufgegeben meine Erfahrungen zu den Spielen zu diskutieren. Es gibt immer wieder jemanden der es besser weiß, ohne den beteiligten Vereinen nur ansatzweise anzugehören und vor Ort gewesen zu sein.
Kommen wir noch mal auf die derzeitige Lage zu sprechen. Eure Neuzugänge sind außer Soufian Benyamina und Zlatko Dedic relativ unbekannte Namen oder habe ich da wen übersehen? Es sind ja mittlerweile sage und schreibe 12 neue Leute bei Euch unter Vertrag. Wer sind die Schlüsselspieler im Team und auf wen sollten wir am Samstag ganz genau blicken?
Ausschlaggebend werden wie auch letzte Saison Spieler wie Fiel, Schuppan und Brégerie sein. Wobei das nicht unbedingt heißt, dass auch alle drei stets in der Startelf stehen werden.
Im Blick haben sollten man Marvin Stefaniak. Der Junge kam vor 2 Jahren vom Kooperationspartner Borea Dresden und weiß (zumindest mich) seitdem zu begeistern. Sicher wird er mit seinen 18 Jahren nur kurze Einsatzzeiten bekommen, aber die würde ich ihm vom Herzen gönnen. Vllt kommen ja auch die FC-Fans in den Genuss ihn spielen zu sehen.
Da sind wir gespannt. Wie erwartest Du denn Deine Mannschaft? Wird das volle Glücksgas-Stadion für Rückenwind sorgen und die SGD nach vorne treiben oder wird das ein typisches erstes Saisonspiel mit viel Leerlauf und der Präferenz erstmal die Null zu halten?
Die Heimfans sind immer ein Garant für gute Stimmung und den besagten Rückwind und dennoch…
Einige rechnen hier mit einem Torfestival. Das wird es meiner Meinung nach nicht geben. Auch das Testspiel gegen Regensburg, was mit 0:0 endete, ist ein Indiz dafür.
Ich erwarte vom Team wenig, außer: Einsatzwillen, Fairness und Fitness.
Natürlich hoffe ich auf einen Sieg meines effzehs aber ich entlasse Dich nicht ohne einen Tipp für das Spiel. Also?
Klare Sache – 0:0.
Viel Erfolg allen Kölner beim Besuch in Dresden.
Dann schauen wir mal, wer wen beim nächsten Treffen ein Kaltgetränk sponsern muss. Vielen Dank für das Interview und viel Spaß in der Saison!
 Von lostinnippes,  am 15.07.13 Nächste Woche geht es dann endlich wieder los! Echter, seriöser Fußball. Mit dem effzeh. Ich kann es kaum erwarten. Ist es zu früh die Karten für das Champions League Endspiel 2017 zu bestellen? Keineswegs, denn schon jetzt mischt unser Verein die Crème de la Crème der Austrian Summer League auf. Immerhin 3:3 gegen ein fieses Rieder Team, ein souveräner Erfolg gegen den FK BAUMIT Jablonec (CSSR) und ein überraschendes Comeback gegen die Inselauswahl Mallorcas. In Europa sind wir also ungeschlagen!
Aber -wie das so ist- vor der Kür hat der Internationale Eislaufverband die Pflicht gesetzt und diese ist gewöhnlich nie mit bombastischer, sondern eher mit zweckmäßiger Musik unterlegt. Unseren ersten Auftritt haben wir am Samstag in Dresden und ich stehe noch Verhandlungen, dass wir hier vor Saisonstart ein Interview zur Situation der SG Dynamo und die Sicht der Schwarz-Gelben auf die Saison und natürlich das Spiel gegen den effzeh hinbekommen.
Das soll jetzt auch wieder ein regelmäßiges Element in diesem Blog werden. Donnerstags vor dem Spieltag sollen hier Interviews mit Gäste- / Gegnerfans erscheinen. Ich hoffe ich finde zu allen Zweitligisten Menschen die dazu bereit sind.
Das soll als kleiner Teaser reichen. Donnerstag geht es also wieder los. Falls das mit dem Interview nicht klappt, werde ich mir einfach selbst was ausdenken, das hat ja bisher auch immer ganz gut geklappt und die Gegendarstellung der Dresdener kann man dann bestimmt der Presse entnehmen.
Bis dahin möchte ich aber nochmal auf “Just Baseball” aufmerksam machen. Ein wöchentlicher Podcast über die zweitspannenste Sportart der Welt. I kid you not. Hört mal rein, es sind immer sehr launige Minuten. Na gut: Stunden. Ist aber auch runterladbar, also kann man sich das auch aufteilen.
Also: Wie immer: Come on FC und ich hoffe Ihr freut Euch genauso auf die Saison wie ich…in drei Wochen kann das alles ja schon wieder vorbei sein…
 Von lostinnippes,  am 27.06.13 So. Bald geht’s wieder los. Heute meldet der 1.FC Köln die Verpflichtung von Jörg Schmdtke als “Geschäftsführer Sport”. Nach Stögers Pitter und dem Gesamtpaket Co-, Fitness und Mentalcoachingstuff die nächste sehr ambitionierte zugleich aber erfreuliche Verpflichtung.
