Gestern startete die fünfte (und letzte) Staffel Friday Night Lights auf DirecTV. Ich schrieb ja schon mal eine Empfehlung aber nach dieser Episode muss ich diese nochmal verschärfen. Die Serie nimmt mich emotional völlig gefangen. I can´t help it.
Nachdem man über vier, fünf Jahre mit den Protagonisten mitgezittert, mitgelitten, mitgelacht und sich mitgefreut hat, holen die Produzenten mit dem Vorschlaghammer aus und treffen mich frontal.
Die Serie ist und war immer, ein Ensemble-Stück. Aber irgendwie sind natürlich einzelne Personen/Charaktere immer (jedenfalls für den Zuschauer) wichtiger als Andere. Dass nach und nach die Helden der frühen Staffel ausscheiden müssen ist unvermeidlich, es ist einfach der Story geschuldet.
In den früheren Staffeln wurde das einfach gelöst, indem man entweder die Charaktere überhaupt nicht mehr in die neuen Folgen einbaute (sondern nur über Gespräche von deren Schicksal erfuhr) oder eine kleinen Neben-Storyline aufbaute, die über den Verlauf der Staffel immer weniger Airtime bekam und man dem Zuschauer so ganz behutsam klar machte, dass der oder diejenige nicht mehr viel in Dillon zu tun hat.
Ganz anders gestern: Mit Landry und Julie (Jules) verlassen zwei Helden der ersten Stunde die Haupthandlung und ich komme nicht umher zu schreiben, dass die Umsetzung nahezu perfekt war. Mit dem Besuch von Landry bei Oma Saracen, seinem letzten Gig mit “Crizifictorious”, dem “epischen Finale” im Stripclub. Herrjeh, das war großartig. Getoppt wird das nur noch von Julie, deren Abschied so gewöhnlich, so realistisch, so herzergreifend gefilmt wurde. Ich hoffe ja ganz heimlich (Himmel, ich hör mich an wie ´ne Frau) dass sie es doch irgendwie nach Chicago verschlägt…aber das werden wir ja sehen.
Die Hartplatzhelden haben beim BGH gegen den WFVgewonnen! Es gibt doch noch Hoffnung! Ob das jetzt das Ende vom Lied ist, bleibt aber leider noch abzuwarten, denn wfv-Präsident Herbert Rösch sieht das Urteil gelassen:
Wir warten zunächst die genaue Urteilsbegründung ab und werden uns auf dieser Grundlage Gedanken darüber machen, wie wir als Fußballfamilie weiterhin verfahren werden
Oh je. Wie viele “Fußballfamilien” haben wir eigentlich?
Nach einer kleinen Durststrecke, kommt hier mal wieder eine Vorschau aus dem gegnerischen Blog. Florian aka Ned von Nedsblog hat es sich nicht nehmen lassen hier einen Sieg des HSV zu propagieren. Frecherweise ist er in der heute Nacht beginnenden World Series auch noch als Fan involviert und hat mir damit gehörig was voraus, denn die BoSox haben ja noch nicht mal die Playoffs erreicht dieses Jahr. Das aber nur am Rande. Ich bedanke mich artig für eine launige Einstimmung auf das Spiel am Samstag und verweise auf meine Sicht der Dinge bei ihm. Klicken! Los jetzt! Für den Effzeh!
Ich bin von der schäl Sick. Ich bin nicht so richtig Kölner, meine Oma kommt aus Köln. Aus Köln – Kalk. Damit fing alles an. Toni Schumacher ist auch ein Kölner. Damit fing meine Fußballfankarriere an. Damals, irgendwann in den 80ern. Auf dem Fußballfeld habe ich immer im Tor gespielt. Warum? Na, die einen werden Torwart, weil sie eine Klatsche haben, die anderen, weil sie zu faul zum Laufen sind. Ich war einer von den anderen. Daher waren mir Torhüter immer die liebsten und so fand ich zu Toni Schumacher. Und zum 1. FC Köln. Liegt ja auch nahe, meine Oma ist ja aus Köln, von der schäl Sick. Aber das schrieb ich schon.
Es sollte erst 1987 werden und eine weitere Verirrung zu einem anderen Verein (welcher wird hier nicht verraten…) brachte mich dann schlussendlich zum HSV. 1987 wohlgemerkt. Ich bin also seit 1987 titellos. Meine Liebe flammte nämlich erst nach dem DFB Pokal Gewinn auf. Nicht wegen des Gewinns, sondern wegen der 100 Jahr Feier auf dem Rathausmarkt.
Und es hat mich nicht mehr los gelassen. Selbst die kargen Jahre im alten Volkspark in den 90ern haben mich nicht abgeschreckt. Ich habe Kurt Jara und Klaus Toppmöller überstanden, habe Martin Dahlin und Marcel Ketelar verkraftet. Selbst die letzten 7 Trainer in 7 Jahren schaffen mich nicht! Durch meine Adern fließt blau-weiß-schwarzes Blut!
Köln war mir seit dem Weggang von Toni Schumacher nur noch egal. Amüsiert habe ich mich über das auf und ab, den Terz im Verein. Mag vielleicht auch daran liegen, daß die Familie großmütterlicherseits eh mehr der Fortuna aus Köln zugeneigt war (darf man das hier überhaupt sagen?). Man darf – aXel
Mit Köln verbinde ich keine guten Erinnerungen, haben wir doch in meinem Auswärtsspiel letzte Saison ein Spiel in dem wir deutlich geführt haben noch mit 3:3 verloren. Ja, verloren. So fühlte es sich an. Hängen geblieben sind mir die vielen Schals mit dem Wappen des St. Adtteilvereins (na, der andere Verein aus Hamburg, dessen Namen man nicht ausspricht. Gehört der Name nicht eh einer Marketingfirma?). Im Gespräch mit den Fans machten wir klar, daß es egal ist, daß beide Vereine aus der gleichen Stadt kommen. Verglichen haben wir es damit, daß man doch auch die Leverkusener nicht mag, obwohl sie auch aus dem Rheinland sind. Oder gar die Gladbacher… Verstehen wollte man mich nicht, aber das war mir egal, ich muß nicht gemocht werden *g*
Das Stadion gefällt, die Sicherheitskontrollen waren sehr lustig. Vor uns machte ein Vater mit seinem Sohn in Seelenruhe die zwei Dosen Holsten auf, die sie mit ins Stadion gebracht hatten. Vom Publikum war ich sehr enttäuscht, ich hatte sehr hohe Erwartungen (man hört doch immer wie toll die Kölner supporten können) die zu keinem Zeitpunkt erfüllt worden sind. Es wurde stets nur ein Lied gesungen und das nervte einfach mit der Zeit.
Nun steht wieder ein Auswärtsspiel in der Domstadt an. Wir kommen mit einer herben Niederlage nach Köln, sind ja gerade aus dem DFB Pokal gegen die Eintracht ausgeschieden. Der Trainer hat bei euch gewechselt, im Pokal wurde gegen 60 gewonnen, alles Vorzeichen, daß es nicht einfach werden wird gegen euch zu gewinnen.
Zumal bei uns irgendwie der Wurm drin ist. Man steht nicht schlecht da, nach neun Spielen haben wir 15 Punkte, aber gerade jetzt müsste man die Schwäche der anderen Vereine (Schalke, Stuttgart, Bremen) ausnutzen um sich ein Polster aufzubauen. Und Punkte brauchen wird, haben wir doch in den letzten Jahren zum Schluß der Saison oftmals viele unnötige Punkte abgegeben. 4 Siege, 3 Unentschieden und 2 Niederlagen ist unsere derzeitige Bilanz. Wir schaffen es bisher nicht konstant gute Leistungen zu bringen, müssen in vielen Spielen an unsere Leistungsgrenzen gehen um die Punkte zu holen. Das ist bei dem Kader nicht akzeptabel und da muß sich schnell etwas ändern.
