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 Von lostinnippes,  am 27.11.12 Ihr kennt es bestimmt Alle: Euer Verein hat am Wochenende wieder mal nichts besonderes gebracht, der Frust ist einigermaßen groß und irgendwie muss man seine Energie ja kanalisieren,oder? Warum nicht einfach mal die Kumpels zusammentrommeln und sich selbst (herrjeh, wie lange mag es her sein?) sportlich betätigen.
Es muss es ja nicht mehr der usselige und im Winter fies-feucht-kalte Bolzplatz des örtliches Kreisligisten
sein, sondern heutzutage gibt es ja die Soccerhalle!
Wohltemperiert, Rasenplatz, Fangnetz. Hach. Hört sich gut an, oder?
Also. Klickt Euch mal zu Euren örtlichen Anbietern und schlenzt den Ball ins Netz!
 Von lostinnippes,  am 27.11.12 Liebe Leute: Ich hab’ keinen Bock! Gar nicht! Im Moment ist es wie verhext. Jobtechnisch ist es zur Zeit die Hölle und wenn ich mich dann doch aufraffen will mal ein paar Zeilen zu den vergangenen Tagen zu schreiben, ist mein Server down. So geschehen gestern Abend, als ich wenigstens mal die Fotos vom Samstag, als die Fortuna in Höhenberg gewann, hochladen wollte. Naja. Macht man nix.
Also, ganz kurz, damit wenigstens ein bißchen was hier steht: Der effzeh zerlegt die ganz schwachen Bochumer mit 3:1. Ujah, Eisenschädel McKenna und wieder der Tünn machen die Tore in einem weitesgehend schwachen und nur ansatzweise strukturierten Spiel. Der VfL hatte nichts in der Hand um auf dem Platz zu antworten, Horn blieb die gesamten 90 Minuten über beschäftigungslos. Eigentlich war die Messe schon nach dem 1:0 durch Toni Ujah gelesen, denn ich hatte nie den Eindruck, dass der FC da was vergeigt. Auf links zeigte Jonas Hector eine prima Leistung und dürfte im Duell mit Eichner ganz klar die Nase vorn haben auch wenn das gar nicht seine eigentliche Position ist. Er hat mir ausgespprochen gut gefallen und zeigt wirklich enormes Potential.
Mannschaftlich werte ich das Spiel als eine gelungene Fortsetzung des Auftritts in München. Man hatte den Gegener jederzeit im Griff, bestimmte das Tempo und machte in den wichtigen Momenten viel richtig. Zuckerpässe von Brecko und Jajalo waren das Topping auf diesem schönen Sieg, der für Ruhe in der Tabelle sorgt. Falls wir jetzt noch sechs, vielleicht sieben Punkte bis zum Jahreswechsel nachlegen könnten, gäbe es ein ruhiges Weihnachtsfest in Köln. Und dann steht Nova vor der Tür…
Am Samstag war dann Derbytag in Köln. Fortuna gegen Viktoria! Meine Sympathien liegen seit langer Zeit bei dem kleinen Club aus der Südstadt. Auch wenn er bei mir nie das Fieber steigen lässt, wünsche ich ihm doch alles Gute und Spiele ohne Leiden. Da ich auch mit einem Teil der Fortuna Fan-Prominenz privat berfreundet bin, war es also mal wieder soweit. Musste ich mir angucken.
Der SC Fortuna gewinnt effzehesk verdient mit 3:1 nach anständiger und engagierter Leistung gegen einen enttäuschend schwachen Spitzenreiter aus Höhenberg. Die “großen” Namen beim Gegner sorgten nicht für Angst und Schrecken, sondern eher für Tempoverschleppung und Einwürfe der Fortuna. Als zehn Minuten vor Schluss der Anschlusstreffer für den Wernze-Club fiel, kam kurz Hektik auf aber mit dem 3:1 war der Drops gelutscht und die ca. 2.000 Fortuna-Fans im Auswärtsblock sangen sich die Seele aus dem Leib.
Vor dem Spiel soll es beim “Fanmarsch” der Fortunen vom Brauhaus Sünner zum Stadion zu kleinen Ausschreitungen mit effzeh/Viktoria-Fans gekommen sein aber davon habe ich nichts mitbekommen, da ich mich im hinteren Drittel der Fankolonne aufhielt. Im Laufe des Abends werde ich noch die Fotos vom Tag hochladen…wenn mein Provider mitspielt.
 Von lostinnippes,  am 17.11.12 Als Adil Chihi mit dem 0:2 den Sack zumachte, war es um die Allianz Arena endgültig geschehen. Vor dem zweiten Gegentor konnte man am heimischen TV wenigstens noch einzelne Unmutsverlautbarungen der Turnsportvereinsfreunde hören aber als der Sack dann zu war, wurde das Feld vollständig den ca. 2.000 Kölner Fans überlassen. Auf einmal war Karneval in Fröttmaning. Dat Trömmelche wurde ausgepackt, der treue Husar war mit dabei und just like that war wieder alles AE EFFZEH. Als vor Wochenfrist die ersten Pfiffe gegen die neue Mannschaft von den Rängen kamen und der fromme Herr Schaefer sich genötigt sah mal Butter bei die Fische zu reden, wurde nur über die Höhe der Niederlage in München diskutiert. Jetzt zeigt der Verein wieder, dass auf ihn nicht mal in negativer Hinsicht Verlass ist, legt ein blitzsauberes Auswärtsspiel nach und klaut -völlig verdient- drei Punkte aus der roten Landeshauptstadt.
Zugegeben: Der TSV war schwach. Richtig, richtig schwach. Die gesamte Offensivabteilung konntest Du gestern in die Tonne kloppen. Bierofka, Halfar, Stoppelkamp und Lauth waren praktisch nicht anwesend. Wenn es mal kurz gefährlich werden konnte, weil wieder ein Münchener Spieler im Zweikampf zu Boden gegangen ist, stand die Abwehr des effzeh exzellent, die Zuordnung der einzelnen Spieler klappte einwandfrei und die Lufthoheit hatten wir eh über das gesamte Spiel. Irgendwas mit 90% gewonnenen Kopfballduellen wird das gewesen sein. Wenn dann am Boden auch nichts geht, weil unsere Sechser Lehmann und Matuschyk so ziemlich jeden Ball abfangen und auf den Außen Hector und Brecko jedem Gegenspieler weit überlegen sind was Einsatzbereitschaft und taktische Disziplin angeht, dann ist es nur logisch, dass 1860 zu keiner einzigen echten Torchance während des gesamten Spiels kam.
Eigentlich war das Spiel ja dann schon in der dritten Minute entschieden, als McKenna -wieselgleich- sich im Strafraum von seinem Bewacher lösen konnte und so frei vor dem Tor stand, wie sonst eigentlich nur Gegenspieler in Müngersdorf frei stehen. Und weil die ewige Jogginghose Kiraly auch noch brav auf der Linie blieb, war der Kopfball dann nur noch Formsache. Tada. “Auswärtssieg” hallte es schon um kurz nach halb Neun durch die verlassene Heide.