Schmadtke also. Ich kenne den Mann natürlich auch nur aus den Medien, kann also nur raten, warum es in Hannover zum Bruch zwischen Mirko Slomka und ihm kam. Und da ich da meistens falsch liege, lasse ich es halt einfach sein und schlage vor: Wir alle starten bei Null und warten mal ab, wie sich der Mann hier in Köln entwickelt.
Auch wenn 96 in den letzten Jahren doch deutlich erfolgreicher war als der 1.FC Köln, werden ihm hier sicher ein paar mehr Mikrophone vor die Nase laufen. Jedenfalls in den ersten Tagen und Wochen. Ich bin gespannt aber frohen Mutes, dass er zusammen mit seinem alten Spezi Jakobs seine Qualitäten als Schnäppchenjäger und Kaderplaner voll entfalten kann. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt und wünsche ihm natürlich ein ähnlich glückliches Händchen wie in Hannover (oder Aachen, da hat es ja auch geklappt). Und wenn jetzt nach seiner angeblichen Choleriker-Krankheit gefragt wird: Wie gesagt, ich kenne den Mann nicht und möchte damit den Strich ziehen. Morgen ist die erste Pressekonferenz, dann sehen wir mal, was er sagt.
Und dann müssen wir mal schauen wie die Zusammenarbeit mit dem “neuen” Coach funktioniert. Peter Stöger. Austria Wien. Ein Trainer, für den der klamme effzeh eine stattliche Ablöse hingeblättert hat. Gut? Schlecht? Was denn nun?
Wenn Ihr mich fragt: Sehr gut. Stöger hat sich (wenn auch nur in Österreich) als Trainer hochgedient. Er hat über die Vienna, Graz und Wiener Neustadt schließlich (zurück) zur Austria gefunden und diese zum ersten Mal nach 2006 wieder zur Meisterschaft geführt. Er kennt also Budgetschwierigkeiten hat Erfahrung im Aufstiegsrennen und kann mit jungen Spielern arbeiten. Ein Vergleich zur Austria zeigt, dass die FK im Jahr zuvor mit 28 Punkten weniger nur Vierter in der Liga wurde. Und das mit dem gleichen Kader. Er kann also eine Mannschaft entwickeln. Genau das brauchen wir! Zudem scheint eine gewissen offensive Grundausrichtung vorhanden zu sein. Schön.
Ich freue mich wirklich, dass der effzeh es geschafft hat diese beiden “Großkaliber” an Land zu ziehen. Die Vorfreude auf die nächste Saison ist bei mir beachtlich. Das hätte ich nach dem Stanislawskischen Affentheater so nicht für möglich gehalten.
Kommen wir noch kurz zu den Spielerverpflichtungen:
Heraus ragt sicherlich erst mal der Vertragsabschluss mit Marcel Risse, der im Mittelfeld für Wirbel sorgen soll. Dies ist zwingend notwendig, denn mit dem Abgang von Clemens und den schweren Verletzungen von Chihi und Bigalke sind wir im Spiel nach vorn schon arg limitiert. Grundsätzlich bin ich aber auch hier positiv gestimmt und freue mich, dass Risse *endlich* für seine Heimatstadt spielen kann/darf.
Aus Duisburg haben wir dann noch Mauric Exslager verpflichtet. Stürmer, 22 Jahre, zweitligaerfahren, passt schon. Zu Golobart und Thiel kann ich gar nix sagen. Abwarten und Almdudler trinken.
Jetzt kommt noch die Causa Ujah. Falls wir wirklich 2 Mio. Euronen ausgeben müssen, dann kann die Lösung nur heißen den Mann gehen zu lassen. So sehr ich ihn als “Figur” mag, 2 Mio. ist er (noch) nicht wert.
Egal. Ich freue mich wie Bolle auf die Saison, habe ein wirklich gutes Gefühl und hoffe inständig, dass der effzeh mich nicht wieder mit Anlauf in den Arsch tritt. Ich hoffe Du liest mit, lieber 1.FC Köln. Sei mal anständig und lass uns träumen!
Spätestens zum Saisonauftakt werde ich dann auch hier wieder fleißiger. Ein Grund, warum ich hier etwas nachlässig war, ist ein neues Projekt, das ich zusammen mit Florian von nedsblog, und Andreas Thies in Angriff genommen habe:
Just Baseball.
Es handelt sich um einen wöchentlichen Baseball-Podcast. Vielleicht hört ihr mal rein, es würde uns freuen. (auch wenn ich mir durchaus über die Reaktionen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis im klaren bin…)
Also: Klickt mal hier…
Schönen Spätherbst und bis Dresden sind es nur zwei Kisten Kölsch!
 Von lostinnippes,  am 09.06.13 Ich hatte es ja schon eine ganze Weile vor aber diesen Sonntag bin ich dann auch wirklich dem Ruf der Cologne Cardinals gefolgt und habe mich in’s “Circlewood Stadium”, direkt gegenüber vom großen und mächtigen Müngersdorfer Stadion gelegen, gewagt um deutschen Bundesliga-Baseball zu schauen.