Unser Kader ist gut besetzt, aber wie bei euch gibt es Problemstellen:
Die Aussenverteidiger schaffen keine konstanten Leistungen (Jansen ist keiner, Aogo ist verletzt. Demel spielt unterirdisch, Diekmeier ist verletzt. Benjamin hat sich gerade in die Startelf gespielt und ist verletzt). Aber auch unsere einstmals so gute Innenverteidigung ist nicht gerade eine Bank. Gerade Westermann leistet sich viel zu viele Fehler und auch Mathijsen merkt man an, daß er viele Spiele auf dem Buckel hat (bisher 48 Spiele im Jahr 2010!). Ersatz haben wir nicht, mit Besic haben wir einen 18 jährigen Innenverteidiger auf der Bank.
Im Mittelfeld sind wir defensiv gut besetzt. Rincón, Jarolim, Zé Roberto und Kacar können im defensiven Mittelfeld spielen. Für die Offensive stehen uns Elia, Pitroipa und Trochowski zur Verfügung. Das klingt auf dem Papier gut, aber nur Pitroipa hat bisher konstant gute Leistungen gebracht. Elia ist verletzt und lustlos, Trochowski kann sein bestimmt vorhandenes Potential viel zu oft nicht abrufen.
Unser Prunkstück ist der Sturm: van Nistelrooy, Petric, Guerrero und als Nachwuchstalente Choupo-Moting und Son. Das birgt Gefahr für die gegnerischen Abwehrreihen.
Vergessen wollen wir aber nicht unsere am besten besetzte Position: Das Tor. Mit Rost und Drobny haben wir zwei erstklassige Torhüter im Kader. Ich frage mich welches andere Team in Europa sich als zweiten Torhüter einen Mann wie Drobny leistet.
Eine Prognose über die Aufstellung kann ich heute leider noch nicht geben. Zu viele Spieler sind angeschlagen, es ist nicht klar, wer bis Samstag fit wird.
Klar ist, daß Drobny spielt, aber wie oben ausgeführt ist das unsere geringste Sorge. In der Abwehr werden fest Mathijsen und Westermann spielen. Die Aussenverteidiger stehen nicht fest, weil Jansen einen gebrochenen Zeh hat und Demel im Moment einfach keine Leistung bringt. Es könnten also gut Rincón rechts und Zé Roberto links hinten spielen. Damit würde die defensive Mittelfeldpostion eventuell mit Kacar besetzt werden. Ich gehe mal davon aus, daß unser Trainer weiter mit dem 4-4-2 spielen wird und nicht das am Anfang der Saison bevorzugte und von mir gehasste 4-2-3-1. Rechts vorne ist Pitroipa im Moment gesetzt, links könnte Kacar spielen. Die mittlere Position wird wohl Trochowski besetzen. Sollte van Nistelrooy fit sein wird er neben Petric spielen, da Guerrero im Moment ein kleines Leistungstief hat.
Unnötig Punkte abgeben wollen wir am Samstag nicht. Es muß ein Dreier her, vom Papier her haben wir die bessere Mannschaft. Ich wünsche mir einen klaren Sieg und damit den Beginn einer Serie von Siegen.
Ich schließe meine Einträge bei mir im Blog immer gleich und will das auch hier tun.
Gewonnen. Herzlichen Glückwunsch an den neuen Trainer Schaefer sowohl zum Ergebnis als auch zum Geburtstag.
Was sich die FC-Profis über weite Strecken des Spiels zusammen spielten ging aber wieder mal auf keine Kuhhaut. Unpräzise Pässe, wenig Laufbereitschaft, unterirdisches Abwehrverhalten. Hätten die 60er ein, zwei Stürmer mit ein wenig Format wäre das eine ganz bittere Veranstaltung geworden, so ging es gerade gut.
Podolski mit zwei Vorlagen und einem Tor wieder der auffälligste Mann auf dem Platz. Dass das 1:0, nach einer Ecke, durch die Schulter von Martin Lanig das Spiel entschied, war glücklich. Nicht komplett unverdient aber eben glücklich. Die Münchener mussten aufmachen, es ergaben sich Räume, die wurden genutzt, fertig.
Schaefer hat viel Arbeit vor der Nase. Bessere Spieler haben wir nicht, er muss schauen dass er damit zurecht kommt. Na gut, das 2:0 wäre unter Soldo so wohl nicht gefallen, denn Novacovic hätte nicht da gestanden und Podolski hätte nicht den Anlauf nehmen können, weil er ja auf lange, hohe Bälle hätte warten müssen.
Egal. Glanzloser Pflichtsieg, Aufgabe erfüllt, hoffentlich etwas Selbstvertrauen getankt. Am Wochenende geht es gegen den HSV, der hat da vorne schon einen Spieler stehen, der solche Räume, die die Kölner Abwehr heute gelassen hat, nutzten würde. Warten wir´s ab. Genug für Heute.
Jetzt ist es dann knapp 24 Stunden her, dass sich der 1.FC Köln sich von Trainer Zvonimir Soldo getrennt hat. Eine Entscheidung, die das Präsidium nicht mehr hinauszögern konnte. Der Druck wurde zu groß, das Auftreten der Mannschaft im Auswärtsspiel bei Hannover 96 kann man nicht als allzu großes Statement pro Soldo werten und so greifen die Automatismen, der Trainer packt die Koffer.
Ich würde ja schwer heucheln, wenn ich die Entscheidung hier öffentlich bedauern würde, zu groß war meine Abscheu vor dem Fußball, der unter Soldo gespielt wurde, zu gering das Vertrauen in den Kroaten die Mannschaft so zu gestalten, dass sie halbwegs wettbewerbsfähig wird. Mein Problem mit der Entlassung ist der Zeitpunkt.
Zum Ende der letzten Serie hätte man Soldo recht elegant aus seinem Vertrag entlassen können, denn, seien wir doch mal ehrlich, man kennt doch Köln, den FC, den EXPRESS und das hiesige Anspruchsdenken. Dabei ist das mit Letzterem so eine Sache. Niemand erwartet von diesem Verein Wunderdinge, der Wunsch nach Europa, der Glanz der alten Tage, all das wird den Fans immer angedichtet, doch stimmt es so schon lange nicht mehr. Mein einziger Anspruch an den FC ist eine positive Entwicklung. Wenn es zehn Jahre dauert sich zu erholen, dann ist das eben so. Was aber tödlich ist, ist der totale Stillstand oder gar ein Rückschritt. So empfand ich den FC unter Soldo: Rückwärtsgerichtet, ohne Charisma, ohne Esprit, ohne Einstellung und vor allen Dingen ohne Hoffnung auf Besserung.
Die Befürworter des Trainers führten -nicht ganz zu Unrecht- an, dass unter Daum, Steevens, Latour oder Funkel kaum besserer Fußball gespielt wurde. Einverstanden. Nur, ist das ein Grund? Ich verstehe das Argument nicht. Cola macht dick, Fanta aber auch, also kann ich auch weiter Cola trinken? Häh?