In der Folgezeit entwickelte sich das Spiel zäher als alter Hubba Bubba. Der FC stand tief (manchmal für mich zu tief), hatte aber keine Probleme jeden Angriff der Giesinger zu entschärfen. Man verlegte sich auf das Konterspiel aber der rechte Zug zum Tor war auch auf Kölner Seite nicht vorhanden. Im Mittelfeld wirkte Jajalo extrem bemüht, hatte aber noch einige Problem seine Beine unter Kontrolle zu halten und mir schien es auch so, als seien die Laufwege noch nicht komplett auswendig gelernt worden. Einigermaßen oft wurden vielversprechende Situationen leicht schlampig vertendelt, weil der letzte Ball immer ein Stück zu weit oder ein Stück zu tief gespielt wurde. Da kann sehr gerne noch eine Entwicklung stattfinden. Zum Glück waren die nicht gefahrenenen Konter gestern nichts anderes als ein Luxusproblem.
Was mir ganz gut gefallen hat, war, dass der FC sehr schnell versuchte abzuschließen. Es gab wieder deutlich mehr Torschüsse für als gegen uns (was zum Trend der gesamten Saison passt), es wurde nicht viel klein-klein-vor-dem-Tor rumgespielt, sondern auf recht gradlinigem Weg versucht abzuschließen. Dass dann mal so ein Ball wie die Rückgabe von Ujah rauskommt: Geschenkt. Dafür schließt Chihi den Zuckerpaß von Jajalo vorbildlich ab. Damit war der Drops dann gelutscht und es bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr die Punkte noch herzugeben.
Okay, effzeh. Jetzt hast Du wieder Dein freundliches Gesicht gezeigt, hast gut gestanden, hast keine Fehler gemacht und gibst uns wieder allen Hoffnung, dass man Dich doch noch nicht komplett abschreiben muss. Jetzt musst Du am Freitag gegen Bochum nachlegen. Zu Hause. Wie damals. 06.11.1982. 10.000 Zuschauer. Erinnerst Du Dich? 2x Littbarski und 2x Klaus Fischer (und Zumdick hält sogar noch nen Elfer von Engels). Ja? Weißte noch? Dann los! Denn weißte was Du danach gemacht hast? Nach dem Spiel hast Du Deine Sache gepackt und bist nach Rom gefahren. Zum AS. Und hast da Europapokal gespielt. Echt! Kann man kaum glauben, oder?
I would walk 500 miles…
 Von lostinnippes,  am 10.11.12 
17:20 – Ein Kölsch auf dem Brühler Martinsmarkt
17:50 – Das erste Estrella
18:30 – Chipirones con ajo y pan
19:15 – Paella
19:45 – Bistec con patatas al horno
19:46 – Das vierte Estrella
20:15 – Kippchen
20:16 – Spoiler über Facebook “0:0 hast nichts verpasst”
20:17 – Das fünfte Estrella
22:00 – Das letzte Estrella (lost count)
22:20 – zu Hause
22:21 – Aufnahme vom Spiel ungesehen gelöscht
22:22 – The League S04E05
Alles richtig gemacht!
Ich werd’ ja nochmal irgendwo öffentlich meinen Optimismus kundtun…Gottimhimmel
 Von lostinnippes,  am 04.11.12 Jaja, es gibt so Tage. Als wüssten wir nicht seit Jahren, dass der 1.FC Köln genau dann wieder einen Schritt zurück macht, wenn man es am wenigsten erwartet. Nach dem Drama in Regensburg und der Weigerung in Worms dachte ich eigentlich, dass genau diese Spiele der Mannschaft zeigen, dass es eben auch mal laufen kann, wenn es nicht läuft und dass man nur den Glauben an die eigene Stärke braucht, um in der zweiten Liga bestehen zu können. Von den Einzelspielern her ist das Team sicher nicht deutlich schlechter aufgestellt als jetzt…sagen wir mal… der VfR Aalen. Leider verliert sich aber jede Hoffnung an diesem Sonntag, denn das Spiel war an Grausamkeiten genauso reicht gefüllt wie der Pokalsieg in Worms, zeigte wieder wie schrecklich limitiert die Mannschaft spielen kann, wenn niemand Ideen hat oder wenn bei den paar Leuten, die vielleicht ein Füßchen haben, einfach nichts zusammen laufen will. So war es trotz der ebenfalls furchtbar ungenauen und teilweise fahrigen Aalenern eine verdiente Niederlage, die mich einigermaßen ratlos zurück lässt.
Ich verstehe es einfach nicht. Wie können solche Gegentore fallen? Wie kann es sein, dass Eichner, der ja nun doch auch über genug Erfahrung verfügen muss, die Flanken nicht unterbindet? Wie kann bei einem Profiverein die Innenverteidigung so unorganisiert sein, wie vor dem 0:2? Das ist ja nicht mit fehlender Klasse erklärt oder mit “Sie-sind-halt-nicht-besser”. Das sind Fehler, die Menschen, die Geld dafür bekommen Fußball zu spielen, nicht passieren dürfen. Das ist unkonzentriert und fahrlässig und nimmt wieder viel Kredit weg, der in den letzten Spielen so mühsam und schmerzhaft und so unendlich langsam wieder aufgefüllt wurde. Da sagten wir nach dem 4:3 in Worms alle: Naja, Hauptsache gewonnen, kräht am Samstag kein Hahn mehr nach, jetzt weiß die Mannschaft aber endlich, dass auch in solchen Spielen immer gearbeitet werden muss. Kann uns gegen Aalen nur helfen. Tja. Pustekuchen. Hat leider nichts geholfen. Auswärts läuft wenig bis gar nichts zusammen.
 Print Express vom 04.11.2012
Eigentlich hätte ich es heute Morgen schon wissen müssen. Meine Sonntag-morgentliche EXPRESS-Lektüre endete mit einem kurzen Blick aufs Horoskop. Mache ich eigentlich nie, keine Ahnung warum heute. Und dann muss ich dann das da lesen. Na super, denke ich mir. Zum Glück glaube ich nicht an den Scheiss. Hmm.
Aber extraordinäre oder gar übersinnliche Kräfte waren ganz sicher nicht verantwortlich für das miese Spiel. Es fehlte wieder an fundamentalen Dingen. Es bestand zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen nie eine spielerische Harmonie. Die wenigen Angriffe wurde meistens mit einem Pass auf Brecko eingeleitet, der wenigstens versuchte so ein bißchen was wie Tempo reinzubringen. Leider waren sowohl Chihi als auch Ujah als Abnehmer seiner Bälle völlig ungeeignet. Chihi verstolperte jeden Ball, Ujah hatte seine Beine auch nur zeitweise unter Kontrolle. Clemens stand meistens auf der anderen Seite und machte große Augen. Es gab praktisch keinen Spielaufbau, denn die drei “Wühler” Hector, Strobl und Lehmann waren einfach auszurechnen. Hector schlägt diagonal nach rechts, Strobl spielt den graden Ball auf Brecko und Lehmann hat einfach nie den Ball. Da kann nicht viel passieren. Auf links musste sich der VfR Aalen nicht groß anstrengen, denn Eichner ist viel zu langsam um einen überraschenden Moment ins Spiel zu bringen und wenn er denn mal flanken kann, sind das Bälle, die nicht erahnen lassen, dass der Mann Profi ist. Das ist leider viel, viel, viel zu wenig um zufrieden zu sein.