Um es vorweg zu sagen: Es war keine verschwendete Zeit. Ein richtig schöner Ausflug in den Grenzbereich des deutschen (Spitzen-)Sports, der ohne Enthusiasmus, familiäre Atmosphäre und einer schönen Portion Selbstironie niemals existieren würde. Allein die Musikauswahl des DJs zu den Spielsituationen sorgte für den ein oder anderen Lacher, doch fangen wir vorne an:
Der erste Eindruck ist wie erwartet: Man ist mitten im Wald, allerdings hat dies den schönen Vorteil, dass das Stadion über eine genügende Anzahl von Parkplätzen verfügt, so dass der faule Zuschauersack nicht mehr als eine Gehminute zu verkraften hat. Fein.
Mit der Bahn reist man über die Linie 1 an, haut sich einmal links auf’s Ohr, damit der Kopf nach rechts schwenkt und schon sieht man den Eingang. Ich möchte nicht meckern.
Nun gut. Also sind wir da. Gute 20 Minuten vor dem ersten Pitch. Völlig ohne lästige Polizei oder besoffenes Asipack zu einer Sportveranstaltung zu gehen ist in Deutschland ja mittlerweile so ziemlich die Ausnahme, macht also auch nochmal einen Pluspunkt für den Ausflug in den Westen der Stadt. Völlig ungehindert läuft man durch das Stadion, stutzt, warum kein Eintritt verlangt wird… (Heute war Sommerfest des Vereins, der dieses Jahr sein 30jähriges Dasein feiern darf – daher war der Eintritt wohl frei. Ich schreibe “wohl” weil sich niemand so richtig sicher war. Egal, man hat uns nicht nach einer Eintrittskarte gefragt, der Zugang zu der Tribüne war auch frei)…also rein.

Rechts vom “großen Bundesliga-Feld” ist ein Softballfeld, wo heute die kleinen “Cards” ihr Spiel (ebenfalls gegen die Bonn Capitals, ganz wie die Großen) spielen durften und so natürlich auch eine gehörige Portion Aufmerksamkeit bekamen. Schön gemacht. Sogar die Mädchen durften mitspielen.

Links neben dem Outfield ist eine kleine Snackstation, wo man sich seine Burger nach eigenem Gusto zusammenstellen kann, es aber auch Grillwürstchen, Salate und Kuchen gibt. Bierchen auch aber irgendwie hatte ich da heute überhaupt keinen Drang zu. Eine Cola und ein wirklich leckerer Cheeseburger für 2,50 € waren genug.

Aber was wäre ein sonntäglicher Ausflug in das relaxeste Umfeld der Weltgeschichte, wenn dieser nicht doch durch ein wenig Eskalations-Thrill gewürzt würde. Jan und ich standen brav wie zwei Messdiener an der Futterausgabe an aber unsere weibliche Krawallbegleitung hatte “keine Zeit” und nahm einem ca. 5 jährigen, plötzlich sehr, sehr traurig guckendem Mädchen die Vorfahrt beim Bestellvorgang. Der Vater der Kleinen guckte wie Voldemort. Ein Traum.
Dass es im Anschluss an das Vordrängeln noch zur einer sieben-minütigen Diskussion um den Preis des Salats kam (gegen einen irgendwie überfordert wirkenden 12jährigen Jungen, der nicht wirklich verstand, dass Christiane mehr Geld geben wollte, als er verlangte) machte die Sache nur noch schöner. Zum Glück hatte “Du-weißt-schon-wer” seinen Zauberstab nicht dabei und ließ uns mit dem blanken Leben entkommen. Glück gehabt!

Auf dem Weg zum Sitzplatz kann man sich dann noch in das Vereinsoutfit werfen. Caps (offen: 15,- €, geschlossen: 20,- €), T-Shirts, Pullover, Jacken, Hosen, alles da.
Neben der Tribüne sitzt der PA-Mann, der sozusagen den Play-by-Play-Kommentator gibt. “So, das war jetzt nicht so gut, weil das war ein Double-Play der Bonner, weil der Läufer ja vor dem Ball wieder an der Base sein muss und das ist in diesem Fall nicht passiert“. Er versucht halt ein wenig dem Publikum jeden Spielzug zu erklären. Ich frage mich, ob das wirklich nötig ist, denn mit kamen die Zuschauer heute allesamt sachkundig vor.
Klar, was schadet es, wenn man den drei verirrten Ausflüglern auch erklärt, was hier eigentlich gerade passiert? Stimmt schon. Und gestört hat er auch nicht wirklich. Also gut.
Das Spiel war übrigens (für mich) überraschend gut besucht. Ich tippe mal auf ~ 500 Zuschauer, davon allerdings auch eine ganze Menge aus Bonn. Zudem wohl noch der Anreiz Sommerfest, BBQ, Tombola und Doubleheader gegen einen nahen Gegner. Es war schon einigermaßen voll. Das ist dann natürlich nochmal doppelt schön, wenn auch wirklich geklatscht wird, ein Raunen durch das Publikum geht, weil ein schöner Schlag ins Outfield gelingt oder aufgestöhnt wird, weil der Läufer auf der 1st zu langsam nach einem Pop-Up zurück kommt und ins Double-Play läuft. Nee, da wurde heute alles geboten und der Kassenpatient kann nicht meckern.