Natürlich ist Soldo nicht alleine verantwortlich für das Desaster, dass sich i.M. 1.FC Köln nennt. Der Manager-Imitator Michael Meier, verpulverte in seiner Amtszeit eine derartige Masse an Kohle völlig ohne Sinn und Verstand, dass man sich fragen muss welche Funktion der Aufsichtsrat des Vereins hat. Wenn das Präsidium schon nicht in der Lage ist dem, völlig wildgewordenen Westfalen, die Grenzen auf zu zeigen, dann sollte das Kontrollgremium dies machen. Natürlich nicht in Köln, denn hier kennt man sich, hier hilft man sich. Das ureigenste Interesse der handelnden Personen ist stets selbst gut da zu stehen. Bloß kein Faß aufmachen und sich den Wut des Siegburgers zu ziehen, der droht dann nämlich recht schnell mit Liebesentzug und so ein Pöstchen beim “ersten Verein am Platz” möchte man ja doch auf der Visitenkarte stehen haben, nicht wahr? Sogar beim Guardian lacht sich Raffa Honigstein kaputt. Oh Mann…
Overath selbst ist ein schwacher Präsident, der den Verein bis in die letzte Position mit alten Weggefährten oder Lakaien ausgestattet hat. Scheiss auf Kompetenz, den Jung kenn ich joot, der iss der rischtige für d´r Job. Jürgen, Fritz, Stefan und Michael. Wir schmeissen den Laden jetzt. Tja, funktioniert leider nicht. Oh und bitte: Ja, ihr habt Pedro Geromel nach Köln geholt, stimmt. Aber das darf doch kein Argument sein mit einem geglückten Transfer die ganzen Fehlgeschäfte der letzten Jahre (oder alleine schon dieses Sommers) zu rechtfertigen. Irgendwann fallen dem Pfau nämlich auch die Federn aus!
Dass selbst die Entlassung am gestrigen Sonntag in ihrer Würdelosigkeit bahnbrechende neue Maßstäbe setzt, passt zur neuen Leitkultur des Vereins. Morgens lässt man Soldo noch das Training leiten und bei Sport1 ein paar Fragen beantworten, teilt dann der Mannschaft mit ihre Handys an zu lassen, quatscht ein bisschen mit dem EXPRESS und dem KStA, die beide die Meldung von Soldos Entlassung kurz vor drei Uhr verbreiten. Dann wird dementiert, weil der Praktikant wohl noch nicht die Erklärung für die Wursch fertig geschrieben hatte und um halb sechs tritt die W.O. vor die Mikrophone und drischt die üblichen Phrasen. Das war ein derart lächerlicher Vorgang, dass kann man sich gar nicht ausdenken. Aber was erwartet man von einem Verein, der zur Verhandlung um die Sperrdauer für eine rote Karte als Beweismittel eine KIng-Size-Dick-VHS mit nach Frankfurt nimmt, weil der damalige Präsident (Hartmann) im Totaldelirium die Sportschau überspielte? Das kann man einmal lustig finden, wenn es aber zur Gewohneit wird…
Nun kommt also Frank Schäfer zu seiner Chance. Overath spricht natürlich von einer Übergangslösung. So nimmt man dann dem Mann schon von vorn herein jede Chance ein Konzept zu entwickeln, eine Spielkultur zu etablieren. Prima!
Es passt aber zum Selbstverständnis des Präsidenten: Keine Ahnung ob der Mann gute Arbeit leistet, was weiß ich denn wie die U23 spielt, ich opfere meine Freizeit ja schon für unsere Bundesligamannschaft. Grandios verkackt!
Wie geht es nun weiter? Nun kennt man ja immer jemanden, der jemanden kennt, der was gehört hat und so will ich Euch das z.Z. heißeste Gerücht aus der Geschäftsstelle nicht vorenthalten: Angeblich gibt es folgenden Masterplan (der Zeitpunkt überrascht aber, hey, this is Cologne):
– Meier ist im Winter weg
– Schäfer bleibt bis zur Winterpause
– Daum wird dann Trainer und Sportdirektor (wie Magath in Schalke)
– sportlicher Berater wird Bodo Illgner
– Thomaz Hajnal soll bereits fix sein
– Es soll richtig Geld in die Hand genommen werden
Overath wird im November 2011 zurücktreten, neuer Chef wird Fritz Guckuck in Zusammenarbeit mit Toni Schumacher, einem Vertreter der REWE, einem Vertreter der METRO und einem Typen von FORD.
Die Kohle dafür soll von der RWE kommen, den Deal soll Calmund schon gestern Abend für Daum eingefädelt haben. Dafür bekommt die RWE einen Sitz im Aufsichtsrat und exklusive Werbeflächen im RheinEnergie(!)-Stadion.
Nur ein Gerücht. Aber: Würde es Euch überraschen? Würde Euch noch irgendwas überraschen?
Donnerstag Nachmittag wurde auf der FC-Homepage Erstaunliches berichtet. Overath kam aus seinem Urlaub zurück, hatte sich von seinen Vorstandskollegen erstmal auf “den Stand der Dinge bringen lassen”, was natürlich schon eine ganze Menge aussagt über die Ernsthaftigkeit, mit der das oberste Gremium unseres Vereins seine Arbeit verrichtet, dann eine Erklärung abgegeben, mit der nur Freunde der alten öffentlich-rechtlichen Kabarettschule etwas anfangen konnten. Doch anscheinend ist irgendein Praktikant mit gesundem Menschenverstand ausgestattet, denn mittlerweile findet sich die Erklärung nicht mehr im News-Archiv des Vereins.
Trotz der prekären Situation mit nur fünf Punkten aus acht Partien sei der Vorstand „zuversichtlich“. Es gebe„eine Reihe von positiven Signalen“, hieß es.
Nachdem im Niedersachsen-Stadion in der AWD-Arena schlanke 15 Minuten gespielt waren und der FC bereits uneinholbar mit 0:2 zurück lag, Sohn Marco sich die Eier kratzte, sah er schon etwas mitgenommen aus, der Herr Präsident, die Wursch. Sein Personal hatte erneut seine völlige Unfähigkeit in der Bundesliga auch nur halbwegs zu bestehen bewiesen. Ein führerloser Haufen mittelmäßiger Fußballer ohne Einstellung, ohne System, ohne Mittel den -wirklich nicht überragenden- Gegner in Gefahr zu bringen. Welch ein desaströser Auftritt. Again. Wie ein Hohn erscheint da die die eigentliche Aussage der Erklärung:
„Deswegen, so unser Eindruck, ist die Außenwahrnehmung eine andere als die von innen. Wir haben eine schwierige Situation zu lösen, aus der wir als Verein nur gemeinsam rauskommen. Wichtig ist, dass wir alle geschlossen dastehen. Wir haben vollstes Vertrauen in die handelnden Personen.“ My Ass
Nach drei Minuten erzielte Ya Konan einen schönen Treffer in das rechte obere Eck, der aber nicht in die Kategorie “Sonntagsschuss” fallen kann, denn wenn ich keinen Gegenspieler habe und der Torwart fünf Meter vor seinem Kasten steht, dann kann ich den Ball auch da hintreten. Jede Wette. Mohammad, unser Kapitän, das leuchtende Vorbild, stand fünf Meter von seinem Gegenspieler weg, machte nicht mal einen Schritt auf den Mann zu, drehte sich beim Schuss auch noch aus der Flugbahn und schwupp-di-wupp, “Matchplan” für´n Arsch.