Schon in den letzten Spielen war es ja so, dass das nicht unbedingt spielerisch überragende Auftritte der Kölner waren aber wenigstens kam man immer über den Kampf zurück ins Spiel, zeigte Willen und Mut. Das fehlte heute überall. Auch Stanislawski versuchte nicht die Sollbruchstelle -die Spielmacherposition- zu kitten, sondern holte die Brechstange raus. Tese (mit bizarrer Haarfarbe) und McKenna sollten noch für die Wende sorgen. Das klaptte natürlich nicht, denn die Bälle kamen erst gar nicht brauchbar in ihre Gegend, denn die beiden Spieler, die bisher das Mittelfeld überbrückt haben, wurden ausgewechselt. So mussten dann in den letzten zehn Minuten die Bälle mit Sprints und zwei, drei Kurzpässen in des Gegners Hälfte getragen werden. Dass dabei der VfR alle Zeit der Welt hatte, sich wieder zu sortieren, sollte da keine Überraschung sein. Nee, das war leider gar nichts, lieber effzeh.
 Bandenwerbung in Aalen
Schön, dass es doch noch kleine Dinge gibt, die den Tag nicht allzu grau werden lassen. In der 58. Minute bekommt die Heimmannschaft einen Eckball und was sehen meine müden Augen? Nicht nur der EXPRESS hat einen formidablen Hellseher am Start, nein, in der Ostalb weiß man auch, was man zu erwarten hat, wenn der 1.FC Köln zu Gast ist. Das Bild sagt eigentlich alles.
Naja, so ist das eben. Wie eingangs geschrieben: So Tage gibt es immer wieder. Ich hatte nur echt gedacht, dass die Mannschaft besser sei, gefestigter und gewinnsüchtiger. Da habe ich mich dann wohl wieder in etwas verrannt. Mein Optimismus war wohl erneut etwas verfrüht. Genau wie meine Fußballmannschaft werde ich es wohl nie lernen. Auch wenn es mal ein paar Spiele ganz gut aussieht, auch wenn es scheint als würde sich sowas wie eine Entwicklung zum Besseren zeigen: Demnächst die Schnauze halten. Geht nur schief!
Am Freitagabend geht es zu Hause gegen den MSV Duisburg weiter. Da wird es für die Mannschaft Zeit wieder das andere Gesicht zu zeigen. Ich kann es nicht sehen, ich sitze um die Zeit beim Spanier und werde mir ein dickes Steak reinpfeifen. Vielleicht ist das ein gutes Omen, denn Lautern konnte ich ja auch nicht sehen…
Top: wenig Nachspielzeit
Flop: Gesamtauftritt
#11: 0:2 in Aalen, 13 Punkte, 13:17 Tore, Platz 12 (Sonntag Abend)
nächstes Spiel: Freitag, 09.11., 18:00 Uhr gegen Duisburg
 Von lostinnippes,  am 01.11.12 Diese Woche war es etwas knapp hier, zugegeben. Das Spiel gegen Lautern habe ich teilweise nur im Schnelldurchlauf gesehen, das Pokalspiel meistens nur mit zugekniffenen Augen und dann hatte ich auch noch zwei, drei andere Dinge auf der Agenda, so dass der Blog hier ein wenig kurz gekommen ist.
Gegen die “roten Teufel” brachte der effzeh all das auf den Platz, was wir in den letzten Jahren bis auf ganz seltene Ausrutscher nach Oben so sehr vermisst haben. Es wurde gebissen und gekämpft, die Mannschaft zeigte Leidenschaft und Feuer. So macht das Spaß auch wenn am Ende des Tages nicht mehr als ein Punkt rausgesprungen ist. Die auffälligste Veränderung sah man nach dem frühen ersten Gegentor. In der letzten Saison hätten wir nach dem 0:1 entweder das Stadion verlassen können oder uns zu Hause einem anderen TV-Kanal widmen können, denn es war offensichtlich, dass mit dem 0:1 das Spiel gelaufen war. Heute ist die Körpersprache eine ganz andere. Das Team nimmt den Rückschlag an und wird dafür auch belohnt. Das ist erfrischend und toll und macht Mut. In der Liga sind wir also nun fünf Spiele ungeschlagen und etablieren uns im sicheren Mittelfeld mit deutlichem Aufwärtstrend. Das hatte ich so noch nicht auf dem Zettel, ist aber natürlich eine schöne Entwicklung.
Am Montag war ich Gast beim Sportradio360, im Rahmen des Blogspot. Ich war wieder zu optimistisch, lobte Bigalke und dass seine Position endlich wieder in Köln wahrgenommen wird, hatte gegen Wormatia Worms überhaupt keine Sorge und tippte auf einen ungefährdeten 4:1 Sieg. Eigentlich lag ich auch nur um zwei Gegentore daneben. Einzig das “ungefährdet” war so ‘ne Sache. Wieder mal zeigte sich der effzeh mir gegenüber unbarmherzig. Lobe nie den Morgen vor dem Abend! Dennoch: Gewonnen ist gewonnen, heute kräht schon kein Hahn mehr danach wie man in die dritte Runde eingezogen ist und ehrlich gesagt gibt es auch genug Mannschaften, die nach so einem Grottenkick gegen einen unterklassigen Gegner dann am Ende auch ausgeschieden sind. Der effzeh diesmal nicht, denn Horn und die Latte standen der Wormser Pokalsensation im Wege. Jetzt kann entweder Kohle in die Kasse kommen oder mit ein wenig Losglück (Bochum zu Hause?) auch der Weg ins Viertelfinale offen stehen.
Am Sonntag geht es auswärts nach Aalen, die mit 16 Punkten sehr gut in die Saison gestartet sind. Auch hier gilt aktuell: Nicht bange machen, Eier zeigen, weghauen. Der effzeh ist im Moment auf dem besten Weg wieder ein liebenswerter Fußballverein zu werden, da ist ein Sieg nicht zwangsläufig Pflicht aber wenn an die Leistung des Lautern-Spiels angeknüft werden kann, dann sind wir wieder einen Schritt weiter. One Step at a time.
Als kleines Schmankerl möchte ich aber noch auf ein sporthistorisches Dokument verweisen, das mir Alex von Lizas Welt nach dem vorletzten #tkss rausgekramt hat. Ich wußte bis zu dem Zeitpunkt nicht von der Existenz dieses Machwerks und habe auch lange mit mir gerungen ob es ethisch und moralisch zu verantworten ist das Ding öffentlich zu stellen aber ich habe für mich entschieden, dass Schweigen keine Lösung ist. Bitte nur unter Aufsicht hören:
Stephan Engels & Paul Steiner – Fußballshow hier klicken
[Problem: Ich versuche das doofe Ding mit dem Audio Player in wordpress hier auf der Seite einzubinden. In html sieht das dann so aus:
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audio:http://www.dervierteoffizielle.de/wp/wp-content/uploads/2012/11/Stephan-Engels-Paul-Steiner-Fußballshow1.mp3|titles=Stephan Engels & Paul Steiner – Fußballshow
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Der Player wird auch angezeigt:
[audio:http://www.dervierteoffizielle.de/wp/wp-content/uploads/2012/11/Stephan-Engels-Paul-Steiner-Fußballshow1.mp3|titles=Stephan Engels & Paul Steiner – Fußballshow]
aber es erscheint nur “file not found”, wenn man draufklick. Probiert es aus.