Zur Szene des Spiels kam es als wir grad’ neben dem Bonner Dugout (sowas wie die Trainer-Spieler-Ersatzbank) saßen und ein Bonner Spieler (ich tippe auf #27 Philipp Spade, weiß es aber ehrlich gesagt nicht genau) einen 3-Run-Homerun in die halbrechten Begrenzungsbäume drischte und von seinen Mitspielern mit lautstarken “Kai-Uwe“-Rufen gefeiert wurde. Die Markierung im Außenfeld zeigte 377 ft an, das ist dann schon mal ‘ne Hausnummer! Well done, Kai-Uwe!

Das Spiel an sich (wir haben nur das erste Spiel gesehen) war recht eindeutig, da man schon einen Klassenunterschied zwischen den Capitals (aktuell 2. in der Liga) und den Cards (Vorletzter) ausmachen konnte.Nach sieben Innings griff die Mercy Rule beim Stand von 15:2 für die Bonner.
Letztlich war das Ergebnis aber keine wirkliche Enttäuschung für mich und anscheinend auch für die Cardinals-Spieler nicht, die anscheinend von Coach Apfelbaum erst an das Bundesliga-Niveau herangeführt werden müssen. So blieb dann Zeit zwischen den Innings die Spieler beim Hot-Dog mampfen zu beobachten.
Leider ist der freche Bonner zu schnell wieder aus dem Bild gelaufen, als dass ich es beweisen könnte aber -glaubt mir- Manny Ramirez hätte seine Freude gehabt!
Also: Ein wirklich schöner Tag beim Baseball. Solltet Ihr auch mal machen, ich kann es wirklich nur empfehlen. Obendrauf gibt es die schicke Stadionzeitung mit einer kleinen Erläuterung zu den Regeln.
Die Cardinals geben sich richtig Mühe und sollten dafür auch ein wenig Gegenliebe erhalten. Man kann des Ausflug zu den Spielen wunderbar mit einer Radtour oder einem Spaziergang durch den Grüngürtel verbinden. Macht das mal, Ihr werdet es nicht bereuen.
Das nächste Heimspiel findet am 28.07. gegen die Paderborn Untouchables (da muss man auch erst mal drauf kommen) statt, die Damen spielen in der Softball-Bundesliga nächste Woche (15.06.) gegen die Wesseling Vermins. Derbytime!
Hier kommen später noch ein paar Impressionen rein, die Christiane mit ihrer neunen Kamera geschossen hat aber die liegen leider noch nicht vor. Ich bedanke mich nochmal bei den Cards, bei Jan und Christiane für einen überaus lässigen Sonntag. 5 Sterne!
 Von lostinnippes,  am 20.05.13 Es geht schon los. Kaum ist die Saison vorbei, machen wir uns schon alle wieder einen Kopp, wie es im nächsten Jahr mit dem 1.FC Köln weitergeht. André vom Spielfeldrand fragte in den Kommentaren zum Ex-Trainer-Artikel wie ich denn einen möglichen Transfer von Andreas Ivanschitz als “Königstransfer” bezeichnen kann, wo ich mich doch immer für die Integration der Jugend ausgesprochen habe. Eine (wie mir aber erst durch eben diese bewusst wurde) dann schon einigermaßen berechtigte Frage. Die Antwort ist zu lang für die Kommentare geworden also machen wir doch ein kleines Was-wäre-wenn-Spiel daraus.
Ivanschitz ist in meinen Augen “nicht nur” ein 10er, sondern eher ein flexibel einsetzbarer offensiver Mittelfeldspieler. Als Kompensation für Clemens. Sicher, als zentrale Anspielstation vor den Sechsern ist das eine Möglichkeit aber das schließt einen Einsatz unserer jungen Spieler nicht aus.
Schnellhardt kann als Chihi-Ersatz / Alternative wunderbar Linksaußen eingesetzt werden, mit Risse würden wir einen Mann bekommen der sich Rechtsaußen bewährt hat. Zudem hat man dann (sagen wir mal, dass mit 4-2-3-1 gespielt wird) eine wunderbare Kreuzugsmöglichkeit, da alle drei genannten auch auf den jeweiligen anderen Positionen spielen können. Man wäre deutlich flexibler im Spiel nach Vorne, da die Außen schnell genug sein dürften sich auch fallen zu lassen und so eine alternative Anspielstation für die 6er zu sein und im 4-4-2 kannst Du problemlos auf die “flache Vier” umstellen. Bigalke könnte man in der Grundformation sogar dazu nehmen. Schnellhardt und Risse außen, Ivanschitz und Bigalke in der Mitte. Damit hätten wir dann auch unser lahmendes Doppelsechs-Konzept-Problem gelöst.