Wenn es denn überhaupt so etwas wie einen “Plan” gegeben haben sollte. Soldo ließ die Woche über ein 4-4-2 mit Novakovic als zweite Spitze trainieren, entschied sich dann aber kurz vor knapp um und strich Nova wieder aus der Startelf, weil das 4-1-4-1 (oder von mir aus das offizielle 4-2-3-1) “zu der Mannschaft paßt” (Interview mit SKY kurz vor dem Spiel). Ja, gut, kann man machen, die ganze Woche Mathe lernen, um dann zu merken dass man eine Bio-Klausur schreibt. Hmm…
Egal, EGAL, die Gegentore fallen, weil es in der Mannschaft an fundamentaler Qualität fehlt. Das 2:0 ist wieder (oh Gott, ich habe es wirklich langsam satt) ein Beispiel wie eine Fehlerkette tadellos funktionieren kann. Falls die wikipedia oder sonstwer ein Lehrbeispiel braucht, hier:
Einleitung: Matuschyk führt den Ball ca. 35-40 m. vor dem Tor (1), er hat Anspielstationen auf links (Brecko), auf weit rechts (Andrézinho), neben ihm (Petit) und hintenrum (Geromel und Mohammad). Der junge Pole denkt sich wohl, dass es schon ein bisschen läbsch ist immer nur hoch und weit nach vorne zu ballern und bolzt statt dessen den Ball auf den (mindestens) doppelt gedeckten Jajalo (2), der aber in seiner Bewegung eher Richtung eigenes Tor geht als dass er versucht sich frei zu laufen und vielleicht eine Gasse anzubieten. Der Ball ist nicht zu kontrollieren, springt weg und Hannover startet den Gegenzug.
96 treibt den Ball in die Mitte, Ya Konan orientiert sich früh in die Spitze, die Abwehr versucht nur sehr halbherzig den ballführenden Spieler zu attackieren, Petit rutscht schon mal in´s neue Jahr, Lanig ist zu langsam, auf links löst sich Rausch mit einer lächerlichen Leichtigkeit von Andrézinho, bekommt den Ball und flankt…
…in den Fünfer, wo Geromel und Mohammad den 1,74 m kleinen Ya Konan im Sandwich haben und dennoch nicht in der Lage sind das Tor zu verhindern, ja nicht einmal gewillt sind den Stürmer am Kopfball zu hindern. Kein Zweikampf, kein Kopfballduell, nichts. Gar nichts. Das ist pure Arbeitsverweigerung und/oder Unfähigkeit. Da ich sowohl Mohammad als auch Geromel für eine eigentlich grundsolide Innenverteidigung halte, gehe ich einfach mal von Ersterem aus. So kann man nicht auftreten!
Dass der FC in der 85. Minute zum unglaublichen Anschlusstor kommt, ist einer Einzelleistung von Lanig geschuldet, der sich gegen den jungen Avevor durchsetzten kann und Fromlowitz ins lange Eck hin überwindet. Das Endergebnis täuscht aber wie so oft über die eigentliche Aussage des Spiels hinweg. Der FC hat einfach keine Mittel um anständig für Gefahr zu sorgen. Ein Schuss von Lanig, ein Schuss von Podolski, ein paar Ecken, das war´s. Eigentlich nur eine echte Torchance im ganzen Spiel. Das ist zu wenig. Die Mannschaft hat nach der schlimmen ersten Viertelstunde zwar ein wenig Stabilität reinbekommen, dies ist aber auch der Tatsache geschuldet, dass 96 nichts aber auch gar nichts mehr unternahm. Die haben sich an der Mittellinie postiert und gewartet. Kam aber nix.
Doch, genug vom Miesepetertum, schauen wir mal auf die positiven Tendenzen der Mannschaft:
Im Tor stand erneut Miro Varvodić, da Faryd Mondragón sich nach seiner erneuten Degradierung “nicht sonderlich wohl fühlte” und einfach zu Hause geblieben ist. Vielleicht übt er ja schon mal Wassertreten. So einfach ist das beim FC. Der junge Kroate machte nichts richtig (bei den Gegentoren) und auch nichts falsch, an ihm liegt es mit Sicherheit nicht. Positive Tendenz: Varvodić ist jung und billig.
In der Abwehr das gewohnt schauerliche Bild auf Außen. Soldo hat die schlechten Leistungen von Fabrice Ehret zum Anlaß genommen hinten ein wenig zu experimentieren und stellt um. Auf rechts ließ er von Beginn an Andrézinho spielen. Der Brasilianer war träge, langsam, schlecht im Stellungsspiel und alles in allem eine Karikatur eines Außenverteidigers. Junge, Junge. Der Mann war schlechter als Christian Dollberg früher und, hey, c´mon das war schon ´ne Nummer. Positive Tendenz: Andrézinho wird im Winter wieder verkauft abgegeben.
Um es Hannover nicht zu schwer zu machen, ließ Soldo auf links meinen Liebling Mišo Brečko ran. Der Mann mit den zwei krummen Füßen. Nichts nach vorne aber da rechts zu offen war gingen wenige Angriffe über seine Seite. Ließ sich in der zweiten Halbzeit spektakulär schlecht fallen und bekam zu Recht eine gelbe Karte. Rot wäre mir lieber gewesen. Positive Tendenz: Die Slowenen werden keine Rolle bei der EM spielen.
Die Innenverteidigung sah wie o.g. gestern auch reichlich alt aus. Pedro Geromel mit anständiger Zweikampfstatistik jedoch lachhaftem Stellungsspiel gegen Ya Konan und unnötigen Tricksereien. Mir kommt es so vor als bereite der Mann seinen Ausstieg vor, er scheint keine Lust mehr zu haben. Positive Tendenz: Für Geromel bekommen wir wenigstens ein paar Mark, die Meier dann wieder gegen Scheisse eintauschen darf.
Sein Partner Mohammad war über die gesamte Partie hin stabil aber halt mit denkwürdig mangelhafter Einstellung vor dem 0:1. So ein Schritt in die richtige Richtung wäre schon schön gewesen. Die “kleinen Dinge” stimmen nicht bei ihm.Positive Tendenz: Die blauen Auswärtstrikots passen sehr schön zu seinem Teint.
Petit spielte wieder mal Libero. Der Mann ist immer bemüht, keine Frage aber er hilft dem FC kein Stück weiter, denn er kann kein Spiel aufbauen, jedenfalls nicht mehr. Er zerstört, er weiß was der Gegner vorhat aber er hat keine Möglichkeit das Spiel des FC zu lenken, zu steuern, da er immer passiv agiert und halt ein Sechser ist und kein Zehner. Positive Tendenz: Der Mann ist noch immer keine 35.
Unser sogenanntes Mittelfeld hat gestern recht eindrucksvoll den Ist-Zustand dargestellt. Lanig ist langsam. Sowohl körperlich als auch gedanklich. Er verliert viele Bälle, weil er baff erstaunt scheint, dass er keine zehn Sekunden Zeit hat sich den nächsten Move zu überlegen. Klar, wenn ich mit dem FC trainiere, dann kann man schon mal auf den Gedanken kommen, dass nicht zu schnell angegriffen wird. Positive Tendenz: Seine Haare sitzen immer. Auch das Harrband paßt. Gut durchdachte Frisur.
Adam Matuschykmit ganz schwacher Partie. Keine Impulse nach vorne, ganz schwaches Zweikampfverhalten nach hinten, völlig ohne Wirkung. Positive Tendenz: Matuschyk hat unglaublich kleine Füße.
Ebenfalls ohne jede Bindung an das Spiel lief Mato Jajalo über den Platz. Noch so ein Fall, der den FC nicht weiter zu bringen scheint. Er machte in diesem Jahr schon ein paar ganz anständige Spiele aber auch er scheint völlig ohne Plan zu sein, was er überhaupt zu tun hat.Positive Tendenz: Jajalo hat ´nen super Namen für ´nen Songa: Jajalo ohoho, Jajalo ohohoho
Vorne rechts stand Christian Clemens wie Falschgeld rum. Okay, er wird sich das ein oder andere Mal gefragt haben, was er wohl verbrochen hat, dass er vor Andrézinho spielen muss und damit schon mal per se ohne Chance blieb den Ball überhaupt zu bekommen. Es kam aber auch von ihm nicht genug Einsatz um etwas zu bewegen. Positive Tendenz: Er hat wenigstens kein Geld gekostet.