Ich habe echt alles probiert, habe auch einen /wp/audio/ Ordner angelegt und es manuell versucht, immer das gleiche Ergebnis. Was genau mache ich hier falsch? Das file ist ja da…
Kann mich da mal jemand aufklären? Danke!]
 Von lostinnippes,  am 21.10.12 Als Sascha Bigalke das 2:3 schoss, ging es dann doch nicht mehr. Ich sprang auf, jubelte, verstand die Welt nicht mehr und freute mich irrsinnig über das “7-Minuten-Wunder” [EXPRESS] auch wenn das eigentliche Spiel, die vorhergegangenen 87 Minuten eher ein Grund waren das Weite zu suchen oder vielleicht sich komplett einer anderen Sportart zuzuwenden. Alles Makulatur. Die sieben großartigsten Minuten der letzten 25 Jahre, sorgten schon bei mir vor dem TV für erhöhten Adrenalinausstoss. Ich will gar nicht wissen, was im Gästeblock in Regensburg vor sich ging, bei den Jungs die noch zehn Minuten vorher mit bitterer Ironie “In Europa FC Köln…” sangen und nun übereinander fielen. Sie haben es sich verdient, mehr als alle Anderen. Die 2.000, die an einem Samstag um 13 Uhr in einem 500 km entfernten Stadion in der Oberpfalz stehen, sich einen Grottenkick vor dem Herrn antun mussten und sicher schon die große “Warum nur”-Frage im Kopf hatten. Für die ist dieser Sieg. Natürlich leiden wir “Zuhausegebliebenen” auch mit aber dennoch: Was muss das für eine grandiose Party im Gästeblock gewesen sein. Endlich mal wieder!
Wir müssen aber dennoch kurz über das Spiel reden, denn auch wenn am Ende drei Punkte auf der Haben-Seite stehen, so war die Leistung der Mannschaft bis zum Anschlusstor so unterirdisch, wie es nur sein kann. Auf dem Platz war nichts von der geforderten Dominanz zu sehen, die einzelnen Teile des Tannenbaums spielten weitgehend autonom vor sich hin, es gab kein Bindeglied und keine Ideen. Das war ganz, ganz schlechter Fußball. Taktisch, kämpferisch und spielerisch war der FC tot und begraben. Wären die letzten Minuten nicht so glücklich verlaufen, wie es nunmal gekommen ist, ständen wir heute vor einem riesigen Trümmerhaufen und vor einer handfesten Krise, denn so darf sich der 1.FC Köln nicht präsentieren. Nicht in der zweiten Liga, nicht in einem Testspiel. Nirgendwo. Das war von Vorne bis Hinten Driss und deshalb muß auch wieder mal der Wurstfinger in die Wunde gelegt werden.
Es fängt mit der Aufstellung an. Stanislawski will mit Tannenbaum spielen. 4-3-2-1. Dafür stellt er drei Sechser auf! Lehmann, Strobl und Matuschyk. Bei eigenem Anspruch Dominanz auf den Platz zu bringen, frage ich mich wie das mit einer überfrachteten Sechs und dafür entblößten Außen gehen soll. Auf dem Papier sollten Chihi und Bröker zwar die Bahnen beackern aber auf dem Platz sah man nur, dass sich die beiden Spieler immer wieder in die Mitte zurückfallen ließen, weil aus dem “Mittelfeld” so gut wie nichts an brauchbaren Bälle in ihre Richtung kam. Spätestens nach der Großchance von Djuricin muss der Trainer sehen, dass das System so überhaupt nicht funktioniert und muss umstellen auch wenn der Ballbesitz wieder zu Gunsten der Kölner sprach. Das hin-und-her-Gepasse zwischen den angesprochenen Sechsern und einem freien Mann im Halbfeld brachte so gut wie nichts und verschaffte dem Jahn immer wieder Zeit sich zu sortieren, Ujah in Doppeldeckung zu nehmen und jeden Angriffsversuch zu unterbinden. Die Konsequenz: Es herrschte mit zunehmender Spieldauer kaum Positionsdisziplin in der Kölner Mannschaft, die einzelnen Spielabschnitte waren ohne Bindung und Regensburg konnte mit zwei, drei Päßen die langsamen Kölner Außenverteidiger erreichen, die auch eher Zuschauer waren, als aktiv am Geschehen beteiligte Akteure. Diese Konteranfälligkeit ist ein Riesenproblem.
Bezeichnenderweise waren die drei “Sechser” auch die schlechtesten Spieler auf dem Rasen wobei Matuschyk hier noch heraussticht. Ich verstehe nicht, warum er immer wieder Chancen bekommt, wo wir doch wirklich hunrige Spieler haben, die allein mit ihrem Kampfgeist jeden -vielleicht vorhandenen- Technikvorteil Matuschyks ausgleichen. Gerade in der zweiten Liga, wo es immer mal wieder eher rustikal statt filigran zugeht. Dadurch, dass er auch immer wieder in die Laufbahn von Chihi lief konnte es überhaupt kein Zusammenspiel geben. Es war eine Erlösung als Bigalke in das Spiel kam. Und da sind wir bei…
…Sascha Bigalke. Okay, er hat in den letzten Spielen immer weiter abgebaut, hat gegen Dresden ein ganz, ganz schwaches Spiel hingelegt, keine Frage aber: Bigalke ist im Moment der einzige Spieler im Team, der so etwas wie ein Spielmacher sein kann. Mit Abstrichen vielleicht noch Jajalo aber der scheint ja mit seinen Gedanken auch nicht immer und hundertprozentig hier zu sein. Da haben wir als nur Bigalke. Auch wenn der Mann noch nicht konstant spielt, muss der meiner Meinung nach immer, immer, immer eingesetzt werden, weil er sonst nichts lernen kann (er kommt immerhin aus der dritten Liga) und auch weil dem Spiel des effzeh ohne seine Position einfach ein Bindeglied zwischen den Mannschaftsteilen fehlt. Wir haben vor der Saison gesagt: Lasst sie Fehler machen, lasst sie sich entwickeln, so ein Umbruch braucht Zeit. Leider ist es aber weiterhin so, dass das kurzfristige Ergebnis immer mehr zählt. Ich kann natürlich den Trainer verstehen. Er muss sich um die Tabelle kümmern, er muss schauen, dass Punkte herkommen. Oder? Muss er das wirklich? Ist es nicht viel wichtiger eine fortwährende Entwicklung in der Mannschaft zu sehen? Im Moment sehen wir, dass die Mannschaft charakterlich einen sehr intakten Eindruck macht, dass das Team aus dem diesem Jahr von der Körpersprache, vom Willen und Einsatz ganz wenig mit dem Team aus der letzten Saison gemein hat. Das ist natürlich wunderbar und macht auch Riesenspaß aber manchmal reicht das leider nicht aus. Es muss sich auch fußballerisch was tun und dafür ist Bigalke wichtig. Dann macht er halt mal ein schlechtes Spiel oder will zuviel. Na und? Immer wieder rein mit ihm und wenn es irgendwann klar ist, dass es nunmal leider nicht reicht, dann muss eben ein neuer Versuch mit einem neuen Spielmacher gemacht werden aber ich habe tatsächlich Hoffnung, dass sich der kleine Mann etablieren kann. Das geht aber eben nur mit Einsatzzeit. Punkt.