Wir fangen -wie Du (gemeint ist André) selbst gesagt hast- wieder bei komplett Null an. Ich habe doch auch nie behauptet, dass man mit 11 Nachwuchsspielern auflaufen muss, sondern nur dargelegt, dass der Ex-Trainer stur auf “seinem Personal” beharrte und für unsere jungen Spieler nie die Chance eine Entwicklung vorhanden war. Was hätte Bigalke schlimmer machen können als Lehmann? Welchen Schaden hätte Przybylko im Gegensatz zu Maierhofer anrichten können? Und warum versuchte man es nicht mal mit Schnellhardt auf der “10”, als man sah, dass im off. Mittelfeld nichts als blutleere Stille herrschte?
Aber gut. Es ist zu spät sich jetzt darüber noch Gedanken zu machen, wir drehen die Zeit nicht zurück.
Jetzt muss (wieder mal) endlich eine Spielphilosophie her und damit brauchst Du natürlich Leute, die auch ein wenig Erfahrung haben. Warum sonst sollte Brecko weiter spielen? Er hat in der vergangenen Saison gezeigt, dass man mit ihm in der zweiten Liga planen kann, also gut ist. Für einen neuen Anfang kannst Du nicht auf drei, vier “Führungsspieler” verzichten, die “schon alles gesehen haben” und auf dem Platz die Nerven behalten. Dazu würde ich dann auch Andreas Ivanschitz zählen.
Von einem “Königstransfer” sprach ich, da ich Ivanschitz für einen einigermaßen cleveren Spieler halte, der mit 28 eben noch keine 31 ist, also viel näher an dem, was ich mir vorstelle als bspw. ein Maierhofer, der ablösefrei wäre und der genau die Lücke besetzen könnte, die uns schon seit Jahren quält und auch durch Clemens nicht immer bestens besetzt war. Ein weiterer Grund für die Wortwahl ist, dass ich mir eigentlich vorgestellt hätte, dass er auch in der ersten Liga hätte bleiben können und ich erstmal nicht sehe, was am 1.FC Köln so interessant für ihn sein soll.
Gehen wir mal davon aus, dass sowohl Risse als auch Ivanschitz kommen dann hätten wir eine durchaus solide Zweitliga-Mannschaft auf dem Platz. Also, als Spinnerei ohne Anspruch auf Umsetzbarkeit:
Im 4-4-2 als Raute:
Die Abwehr stellt sich von alleine auf, Bigalke sehe ich hier nicht in der Startelf. Matuschyk auf der Sechs ist zwar nicht mein Lieblingsspieler aber nun, gut, was willst machen? An Jajalo glaube ich im Moment leider auch nicht mehr richtig auch wenn er seine besten Spiele auf der Doppelsechs hatte (mit Riether zusammen). Dann haben wir mit den drei angesprochenen offensiven Mittelfeldspielern ein wirklich gutes, (zumal für Zweitliga-Verhältnisse) dichtes zentrales Mittelfeld. Da kann nach Belieben gekreuzt werden. Brecko kann sich zudem genauso wie Hector bei eigenem Ballbesitz relativ gemütlich mit nach Vorne aufmachen, denn Risse und Schnellhardt dürften schnell genug sein einzuspringen, wenn der Ball verloren geht. Ivanschitz dann auf der “richtigen” 10 und im Sturm müssen wir halt schauen ob Ujah dableibt oder nicht. Falls er gehen sollte, kann ich mir vorstellen, dass da noch ein Ersatz geholt wird. Przybylko daneben.
(Im 4-2-3-1 muss man eben schauen, wer die Spitze gibt. Hier ist i.M. Ujah vorne aber man weiß ja nicht, wie es weitergeht…)
Im 4-4-2 mit flacher 4:
Hier kann man Bigalke zentral für Matuschyk einsetzen und somit eine nochmal offensivere Variante wählen. Das könnte bei Heimspielen gegen (vermeintlich) leichte Gegner die Startformation sein.
Aber, das ist natürlich alles Zukunftsmusik. Wichtig wird jetzt erstmal sein, dass man so schnell als möglich einen neuen Trainer findet, der dann auch einen tatsächlichen Aufbauplan hat und diesen auch wirklich verfolgt. Damit wäre uns schon ungemein geholfen.
Das ist jetzt alles etwas ausgeartet aber: Deshalb könnte Ivanschitz ein “Königstransfer” werden 🙂
 Von lostinnippes,  am 19.05.13 “Das war ja schrecklich! Schei..benkleister. Diese kannste wegmschmeissen! In die Tonne mit allem Elan, das ist gar nichts gewesen! Das ist ja furchtbar! Och neeeeee.”
Carsten Sostmeier kommentiert hier zwar “nur” eine “Bockigkeit in der Piaffe” von Satchmo während der olympischen Spiele 2008 als das “beste Pferd der Welt” in Hongkong seiner Reiterin Isabell Werth die Goldmedaille stahl und dem Erbfeind in Person von Anky van Grunsven überließ. Ein Drama aber…
…diese Worte könnte er natürlich auch gestern Abend (saisonabschließend) gesprochen haben, als “Stani”, der Kumpel, der brutal ehrliche Trainerdarsteller des 1.FC Köln sich entschlossen hat die Konsequenzen aus dem verpassten Aufstieg / Relegationsplatz zu ziehen und das Weite zu suchen. Nicht dass ich das nicht goutieren möchte, nein, das ist für mich die beste Nachricht der Saison, ohne Frage aber ich will nicht nachtreten. Ich verspüre noch nicht mal wirkliche Genugtuung, weil ich es Euch die ganze Saison über gesagt habe. Es ist wie es ist und damit basta. Danke für Nichts!