Einzige Spitze war wieder Podolski, der erneute der stärkste Kölner auf dem Platz war. Er ist bemüht, rennt, ackert, ist aber völlig auf sich alleine gestellt. Was soll er machen, wenn er sich jeden Ball selbst holen muss?Positive Tendenz: Er ist und bleibt der schönste Jungdrache der Welt.
Meier und Overath verließen das Stadion ohne Statement. Zu Overath fällt mir auch nix mehr ein. Da stellt der sich vor die Presse und plustert sich auf, dass er nun seine “Freizeit opfern wird” um sich das Spiel seiner Mannschaft in Hannover an zu schauen. Was ist das denn bitte für eine Aussage? Meint der das ernst? Wie schlimm ist denn das alles wirklich?
Stand 13:30 Uhr sind weder Overath noch Meier am Geißbockheim aufgetaucht. Soldo hat das Training geleitet. Der KStA hat einenLiveticker. Wie immer. In Köln. Scheiße!
Am Dienstag geht es gegen 1860 im Pokal. Ich verwette meinen Arsch, dass wir die Münchner 3 oder 4:0 nach Hause schicken. Dann sind sie wieder da, die positiven Signale. Bis es aber soweit ist, verzieht ich mich wieder auf meinen Pavianfelsen, da weiß ich wenigstens was ich hab.
Er ist schon ein komischer Kauz, unser Manager. Michael Meier macht immer den Eindruck als sei die Welt gegen ihn, als müsste er sich permanent verteidigen, als würde niemand sein Genie genug würdigen. Er ist der Prototyp eines hoch-bezahlten leitenden Angestellten, hat nur das Pech mit vollem Umfang in der Öffentlichkeit zu stehen und damit einer Rechtfertigungspflicht zu unterliegen, die er so nie will.
Ich schrieb vor Wochen etwas über seine Auffassung von Öffentlichkeitsarbeit aber nach diesen zwei Wochen im Herbst ist es an der Zeit nach zu legen. Meier ist in meinen Augen nicht mehr tragbar für den FC. Er ist in erster Linie schuld an der Kaderzusammenstellung und am fetshalten an Trainer Soldo, der keinen Gegenpol darstellt und damit die schlimmst mögliche Konstellation am Geißbockheim komplettiert.
Die Joghurette erklärt die Welt
Fangen wir mal mit dem Offensichtlichen an:
Die Personalpolitik, die diesen Sommer in Köln betrieben wurde, kann nur mit viel Humor überhaupt als solche betrachtet werden. Der KStA und der EXPRESS berichten unisono von Angeboten, betreffend die Spieler Kagawa und Holtby, die dem Management im Sommer unterbreitet wurden. Beide sind in ihren jetzigen Vereinen voll eingeschlagen. Ob das in Köln auch so gewesen wäre, weiß man nicht, da muss dann ja auch der Übungsleiter mitspielen aber einen Versuch wäre es ja allemal wert gewesen. Stattdessen wurde in der Pause der -eh schon mit unnützen Spielern aufgeblähte- Kader weiter mit Neuzugängen belastet, die den FC keinen Schritt weiter bringen und eigentlich nur Geld kosten. Das herausragende Beispiel dieser Transferperiode ist das sicher der Grieche Konstantinos Giannoulis, der zwar keine Unmengen an Kohle bekommen dürfte aber halt überhaupt nichts im Kader eines Bundesligisten zu suchen hat, denn er stand nicht einmal in dieser Saison überhaupt in der 18-Aufstellung. Bei der dünnen Personaldecke des FC spricht das schon Bände. Was haben wir uns totgelacht als beim ersten oder zweiten Training nach dem Vorbereitungslager (also wieder in Köln) eine Hüpfbahn aufgebaut wurde und Giannoulis am zweiten Hindernis hängen blieb, hinfiel, wieder aufstand, wieder hinfiel, wieder aufstand, wieder hinfiel, einen Schluck Wasser trank und die Übung abbrach. Da hätte es in Sport-Leistung nicht mal ´ne “Fünf” für gegeben, so was gibt es eigentlich gar nicht. Die Frage, die man sich stellen muss: Wie kommt der FC an diesen Mann? War der Meiersche Frisör wieder in der Ägäis in Urlaub und hat da “was eingefädelt”? Soll mir bitte mal jemand erklären.
Als “Herausforderung” für Miso Brecko verpflichtete Meier den Brasilianer Andrézinho, der nach Vorne ein paar Ansätze mehr zeigte als unser etatmäßiger Slowene (was nichts heißt, denn dieser hat gar keine fußballerischen Kennzeichen), dafür aber hinten, also da wo er ca. 90% seines Arbeitslebens verbringt, noch fahriger und unsicherer erschien als der Master of Disaster himself. Haben wir also schon mal zwei Vögel, auf die der alte Spruch bestens paßt :“Sie sähen nichts, sie ernten nichts“.
Um den Weggang von Zoran Tosic (den ich bedauere aber der wohl unvermeidbar war) zu kompensieren, hat sich die sportliche Leitung für eine Doppellösung entschieden. Zu dem, bereits im Winter fix gemachten, Rumänen Ionita kam noch der Kroate Jajalo vom Serie A-Absteiger Siena auf Leihbasis mit Kaufoption. Inonita spielte in den ersten Saisonspielen kaum eine Rolle, wurde nur spät als letzte Option eingewechselt und blieb völlig ohne Wirkung. jetzt ist er erstmal verletzt. Jajalo wirkte am Anfang behäbig und langsam, hat sich aber einigermaßen berappelt und ist wohl mittlerweile im Kader gesetzt. Das macht immerhin Eins aus Vier. Naja.
Zusätzlich zu der verfehlten Einkaufspolitik wurde verzweifelt, dennoch erfolglos versucht Manasseh Ishiaku zu verkaufen, der seit Jahren keinerlei Rolle mehr spielt aber beim FC einen Vertrag bis 2025 zu haben scheint. Nach dem Abgang vom Womé und Maniche war klar, dass der Fokus auf den altbekannten Baustellen liegen muss: Außenbahnen und offensives Mittelfeld. Nichts, aber auch gar nichts wurde unternommen um hier für Entlastung zu sorgen. Man verließ sich auf die eigene Jugend. Taner Yalcin, Christian Clemens und Stephan Salger sollten die Mär der jungen Mannschaft weiter vorantreiben. Ob hier die nötige Klasse vorhanden war, spielte anscheinend keine Rolle. Jetzt bin ich ja durchaus ein Verfechter von Einsatzzeit von jungen (am liebsten aus der eigenen Jugend stammenden) Spielern aber eine ganze Saison auf dem Rücken der Talente austragen zu wollen erscheint mir doch ein wenig optimistisch. Eine ausgewogene Mannschaft setzt talentierte Neulinge so ein, dass keine Last entsteht, sondern dass sie die Möglichkeit zur Entwicklung haben, von Routiniers lernen können und nicht von der ersten Minute an die Angst haben müssen, dass sie für jeden Fehler die alleinige Verantwortung tragen. Hier kommt dann auch wieder Trainer Soldo in´s Spiel, der schon vor der Saison angekündigt hat, dass er nicht allzu viel vom FC-Nachwuchs hält und so einen vollkommen unnötigen Druck aufbaut. Ich verstehe die Strategie hinter einer solchen Aussage nicht. (Ich finde den link nicht mehr aber seine Aussage war dass er zwar notgedrungen ein paar junge Spieler mit ins Trainingslager nehmen wird aber nicht jeder dieser Spieler es schaffen wird, denn so gut seien sie nicht).