Über die Nichtleistung von Bröker will ich gar nichts schreiben auch ihm muss ein mieses Spiel zugestanden werden aber meine Meinung über ihn ist halt unverändert. Chihi und Ujah auch völlig neben der Spur, Brecko mit einem komplett unnötigen Foul, das einem Spieler mit seiner Erfahrung niemals passieren darf, Maroh nicht spritzig aber immerhin mit gutem Stellungsspiel und Eichner wieder mit Flanken wie sie auch von Homer Simpson geschlagen werden können. Da können wir alle in einen Sack stecken, die Gesamtleistung war ernüchternd.
Am Ende sind es dann aber dennoch drei Punkte. Immerhin. So ein Spiel kann natürlich der Mannschaft und auch dem Umfeld einen Boost geben, keine Frage. Auf einmal wissen die Spieler, was alles möglich ist, was man mit positiver Einstellung und Willen erreichen kann. Das ist eine Qualität die dem FC schon seit Jahren gefehlt hat. Vielleicht stärkt so ein Sieg auch das Zusammengehörigkeitsgefühl und sorgt für ansteckenden Optimismus. Ich würde es mir wirklich wünschen auch wenn ich immer noch der Meinung bin, dass der FC nichts mit dem Aufstieg zu tun haben wird und wohl auch nicht sollte, denn mindestens ein weiteres Jahr zweite Liga wird die Mannschaft benötigen um für höhere Aufgaben bereit zu sein. Aber das ist ja eh Geschwätz über ungelegte Eier. Am Freitag geht es zu Hause erstmal gegen einen der Aufstiegsfavoriten, den FCK. Dann wird man sehen wie sehr diese drei Tore nachhallen. Ich bin gespannt.
Top: die letzten sieben Minuten
Flop: die ersten 86 Minuten
#10: 3:2 in Regensburg, 12 Punkte, 10:12 Tore, Platz 9 (Samstag Abend)
nächstes Spiel: Freitag, 26.10., 18:00 Uhr gegen Lautern
 Von lostinnippes,  am 17.10.12 Heute Nacht hat sich mein Kabelnetzbetreiber was ganz, ganz Fantastisches überlegt. Ein Update für die HD-Box nämlich. Die Anwendungssoftware (die ja eh schon eine Katastrophe im Vergleich zu “freien” Boxen ist) sollte auf die neue Version V5.17 hochgepacht werden. Das muss irgendwann um zwei Uhr heute Morgen passiert sein, denn als ich heute Nachmittag von der Arbeit heim kam, konnte ich folgende Petitesse bewundern: 
Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Menschen heute Nacht mit Wutkrämpfen vor dem TV zusammengebrochen sind, weil sie vielleicht die Debatte zwischen Obama und Romney sehen wollten oder vielleicht das dritte Spiel in der ALCS zwischen den Tigers und den Yankees verpasst haben, weil da irgendein Techniker-Spacko ein Blödsinns-Update rausgehauen hat. Dass das natürlich ohne jede Vorankündigung passiert, so dass man sich nicht darauf einstellen kann, ist bei UnityMedia ja seit Jahr und Tag Usus. Ich hab’ da jetzt zwar keinen direkten Schaden von aber es ist ja dennoch in einer Dimension lächerlich, für die neue Werte erfunden werden müssen.
Nun gut. Dann bin ich also leicht schockiert aber als UnityMedia-Kunde bin ich ja durchaus Kummer gewohnt, also wird das Gerät erstmal vom Strom genommen (das macht man auch eher automatisch, oder?) und harrt der Dinge die da kommen. Nur: Es kommt nix. Nada. Das Ding bleibt bestimmt für 15 Minuten schwarz. In der Box läuft dauernd durch “Aktualisierung läuft” aber sonst passiert nichts.
Ich setz mich derweil an den Rechner und begebe mich auf eine kleine googelei nach “UnityMedia Update 17.10.”.
Dabei komme ich auf die hübsche Idee mal bei UnityMedia selbst nachzuschauen ob denn die SocialMedia-Spezies was ins Netz gestellt haben. And, guess what? They did! They really did! Kompletter Bullshit zwar aber: Immerhin! Laut den Hornochsen von “UnityMedia Hilfe” auf Facebook (auf der eigentlichen Homepage ist natürlich nichts zu sehen!) soll ich, wenn gar nichts mehr geht die Box auf Werkseinstellungen zurückstellen. Das mache ich natürlich wirklich ungern, denn meine, mit viel Kniffelei und Liebe zusammengestellten, Favoritenlisten krieg ich doch nie wieder so hin! Schon gar nicht mit vor Wut zitternden Fingern! Wir sehen uns in der Hölle UnityMedia!
Okay. Als ich die Scheisse vier Mal vom Strom genommen habe und kurz mit den Tränen kämpfte, machte ich also das, was ich natürlich besser nicht gemacht hätte: Ich hörte auf UnityMedia und führte die Zurücksetzung auf die Werkseinstellung durch. Nachdem die erste Aufregung vorbei war (es erschienen keine kyrillischen Schriftzeichen – das Ding wird ja in der Ukraine manufaktiert), folgte die Ernüchterung auf dem Fuße. Eigentlich hätte ich es mir denken können! Wie konnte ich so doof sein? Natürlich führt dieses Drecksding nach einem neuen Sender-Suchlauf auch einen Suchlauf nach aktueller Software durch.

Oh No! Warum?
Das Ergebnis unterschied sich nicht von den vorhergehenden Versuchen. Es wird eine neue Software gefunden, dann kommt ein Fortschrittsbalken, die Box verharrt ‘ne Viertelstunde auf 75% Fortschritt und schmiert dann wieder komplett ab. Fehler 52!
Lässt man das Ding dann unberührt, startet sich das Teil irgendwann neu (wahrscheinlich aus lauter Langeweile) und bricht sofort ab, weil sich die Software erst gar nicht starten kann. Das ist dann Fehler 53.

Jetzt hatte ich dann doch erstmal die Schnauze voll und hab mich an den Rechner verzogen. Gibt ja auch noch ein richtiges Leben im Falschen! Aber, ich muss es zugeben, so richtig glücklich war ich nicht, denn auch wenn TV (an einem Mittwoch-Abend) jetzt nichts wirklich Wichtiges ist aber, hey, ich bezahle schließlich dafür und dann will ich auch, dass das funktioniert!