Wer sich die Mühe machen möchte, kann ja mal die Erklärung auf der Homepage des effzeh durchlesen und sich seinen Teil denken. Oder man lässt es einfach sein. Das wäre mein Rat für alle Bluthochdruck-Patienten. Aufbauarbeit und so…
Ishak weg, Roshi weg, Lehmann da. Bröker da. Applaus, Applaus, Applaus!
Sollen wir jetzt schon über einen Nachfolger spekulieren? Mein Wunsch ist ja immer noch Ewald Lienen, der seit April in Athen freigestellt ist, weil es keine Kohle mehr gibt. Gut, das bin wieder nur ich, aber was soll’s, darum schreibe ich es ja. Ewald ist mein Mann!
Es werden wieder die üblichen Verdächtigen im Kornkreis landen: Mike Büskens und Marcel Koller. Matthias Hönerbach wäre eine Überlegung wert und Lothar Matthäus wird auch schon mal bei der 11880 angerufen haben um die Handynummer von Jörg Jacobs und Werner Spinner raus zu finden. Wir werden es früh genug erfahren.
Tja, so gehen wir dann in das letzte Spiel gegen Ingolstadt und stehen vor einem wilden Sommer. Sollten sich die Gerüchte um Andreas Ivanschitz bestätigen, wäre das ein Königstransfer, ich glaub’ aber noch nicht recht dran. Zusammen mit Marcel Risse wär das schon kein schlechtes Paket, was wir da aus Mainz bekommen würden. Vielleicht darf Ujah dann auch noch bleiben, dann hätten wir wenigstens ein Fundament. Und damit vielleicht auch die Möglichkeit in der Zukunft weitere Spieler zu holen, die uns verstärken. Man wird ja wohl noch träumen dürfen.
Allein: Wer soll es bezahlen? Aber das ist wieder ein ganz anderes Thema…
 Von lostinnippes,  am 14.05.13 Die Saison ist vorbei, mindestens eine weitere Saison in der zweiten Liga ist fix. Wie es weitergehen wird rund um’s Geißbpckheim werden wir früh genug erfahren.
Im Zweifel wird einfach weiter gemacht wie bisher, et iss ja noch immer jot jejange, Jung!
An irgendwelchen grundlegenden Analysen zu Hertha oder Ingolstadt reicht es nicht mehr. Erstens will das doch keiner lesen und zweitens gibt’s ja nichts zu sagen. Der effzeh ist genau da wo er hingehört, irgendwo in der zweiten Liga.
Jetzt warten wir mal die Kaderplanung ab, gucken uns mal die “gestandenen Profis” an, mit denen wir das Projekt nachhaltiger Aufstieg angehen werden. Das wird ein Spaß. In Österreich wird es bestimmt den ein oder anderen hungrigen Vierundreißigjährigen geben, der nur auf den Anruf wartet.
Ansonsten gucken wir halt wieder in den Ostblock, da kann man bestimmt auch mit dem guten Namen des 1.FC Köln punkten (ich will nicht wissen was an den Tischen diverser Nationalmannschaften für Geschichten erzählt werden. Echt nicht). Und wenn es alles nix hilft, dann müssen wir halt mal schauen, ob Stanislawski nicht noch irgendwo alte Freunde hat. Vielleicht kommt ja auch mal der Bruder vorbei und macht Stimmung wie weiland in Hoffenheim.
Das wird ein Spaß…
Ich wünsche einen schönen Sommer!
 Von lostinnippes,  am 09.05.13 Erstmal Lattenschießen um herauszufinden, wer als Erster in’s Tor muss. Damit fing jeder Tag auf dem Bolzplatz an. Niemand wollte den Eike Immel geben, also musste das Geschick entscheiden. Wer vom Elfmeterpunkt als Letzter das Quergebälk traf, musste sich die verranzten Handschuhe anziehen und sich auf eine Menge fieser Direktabnahmen aus kürzester Entfernung einstellen. Hoch 1 hieß das Spiel und praktisch jeden freien Tag haben wir es gezockt. Fünf, manchmal sechs Jungs, ein Ball, ein unbewachter Fußballplatz irgendwo nahm am Wald, nahm am See. Techniker vor dem Herrn allesamt, Fallrückzieherspezialkicker.