Zusätzlich sieht man ja die Konsequenzen, die der Trainer zieht: Taner Yalcin spielt in der Saison keine Rolle (oder hat das andere, möglicherweise taktische Gründe?) weil er in den ersten Saisonspielen nicht die spielentscheidenden Mittel fand, die anscheinend von ihm erwartet wurden, auf links kassierte Salger bei seinem Debüt eine „fünf“ beim EXPRESS und schwupps, keine Einsatzzeit mehr. Stattdessen versucht Soldo krampfhaft Fabrice Ehret umzuschulen und scheitert damit grandios.
Zur Gesamteinschätzung der Meierschen Leistung in Köln gehört aber auch die Außendarstellung, sowohl den Fans, als auch der breiten Öffentlichkeit gegenüber sind wir hier an einem Punkt angelangt, der mit lächerlich nur unzureichend umschrieben ist. Dies gibt er in der heutigen EXPRESS sogar unumwunden zu, gibt die Schuld dafür aber natürlich Soldo, statt sich selbst einmal in Frage zu stellen.
Meier macht sich vor den SKY-Kameras jede Woche mehr und mehr zum Affen. Diese Woche hakte sogar der äußerst devote Wasserzieher mal nach, als er die Antwort als offensichtlichen Unsinn erkannte. Was war passiert? Patrick Wasserzieher versuchte Meier ein wenig zu locken, indem er die Namen Kagawa und Holtby in´s Spiel brachte. Diese wären dem FC ja angeboten worden, warum man denn nicht zugeschlagen hätte. Meier konterte mit den Namen Yalcin, Clemens, Schorsch und Pezzoni. Ja, tatsächlich, er sagte Pezzoni. Das seinen alles junge Spieler auf die man seine Hoffnung gesetzt hätte und die würden ja auch „alle spielen“. Wasserziehen machte Augen wie Spongebob, zählte im Geiste mal durch, kam zu dem Ergebnis, dass -außer Clemens- niemand auf dem Platz stand und kam mit einem etwas zaghaften „Äh“ zurück, während Meier wohl in kurzer Zeit ein paar Promille ausgedünstet hatte und nachschob: „Fast. Spielen ja alle fast!“ Das ist Slapstick pur.
Seine Aussage zu dem vielzitierten Podolski-Interview waren auch eher dämlich. Man habe einen Plan, dieser sei mit Poldi abgesprochen und Poldi sein „ein Rädchen“ in diesem Plan und „wenn er funktioniert, funktioniert auch der Gesamtplan“. Nun, Podolski sagt dazu etwas komplett gegenteiliges: Man habe ihm einen Plan vorgelegt, der auch die Verpflichtung weiterer Leistungsträger beinhaltete. Das sind schöne Worte aber wie unser Stürmer treffend bemerkte ist „davon nichts zu sehen“. Was Meier macht ist schon unanständig. Er schiebt die Verantwortung für sein Scheitern auf Podolski zurück, denn der Umkehrschluss seiner Aussage ist ja der, dass es bisher nicht funktioniert hat, weil Podolski nicht funktioniert hat. Das ist verantwortungslos und mies im Stil. Außerdem ist es natürlich gelogen, denn Podolski spielt um ein mehrfaches besser als letztes Jahr (was natürlich zugegebenermaßen auch an seiner Position liegt).
Dass der Rest des Interviews auch komplett auf einer anderen Wahrnehmungsebene spielte als bei mir, zeigt sich bei Meiers beleidigter Reaktion auf einen SKY-Einspieler, der mangelnde Spielkultur beim FC ausmachte. Der Mundwinkel ging nach unten als hätte man ihm den Lutscher weggenommen und sofort kam sein altes Gerede vom begeisternden Spiel gegen Pauli und Hoffenheim und dass der FC dieses Jahr schon sehr, sehr schönen Fußball gespielt hätte. Wasserzieher beließ es dabei und verhielt sich damit journalistisch korrekt, denn er beobachtete nur, griff nicht ein und überließ es dem Zuschauer entweder in lautes Lachen auszubrechen (ganz Deutschland) oder sich mit offenem Mund zu schämen (Kölner).
Als letztes Beispiel für seine ganze Unsouveränität sei noch seine Reaktion auf den Daumschen Vorwurf, dass nichts passiert sei in den letzten fünf Jahren in Köln. Das ist ja nun nicht ganz von der Hand zu weisen und auch wenn ich Daum da durchaus Fahnenflucht vorwerfen könnte muss ich etwas anderes zu sagen haben als „Sehr interessant, der Herr Daum“ um mich danach sofort in mein Schneckenhaus zurück zu ziehen ohne wenigstens den Ansatz einer Verteidigung auf zu bauen. Es sei denn, man ist sich selbst über die Stimmigkeit im klaren, dann ist klar, dass man das aussitzen muss.
Ich fang ja schon gar nicht von der nicht-existenten Mitglieder- bzw. Fankommunikation an, das würde den Rahmen sprengen und meinen Puls nur noch weiter nach oben treiben. Die Trikotdiskussion hatten wir ja schon und das Ergebnis sieht man jeden zweiten Spieltag auf fremden Plätzen. Natürlich wird da kein Wort drüber verloren.
Leider ist eine Demission sowohl von Meier als auch von Soldo äußerst unwahrscheinlich. Es fehlt schlicht das Geld um die Abfindungen zahlen zu können. Die einzige Lösung wäre tatsächlich die Installation eines Sportdirektors (der aber auch nicht umsonst auf Bäumen wächst) und eine Degradierung Meiers zum Grüßonkel. Ob uns ein Sportdirektor weiter helfen würde? Es wär ein longshot, der Geld kosten würde. Ich kann mich nicht entscheiden aber ganz ausschließen möchte ich es (unter einem neuen Präsidium) nicht. Ich bin auf jeden Fall mal auf die JHV gespannt, zu bereden gibt es schließlich genug. Bis dahin ist Overath vielleicht auch wieder aus dem Urlaub zurück…
Als Nuri Sahin mit 20 Metern Anlauf auf dem regennassen Rasen von Köln-Müngersdorf an Lukas Podolski vorbei schlitterte, Roman Weidenfeller das innerliche Äffchen frei ließ und Jürgen Klopp in der Coaching-Zone seinen guckt-mal-wie-toll-ich-mitgehe-bin-ich-nicht-ne-coole-Sau-Feixtanz aufführte, war es dann doch business as usual. Der BVB gewinnt in Köln mit 2:1. Zwar in letzter Minute, zwar etwas glücklich aber auf keinen Fall unverdient. Der FC mit der fünften Saisonniederlage nach acht Spielen da wo er aktuell hingehört. Am Boden.
Vor dem Spiel bewiesen die großartigsten Fans Deutschlands ein weiteres Mal, was diesen Verein ausmacht. Mit einer der schönsten Choreographien, die ich in den letzten Jahren in der Bundesliga gesehen habe, bewiesen sie der Mannschaft, dass Kredit da ist, dass weiter unterstützt wird, dass der Druck nicht die Beine schwer machen muss, dass keine negative Grundstimmung herrscht, dass das Spiel erstmal gespielt werden muss. Dass wir am Ende mit leeren Händen dastehen ist ja schon fast obligatorisch aber wenigstens war es kein Abschlachten obwohl mir das (vor dem Hintergrund der feststehenden Niederlage) deutlich lieber gewesen wäre. Ein umkämpftes 1:2 liefert leider nicht genug Belastungsmaterial gegen Meier und Soldo als es ein 0:7 getan hätte.