Alles nutzt ja nix, ich will das Ding jetzt ans laufen kriegen. Also: Nochmal vom Strom, das ganze Prozedere wieder durchgekaut, Ergebnis wie oben beschrieben. Es gibt wohl auch Boxen wo das Update mittlerweile funktioniert (man spricht von “schnelleren Umschalt und Zugriffszeiten” – hui). Warum klappt das denn dann bei mir nicht? Was mache ich falsch? Da kann mir nur einer helfen: Herr Richter von der UnityMedia Help Hotline. Keine Ahnung ob es was bringt, das kann nur die Geschichte zeigen.

Die teure 01805er Numme ist übrigens nichts anderes als ein gewöhnlicher Festnetzanschluss in Marburg. Falls Ihr auch mal aus der Not, oder weil ihr vielleicht abscheuliche Triebe habt, mit den netten Leuten von UnityMedia unterhalten wollt, dann macht das doch bitte über die 06421-30830. So verdient der Laden wenigstens nichts an Eurer Zeit, denn -natürlich- geht da niemand ans Telefon. War ja klar.
Nach 18 Minuten hatte meine Box wieder ein Update ergebnislos aubgebrochen. Zum Glück bekomme ich nun den Hinweis, dass “der nächste freie Mitarbeiter schon für mich reserviert” sei. Na Bravo!
Nach 28 Minuten meldet sich Herr Richter. Freundlich, ungenervt, und zugänglich. Ich will mir gar nicht vorstellen, was der arme Mann sich heute schon alles hat anhören müssen.

Vielleicht hat seine Schicht auch erst angefangen, er war auf jeden Fall noch einigermaßen aufgeräumt und was nutzt es mir den armen Menschen an der Hotline anzupampen, der kann am wenigsten dafür. Also erkläre ich ihm freundlich mein Dilemma und hoffe auf irgendwelche verstecken Insider-Tipps. Leider vergeblich. Wir gehen nochmal alle Schritte durch, inkl. aller Möglichkeiten die Box vom Strom zu nehmen (Ja, ich habe alle Kabel gezogen!). Zum guten Schluss sagt er dann: “Okay, dann müssen wir jetzt ‘ne Spur härter rangehen und ihre Box wieder in den Ausgangszustand zurücksetzten”. Da bin ich dann kurzfristig weich in den Knien geworden:
“Hab’ ich schon gemacht, Herr Richter. Bringt nix. Die Box macht ja trotzdem einen Software-Suchlauf”.
(der folgende Dialog ist ungekürzt. Eltern sollten diesen Dialog mit ihren Kindern zusammen lesen und auch generell darauf achten, was ihre Kinder im Internet lesen. Danke.)
– “Oh”.
– “Ja. Oh”
– “Hmmm. Dann gucke ich mal ob ich hier noch etwas für Sie rausfinden kann”
– “Danke”
– “Bitte. Musik?”
– “Sehr gerne”
– “Bis gleich”
– “Ich freu’ mich”
[Musik…]
Nach einer kurzen Wartezeit kommt er dann wieder ans Telefon um mir zu sagen, dass man “alles menschenmögliche getan hat” und eine Lösung erstmal nicht in Sicht sei. Er könne mir nicht helfen, sondern bittet mich darum, mich morgen wieder zu melden, dann sind auch die Kollegen von der technischen Hilfe wieder im Haus, die wären heute schon weg.
WTF?
Ich gebe mich geschlagen. Was soll ich machen? Nochmal: Da kann der Mann ja nix für. Aber, liebe UnityMedia Brainiacs: Lasst mich Euch mal ein paar Fragen stellen:
1.) Wie kann ich ein Update für mein wichtigstes Produkt (PREEEEMIUM!) raushauen, ohne den Kunden über den Zeitpunkt des Updates zu informieren?
2.) Wie kann ich das Update nicht tausendmal auf Herz und Nieren geprüft haben? Da dürfen doch keine Fehler passieren, das ist doch viel, viel, viel zu wichtig!
3.) Ihr wißt seit mindestens 2:30 Uhr von dem Fehler. Da rechne ich doch mit einem gewissen Mehraufwand in der Kundenbetreuung. Wie kann ich denn dann die wichtigsten Mitarbeiter nach Hause schicken? Das gibts doch nicht! Da müssen doch Notfallpläne existieren!
4.) Wie kann es sein, dass es keine, wirklich keine Lösung gibt? Die Software muss derart bescheuert sein, dass man nicht irgendwie manuell den Suchlauf unterdrücken kann, das kann ich mir gar nicht vorstellen. Tanzen die Programmierer den Code in den Sand und zwei rauchende Affen mit roten Hüten schreiben den dann ab? Habt Ihr dafür Geld bezahlt?
5.) Kann man mit dem Update jetzt den USB-Anschluss nutzen? Oh…wait….der ist ja gar nicht angeschlossen, da muss ja ein techniker für rauskommen. Was ‘ne Verarsche!
Ich kann das alles echt nicht verstehen. Wer denkt sich sowas aus? Wenn das bis Samstag nicht behoben ist, dann komm’ ich vorbei!
Ab – Köln Hbf: 07:55 (Gleis 6)
An – Marburg (Lahn): 10:19 (Gleis 5)
Wir sehen uns!
Und der Herr Richter und ich gehen dann ein Bier trinken…kein Problem!
 Von lostinnippes,  am 09.10.12 
Präambel:
Aus der Wikipedia: Wirtschaftlichkeit ist ein allgemeines Maß für die Effizienz, bzw. für den rationalen Umgang mit knappen Ressourcen. Sie wird allgemein als das Verhältnis zwischen erreichtem Erfolg und dafür benötigten Mitteleinsatz definiert. Das Ziel ist, mit einem möglichst geringen Aufwand einen gegebenen Ertrag zu erreichen oder mit einem gegebenen Aufwand einen möglichst großen Ertrag zu erreichen.
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Als Dr. Brych in seine berüchtigte Flöte gepfiffen hatte und damit einen Schlußstrich unter einen erneut -ergebnistechnisch- enttäuschenden Heimauftritt des 1.FC Köln setzte, wußte ich nicht so recht, was ich mit dem Abend anfangen sollte. Der effzeh hat über weite Strecken eine anständige, teilweise höchst engagierte Leistung gezeigt, sich jedoch (wie so oft) selbst in den Fuß geschossen und somit wieder keine -dem Spiel angemessene- Ernte eingefahren.
Es war wie immer, immer, IMMER. Ein blöder Fehler in 90 Minuten reicht, damit Dynamo den einzigen Torschuss, der auch wirklich auf das Tor kam, zur Führung nutzte. Es war wieder so unnötig, so blöd, so prototypisch. Dass das kölsche Team in der Folgeziet den Ballbesitz von 70 auf 72% steigerte, teilweise mit Kreisläufer vor dem Dresdener Tor auflief und sechs, sieben wirklich gute Chancen hatte, zeigt sich leider nur in der Statistik und da Fußball, wie Ralf Hauptmann in der Halbzeitpause bei SKY klug anführte, nunmal ein “Ergebnissport” ist, nützt uns das mal grad garnichts. Natürlich freut mich das Tor von Ujah zum Ausgleich aber wenn wir ehrlich sind spielt das alles schon keine Rolle mehr. Wir werden nicht absteigen, wir haben aber -jedenfalls zu heute und wenn nicht wirklich unvorhergesehene Dinge passieren- auch nichts mit dem Aufstieg in die erste Liga zu tun. Ob der Verein dann zu Hause gegen Dresden gweinnt, verliert oder nur unentschieden spielt ist fast schon zweitrangig. Wichtiger ist der Lerneffekt und dieser könnte tatsächlich einigermaßen groß gewesen sein. Wollen wir es hoffen!