Mittwochs- und Freitagsabends kam dann noch “Training” dazu, Sonntags war Meisterschaft oder Turnier. Wie lange das schon her ist. Eine Ewigkeit und zwei Jahre. In der Schule die Fussball-AG, glorreiche Siege und eine dumme, vermeidbare Halbfinal-Niederlage bei den Diözesan-Sportfestspielen in Bad Münstereifel, endlose Stunden auf moosüberwucherten, von der Wirklichkeit vergessenen Steintribünen, Sonntage im Auto um drei Spiele um 10, um 13 und um 15 Uhr zu schauen und eine BiFi für den Weg. Those were the days my friend…
Heute ist das Spiel in meinem Leben zu großen Teilen Hochglanz. Gut, der effzeh ist nicht mehr das schönste Postergirl des deutschen Fußballs aber er dennoch so weit weg von früher, wie es nur sein kann. Die Champions League kommt über SKY in’s Haus, alle großen Ligen ebenfalls, es gibt Magazine für Fußballkultur und TV-Sendungen mit Oliver Pocher. Es ist alles sehr passiv geworden. Freunde von mir spielen ab und an noch in der Halle und ich nehme mir auch immer wieder vor da mal wieder hinzugehen aber letztlich siegt auch hier die Bequemlichkeit. Knie tut weh, langer Arbeitstag, müde, grad’ gegessen, irgendwas ist immer. Ich muss das ändern, merke ich gerade. Es fehlt mir doch sehr.
Wenn ich ab- und zu an einem unserer alten “Spots” vorbei komme, dann kann es schon sein, dass der Schritt mal langsamer wird, dass ich drüber nachdenke. Dieser eine magische Moment, dieses Tor, dass man nie vergisst. Ihr wisst, was ich meine, oder? Heute sind die meisten Plätze schrecklich verwaist. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal eine Horde Kinder mit einem Fußball gesehen habe. Vielleicht ist das in anderen Bereichen Deutschlands anders aber hier, am Rand der großen Stadt, gibt es praktisch keinen Straßenfußball mehr. Dafür weiß natürlich jeder Sechsjährige dass Messi in Barcelona spielt und Robben in München. Wie langweilig. Aber: The Times They Are a-Changin’.
Nun gibt es ein neues Buch, dass die “alten Zeiten” wieder in die Erinnerung zurück holt. Vielleicht nichts für die “Generation Ultras”, sondern eher etwas für die Kinder der 70er und frühen 80er Jahre, die die Ascheplätze noch selbst erleben durften. Ich nenne uns mal die “Schürfwunden-Generation”. Eine blöde Kunstrasen-Reizung kannst Du Dir heute an jeder Ecke, in jeder hochsterilisierten (Labbadia) Soccerhalle zum Nulltarif anlachen aber so eine richtige schöne, dreckige Schürfwunde zum Auswaschen am Oberschenkel, nach einer Blutgrätsche über zehn Meter auf dem trockensten Stück Boden, dass unser Planet hergibt, das gibt’s doch heute gar nicht mehr! Da käm’ doch heute sofort das Jugendamt angelaufen oder die Grünen würden den Platz sperren lassen, weil die Kinder in Gefahr seien!
Ich schweife ab.
Also, ein Buch, ja genau. Für uns, für die Nostalgiker, für die Romantiker. “Auf Asche” heißt es und beinhaltet 22 Geschichten aus der “guten alten Zeit”. Zusammengestellt von Sascha Theisen (Torwort) und Ben Redelings (Scudetto) kommen viele bekannte Fußballconnaisseure zu Wort und erzählen ihre persönliche Geschichte vom Ascheplatz.
Wenn Axel Formeseyn von den Alkoholeskapaden der 3. Mannschaft von Altona 93 erzählt oder Frank Baade das kleine 1 mal 1 der “Halle der Gasftfreundschaft” erklärt, dann habe ich sofort die Bilder dazu im Kopf. Der schlimme Kater der 1. Herrenmannschaft der SpvgG Vochem nach einer langen Thekenschlacht und einer unglücklichen Sonntagsmorgensansetzung: “Schön Spill Schiri, wa? Schad’ dat de et nit sinn kannst!“. Klares Rot. Drei Minuten gespielt. Oder die Mehrzweckhalle in Kerpen. Heimstatt eines Turniers für weitestgehend lustige Freizeitmannschaften. Bei solchen Gelegenheiten findest Du immer mindestens einen Idioten, der es nicht versteht und den heiligen Ernst auspackt. Schöne spitze Schreie lassen einem die Bockwurst vom Teller fallen.
Es ist genau dieses: “Ja, klar, so war das damals”-Gefühl, was das Buch ausmacht. Du erkennst Dich wieder, du hast das alles selbst schon erlebt, du weißt, wovon die Menschen da sprechen. Das macht das Buch extrem kurzweilig. Dazu kommt noch, dass es in den einzelnen Geschichten kaum Qualitätsunterschiede der Autoren gibt. Ich meine, klar, die Stile sind schon andere aber das soll ja auch so sein, es ist ja ein Querschnitt. Besonders zu erwähnen ist noch, dass 1 Euro pro verkauftem Buch und alle Autorenhonorare an die Sepp-Herberger-Stiftung gehen. Ihr unterstützt mit dem Kauf das Projekt “Fußballfreunde“, das behinderte Kinder mit gesunden zum gemeinsamen Fußballspiel zusammenbringt.
Also, Leute, klare Empfehlung: Kauft Euch dieses Buch, schwelgt mal wieder in Erinnerungen, lasst Messi Messi sein und erinnert Euch an den kleinen, dicken, cholerischen Torwart der dritten Herrenmannschaft, der keinen Ball halten konnte aber immer der Innenverteidigung die Schuld gab.