Das Spiel entwickelte sich zunächst offen. Die Borussia mit einem leichten Übergewicht im Mittelfeld, welches vor allen Dingen durch den enorm fleißigen Shinji Kagawa geschaffen wurde, der FC allerdings mit der richtigen Einstellung für ein Spiel der Fußball-Bundesliga. Zwei große Chancen, eine für den BVB durch Barrios (nach Flanke von Jakub Blaszczykowski, der Fabrice Ehret ein ums andere Mal daran erinnerte, dass dieser kein Mann für die linke Abwehrseite ist), eine für den FC durch einen fantastischen Schuss des Prinzen, der an das Lattenkreuz segelt. Dazwischen viel Kampf und deshalb eine ordentliche Vorstellung meiner Mannschaft.
Die Führung für den BVB war ein typisches FC-Gegentor. Auf der linken Außenbahn setzt sich Kagawa mit fast lächerlicher Leichtigkeit gegen den völlig überforderten Brecko durch, flankt ungehindert an den langen Pfosten, wo weder Ehret noch Geromel Lucas Barrios davon abhalten können den Ball gegen den Pfosten zu köpfen, Blaszczykowski steht einfach da, Abpraller, Wadenbein, Tor. So ist das in Köln: Ein Mischung aus Unfähigkeit und Pech und zack, der Gegner führt. Wenn´s ja einmal die Saison wäre, okay, aber wir bekommen ja in jedem Spiel so ein Ding. Achja: Miro Varvodić war auch irgendwo, irrte aber bei der Flanke von Kagawa im Strafraum rum, als sei ihm grad der Kopf abgeschlagen worden und konnte gegen den Kopfball auch nichts ausrichten.
Der Ausgleich für den FC durch einen strammen Linksschuss von Poldi, nachdem Lanig ein Kopfballduell am Strafraum gewann (ich glaube das einzige), Weidenfeller ohne Chance. Zehn Minuten später dann der Siegtreffer durch Sahin in der Nachspielzeit. Der Mann schiesst sich mit rechts an das linke Bein, der Ball rumpelt an den hereingrätschenden Geromel und von da ins Tor. Manchmal ist es einfach nur grotesk. So ein Tor kassierst du niemals, wenn du oben stehst, so ein Tor schießt du nie wenn du unten stehst. Aber so ist es. Dass Sahin vorher von Poldi freundlichst an die Niederlage der Türken gegen den DFB erinnert wurde macht das Tor umso lächerlicher. War ja klar! Letztlich kein wirklich schlechtes Spiel aber am Ende wieder keine Punkte. Auf der Süd wurde dann ein Plakat ausgerollt: “Wie oft wollt ihr noch verlieren? Hier muß endlich was passieren!”. Das kann man wohl sagen.
Bester Kölner war am Freitag Lukas Podolski, dessen Sportbild-Interview vor dem Spiel für Wirbel sorgte (dazu und zu Michael Meier morgen in einem eigenen Artikel mehr), der Rest der Mannschaft bemüht aber nicht in der Form wie gegen Hoffenheim.
Die Abwehr vor dem jungen Ersatz(?)-Torwart Varvodić stand nur zentral sicher. Über Außen kamen die Dortmunder ein ums andere Mal zu gefährlichen Flankenläufen. Rechts Brecko und links Ehret haben nicht die Qualität, die es braucht um in der Bundesliga zu bestehen. Ehret dafür mit deutlich stärkerer Leistung nach vorne. Brecko nicht.
Lanig, Petit und Matuschyk interpretierten das zentrale Mittelfeld auf drei verschiedene Weisen: Lanig mit hohem Laufpensum und dem Versuch die Bälle nach vorne zu verteilen, Petit, wie gewohnt, eher defensiv und Matuschyk fand überhaupt nicht statt. Ich hab eine Grätsche von ihm wahrgenommen, sonst nix. Christian Clemens spielte rechts vor Brecko, wirkte teilweise übermotiviert aber immerhin merkt man ihm an, dass er will.
Chihi und Novakovic wurden eingewechselt, Soldo hatte sogar schon Simon Terodde zum wechseln beordert als der Ausgleich fiel. Auf den jungen Mann kann man mal gespannt sein. Er trifft für die U23 i.M. wie er will. Hoffen wir, dass er den Sprung zu den Profis schafft, eine weitere offensive Alternative kann ja nicht schaden auch wenn das eigentlich nicht unsere Baustelle ist.
Was bleibt? Die Hoffnung, dass die Mannschaft im nächsten Spiel gegen Hannover 96 genauso auftritt. Nötig wär´s.
Nach der ansprechenden Partie gegen Hoffenheim kann der FC wieder nicht nachlegen, spielt einen dramatisch schlechten Fußball und verliert völlig zu Recht gegen ebenfalls schwache Freiburger.
Die Fußballspiele, die mit Beteiligung des 1.FC Köln stattfinden, sind ja schon seit längerem nicht mehr als solche zu erkennen. Ohne Konzept, ohne taktisches Verständnis (ich schreibe hier aus der Sicht eines leistungssportlichen Laien, mir ist schon klar, dass die Leute, die Bundesliga spielen, ´ne Spur besser im Fuppes sind als ich und auch dass sie das Spiel verstehen sollten, ich seh nur nix davon) ohne Einsatz, ohne Willen, ohne Erfolg.
Im Match gegen den SC aus Freiburg wurde wieder einmal klar, woran es beim FC hakt: Der Einstellung. Die ersten zwanzig Minuten war die Mannschaft gar nicht auf dem Platz, die beiden ersten Gegentore sind einem Team, das in der obersten deutschen Spielklasse bestehen will vollkommen unwürdig.
Das 1:0 fällt, nachdem Matuschyk dem Freiburger Jan Rosenthal den Ball zuspitzelt, dieser Mohammad nass macht und dann ins kurze Eck schießt während Mondragon, zwei Schritte zu weit in der Mitte des Tors, seine Popel zählt. Das Tor ist eine fatale Kette von Fehlern, die so nicht (und vor allen Dingen in dieser Häufigkeit) auftreten dürfen. Das ist zu leicht und reicht einfach nicht für den Klassenerhalt.
Nach dem Sonntagsschuss von Bastians und der Rübe von, erneut, Rosenthal steht es früh 2:0 für die Breisgauer. Natürlich ist der Schuss an sich glücklich, natürlich kann man sich so ein Tor fangen aber die Analyse des Gegentreffers muss früher anfangen. Der FC ist in der Vorwärtsbewegung, steht mit acht Mann am Freiburger Strafraum, da verliert Brecko -völlig ohne Not und mit einer Slapstickhaftigkeit die man eigentlich nur an der Tag legt, wenn man vier Promille hat- den Ball, der SC spielt über drei Station schnell nach vorne, der einzige Kölner, der das Tempo mitgeht ist Clemens, der dann auch zur Ecke retten kann. Die Ecke kommt an dem Elfmeterpunkt, Lanig köpft den Ball raus und schon kommt es zum zweiten fatalen, diesmal Spielintelligenz betreffenden Fehler: Am eigenen Strafraum steht keine Absicherung, es ist schlicht und ergreifend niemand da, der den Schuss blocken kann. Stattdessen sieht die Raumaufteilung der ersten Mannschaft des Bundesligisten aus Köln so aus, als sei da eine E-Jugend auf dem Platz. Sorry, aber das ist nicht mit einem Halbsatz abgetan, dass ist nicht mehr lustig.