Das 0:1 wurde von Christian Eichner mit den Worten: “Typische Situation von: Nimm Du ihn, ich hab ihn sicher” bewertet. Eichner mit dem Rücken zur Seitenlinie, Bigalke in der Vorwärtsbewegung, jeder denkt, dass der Ball vom jeweils Anderen mitgenommen wird und “der Dresdner lacht sich tot” (ebenfalls Eichner bei SKY). Damit ist das Drama aber nur halb erklärt, denn auch Dominic Maroh macht eine höchst unglückliche Figur als er den Laufweg von Pote nicht entscheidend beinflussend, sondern nur begleitend beobachtend zur Kenntnis nahm und der Dresdener Stürmer keine Probleme mit Horn hatte. Copy that.
Zur Leistung des effzeh gibt es eigentlich nur wenig zu sagen. Die Mannschaft zeigte Herz, hatte mit Strobl den besten Mann auf dem Platz, spielte sich Chancen heraus und wurde am Ende wenigstens mit einem Moralpunkt belohnt als Ujah einköpfte. Insgesamt gibt es wenig zu meckern aber die kleine Kolummne hier wäre ja nicht vollständig, wenn nicht doch irgendein Haar in der Suppe zu finden ist.
Diesmal fiel am gravierensten die schwache bis unterirdische Leistung von Bigalke auf, der Riesenprobleme im Spielaufbau, in seinem Paßspiel und im bewerten von Situationen im Allgemeinen hatte. Nach seiner durchaus anständigen Leistung gegen St. Pauli wird der Mann leider von Spiel zu Spiel schlechter. Mir kommt es so vor als wolle er zuviel auf einmal, als stände er sich selbst im Weg. Die Anlagen sind ohne Zweifel da und deshalb hoffe ich, dass der Trainer nicht in Versuchung kommt ihn zu ersetzen, denn nur in einem solchen Jahr und unter solchen Umständen kann sich ein junger Spieler entwickeln, kann Erfahrungen sammeln und sich “routinieren”. Man sollte ihm die Zeit geben.

Weiterhin sehr fahrig agierten Lehmann und Eichner, letzterer wiedermal mit siebzehn unnützen Flankenversuchen. Da muss es doch auch eine jüngerer Alternative geben. Bei Eichner ist halt auch das Problem, dass er zusammen mit Maroh eher im unteren Bereich der Highspeed-Abwehrspieler angesiedelt ist und deshalb die gegnerischen Mannschaften viel zu oft leichtes Spiel mit Flanken oder Durchstößen aus dem Halbfeld haben. Da sehe ich eine Riesenbaustelle beim effzeh.
Ob diese größer ist, als das Knipserproblem ist diskutabel aber natürlich darf auch die große Abschlußschwäche nicht unerwähnt bleiben. Bigalke, Chihi, Chihi, Bröker, Chihi, Bröker und Ujah hatte zwingende Großchancen auf dem Fuß. Dass bei 26 Torschüssen nur ein mageres Pünktchen rausspringt ist tatsächlich mehr als ärgerlich aber gut, das hatten wir ja schon. Bis zum Spiel in Regensburg muss sich der OffCord. was einfallen lassen.
Top: Strobl, Ujah, Kampfgeist
Flop: Hektik, Chancenverwertung, Bigalke
#9: 1:1 gegen Dresden, 9 Punkte, 7:10 Tore, Platz 13
nächstes Spiel: Samstag, 20.10., 13:00 Uhr in Jahn Regensburg
 Von lostinnippes,  am 28.09.12 Nachdem ich den ersten Saisonsieg des 1.FC Köln blogtechnisch geschwänzt habe, weil ich die Woche echt zu gar nichts gekommen bin, darf ich also heute zum ersten Mal seit März einen Sieg bejubeln. Schriftlich meine ich. Hurra! Ein Sieg! Und dann auch noch der zweite Sieg in Folge. Nachdem der FC-Fan sieben Monaten voller Hohn, Spott und unverholener Schadenfreude aushalten musste, darf er sich wieder mal freuen. Neuzugang Ujah und Adil Chihi schossen die wichtigen Tore in Paderborn und katapultierten den Club aus den ganz schlimmen Regionen der zweiten Liga erstmal in ruhiges Fahrwasser. Sowohl gegen den FSV Frankfurt als auch gegen den SC Paderborn war nicht alles toll und perfekt aber die Siege waren beide hundertprozentig verdient und spiegelten schon die Kräfteverhältnisse auf dem Platz wider. Das war weit enfernt von Glanz und Gloria aber eben doch einen Tick besser als der Gegner und das ist doch schon mal eine ganze Menge wert!
Gegen Frankfurt mussten wir eine ganz schlimme erste halbe Stunde ertragen. Nichts ging, jeder Paß war eine Zitterpartie, es gab keine Chancen, keine Ballkontrolle und nichts was zum hoffen anregte. Dann kam der überraschende, öffnende Paß auf Ujah, der sich ungeschickt aber regelkonform auf rechts gegen den Frankfurter Torwart Klandt durchsetzte und Clemens ziemlich überragend den Ball aus 25 Metern ins Tor bugsierte aber Zwayer, der sein reguläres Geld als Austausch-Ref in der NFL zu verdienen scheint, das Tor wegen eines Handspiels von eben Ujah abpfiff. Danach war es irgendwie ein anderes Spiel. Der effzeh zeigte sich einigermaßen druckvoll, machte die Räume enger, spielte viel druckvoller gegen den Ball. Dass folglich Tore (aus dem Spiel) fallen, ist dann auch fast schon logisch, denn so stark ist die zweite Liga zum Glück doch nicht. Dass es am Ende gegen Frankfurt nochmal eng wurde, ist wieder eine 1A-Blaupause der letzten Saison. Kurz unaufmerksam, zack, Tor. Es scheint wirklich so, dass die Fehler, die in der Hintermannschaft gemacht werden, einfach jedesmal so gravierend sind, dass sofort Tore für den Gegner fallen. Gegen Frankfurt war es zum Glück nicht mehr wichtig weil das Spiel doch noch über die Zeit gerettet werden konnte aber es war ja auch bis dahin bei jeder Niederlage zu beobachten, dass praktisch jede Unsicherheit in der Hintermannschaft vom Gegner ausgenutzt wird, sei es nun Pezzoni, Brecko, Maroh oder McKenna, der Unsicherheitsfaktoren haben oder hatten wir eine Menge. Da stellt sich fast die Systemfrage aber das lassen wir heute mal besser außen vor. Nunja, ist ja auch wirklich egal, denn mit dem 2:1 Heimsieg konnte der erste “Dreier” in dieser Saison eingefahren werden und das sorgte schon für ein mittleres Erdbeben im Kölner Westen bei all den Steinen, die da gleichzeitig aus den Herzen der effzeh-Fans auf die marode Aachener Straße plumpsten.