Damals, Sonntagsmorgens um zehn, in der Kreisliga C. Auf Asche.
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Und, weil der “Verlag Die Werkstatt” und die Agentur “STAMMPLATZ Kommunikation” nicht knausrig waren, gibt es jetzt ein Exemplar hier zu gewinnen.
Frage: Wie viele Tore fallen am 23. Spieltag der Kreisliga C, Staffel 9, Mittelrhein?
Einfach euren Tipp in den Kommentaren posten (eMail-Adresse nicht vergessen!).
“Einsendeschluss” ist Sonntag, 12.05., 9 Uhr (weil das erste Spiel um 9:30 Uhr(!) losgeht)
17 Mannschaften, acht Spiele, Vochem hat spielfrei!
Bei gleichen Tipps entscheidet das Los, Videoübertragung ist geplant!
Viel Glück!

“Auf Asche”
Verlag Die Werkstatt
Ben Redelings / Sascha Theisen (Hrsg.)
 Von lostinnippes,  am 04.05.13 Oki, es geht diesmal relativ schnell, denn nachdem der FCK gestern die drei Punkte gegen Frankfurt eingetütet hat und “nur” noch ein Unentschieden gegen Regensburg und St. Pauli braucht, sollten wir die Saison abhaken. Eine Relegation wird es nicht geben, sie wäre auch nicht verdient gewesen. Zu unkonstant spielte der 1.FC Köln über die gesamte Spielzeit.
Außerdem hängt mir das Wochenende noch in den Knochen und meine Lust auf ein weiteres Stanislawski-Bashing strebt gegen Null auch wenn er es sich diese Woche wieder redlich verdient hätte. Zwei Stichpunkte: Hector die Schuld für die Niederlage zu geben (Print-Express vom Sonntag) und dann die Dreistigkeit zu besitzen heute in der Online-Ausgabe derselben Zeitung zu fordern, dass man “den nächsten Schritt” gehen soll. Das ist ja nur noch besoffen zu ertragen, was der Mensch da von sich gibt. Aber feiert ihr nur weiter den sympathischen Kumpeltyp. Fragt mal bei St. Pauli nach, wie die den “Stani” im Nachgang sehen. Ohne Worte, der Mensch.
Dann handeln wir nur noch kurz die Punkte, die ich am Samstag schon online stellte ab:
– Nur eine Spitze gegen Bochum?
Genau! So spielt ein Aufsteiger! Mutig, mit konsequentem Drang zum Tor. Mit Bröker und Chihi zwei Komplettversager auf den Außen, Lehmann und Matuschyk als Doppelsechs und ohne irgendwelche Ideen im Spiel nach Vorne. Leute, das war der 32. Spieltag! Es sieht immer noch so aus wie in der Hinrunde gegen Aalen. Verbessert hat sich genau nichts. Super Trainerjob!
– Genau eine Chance aus dem Spiel heraus (Clemens)
Ergibt sich aus dem fehlenden Mittelfeld. Es kommen keine verwertbaren Bälle und es ist bezeichnend, dass Clemens die Chance ohne jede Assistenz hat. Den Schuss von Matuschyk werte ich nicht als Torchance, dafür war mir das 12 km/h-Geschoss nicht plaziert genug.
– Zuordnung in der Abwehr
Ein Trauerspiel. Zwar steht Maroh wirklich konstant gut und zeigt auch immer Einsatz aber es kann doch nicht sein, dass wir uns dreitausend Gegentore nach Standards einfangen. Das muss doch Teil des Trainings sein, oder irre ich da?
– Keine Ideen im Spielaufbau (32. Spieltag!)
Nichts. Gar nichts. Über Außen kann nichts kommen, durch die Mitte wird erst gar nicht versucht. Das sieht teilweise aus wie Millwall Anfang der 80er. Nicht schön.
– Laufwege stimmen nicht (Chihi – Matuschyk – Ujah)
Auch hier eine Frage wie sehr Automatismen greifen müssen. Völlig verständnislos bin ich, wenn Matuschyk kreuzt und Chihi ihm dann in die Füße läuft. Da muss es doch Anweisungen geben oder läuft da jeder wie er will?
– Weitere Unzulänglichkeiten des spielenden Personals
Wenn sogar Ulli Potofski in der SKY-Übertragung beim ersten Ballkontakt von Maierhofer entsetzt fragt: “Was war das denn jetzt?” (als er einen Ball an der Torauslinie ungefähr 1,5 Meter gegens Außennetz “schlenzte”), dann erübrigt sich jeder weitere Kommentar.
– Phrasendrescherei des Vortstands und Trainerteams
Umbruch, Aufbau, junge Mannschaft. Heute wird Jacobs zitiert mit: Zwei, drei gestandene Spieler für das nächste Jahr kaufen. Wissen wir also, wo die Reise hingeht. In Slowenien, Moldawien und Kasachstan werden es die Berater mit großer Freude vernommen haben. Juhu!
– Zukunft in Liga 2
Keine Ahnung
– Der schlechteste effzeh aller Zeiten?
Ja
Und sag ja niemand, man hätte es nicht wissen können!
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