Nach dem frühen Rückstand gelang es dem FC zwar wieder einigermaßen ins Spiel zurück zu finden, dies lag aber in erster Linie an den ebenfalls schwachen Bällen der Freiburger, die jedes Kombinationsspiel aufgaben, nur noch hoch und weit ein paar Entlastungsangriffe fuhren und ansonsten versuchten hinten zu dicht machen. Es ergaben sich ein paar Räume die aber nicht wirklich anständig genutzt wurden. Dr. Drees, der Schiedsrichter, hatte auch noch Gnade mit Mohammad, der sich eigentlich nach einer Tätlichkeit gegen Pouplin seine zweite rote Karte der Saison verdient hatte und so kam es dass in der zweiten Hälfte ein offenen Spiel auf sehr bedenklichem Niveau zustand kam. Nach Adam Matuschyks Sonntagsschuss und dem damit einhergehenden Ausgleich, hätte der FC sogar in Führung gehen können aber zwei Chancen wurden kläglich vergeben. Das Siegtor für die Freiburger geht zu gleichen Teilen auf die Kappen von Mohammad, der nicht Abseits stellt und dann viel langsamer ist als Cisse (das kann man wissen, dass der Mann schnell ist) und Mondragon der mit seinen 207 Jahren doch recht behäbig aus dem Tor schlendert und nicht den Hauch einer Chance hat an den Ball zu kommen. Er blieb zuerst auf der Linie, entschloss sich dann doch rauszukommen und damit war´s zu spät.
Insgesamt ist der Sieg der Freiburger verdient, denn die Mannschaft war besser sortiert, hatte kurz nach der Halbzeit noch einen Pfostentreffer und leistete sich eben einen Aussetzter weniger als der FC.
Wir müssen der Wahrheit endlich ins Gesicht sehen: Die Mannschaft ist schlecht. Wir haben auf der Bank keinerlei Alternativen (ma gucken was mit Chihi wird, vielleicht kann der ja was bewegen), wenn dann noch Leistungsträger, wie gestern Petit, völlige Totalausfälle sind kann man einfach nicht bestehen. Es ist ja nun nicht so, dass wir gegen eine überragend kombinierende Freiburger Mannschaft verloren hätten, nein der SC war selbst meilenweit weg von gutem Spiel aber gegen Köln scheint das auch noch zu reichen, im Moment.
ich weiß, ich wiederhole mich, aber wir haben letztes Jahr darüber diskutiert, ich habe es vor der Saison geschrieben, ich denke nicht, dass die Mannschaft in ihrer jetzigen Zusammenstellung, unter diesem Trainer bundesligatauglich ist. Wenn Soldo nach der Partie sagt, dass “nicht alle Spieler verstanden hätten um was es geht” dann frage ich mich wessen Aufgabe es ist, den Spieler dieses zu vermitteln.
Es war nicht die schwächste Leistung des FC in diesem Jahr aber doch steht sie exemplarisch für die gesamte Misere. Eine völlig verkorkste Transferpolitik, ein untätiger Manager, ein Trainer, der seiner Mannschaft nicht vermitteln kann um was es bei einem Fußballspiel geht, eine Mannschaft, in der es nicht zu stimmen scheint und die keinerlei fußballerischen Mittel kennt ein Spiel zu gestalten. Das ist schlimm. Ganz davon abgesehen, dass es überhaupt keine Entwicklung im Spiel des FC zu geben scheint. Nix, nada, nothing. Man sollte doch meinen, dass wenigstens die Laufwege mittlerweile trainiert wurden aber so viele Bälle wurden durch “Missverständnisse” zum Gegner oder in den “freien Raum” gespielt, dass man sich fragen muss, wie so ein Spielzug-Training aussieht unter Soldo.
Zwei Spieler möchte ich von der Kritik ausnehmen, sie haben mir gut gefallen, nämlich Jajalo und Clemens, die beide versuchten mit spielerischen Mitteln einen Unterschied zu machen. Jajalo ist ein Wuseler, ein Litti-Typ, der sich auch mal gegen zwei Gegner durchsetzt, den Kopf oben hat und auch den Abschluss sucht. Clemens ist schnell, körperlich präsent und hat einen guten Blick. Darauf kann man aufbauen.
Auf der anderen Seite haben wir Brecko, der aus zwanzig Metern aufs Tor schießen will und nicht mal die Eckfahne trifft, sondern auf der Gegengrade ins Aus bolzt. Also echt. Dass er eigentlich auch mit Rot vom Platz hätte gestellt werden müssen (“Vogel zeigen” gegen den Linienrichter) unterschlagen wir mal, weil bei dem -natürlich von ihm verursachten Freistoß- so grandios den Ball auf die Zwölf bekam, dass das Strafe genug ist.
Natürlich war es nicht nur Brecko, der schlecht war, er ist nur einfach mein liebstes Feindbild, der Anti-Fußballer schlechthin. Petit war, wie gesagt, ganz grausam, Mohammad völlig übermotiviert, Geromel fahrig und unsicher, Mondragon mit einem ganz miesen Tag, er wird ja dann jetzt erstmal zur kolumbianischen Nationalmannschaft reisen, Lanig deutlich schwächer als gegen Hoffenheim und Podolski völlig alleine, schon nach zwanzig Minuten extrem genervt vom Spielverlauf aber wenigstens mit hoher Laufbereitschaft und Kampfwillen. Matuschyk mit schickem Treffer aber ansonsten auch blass und mit vielen Fehlpässen. Novakovic und der Ionita-Unfalldienst kamen von der Bank, völlig ohne Wirkung oder Bindung ans Spiel. Es scheint als koche da jeder sein eigenes Süppchen.
Nun hat der FC zwei Wochen Zeit sich die Wunden zu lecken (und eventuell doch einen neuen Trainer einzustellen…ich hör ja schon auf, isjagut) und sich auf das Heimspiel gegen den BVB einzustellen. In der SpoHo gibt es einen Kurs Diagnostik eingeschränkter Funktionen und Fähigkeiten, vielleicht haben die ja noch ´nen Platz frei für Soldo.
Und der Meiers Michael geht dann an die FH und macht einen berufsbegleitenden LehrgangMarketingmanagement und erklärt dem Rene und mir dann mal warum wir auswärts nicht mit unseren tollen neuen weißen Trikots auflaufen. Würd mich dann ja doch interessieren. Es ist alles so unglaublich. Aber man redet sich ja doch nur den Mund fuselig.
Ich muß mich jetzt mal outen: Ich bin ein sehr großer Freund von amerikanischem Reality-TV. Damit meine ich jetzt nicht so Super-Nanny-Unterklassen-Fernsehen, sondern diese Multi-Millionen Abenteuer-Shows. Ich habe jede einzelne Minute aus 20 Staffeln Survivor gesehen und finde es unfassbar großartig. In der aktuellen, der 21. Auflage des Überlebensshow ist niemand geringeres als Jimmy Johnson mit von der Partie, als ganz normaler Spieler und das macht es nochmal ´ne Spur fantastischer.
Die zweite Show, die mich völlig gefangen nimmt ist The Amazing Race, eine Schnitzeljagd rund um die Welt für eine Million Dollar. Es starten mehrere Zweier-Teams (außer einmal ein Familienrace mit vier Leuten aber das war doof) und wer als Letzter bei einem Checkpoint ankommt muss ausscheiden. Zwischendurch müssen die Teams Aufgaben erfüllen um den nächsten Hinweis zur Fortführung des Rennens zu erhalten. Vorgestern startete die 17. Staffel der Show auf CBS (unnötig zur erwähnen dass ich auch hier keine Sekunde verpasst habe, oder?) und sorgte für den monumentalsten Lachanfall den ich seit Jahren hatte. Zwei Mädels müssen, bei einem Mittelalterfest in England einen Ritter mit einer großen Steinschleuder, die mit Melonen gefüllt wird, zu Fall bringen. Look what happend next:
Are you okay?
I can´t feel my face. I have the biggest headache ever
I don´t doubt it.
What happens next?
You have to finish.
WHAT?
Ya.
I can´t even see straight.
Well, they don´t call it the amazing race for nothing.
Uh.
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