Gegen den SC Paderborn hieß es also nun nachlegen. Die erste Auffälligkeit lag in der neuen Systemordnung, die Trainer Stanislawski bekanntgab. Erstmals spielte die Mannschaft in einem 4-4-3 4-3-3. Das ist wohl in erster Linie der Verletzung Lehmanns geschuldet aber erwies sich sich gegen eine -in der Regel- schnell über die Außen kommende Paderborner Mannschaft als die richtige Aufstellung. Durch die breiten und tatsächlich sehr flexibel agierenden Außen kam der SC praktisch zu keinem Aufbau über die Flügel, sondern musste es immer wieder durch die Mitte versuchen, wo Jonas Hector, Strobl und Matuschyk darauf warteten und mit großem Einsatz immer wieder den Spielaufbau des Gegners derart störten, dass nur halbhohe Bälle Richtung Strafraum bzw. Richtung Eckfahne etwas Entlastung für den SC boten. Die eigentliche Abwehrreihe hatte im Großen und Ganzen wenig Probleme mit Naki oder Hofmann, die es beide nur aus der Distanz versuchten und wenig Gefahr für das Tor von Timo Horn zustande brachten.
Das 0:1 war eine feine Einzelleistung des deutlich um Wiedergutmachung bemühten Brecko, der sich über rechts durchsetzt und Ujah ideal halbhoch vorlegt. Die bullige Mainzer Leihe warf sich mit vollem Körpereinsatz und kopfüber in den Ball. Gut gemacht.
In der Folgezeit war der effzeh deutlich feldüberlegen, wenn auch nicht immer zwingend und nur selten torgierig. Das sah zwar schon überlegen aus aber eben nicht so, dass die Mannschaft -mit dem Tor im Rücken- höheres Tempo und auch mal risikoreicher spielen wird. Dass wir uns da nicht falsch verstehen: Das ist schon völlig in Ordnung so, die Mannschaft braucht in erster Linie Ergebnisse, keinen Hurra-Fußball. Es war nur sehr deutlich zu beobachten, dass das Tor nicht sonderlich viel im Spiel des FC bewirkte. Man spielte souverän und kontrolliert, unterband das Paderborner Offensivspiel und machte damit deutlich mehr richtig als falsch.
Nach der Pause kam es zu einem kleinen Bruch im Spiel, der halt auf den zwischenzeitlichen Ausgleich zurückgeführt werden muss. Wieder (ich weiß, ich wiederhole mich aber was soll ich machen, es ist eben wie es ist) ist es eine unzureichende Abwehrarbeit die zum Tor führt. Ich spreche hier auch bewußt von Arbeit statt von einem individuellen Fehler, weil Matuschyk einfach die Grundlagen der Zuordnung links liegen lässt und dann natürlich falsch zum Gegenspieler steht und körperlich nicht in der Lage ist das mit einer -an die Flanke angepassten- Reaktion wieder gut zu machen. So kommt Zeitz völlig frei zum Kopfball und überwindet Horn, der merkwürdigerweise nicht auf der Linie stand, sondern gute drei, vier Meter vor seinem Tor. Beide Situationen zusammengenommen ergeben dann eben ein Gegentor. Das sind die vielbeschworenen Automatismen, die noch nicht vollständig greifen. Ich muss vom Abwehrspieler immer, wirklich immer, erwarten, dass er sich vor der Flanke (gerade bei einem ruhenden Ball!) so zum Mann stellt, dass dieser ein Duell gewinnen muss um eine Chance zu kreiren. Kommt der Stürmer so frei zum Kopfball habe ich als Defensivspieler vorher was nicht richtig gemacht. Das ist kein Rant, das ist wieder nur eine Beobachtung. Natürlich kann das passieren, natürlich wird das immer wieder passieren aber es ist eben jedesmal ärgerlich und unnötig.
Die Reaktion des effzeh hat aber diesmal nichts mit den Reaktionen der Vormonate zu tun. Es gab keine hängenden Schultern und auch die Versagensangst sah ich jetzt nicht unbedingt. Einen guten Anteil am Selbstbewußtsein der Mannschaft wird auch der Gästeblock gehabt haben, der völlig unberührt den Club feierte und das Team unterstützte. Sehr gute Leistung auch wenn die vereinzelten “Scheiß Paderborn”-Rufe die ganze Unwürdigkeit der aktuellen Kölner Situation nochmal unschön unterstrichen. Das hätten wir uns doch vor 20 Jahren im Traum nicht ausgemalt, dass man irgendwann mal in Paderborn spielen muss und dann auch noch die Heimfans beschimpft anstatt mitleidig zu lächeln und die elitäre Arroganz zur Schau zu stellen. O tempora o mores!
Das Siegtor fiel (oder “viel” @fckoeln ? -nein, nur Quatsch, ihr macht das schon ganz gut auch wenn die FC-Brille manchmal sehr rosarot ist…) nach einer Zuckerstückchen-Einlage des von mir oft geschmähten Bröker, der Messi-gleich auf dem Bierdeckel den bedauernswerten Paderborner Abwehrspieler, dessen Namen ich mir nicht gemerkt habe, zu einer Tonfigur erstarren ließ und präzise in den Chihischen Schritt Fuß spielte. Das Düsseldorfer Urgestein hatte wenig Mühe seinen Schlappen hinzuhalten und damit war der Drops gelutscht. Die Situation war fast schon kafkaesk. Bröker tanzt elfenartig an der Außenlinie und Chihi macht souverän sein zweites Tor im zweiten Spiel. Hätte es in diesem Moment angefangen kleine schwarze Schweine zu regnen, wäre das nur das zweit-merkwürdigste Ereignis gewesen. Ich habe mich formidabel gegruselt!
Der Rest vom Schützenfest in recht schnell nacherzählt: Klare und berechtigete rote Karte für Zeitz, das dümmste Foul der Weltgeschichte von Wimmer an Wemmer und ein normalform-Abschluss von Matuschyk an die Latte. Danke, Widdersehn, zweiter Sieg. Der FC befindet sich einfach zur Zeit auf Normal Null. Nicht mehr aber eben auch nicht weniger und das ist eine ganze Menge mehr als ich vor Wochenfrist erwartet habe. Falls jetzt gegen Dynamo nachgelegt werden kann, können die ersten Pauschalreisen für den Sommer 2014 Richtung Chişinău oder Krasnojarsk gebucht werden!
Top: Sehr flexible Raumaufteilung, gutes Spiel gegen den Ball, gute Moral
Flop: zu viele Einzelaktionen
#8: 2:1 in Paderborn, 8 Punkte, 6:9 Tore, Platz 11 (Freitagabend)
nächstes Spiel: Montag, 08.10., 20:15 Uhr gg Dynamo Dresden
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